violentviper
Lt. Commander
- Registriert
- Mai 2008
- Beiträge
- 1.838
Hallo,
ich habe mir vor ungefähr einem halben Jahr die AKG 612pro gekauft, da ich auf der Suche nach einem neuen offenen neutralen Kopfhörer war.
Dieser hat mich auch in keinster Weise enttäuscht. Er klingt sehr "echt" und verfälscht meiner Empfindung nach das Klangbild nicht. Vor allem Stimmen klingen glasklar und natürlich. Das einzige was ich etwas bemängeln könnte, ist das er etwas schwach im Bass ist. Aber das ist ansich kein Mängel, da er ja eher neutral gehalten ist. Da würde man sich vielleicht noch etwas mehr punch wünschen, wenn er gebraucht wird.
Vor wenigen Tagen habe ich die JBL Synchros S700 total unerwartet geschenkt bekommen.
Voller Begeisterung packte ich also den noch originalverpackten Kopfhörer aus. Er macht einen sehr hochwertigen Eindruck, kein Vergleich zum AKG 612pro. Denn im Gegensatz zum AKG, ist hier einiges an Metall verbaut. Der Kopfbügel ist aus einem Aluband und die Außenschale der Treiber ist auch aus Metall. Die Ohrpolster sind aus glattem Leder, welches angeblich Atmungsaktiv sein soll - wovon ich aber nichts merke.

Nach der Erkundung setzte ich den Kopfhörer auf. Mein Erster Eindruck war, hmmm das Teil ist ganz schön schwer. Er ist auch mit 368g angegeben, was mir noch schwerer vorkam, da ich meinen leichten AKG Kopfhörer gewöhnt bin. Ich habe recht große Ohren, und kleiner dürften die Ohrmuscheln nicht sein. Für mich könnte die Ohrmuschel noch einen Tick größer sein, dann würde er deutlich angenehmer sitzen. Aber auch daran gewöhnt man sich recht schnell. Wenn man ihn mal eine Weile aufhat merkt man es nicht mehr.
Nun wollte ich also den Kopfhörer anschließen, da er ein abnehmbares Kabel besitzt, was ich sehr positiv finde.
Die 3 Anschlußkabel welche beiliegen sind alle viel zu kurz und machen einen sehr minderwertigen Eindruck! Es reicht niemals, den Kopfhörer hinten an der Soundkarte am PC anzuschließen. Hinzu kommt das das Kabel extrem dünn ist. Das Kabel vom AKG ist dagegen richtig dick. Aber leider nicht abnehmbar.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, die Lautstärkeverstellung am Kabel. Diese hängt mir fast im Mund, weil sie soweit oben platziert ist, was mir jeglicher Logik widerspricht. Auch die Knöpfe zur Lautstärkeverstellung sind aus minderwertigem Kunsstoff und sitzen sehr wackelig drin. Haptik ist unter aller Sau, es macht keinen Spaß auf den Knopf zu drücken. Zumal man eh nicht sieht, welchen Knopf man drückt, da er soweit oben sitzt.


Zum Glück hatte ich noch ein 15cm Verlängerungskabel, damit ist es halbwegs hinnehmbar.
Nach diesem ganzen Ärger starte ich nun endlich die Musik. Ich testete sehr viele Musikrichtigungen. Metal, Rock, Balladen, Klassik und Electrozeugs.
Wenn man an der Seite auf den Knopf drückt, dann schaltet sich der DSP Modus ein. Welcher intern im Kopfhörer die Musik aufputscht, damit es angeblich einem ein besseres "live gefühl" vermittelt. Ja das Wort angeblich ist beabsichtigt gewählt. Ich bin sowieso kein Freund von den ganzen elektronischen Aufbereitungsspielerein. Vielleicht liegt es auch daran.
Im DSP Modus klingt eigentlich nur Electromusik in Ordnung. Aber das ist wirklich nicht atemberaubend. Den gleichen Effekt bekomm ich auch mit meiner Soundkarte (Creative Titanium) hin. Alle anderen Musikrichtungen klingen damit furchtbar. Vorallem Metal und Rock klingen damit sowas von blechern und verfälscht das es fast schon weh tut.
