Job Informatik mit Geografie und Statistik?

Lion878

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Mache meinen Bachelor in Info, muss ein Nebenfach (60 credits) in Naturwissenschaften nehmen. Soll ich Geo oder Statistik nehmen? Ich werde eh einen Master in Statistik machen, also würde ich lieber Geo nehmen. Hat das aber dann irgendwelche Konsequenzen bei der Jobsuche, wenn ich Geo nehme? Ich möchte gerne in Data Science, Statistik, ML-Engineer-Bereich arbeiten, aber auch Geoinformatik interessiert mich, ausserdem möchte ich auch die Optionen offen behalten in normalen IT-Jobs zu arbeiten, falls etwas nicht aufgeht. Praktika und eigene Projekte werde ich entsprechend auch machen. Könnte man das alles machen, obwohl ich einen Minor in Geo habe und nicht in Statistik? Reicht der Master in Statistik dann in der Regel? Und kann ich mich auch auf normale IT-Jobs bewerben?
 
Hallo und willkommen im Forum.

Bewerben kannst du dich grundsätzlich auf jede Stelle, im schlimmsten Fall gibt es mal gar keine Antwort.

Ich habe es eigentlich noch nie erlebt, das ein Kandidat alle gewünschten Fähigkeiten mitbringt und diese werden auch nie in der ausgeschriebenen Stelle benötigt. Die Unternehmen spielen da "Wünsch dir was" und wollen damit das Einstiegsgehalt drücken: "Sie erfüllen ja nicht alle Anforderungen".
Jemand der alle Anforderungen mitbrächte und Erfahrung darin hätte würde niemals eingestellt, der wäre schlicht zu teuer bei der Lohnforderung.

Von daher würde ich mir da Null Sorgen machen. Einfach das machen das dich interessiert, das bringt dich weiter. Und dann einfach mal drauflos bewerben.
 
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Also ist die Angst sehr unbegründet und irrational, dass die ganzen Arbeitgeber sagen werden: "Ach, der hat Geo im Nebenfach? Den nehmen wir sicher nicht!", oder? Ich mache mir ultra Sorgen deswegen. :/
 
Im Gegenteil, etwas über den Tellerrand geguckt zu haben, kommt meist sehr gut an.
 
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Vielen Dank! Werde sogar im Nebenfach etwas mit GIS und spatial data science machen. Habe darauf richtig lust!
 
Lion878 schrieb:
Also ist die Angst sehr unbegründet und irrational, dass die ganzen Arbeitgeber sagen werden: "Ach, der hat Geo im Nebenfach? Den nehmen wir sicher nicht!", oder? Ich mache mir ultra Sorgen deswegen. :/
Ich kenne eher "Der hat irgendeinen Mint-Abschluss? Gut, passt schon. Aber jetzt soll er mal seine praktischen Erfahrungen (Praktika, Werkstudent, ...) zeigen". Trifft aber auch nicht auf jedes Unternehmen zu.
 
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Das wäre nicht so mein Hindernis. Will eh nächsten Sommer ein Praktikum machen und dann in 1.5 Jahren auch und im Master auch eins. Ausserdem werde ich probieren, einen Werkstudentenjob zu finden. Hoffentlich gelingt mir das.
 
Lion878 schrieb:
Ausserdem werde ich probieren, einen Werkstudentenjob zu finden.
Am bestens möglichst bald. Damit steigerst du deine Chancen deutlich, wenn du fertig bist.
 
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Mache ich gerne! Hast du irgendwelche Tipps, wie man einen finden kann?
 
Stepstone und LinkedIn sollten deine Anlaufstellen sein, da kannst du auch gut filtern auf Werksstudentenjobs.
 
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Mal ganz blöd gefragt, warum willst du einen Master Statistik machen, aber nichts davon im Bachelor? Stehst du drauf dir selbst ein Bein zu stellen?

Wenn du im Master Statistik machst, wird man wohl einiges an Vorwissen voraussetzen. Oder sind das die gleichen Vorlesungen? Wenn nein würde ich klar bei Statistik bleiben. Du kannst eigentlich NIE genug Mathe in MINT Fächern haben. Mathematik ist das universellste Handwerkszeug das es gibt.

Geologie ist schon ganz schön nischig. Schaden tut es sicherlich nicht, aber Statistik wird dir ziemlich sicher deutlich mehr bringen.
 
Naja meine Erfahrung ist dass Unternehmen es eher (sehr) postiv sehen, dass man "geistig" flexibel ist - aber wie bei jedem ist das natürlich nur eine subjektive Erfahrung.

