Jobstellenbörse wo Qualifikationen nicht relevant sind

forgoden

Ensign
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Wenn ich auf normale Jobstellenbörse gehe, dann wird überall Abitur, Hochschulreife, MINT-Studium, langjährigen Berufserfahrungen verlangt. Würde mich bei der Verwunderung von Merkel nicht wundern warum es Fachkräftemängel gibt.

Gibt es überhaupt Jobstellenbörsen wo intelligente Unternehmer unterwegs sind, die solche Qualifikationen nicht verlangen, sondern erst mal auf die reale Fähigkeiten der Leute schaut, sofort annehmen und dann gut bezahlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
forgoden schrieb:
Wenn ich auf normale Jobstellenbörse gehe, dann wird überall Abitur, Hochschulreife, MINT-Studium, langjährigen Berufserfahrungen verlangt. Würde mich bei der Verwunderung von Merkel nicht wundern warum es Fachkräftemängel gibt.

Gibt es überhaupt Jobstellenbörsen wo intelligente Unternehmer unterwegs sind, die solche Qualifikationen nicht verlangen, sondern erst mal auf die reale Fähigkeiten der Leute schaut, sofort annehmen und dann gut bezahlen?

Die gibt es, sind aber mehr als nur Mangelware. Und mir wäre auch keine Seite/Portal/Amt bekannt, das speziell an diese Zielgruppe gerichtet ist.
Mit Berufserfahrung kann man viel reißen, aber wenn man quasi auf dem Papier nichts vorzuweisen hat, wird es schwer, irgendwo eingeladen zu werden. Ich bin bei einer Personalerin gelandet, die da noch etwas großzügiger ist, und die Leute zumindest mal zum ersten Gespräch einlädt, statt direkt abzuweisen. Aber von Freunden weiß ich, dass das sehr sehr selten so ist.
 
Und warum muss man das auf dem Papier vorweisen? Wenn ich Unternehmer bin, dann will ich gleich sehen was die Person wirklich kann, ohne Papier. Wenn jemand behauptet, er wäre Programmierer, dann soll er gleich am 1. Tag ohne Vorstellungsgespräch bei uns am Computer programmieren, damit ich sehen kann wie er programmiert. Dann sag ich einfach: "Sieht Scheisse aus, Tschüss" oder "sieht professionell aus, kannst bei uns arbeiten"
Oder jemand der Feinmechaniker ist, soll mir seine Feinmotorik zeigen. Zeigt er mir zittrige Hände, dann gleich rauskicken.
 
Mein alter Arbeitgeber hat auch nicht auf das Papier geschaut, sondern auf die Leute. War aber nur eine kleine GmbH und StepStone ist für die zu teuer (Lohn war aber trotzdem gut). Die kleinen Unternehmen sind denke ich eher so ausgerichtet als größeren Unternehmen, aber die muss man dann wohl eher manuell suchen.
 
forgoden schrieb:
Und warum muss man das auf dem Papier vorweisen? Wenn ich Unternehmer bin, dann will ich gleich sehen was die Person wirklich kann, ohne Papier. Wenn jemand behauptet, er wäre Programmierer, dann soll er gleich am 1. Tag ohne Vorstellungsgespräch bei uns am Computer programmieren, damit ich sehen kann wie er programmiert. Dann sag ich einfach: "Sieht Scheisse aus, Tschüss" oder "sieht professionell aus, kannst bei uns arbeiten"
Oder jemand der Feinmechaniker ist, soll mir seine Feinmotorik zeigen. Zeigt er mir zittrige Hände, dann gleich rauskicken.

Hab ja nicht gesagt dass ich es gut oder sinnvoll empfinde ;)
Sind nur meine Erfahrungen aus der Bewerbungsphase, die bei mir dank intelligenter Gruppenleiterin sowie Personalreferentin sehr kurz war.
 
Und wo kann ich noch suchen außer StepStone? Also mehr kleinere Firmen in der Liste.
 
auch mit qualifikationen wird es spätestens ab 40 sehr schwierig einen job zu finden. die rechner sortieren da knallhart aus. du musst bis dahin karriere machen und wenn du pensioniert bist komnst du in einen vorstand rein oder jemand meint es gut mit dir und bietet die einen versorgungjob an. so läuft es in deutschland.
 
Wo suchen?