Also habe ich den DSP Modus die ganze Zeit deaktiviert. Hier klingt der Kopfhörer in Ordnung, aber keineswegs überragend. Die Mitten Klingen im Vergleich zum AKG 612pro zurückhaltender. Die Höhen sind dafür leichter angehoben und der Bass ist deutlich stärker als beim AKG. Was mir im Zusammenhang mit den milden Mitten nicht gefällt. Er klingt auch bei weitem nicht so glasklar wie der AKG 612pro.
Die meiste Zeit höre ich eher leise Musik. Ich mag es wenn man die Musik nur so ganz seicht im Hintergrund laufen hat, sodass man irgendwann auch mal vergisst das überhaupt Musik läuft. Was mir hier ganz stark auffiel, ist das der JBL S700 mit wenig Lautstärke sehr minderwertig klingt. Das Klangbild besitzt keinerlei Volumen und wirkt einfach nur flach.
Das kann der AKG um Welten besser, dieser klingt auch bei geringer Lautstärke sehr voluminös und löst sehr sauber auf.
Der DSP Modus kostet zudem noch Akku Leistung, welche man nach ~48 Stunden wieder aufladen muss. Während dieser Zeit kann man den Kopfhörer nicht benutzen, da er mit dem USB Kabel angeschlossen werden muss. Sprich das Soundverbindungskabel muss entfernt werden. Das geht doch mal garnicht oO. Ich meine, ich nutze den DSP Modus sowieso nicht, aber trotzdem ist das doch keine saubere Lösung.
Ich versteh also beim besten Willen nicht, was an dem Kopfhörer so toll sein soll. Es gibt ja genügend Tests wo er gelobt wird. Ich persönlich würde ihn nicht mal für 100€ kaufen. Der nur halb so teure AKG gewinnt bei mir jeden Punkt, bis auf auf das verbaute Kunsstoff an den Ohrmuscheln. Wodurch er aber auch wieder leichter wird, was man jetzt so und so sehen kann.
Für mich ist der AKG defintiv der besserer Kopfhörer. Nun muss ich zusehen das ich den Kopfhörer irgendwie verkaufe, behalten möchte ich ihn auf keinen Fall.
Vielleicht bin ich auch einfach nur etwas zu kritisch, ich weiß es nicht. Ich würde gerne mal den Eindruck von anderen Leuten zu diesem Kopfhörer "hören" *g.
ich habe mir vor ungefähr einem halben Jahr die AKG 612pro gekauft, da ich auf der Suche nach einem neuen offenen neutralen Kopfhörer war.
Dieser hat mich auch in keinster Weise enttäuscht. Er klingt sehr "echt" und verfälscht meiner Empfindung nach das Klangbild nicht. Vor allem Stimmen klingen glasklar und natürlich. Das einzige was ich etwas bemängeln könnte, ist das er etwas schwach im Bass ist. Aber das ist ansich kein Mängel, da er ja eher neutral gehalten ist. Da würde man sich vielleicht noch etwas mehr punch wünschen, wenn er gebraucht wird.
Vor wenigen Tagen habe ich die JBL Synchros S700 total unerwartet geschenkt bekommen.
Voller Begeisterung packte ich also den noch originalverpackten Kopfhörer aus. Er macht einen sehr hochwertigen Eindruck, kein Vergleich zum AKG 612pro. Denn im Gegensatz zum AKG, ist hier einiges an Metall verbaut. Der Kopfbügel ist aus einem Aluband und die Außenschale der Treiber ist auch aus Metall. Die Ohrpolster sind aus glattem Leder, welches angeblich Atmungsaktiv sein soll - wovon ich aber nichts merke.

Nach der Erkundung setzte ich den Kopfhörer auf. Mein Erster Eindruck war, hmmm das Teil ist ganz schön schwer. Er ist auch mit 368g angegeben, was mir noch schwerer vorkam, da ich meinen leichten AKG Kopfhörer gewöhnt bin. Ich habe recht große Ohren, und kleiner dürften die Ohrmuscheln nicht sein. Für mich könnte die Ohrmuschel noch einen Tick größer sein, dann würde er deutlich angenehmer sitzen. Aber auch daran gewöhnt man sich recht schnell. Wenn man ihn mal eine Weile aufhat merkt man es nicht mehr.
Nun wollte ich also den Kopfhörer anschließen, da er ein abnehmbares Kabel besitzt, was ich sehr positiv finde.