Ich zumindest würde sagen Geo (oder sonstwas ausser Töpfern oder Minnegesang etc) statt Mathe++ ist eher ein Plus - die wenigsten Unternehmen suchen bei der Einstellung das absolute Theorie-Mathegenie - wenn Du Statistik im Master machst bringst Du doch eh alles mit was Unternehmen in dem Bereich wollen - die suchen keine Max Statistik Theoretiker der neue Theorien zur Statistik entwickelt - sondern ich sage mal zu > 99% einfach angewandte Statistik, jemanden der einfach das was es im Bereich der Statistik an Regeln Formeln und Theorien bereits gibt (was eh schon extrem viel ist) anwenden kann.

Ich sage mal MAXIMAL 4 (vermutlich eher max 2) Semster Statistik damit deckt man alles ab, was man in der freien Wirtschaft jemals brauchen wird - alles andere weiterführende in Statistik - also dann mehr Stochastik - ist dann nur für den eigenen Spass - auch wenn das natürlich etwas pauschaliert ist, denke das passt schon :D
 
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Lion878 schrieb:
Mache ich gerne! Hast du irgendwelche Tipps, wie man einen finden kann?
Mit Kommilitonen reden (bzw insgesamt Kontakte), Jobmessen an der Uni, gerade bei Startups gehen Initiativbewerbungen gut und Workwise könnte auch ganz gut gehen, die scheinen da relativ spezialisiert zu sein.
 
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Lion878 schrieb:
Vielen Dank! Werde sogar im Nebenfach etwas mit GIS und spatial data science machen. Habe darauf richtig lust!

Also dann mal frisch ans Werk. Wenn dich die beiden Themen wirklich richtig interessieren und fesseln, dann hast du dir doch damit die Antwort bereits selber gegeben 👍
Viel Erfolg auf jeden Fall!
 
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@Lion878 Ich möchte auch noch erwähnen, das niemand von einem Berufseinsteiger erwartet, direkt alles zu Wissen und schlauer als alle anderen zu sein.
Die alten Hasen werden dir so oder so noch was vormachen, alleine schon weil sie den Job und die Firmengepflogenheiten kennen.
Da darf, soll und muss man am Anfang kleine Brötchen backen, auch mal was Fragen und sich Dinge anhören. Wer dazu nicht bereit ist schafft nach meiner Erfahrung nie länger als 2-3 Jahre in einem
Unternehmen. Einfach weil so arrogante Schnössel konstant gegen die Wand (ge)fahren werden. Meistens verstehen sie das Problem dann nicht und fangen an zu tricksen um doch noch zu glänzen. Solche "Glänzer" kennt eigentlich jeder.

Aber zusammen mit dem dir zustehenden "Welpenschutz" und dem Willen auch nach der Uni noch was zu lernen, kannst du nur erfolgreich werden. Viel Erfolg!
 
Ich halte wenig davon, etwas zu studieren nur weil man glaubt es würde Geld und Job bringen. Denn die Realität sieht ganz anders aus, 90% von dem was den richtigen Job ausmacht ist Glück und am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein. Ein Abschluss im Lebenslauf ist zwar in Deutschland leider immernoch sehr wichtig, aber das was du nebenbei machst, Ehrenamt, soziale Arbeit, Projekte, Praktika, Ausland, Sprachen ... gewinnt immer mehr an Bedeutung und darauf solltest du dich konzentrieren, weil das die Zukunft ist.

Am Ende willst du ein schönes Leben haben wo der Spass und die Freude überwiegt, also lerne das was dir Spass macht und engagiere dich in Dingen die für dich wertvoll sind. Sonst landest du dort wo viele junge Leute heute sind, verzweifelt, depressiv und mit einem Hass auf die "Alten", weil sie nichts in ihrem Leben hinbekommen und ein Anspruchsdenken haben, wie ein Tomate.

Wenn du Statistik als Master machen möchtest, wäre es natürlich klug dies als Nebenfach zu wählen, denn dann hast du beim Master viel weniger zu tun und könntest falls es dir keinen Spass macht, auf den Master verzichten und in eine andere Richtung gehen.

Ich gehe davon aus, das du während des Masters arbeiten wirst, also kein typisches Studentenleben haben wirst mit viel Freizeit, daher ist alles hilfreich was dir den Rücken freihalten kann, ganz besonders dann wenn du die oben genannten Punkte einbauen willst.

Viel Erfolg!
 
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Skysnake schrieb:
Geologie ist schon ganz schön nischig.
Geografie

Keine Ahnung ob Verwechslung oder vertipper/Autokorrektur.
Ansonsten stimme ich dir da zu.

0815burner schrieb:
Ich möchte auch noch erwähnen, das niemand von einem Berufseinsteiger erwartet, direkt alles zu Wissen und schlauer als alle anderen zu sein.
Es gibt Absolventen, die geben sich so und fordern auch entsprechend Gehalt. Da wird das dann natürlich auch erwartet.
 
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