JBOD vs. RAID Z (+ Backup)

Nilson

Grand Admiral
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Dez. 2008
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26.306
Hallo zusammen,


aktuell hab ich einen kleinen Heimserver mit ESXi. In einer der VMs läuft FreeNAS das die Daten einer WD RED 3 TB im Netzwerk freigibt. Als Backup hab ich eine externe HDD auf die ich wöchentlich per rsync spiegel.

Teil 1:

Nun werden die 3TB langsam knapp und es sollen weiter 3 TB rein. Nur stellt sich die Frage:
-Nur eine als JBOD dazu
-Zwei und die als RAID Z (aka RAID 5) laufen lassen

Für JBOD spricht das es günstiger ist (nur eine neue HDD) und einfacher, daher weniger fehleranfällig.

Das RAID Z verspricht höhere Datenraten und die Lücke die beim Ausfall einer Platte bis zum eintreffen der neune entsteht wäre geschlossen.
Primär ginge es mir bei der RAID Z Lösung um die Geschwindigkeit, da ließt man recht verscheiden Angaben und viel ist auf RAID 5 bezogen und nicht RAID Z. Große Daten schreibne komm ich an 90 MB/s doch bei kleinen Dateien bricht das ganze doch ein.

Teil 2:

So oder so muss das ganze ja gebackupt werden. Am besten wäre ein Gehäuse in dem ich die alte und die neue backup HDD reinsteck, die per JBOD (am besten ohne Datenverlust) verbindet und FreeNAS vormacht es hätte eine 6 TB UFS Platte vor sich. Gibt es da was in der Richtung?

PS: Hardware:
AMD Athlon II X2 250
16 GB ECC RAM (davon 12 an die FreeNAS VM)
Cougar A 300
ASUS M5A97 LE R2.0
IBM ServRAID M1015 @ IT Mode (reiner HBA für Passthrough)
ESXi 5.1
FreeNAS 8.3
 
hallo!

richtest du 2x3tb platten als raid 5 bzw raid z ein ist die nutzbare datenmenge 3 tb + 3 tb paritätsdaten. bei 3 platten wären es erst 6 tb + 3 tb pariträtsdaten. was du vermutlich meinst ist RAID0 aka Stripset, bei dem abwechselnd auf die beiden platten geschrieben wird.
raid5 bzw raid z garantiert durch die paritätsdaten eine gewisse redundanz. 1 platte darf kaputt gehen, die zugehörigen daten können widerhergestellt werden. außerdem kombiniert es den effekt von raid0, da abwechselnd auf die platten geschrieben wird.
wenn das gerät aber stromsparend laufen soll ist raid5 eine schlechte alternative, je mehr platten eingebaut sind (da bei lesen/schreiben alle anlaufen müssen).
mit 4 platten wäre vielleicht ein RAID 01 für dich interessant. dabei agieren die beiden backup platten und die beiden nutzplatten im raid 0 (speedvorteil) und die beiden RAID0's werden nochmal zu nem RAID1 zusammengefasst.
 
War wohl missverständlich ausgedrückt, wenn RAID Z dann auch mit zwei neuen internen Platten ;)

RAID 01 wär dann doch zu viel des guten. DAchte RAID Z (5) wär da ein guter Kompromiss zwischen Redundanz und Geschwindigkeit Erhöhung. Nur wollt ich wissen wo der Kompromiss liegt her Richtung RAID (1)0 [0 kommt eh nicht in frage] oder eher Richtung JBOD.

Edit:
1. Push ;)
2. Noch ne Ergänzung: Das Backup soll extern und (möglichst) nicht über ein RAID laufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Nilson: Ich weiß ja nicht, wie wichtig deine Daten sind, aber ZFS ist einfach nur genial, wenn es um Datensicherheit geht. Die Stichpunkte sind hier Checksummen und Selfhealing. Bei 3 TB Platten würde ich sogar nur ein RaidZ2 verwenden, da UBEs doch relativ wahrscheinlich sind bei einem Rebuild.

Aber du hast eine sehr interessante Hardware für dein NAS. Da spart man doch einiges gegenüber Xeon/Intel C206 Chipset..

Hast du mal den Stromverbrauch idle und unter Last gemessen? Reichst du den Controller via IOMMU durch?

Grüße
Alex
 
Was meinste Warum RAID Z? Das ist ZFS :)

Das war die Idee warum ich zu AMD bin, idle knapp 50 Watt Last gut 70. ist zwar mehr als über intel aber bis ich das über die Stromkosten drin hätte vergehen Jahre.
Ja wird per IOMMU durchgereicht.
 
Hatte es so verstanden, dass du zwischen UFS und ZFS schwankst.

Zu deiner Frage: Mit einem RaidZ wirst du die Performance nicht verbessern können. Die Zugriffszeiten eines RaidZ sind in der Größenordnung von nur einer Platte des Raids. Sequentielle Zugriffe werden beschleunigt, da ich aber davon ausgehe, dass du ein 1 GBit/s Netzwerk hast, wird auch schon eine HDD den Link auslasten können.

Bessere Zugriffszeiten bekommst du nur mit anderen Raid-Schemen, z.B. Raid10 (geht mit ZFS auch). Die Lesezugriffe werden dabei unter den Mirrors verteilt.
 
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