Kaufberatung Kopfhörer (In-Ear oder On/Over-Ear)

U

Uftherr

Gast
Hallo,
ich bin auf der Suche nach Kopfhörern zum Musik hören, Filme schauen, usw. die sowohl zuhause als auch unterweg genutzt werden. Schon jetzt kann ich sagen, dass es keine wichtig Rolle spielt, ob diese In-Ears oder On/Over-Earkopfhörer sind.
In-Ears sind kompakter, isolieren besser und die anderen größer, haben meistens aber bessere Tonqualität und sind bequemer.
Ich möchte mit den Kopfhörern Jazz, Pop, Rock und ähnliches hören. An Bass sollte es ihnen auch nicht fehlen, da ich ab und zu mal gerne Basslastige Lieder höre. Sollte aber trotzdem noch natürlich klingen. Auch höre ich Musik gerne mal sehr laut, deshalb sollten sie nicht all zu leise sein (hat was mit dem Widerstand des Kabels zu tun, oder?)
Ach ja, falls ihr mir On/Over Ears empfehlt, sollten sie geschlossen sein, ich möchte nämlich nicht, dass die ganze Welt meine Musik mithören kann.
Ansonsten ist ja wohl klar, dass sie nicht dumpf oder blechern klingen sollten und die hohen und mittleren Töne gut voneinander zu unterscheiden sind. Auch optisch sollten sie keinen Brechreiz auslösen.
Aktuell habe ich die Sony MDR-EX50LP. Die klingen nicht schlecht. Sie haben nur 18 € gekostet. Habe sie seit 2 Jahren, jetzt möchte ich etwas hochwertigeres.
Ich bin bereit, etwa 120 € zu bezahlen. Es kann auch ein bisschen mehr sein, wenn es sich loht, aber ich habe absolut nichts dagegen, wenn sie weniger kosten :D
Ich habe ein Auge auf die Beyerdynamic DTX 101iE und die Superlux HD681 geworden. Die Superlux sind zwar halboffen, aber beim Preis kann ich das verkraften ;)
Was könnt ihr mir empfehlen?
Ach ja, die Kopfhörer sollten keinen Verstärke benötigen. Ich möchte sie an tragbaren Geräten nutzen, einen Desktop PC habe ich nicht, und schon gar nicht eine hochwertige Soundkarte. Die Beyerdynamic DT880 kann man zum Beispiel schon mal ausschließen, hatte sie zum Probehören da.

Danke im Voraus!

MfG,
Uftherr
 
Leg 30€ drauf und gönne Dir die dt-770 pro von Beyerdynamic! Ich besitze die 80 Ohm Variante. An Bass wird es Dir da überhaupt nicht fehlen ;)
 
Fur unterwegs wurde ich eher in die Richtung akg k450 gehen, die superlux sind gut aber halt riesen brummer... Gleich wie die beyer dt etc
 
Wieso sollte man sich eigentlich die 250Ω Variante der DT 770 kaufen, was ist der Unterschied?
Klingt die 250Ω Version besser als die 80Ω (mal angenommen, man benutzt für beide die gleiche Soundkarte).
Die AKG K450 sehen recht unbequem aus. Außerdem habe ich mir ein Paar Amazon Bewertungen durchgelesen. Viele meinen, dass sie für den Preis zu schlecht klingen und verarbeitet sind. Wie schon gesagt, sie müssen nicht klein sein!
Hatte mal die Bose Triport OE, die waren auch nicht sehr bequem. Mit der Zeit haben meine Ohren sogar richtig wehgetan.
 
Wieviel Ohm sie haben können bestimmt dein Verstärker, der muß dafür geeignet sein.

Prinzipiell ist es wohl so das Hochohmigere Spulen mit leichterem Draht gewickelt wurden und dadurch schneller anschwingen, bessere Dynamik. Ob sich das in der Praxis so bestätigt hängt aber immernoch vom Einzelfall ab.
 
Mit leichterem Draht? Haben leichte Metalle wohl einen höheren Widerstand als schwere?
Die Beyerdynamic DT770 Pro gibt es ja auch als 32 Ohm Modell. Ich habe mir ein Video von InnerFidelity auf Youtube angeschaut. Er hat die 32, 250 und 600 Ohm Versionen der DT880 verglichen und meinte, dass die 32 Ohm schlecht klingen. Er meint, dass sie durcheinander klingen.
Was haltet ihr davon?
 
Kein leichteres Material sondern dünnerer Draht, damit steigt Widerstand und sinkt Gewicht. :)
Die hochohmigen Versionen klingen auf jeden Fall besser. Nichts weltbewegendes, aber mit ein wenig Hörerfahrung zumindest deutlich hörbar.
 
Die 250 OHm verison klingt etwas voller/voluminöser/besser.
Daher würde ich die 250 Ohm version nehmen.
Die 80 Ohm version wird auch nicht wirklich lauter sein als die 250 Ohm version. Der Wirkungsgrad ist auch sehr entscheident !

Ein schnäppchen ist auch der Audio Technica ATH M50(s) mit nem 30€ Gutschein bei Redcoon ;)

Ist für unterwegs besser geeignet, da er sich leichter antreiben lässt, und die Ohrmuschen drehbar sind (die drücken dann nicht so am Kinn, wenn man sie kurz absetzt und um den Hals trägt).
Dafür aber leider Kunstleder polster :/ Ist aber Geschmacksache.