-> du wohnst in einer Region
-> du hast eine bestimmte Qualifikation - ob nun aus rein praktischer Erfahrung oder per Ausbildung oder Studium
-> es gibt Unternehmen bei dir in der Region, die deine Qualifikation nachfragen

= such direkt auf den Unternehmensseiten nach Stellenangeboten und/oder schreib auch Initiativ-Bewerbungen

Du wirst m.E. kein direktes Portal finden. Evtl. hilft dir die Arbeitsagentur noch weiter. Aber den meisten Erfolg wirst du haben wenn du direkt auf die Unternehmen zugehst.
 
Wie willst du sonst den besten Kandidaten finden bei 500 Bewerbern? Du kannst nicht 500 Leute probeweise einstellen. Zu teuer und aufwändig. Man hat auch nicht nur eine Stelle, sondern mehrere.

"Nur Papier" :rolleyes:. Es gibt tausende Studien die den Zusammenhang dieser Papiere mit Arbeitsleistung belegen. Klingt komisch, ist aber so. Aber hey, wenn du das Recruiting Problem gelöst hast, dann mach ein Unternehmen auf. Die sind ja alle bescheuert Milliarden zu investieren, wenn du es bereits gelöst hast.
 
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Ich kann den TE schon verstehen. Man hat möglicherweise keinen Musterlebenslauf. Ggf. Lücken oder noch frühere Problemstellen drin. Fachlich ist man aber ganz brauchbar, wird aber aufgrund des „Papiers“ nicht mal dazu eingeladen bzw. bekommt keine Chance.

@uincom com hat es aber schon auf den Punkt gebracht: Wie sonst soll man denn überhaupt die Bewerber filtern? Zufallsprinzip? Nach der Nasenspitze? Man legt alle auf der Kuhweide aus und auf die Bewerbung, auf das die Kuh scheißt, der Bewerber wird eingestellt?

Man muss nunmal nach irgendwas filtern. Was eine Hilfe sein kann, sind Praktikas machen. Dort kann man den AG von seiner Person überzeugen und hintenraus ggf. um eine Festanstellung handeln.
Man muss den Bewerbungsprozess ganz pragmatisch aus Unternehmenssicht sehen. Es ist durchaus verständlich, dass Firmen keine frischen Absolventen haben möchten sondern lieber Bewerber mit Berufserfahrung. Die vakanten Stellen sollen schnellstmöglich ihre Arbeit aufnehmen und ggf. den Vorgänger ersetzen. Bei einem Anfänger wird das meist deutlich länger dauern als bei einem Erfahrenen. Es gibt aber dennoch viele Firmen, die auch bewusst Absolventen einstellen oder auch frisch ausgebildete Kräfte. Meiner Erfahrung nach sind das meistens eher die größeren Firmen als die kleinen.

Letztlich muss man immer erstmal den Schritt in den Beruf schaffen. Auch wenn die Konditionen erstmal nicht unbedingt dem Wunsch entsprechen. Hat man mal 2, 3 Jahre Erfahrung in seinem Berufsfeld, sieht die Sache ganz anders aus.

MWn gibt es kein Portal, das explizit Berufsanfänger anspricht. Würde es das geben, wäre es überlaufen. Zudem, was sollte Leute mit Berufserfahrung davon abhalten, auch dort nach Jobs zu schauen?

Noch ein persönlicher Tipp: Sehr gute Möglichkeiten von dir selbst zu Überzeugen sind Jobfachmessen. Dort kannst du dich direkt bei Firmen vorstellen die für dich interessant sind. Dann haben die direkt einen Eindruck von dir ohne nur ein Wort aus deinem Lebenslauf zu kennen. Ist auch durchaus ein gutes Training für Bewerbungsgespräche, sich einfach in 1-2min selbst vorzustellen wer man ist und was man kann.
Abgesehen davon: Mir wurde zum Berufseinstieg geraten, mich auch ruhig auf Stellen zu bewerben, in denen Erfahrung gewünscht wird. Wenn dein Profil ansonsten zu etwa 80% die Anforderungen trifft, hast du ganz gute Chancen mal eingeladen zu werden. Auch die Unternehmen sind sich bewusst, dass man selten einen Bewerber findet, der zu 100% alle Anforderungen erfüllt.
 