Die 3 Anschlußkabel welche beiliegen sind alle viel zu kurz und machen einen sehr minderwertigen Eindruck! Es reicht niemals, den Kopfhörer hinten an der Soundkarte am PC anzuschließen. Hinzu kommt das das Kabel extrem dünn ist. Das Kabel vom AKG ist dagegen richtig dick. Aber leider nicht abnehmbar.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, die Lautstärkeverstellung am Kabel. Diese hängt mir fast im Mund, weil sie soweit oben platziert ist, was mir jeglicher Logik widerspricht. Auch die Knöpfe zur Lautstärkeverstellung sind aus minderwertigem Kunsstoff und sitzen sehr wackelig drin. Haptik ist unter aller Sau, es macht keinen Spaß auf den Knopf zu drücken. Zumal man eh nicht sieht, welchen Knopf man drückt, da er soweit oben sitzt.


Zum Glück hatte ich noch ein 15cm Verlängerungskabel, damit ist es halbwegs hinnehmbar.
Nach diesem ganzen Ärger starte ich nun endlich die Musik. Ich testete sehr viele Musikrichtigungen. Metal, Rock, Balladen, Klassik und Electrozeugs.
Wenn man an der Seite auf den Knopf drückt, dann schaltet sich der DSP Modus ein. Welcher intern im Kopfhörer die Musik aufputscht, damit es angeblich einem ein besseres "live gefühl" vermittelt. Ja das Wort angeblich ist beabsichtigt gewählt. Ich bin sowieso kein Freund von den ganzen elektronischen Aufbereitungsspielerein. Vielleicht liegt es auch daran.
Im DSP Modus klingt eigentlich nur Electromusik in Ordnung. Aber das ist wirklich nicht atemberaubend. Den gleichen Effekt bekomm ich auch mit meiner Soundkarte (Creative Titanium) hin. Alle anderen Musikrichtungen klingen damit furchtbar. Vorallem Metal und Rock klingen damit sowas von blechern und verfälscht das es fast schon weh tut.
Also habe ich den DSP Modus die ganze Zeit deaktiviert. Hier klingt der Kopfhörer in Ordnung, aber keineswegs überragend. Die Mitten Klingen im Vergleich zum AKG 612pro zurückhaltender. Die Höhen sind dafür leichter angehoben und der Bass ist deutlich stärker als beim AKG. Was mir im Zusammenhang mit den milden Mitten nicht gefällt. Er klingt auch bei weitem nicht so glasklar wie der AKG 612pro.
Die meiste Zeit höre ich eher leise Musik. Ich mag es wenn man die Musik nur so ganz seicht im Hintergrund laufen hat, sodass man irgendwann auch mal vergisst das überhaupt Musik läuft. Was mir hier ganz stark auffiel, ist das der JBL S700 mit wenig Lautstärke sehr minderwertig klingt. Das Klangbild besitzt keinerlei Volumen und wirkt einfach nur flach.
Das kann der AKG um Welten besser, dieser klingt auch bei geringer Lautstärke sehr voluminös und löst sehr sauber auf.
Der DSP Modus kostet zudem noch Akku Leistung, welche man nach ~48 Stunden wieder aufladen muss. Während dieser Zeit kann man den Kopfhörer nicht benutzen, da er mit dem USB Kabel angeschlossen werden muss. Sprich das Soundverbindungskabel muss entfernt werden. Das geht doch mal garnicht oO. Ich meine, ich nutze den DSP Modus sowieso nicht, aber trotzdem ist das doch keine saubere Lösung.
Ich versteh also beim besten Willen nicht, was an dem Kopfhörer so toll sein soll. Es gibt ja genügend Tests wo er gelobt wird. Ich persönlich würde ihn nicht mal für 100€ kaufen. Der nur halb so teure AKG gewinnt bei mir jeden Punkt, bis auf auf das verbaute Kunsstoff an den Ohrmuscheln. Wodurch er aber auch wieder leichter wird, was man jetzt so und so sehen kann.
Für mich ist der AKG defintiv der besserer Kopfhörer. Nun muss ich zusehen das ich den Kopfhörer irgendwie verkaufe, behalten möchte ich ihn auf keinen Fall.
Vielleicht bin ich auch einfach nur etwas zu kritisch, ich weiß es nicht. Ich würde gerne mal den Eindruck von anderen Leuten zu diesem Kopfhörer "hören" *g.
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