Edit: zum Video von Innerfidelity: Jap da hat er recht.. die 32 Ohm versionen von beyer sind nicht empfehlenswert. 250 Ohm ist okay, 600 Ohm ist nur noch ne nuance besser, wenn man den unterschied überhaupt raushört.

In-Ear: Shure SE 215 sind extrem gut.
Ich persönlihc finde sie klanglich besser als die ATH M50s (die durchaus gleichwertig (nur etwas anders) sind mit den DT 770~).
Klanglich: ATH M50s/DT 770 haben betonte bässe, und höhen. der dt 770 deutlich stärkere höhen als der ath m50s.
Aber die mitten sind bei beiden im Hintergrund.
Beim SE 215 sind die bässe (Sauber bis in den tiefsten Tiefbass) betont, nach oben bis zu den oberen Mitten. Dadurch klingen sie klarer. Die Mitten werden bei den Bügelkopfhörern vom betonten Oberbass "erdrückt", und den bass finde ich auch etwas knackiger.
Die höhen sind etwas zurückgenommen.
Obwohl die bassbetonung bei den SE 215 stärker ist, klingen die ATH M50s/dt 770 bassiger, weil die mitten dort NICHT betont sind.
Ist im grunde nur ne andere Klangabstimmung.
Aber in-ears mag ich persönlich NUR unterwegs.

Edit 2:
vander schrieb:
Wieviel Ohm sie haben können bestimmt dein Verstärker, der muß dafür geeignet sein.

Das ist vollkommen Falsch. Ob man einen verstärker braucht hängt vom Wirkungsgrad ab, nicht von der Impendanz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach so, hab da was verwechselt. Ich dachte, dass der Widestand steigt, je dicker das Draht ist.
Dann würden die dicken Kabel bei Hochstrommasten wenig Sinn ergben ^^
Ich kaufe mir dann mal die 80 Ohm DT 770 zum Probehören.
Danke erstmal für alles!

Edit: Darkseth88 deinen Beitrag habe ich aus Versehen übersehen, sry.
Die Kopfhörer schaue ich mir mal genauer an.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Grammophon schrieb:
Kein leichteres Material sondern dünnerer Draht, damit steigt Widerstand und sinkt Gewicht. :)...
Elende Korinthenkacker :P ;)
Generell wird wohl dünnerer Draht genommen, wodurch sich der Widerstand erhöht. Prinzipiell kommt der bessere Klang aber durch das geringere Gewicht. Leichteres Material=bessere Dynamik erschien mir als Erklärung verständlicher, als dünnerer Draht=bessere Dynamik .... wobei, dünnere Menschen sollen ja auch dynamischer sein, oder?

Darkseth88 schrieb:
...
Das ist vollkommen Falsch. Ob man einen verstärker braucht hängt vom Wirkungsgrad ab, nicht von der Impendanz.
Wirkungsgrad? Ich dachte das man bei höherem Widerstand auch eine höhere Spannung braucht um eine bestimmte Mindestleistung umsetzen zu können. Ein 4 oder 8 Ohm Verstärker wird an 600 Ohm nicht allzuviel reißen, scheiß auf den Wirkungsgrad.


Dickerer Draht = weniger Widerstand.
Einfach vorstellen das der Draht wie ein Rohr ist, durch ein dickes Rohr passt auch mehr Wasser, weil weniger Widerstand. Die Spannung ist der Druck und der Strom die Wassermenge.
 
Das sind aber Kopfhörer und keine Lautsprecher.

Die Impendanz alleine sagt nix aus.
Ein dt beyer mit 250 ohm braucht nicht unbedingt einen Verstärker. Ein AKG K701 mit "nur" 62 Ohm braucht richtig viel Power.

Edit. anderes beispiel: Beyerdynamic T90 hat ne andere Technologie (T = Tesla) als die DT modelle, und daher nen besseren Wirkungsgrad. Er lässt sich trotz 250 Ohm wesentlich leichter antreiben (und kommt bei gleicher Ausgangsleistung lauter) als die DT modelle mit 250 ohm.

Er ist sogar etwa gleich laut, wie mein Superlux 681 mit 32 Ohm ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Elende Korinthenkacker :P
Es ging mir nicht darum dich zu verbessern. Der TE hatte nach deinem Post allerdings den Schluss gezogen, dass leichteres Material gleich höherer Widerstand bedeutet, das wollte ich so nicht stehen lassen. ;)

Zur erreichbaren Lautstärke:
Zur Angabe wie viel "Power" (Leistung) für eine bestimmte Lautstärke benötigt wird, reicht allein der Wirkungsgrad.
Die Quelle darf man dabei aber nicht vergessen. Es bringt dir nichts, wenn dein mp3-Player zwar theoretisch nen Watt Ausgangsleistung bereitstellen kann, er jedoch wegen seiner begrenzten Spannung (Bsp. Akku 1,2V) keine 3 mW an 600 Ohm zustande bekommt.
Der andere Fall wäre auch denkbar:
Verstärker mit hoher max. Ausgangsspannung, aber geringer Laststabilität. Da wären dann geringe Impedanzen ein Problem. Bei Kopfhörern dürfte das weniger ein Problem sein, aber man denke z.B. mal an 2 Ohm Lautsprecher.
 
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