Kaffeepad besser als Überbrühen?

S

Sven

Gast
Hallo!
Ich suche eine Internetseite, wo die Frage (objektiv) geklärt wird, ob mit Kaffeepadmaschinen ein besseres und aromatischeres Ergebnis als mit dem herkömmlichen Überbrühen erreich wird.

Kennt jemand entsprechende Seiten?

Greets
 
Das ist Relativ, 100 Stück 6,99 €.

Der Geschmack gegenüber der Kaffemaschine ist etwas anders,
kommt aber auch auf die Sorte an.
Pesönlich finde ich ihn geschmackvoller, mag den aus der Maschine
auch sehr gerne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber theoretisch dürfte der Geschmack bzw. das Aroma ja kaum anders sein als bei Filterkaffee, da die Kaffeepadmaschine ja weitestgehend nach dem gleichen Prinzip funktioniert?!
 
Warum sollen Pads auch anders schmecken als normaler Filterkaffee? Glaubt ihr allenernstes, die mischen da extra anderen Kaffee rein, den man nicht auch im Pfundpaket bekommen würde?
Die Pads sind nur praktischer in der Anwendung, wobei auch das relativ ist und spätestens bei ner grösseren Gesellschaft wird. ;)

PS;
Und wenn ich noch an meine Oma denke, die brühte bis zum Schluss immer mit der Kanne manuell, war der Ansicht Maschinenkaffee schmeckt nicht und hat ein schlechteres Aroma. :)
 
Relict schrieb:
Warum sollen Pads auch anders schmecken als normaler Filterkaffee? Glaubt ihr allenernstes, die mischen da extra anderen Kaffee rein, ...

Teilweise tun sie das wirklich. In den Senseo-Pads wird zum Beispiel ein holländischer Kaffee verwendet, den ich jedenfalls noch nie im Laden als Pfundpaket gesehen habe.

Das Aroma wird aber auch durch das Brühverfahren und die Durchlaufgeschwindigkeit des Wassers bestimmt.
 
Ja davon hörte ich auch schon. Die Durchlaufgeschwindigkeit/ Wasserschwall/ Filterstärke ist tatsächlich entscheidend für das Aroma. Natürlich das Wasser selber auch. (Härtegrad, Zusatzstoffe usw.)
Nur hat das alles mit den Pads ansich nicht viel zu tun. Das gilt ja auch für herkömmliche Maschinen. Da gibts nunmal auch Unterschiede.

@tankred
Das kann sein, wobei dieser ja auch nicht in Holland wächst, aber das Röstverfahren und der Blend differenzieren schon bei jedem Kaffeeanbieter. :)
 
Relict schrieb:
...Nur hat das alles mit den Pads ansich nicht viel zu tun. Das gilt ja auch für herkömmliche Maschinen. Da gibts nunmal auch Unterschiede...

Prinzipiell stimme ich Dir zu. Wenn man sich entsprechend mit dem Zubereiten von kaffee beschäftigt, dann kann man auch ohne teure Zusatzgeräte ein leckeres Gebräu fabrizieren. Ein Freund von mir verwendet z.B. den kroatischen Kaffee "Franck", indem er das Pulver mit kalkgefilertem Wasser aufgiesst und den Kaffee sich beim Ziehen absetzen lässt. Da klappt's dann sogar mit Crèma und das ganz ohne Druck.

Beim normalen Filterkaffee sind aber einige Dinge zu beachten, z.B. fällt mir da spontan ein:

- Qualität der Kaffeebohnen
- Mahlgrad (fein bis grob, da hat jeder eine andere Philosophie und da kann man trefflich ein ganzes Forum mit vollspammen)
- Zeitpunkt des Mahlens
- Lagerung
- Temperatur des Kaffeemehls beim Aufgiessen
- Gefiltertes oder ungefiltertes Wasser (vor allem wegen des Kalkgehalts)
- Temperatur des Wassers beim Aufgiessen
- Verwendung von Salz im Kaffeepulver bei weichem Wasser
- Verwendung von Kakao, um ein Gegengewicht zur Säure zu schaffen
- Geschwindigkeit, in der das Wasser durch das Pulver fliesst
- usw.

All das entscheidet darüber, ob ein Kaffee, mild, stark, schwach, gehaltvoll, bitter, verbrannt, oder wie auch immer schmeckt. Und dabei eignet sich nicht einmal jedes Pulver für jede Zubereitungsart.

Und hier kommen die Pad- und Kapsel-Maschinen ins Spiel. Hier ist das Ziel, dass der Kaffee erstens immer gleich schmeckt und dass solche Dinge wie Crèma zuverlässig hergestellt werden können. Man muss sich um solche Dinge wie Mahlgrad, Sorte usw. nicht mehr kümmern, da diese Umstände auf die spezielle Brühmethode bereits optimiert sind. So erhält man immer einen identischen Kaffeegenuss, was eine prima Sache ist, wenn man einmal eine Sorte entdeckt hat, die einem schmeckt.

Pad-Maschinen nutzen dabei einen Druck, der nicht so stark ist wie bei Espressomaschinen. Gegenüber normalen Filtermaschinen hat das den Vorteil, dass sich nicht so viele Bitterstoffe im Wasser lösen, was dem Aroma zu Gute kommt. Manchmal liest man auch die Behauptung, dass sich weniger Koffein lösen würde, aber das halte ich für einen Mythos. Das wurde sicher von den Espressomaschinen abgeleitet, die jedoch Espressokaffee verwenden, der anders geröstet wurde und dadurch an sich weniger Koffein im Wasser lösen kann. Die reduzierten Bitterstoffe wirken sich aber bei den Produkten von Espressomaschinen und Padgeräten positiv auf die Magenverträglichkeit aus. Zudem erlaubt der Druck das einfach und zuverlässige Herstellen einer schönen Crèma.

Bei allen positiven Merkmalen gibt es aber auch negatives zu berichten. Pad- wie Kapselmaschinen produzieren leider recht teuren Kaffee, was man unter anderen Dingen auch hier nachlesen kann:

http://www.guter-rat.de/ratgeber/artikel_9148.html

Zudem leiden die Pads unter schlechter Lagerung sehr stark. Selbst das Öffnen des Behälters zur Aufbewahrung der Pads lässt Aroma entfleuchen und sorgt dafür, dass der resultierende Kaffee mit fortschreitendem Verbrauch einer Pad-Packung immer mehr abnimmt. Besser, aber noch teurer als Pads, ist das bei Kapselmaschinen wie z.B. denen von Nespresso oder Tchibo. Diese sind Vacuumverpackt, weshalb das Aroma auch nach längerer Lagerung von der ersten bis zur letzten Kapsel identisch ist.
 
Ich bin begeistert von meiner sanseo Maschine!:)
Da ich in unserem Haushalt der einzigste Kaffeetrinker bin, lohnt es sich umsomehr.
Für eine Person ne Kanne Kaffee kochen lohnt sich nicht wirklich.
Zwei Pads in die Machine und gut ist.
 
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