Kennzeichnung und Auto-Erkennung: YouTube will für mehr Trans­parenz bei KI-Inhalten sorgen

Michael Schäfer
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Kennzeichnung und Auto-Erkennung: YouTube will für mehr Trans­parenz bei KI-Inhalten sorgen
Bild: TheDigitalArtist | gemeinfrei

YouTube will KI-generierte sowie deutlich durch künstliche Intelligenz veränderte Inhalte künftig klarer kennzeichnen und für Nutzer besser erkennbar machen. Gleichzeitig kündigt die Plattform neue Systeme zur automatischen Erkennung realistischer KI-Inhalte an, die entsprechende Hinweise künftig selbstständig setzen können.

Seit über zwei Jahren Kennzeichnungspflicht

YouTube hatte die Kennzeichnungspflicht für mittels generativer KI erstellte Inhalte nach Forderungen zahlreicher Nutzer bereits im November 2023 angekündigt und diese anschließend im März 2024 verpflichtend für alle Inhalte eingeführt. Die Kritik an der bisherigen Umsetzung hielt jedoch an, weshalb YouTube nun weitere Änderungen vornimmt und die Kennzeichnung sichtbarer, verständlicher und insgesamt einfacher nachvollziehbar gestalten will. Zuschauer sollen den notwendigen Kontext künftig bereits auf den ersten Blick erhalten können.

Neue Platzierung soll Erkennung vereinfachen

Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine deutlich prominentere Platzierung der Hinweise für fotorealistische oder wesentlich durch KI veränderte beziehungsweise vollständig KI-generierte Inhalte. Bei längeren Videos sollen die entsprechenden Hinweise künftig direkt unterhalb des Video-Players und oberhalb der Beschreibung erscheinen. Bei kurzen Videos, sogenannten „Shorts“, will YouTube die Kennzeichnung hingegen direkt im Video einblenden.

Diese Hinweise sollen künftig die einheitliche Kennzeichnung für sämtliche fotorealistischen oder deutlich mittels KI veränderten beziehungsweise generierten Inhalte auf YouTube darstellen. Bei unrealistischen, klar als künstlich erzeugt erkennbaren, animierten oder lediglich leicht veränderten Inhalten verbleiben die entsprechenden Hinweise hingegen wie bisher in der erweiterten Videobeschreibung.

Einführung noch in diesem Mai

Noch im Laufe dieses Mai will YouTube darüber hinaus Mechanismen einführen, die KI-generierte Inhalte automatisch erkennen können sollen. Die verpflichtende manuelle Kennzeichnung durch den jeweiligen Ersteller bleibt zwar bestehen, künftig soll das System allerdings selbstständig ein entsprechendes Label setzen können, wenn fotorealistische KI-Inhalte erkannt werden, der Creator jedoch keine entsprechende Angabe hinterlegt hat.

Automatische Erkennung soll helfen

In einem begleitenden Blog-Eintrag erklärt YouTube zwar, dass Creator grundsätzlich die Möglichkeit erhalten sollen, fehlerhafte automatische KI-Kennzeichnungen anzupassen, unter bestimmten Umständen kann eine Kennzeichnung jedoch dauerhaft bestehen bleiben. Das betrifft insbesondere Inhalte, die mit YouTubes eigenen KI-Werkzeugen wie Veo oder Dream Screen erstellt wurden. Auch Einträge in den sogenannten C2PA-Metadaten, die auf eine vollständig generative KI-Erstellung hinweisen, sollen künftig automatisch zu einer dauerhaften Kennzeichnung führen.

YouTube betont allerdings gleichzeitig, dass ein KI-Label allein keinen Einfluss darauf haben soll, wie ein Video empfohlen wird oder ob dieses monetarisiert werden kann.

Mehr Kontrolle und Orientierung

Mit den nun angekündigten Änderungen will YouTube nach eigener Aussage ein Gleichgewicht zwischen Transparenz und Kontrolle schaffen. Gleichzeitig reagiert die Plattform damit auf den wachsenden Bedarf nach klarer Orientierung im Umgang mit generativer künstlicher Intelligenz.

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