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forgoden schrieb:
Gibt es überhaupt Jobstellenbörsen wo intelligente Unternehmer unterwegs sind, die solche Qualifikationen nicht verlangen, sondern erst mal auf die reale Fähigkeiten der Leute schaut
Wenn sich 100 Leute bei dir als Softwareentwickler o.ä. bewerben würden, was wäre dein Vorgehen ? Alle einladen und zeigen lassen, was sie können? Viel zu aufwendig für eine Stelle als Entwickler. Das Unternehmen will in absehbarer Zeit jemanden haben, der die Stelle ausfüllt.

Was sind denn deine "realen Fähigkeiten" ?
Du kannst ja einfach etwas aus der Reihe tanzen und in dein Anschreiben sowas schreiben wie "hey ich habe zwar kein Studium im Bereich ..... o.ä. , aber schaut mal was ich alles gemacht habe. " Dann halt in gebündelter Form deine nachweislich erbrachten Leistungen. Würde mich nicht wundern, wenn man solche Leute, mit nachweislich guten Fähigkeiten, einfach auch so nimmt. Wenn du sowas nicht vorlegen kannst, woher kommen die realen Fähigkeiten ? Selbsteinschätzung?

Ich bin kein Personaler und habe mich auch nur ganz normal nach dem Studium beworben, aber ich würde meinen damit du irgendwie Aufmerksamkeit erwecken kannst, solltest schon was Außergewöhnliches vorweisen können. Das 0815 Entwickler-Heimprojekt ist nett aber das machen viele andere (mit Studium) auch.

forgoden schrieb:
[...] sofort annehmen und dann gut bezahlen?
Wie oben erläutert ist sofort annehmen nicht so einfach. Das Thema "gut bezahlen" passt halt auch wieder zum Kontext oben. Ein Unternehmen hat eigentlich ein klares Budget, wie viel eine Person kosten darf, bspw. <= 55 Tsd. Euro für einen Informatik Absolventen als Entwickler. Wie viel der Absolvent dann letztendlich bekommt ist ein wenig Verhandlungsgeschick und abhängig von den Referenzen / Leistungen. Das Gehalt passt sich auch der Stelle an. Meist sind Verantwortung u. Position ausschlaggebend für das Gehalt.



EDIT:
Schließe mich da @Khaotik an. Fachmessen sind gute Anlaufstellen. Außerdem sind Studium / Berufserfahrung nicht immer Pflicht. Sofern das Profil passt, einfach mal probieren.
 
In deinen Beiträgen weht ein leichter Hauch von Arroganz.
forgoden schrieb:
Gibt es überhaupt Jobstellenbörsen wo intelligente Unternehmer unterwegs sind die solche Qualifikationen nicht verlangen, sondern erst mal auf die reale Fähigkeiten der Leute schaut, sofort annehmen und dann gut bezahlen?
Und die anderen sind natürlich alles Idioten, die deine super Fähigkeiten nicht sehen, was? :rolleyes:

forgoden schrieb:
Und warum muss man das auf dem Papier vorweisen? Wenn ich Unternehmer bin, dann will ich gleich sehen was die Person wirklich kann, ohne Papier. Wenn jemand behauptet, er wäre Programmierer, dann soll er gleich am 1. Tag ohne Vorstellungsgespräch bei uns am Computer programmieren, damit ich sehen kann wie er programmiert. Dann sag ich einfach: "Sieht Scheisse aus, Tschüss" oder "sieht professionell aus, kannst bei uns arbeiten"
Oder jemand der Feinmechaniker ist, soll mir seine Feinmotorik zeigen. Zeigt er mir zittrige Hände, dann gleich rauskicken.
Ich hoffe, du wirst niemals Unternehmer. In der Regel braucht auch der beste Programmierer eine gewisse Einarbeitungszeit, um sich zurechtzufinden.
Und wenn du den Feinmechaniker so im Bewerbungsgespräch unter Druck setzt, brauchst du dich nicht wundern, wenn dem die Hände zittern.

Die Leute mit "dem Papier" haben zumindest nachgewiesen, sich länger mit einem bestimmten Themenfeld beschäft zu haben und eben eine entsprechende Qualifikation erworben. Ist nichts neues. Das heißt natürlich nicht, dass Leute "ohne Papier" schlechter oder sonst was wären. Teilweise mögen die auch besser sein. Aber, wie schon von anderen erwähnt, wie soll ein Unternehmen das bitte bei einer Flut an Bewerbungen herausfiltern? Und wenn du kein Papier vorweisen kannst, musst du eben anders auf dich aufmerksam machen. Von welchem Berufsfeld reden wir denn bei dir?
 
