Jobstellenbörse wo Qualifikationen nicht relevant sind

wie sich hier mal wieder beweist, warum dieses "Papier" so wichtig ist und warum jene, die es nicht haben, dies aus gutem Grund nicht haben...
 
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forgoden schrieb:
Wenn ich auf normale Jobstellenbörse gehe, dann wird überall Abitur, Hochschulreife, MINT-Studium, langjährigen Berufserfahrungen verlangt. Würde mich bei der Verwunderung von Merkel nicht wundern warum es Fachkräftemängel gibt.

Gibt es überhaupt Jobstellenbörsen wo intelligente Unternehmer unterwegs sind, die solche Qualifikationen nicht verlangen, sondern erst mal auf die reale Fähigkeiten der Leute schaut, sofort annehmen und dann gut bezahlen?

Ich glaube da draußen gibt es viele Unternehmer, welche auf die realen Fähigkeiten schauen, statt auf das Papier (hier ist übrigens einer ;-) ) Dafür gibt es ja auch die Probezeit. Doch bei Jobplattformen ist das sehr schwierig abzubilden. Irgendwie muss man ja einen Filter haben. Am besten du informierst dich einfach direkt, bei welchen Unternehmen du arbeiten möchtest und bewirbst dich initiativ oder eben auf eine ausgeschriebene Stelle und gestalltest dein Anschreiben entsprechend "anders" indem du dein git verlinkst oder generell Praxisbeispiele nennst und vorweist. Denn wenn es nicht auf dem Papier steht, musst du ja bereits irgendwo anders was gemacht haben.
 
In anderen Ländern läuft es eher so, wie du es dir wünschst. Da wird eingestellt und angelernt. Hast halt Pech in Deutschland zu Leben. Hier zählt das Papier sehr viel.
 
In vielen anderen Ländern gibt es entsprechend auch keine gleichbleibend hohe Qualität.

Das System ist also schon sehr gut.
 
forgoden schrieb:
Nicht immer, aber immer öfter (Stichwort: Spezialisierung), geht es bei dieserlei Vakanzen um Spezialisten in einer bestimmten Nische. Das sind häufig "Papierjobs". Die Wahrscheinlichkeit beispielsweise einen nicht-studierten Einstein zu finden, ist sehr, sehr gering - das ist nämlich die Ausnahme.

Insofern nimmt man in dieser Untermenge des Arbeitsmarkts lieber die mit MINT-Abschluss, als darauf zu hoffen, dass sich jemand ohne Abschluss 5+ Jahre Dinge wie höhere Mathematik & Co. selbst "angelesen" hat. Das autodidaktisch zu leisten, schaffen die allerwenigsten -> "Einstein-Ausnahme".


forgoden schrieb:
intelligente Unternehmer (…) die solche Qualifikationen nicht verlangen
Was wäre daran klug? Ich würde feynman da voll und ganz zustimmen:
feynman schrieb:
Warum sollte man fähige Leute nehmen, die nichts vorweisen können, wenn es genug Leute gibt, die etwas vorweisen können und fähig sind?
Selbst wenn, beispielsweise das MINT-Studium, gar nicht erforderlich für die Stelle wäre: der Bewerber bringt beides mit. Das ist dann ja eine Zusatzqualifikation, die sich durchaus im Unternehmen zukünftig noch rentieren kann.


Unabhängig davon gibt es nur wenig Menschen, die gar nichts vorweisen können, aber trotzdem überdurchschnittlich sind. Jede Fähigkeit auf höherem Niveau, jede Qualität, benötigt nämlich Zeit und muss auch ausgeübt werden, um zumindest langfristig nicht zu verkümmern. Wenn jemand also tatsächlich auf längere Zeit (mal vollkommen übertrieben: 5, 6, 7...10 Jahre) nichts von außerordentlicher Substanz vorweisen kann, dann reiht sich das nahtlos in diese Kategorie ein:
Mustis schrieb:
wie sich hier mal wieder beweist, warum dieses "Papier" so wichtig ist und warum jene, die es nicht haben, dies aus gutem Grund nicht haben...
Sprich er hat die Papiere nicht, weil er eben nicht fähig ist.
 
Also ich erwarte schon das mein Abteilungsleiter Kollegen beschafft die Akademische Vorbildung UND Erfahrung haben.
Ich habe im Laufe der Jahre viele Kollegen erleben dürfen, und ich habe mir da so meine Meinung gebildet (Ausnahmen bestätigen aber die Regel ... )

Ich arbeite am liebsten unter meines gleichen, Techniker sind meist etwas primitiv und einfach gestrickt :D , Ingenieure die nen Dr. gemacht haben meist etwas weltfremd unterwegs mit weniger Gespür für die Praxis.
Das ist keine Wertung über die Leute die sind meist super, sondern bezogen auf ihr fachliches Handeln!

Das positive, Maschinenbau Ingenieure verstehen sich quasi immer untereinander.
 
Heelix schrieb:
Das positive, Maschinenbau Ingenieure verstehen sich quasi immer untereinander.
Liegt glaube ich am Feld selbst: mir würde wenig im Bereich MINT einfallen, wo Praxis und Theorie so verwoben sind.
 
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