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die Posts vom OP polarisieren wirlich sehr stark, aber so auf ihm rumzuhacken wird ihn vermutlich auch nicht "belehren". Sehr komischer Ton hier im Thread.

onTopic:
StepStone wird nur für "high-class" genutzt weil es brachial teuer ist dort zu inserieren.
Monster ist günstiger, aber auch mit weniger Reichweite.
MyJob? oder so ähnlich hat auch nicht die meiste Reichweite/größtes Angebot.

Für "normale" Fachkräfte die regional was suchen, kann ich die Jobboerse der Arbeitsagentur empfehlen, mittlerweile kann man die Zeitarbeitsfirmen sogar relativ angenehm rausfiltern. Dort ist das inserieren sehr günstig oder umsonst, sodass man Stellenanzeige (wenn man zum Beispiel allgemein Schweißer sucht) sehr lange stehen lassen kann.
Aber natürlich steht da auch nicht alles.

Wie schon jemand vor mit empfohlen hat, einfach mal mit GoogleMaps (oder mit dem Rad...) die Gegend absuchen und die jeweilig Firmen-Internet-Präsenzen anschauen.
 
forgoden schrieb:
Und warum muss man das auf dem Papier vorweisen? Wenn ich Unternehmer bin, dann will ich gleich sehen was die Person wirklich kann, ohne Papier. Wenn jemand behauptet, er wäre Programmierer, dann soll er gleich am 1. Tag ohne Vorstellungsgespräch bei uns am Computer programmieren, damit ich sehen kann wie er programmiert. Dann sag ich einfach: "Sieht Scheisse aus, Tschüss" oder "sieht professionell aus, kannst bei uns arbeiten"
Oder jemand der Feinmechaniker ist, soll mir seine Feinmotorik zeigen. Zeigt er mir zittrige Hände, dann gleich rauskicken.

Dummerweise sagst du dann nicht "Tschüss", denn dann hast du die Person bereits durch das Arbeitenlassen angestellt.
 
Steffen02502 schrieb:
die Posts vom OP polarisieren wirlich sehr stark, aber so auf ihm rumzuhacken wird ihn vermutlich auch nicht "belehren". Sehr komischer Ton hier im Thread.

wie man in den Wald hineinruft. Der OP stellt alle Personen mit Personalverantwortung als Idioten dar. Kritisiert dann auch Merkel?! und gibt zu erkennen, dass er selbst weder Ausbildung noch Bildung vorzuweisen hat. Irgendwoher hat er dann angebliche Skills, die keiner außer ihm erkennt.
 
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mental.dIseASe schrieb:
Das mit dem Sozialbetrug hat wohl doch nicht so gut funktioniert? Oder suchst du Leute für dein "Projekt", mit dem du den Steuerzahler schröpfen wolltest?

Was hat das mit Sozialbetrug zu tun? Ich suche Löcher in den Paragraphen die man legal nutzen kann.

Außerdem sind Missverständnisse entstanden. Der Thread ist gesperrt und ich kann da nicht weiter diskutieren.

20000€ sind nicht Netto sondern finanzielle Unterstützung aus Crowdfunding-Webseiten. Das sind Einkommen, also Umsatz den man möglichst abziehen kann durch Kosten (Werkzeuge, Materialverbrauch) Der Gewinn soll dann möglichst gering sein, damit nichts angerechnet werden kann. Vorteil: Werkzeuge werden nicht als Vermögen angesehen und trotzdem werde ich schneller reicher.
 
Warum sollte man fähige Leute nehmen, die nichts vorweisen können, wenn es genug Leute gibt, die etwas vorweisen können und fähig sind?
 
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uincom schrieb:
wie man in den Wald hineinruft. Der OP stellt alle Personen mit Personalverantwortung als Idioten dar. Kritisiert dann auch Merkel?! und gibt zu erkennen, dass er selbst weder Ausbildung noch Bildung vorzuweisen hat. Irgendwoher hat er dann angebliche Skills, die keiner außer ihm erkennt.

das habe ich ja nicht abgestritten.

aber falls er trollt (und das ist durchaus realistisch bei den kommis): trolle nicht füttern.

und falls er wirklich ein sehr willensstarker mensch (lies: verbohrt) ist: dann hilft der ton halt ebenfalls nichts.
feuer mit feuer bekämpfen ist meistens nicht so effektiv. vorallem wenn man dabei selber in rage gerät, cortisol-level sollten auch mal ein bißchen chillen ;)
 
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