Kaufberatung Receiver: Edision Vip2 oder Octagon 1018?

FohlenBoy

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Hallo zusammen,
nach vielen Stunden der Recherche und dem Austausch mit Händlern, konnte ich die Auswahl für einen ordentlichen Sat Receiver zwischen 200-260€ auf zwei Geräte eingrenzen.

Es geht dabei um einen Sat Receiver, der einmal für meine Eltern und dann noch für meinen Bruder, also zwei Exemplare, gedacht ist. Beide Parteien sind jetzt nicht so vertraut und anspruchsvoll, was multimediale Dinge angeht. Wichtig wäre denen nur
* eine einfache Bedienung
* eine gute Übersicht aufgezeichneter Sendungen
* Twin Sat Tuner
* und natürlich eine ordentliche Bild/Tonqualität sowie ein stabiles System.

HD+, Netzwerkfähigkeit und eine hohe Formatvielfalt sind nicht notwendig.

Schlussendlich komme ich auf zwei Modelle, die in frage kommen:
Den Edision Argus Vip2 und den Octagon SF1018

Es fällt mir schwer hier eine Empfehlung auzusprechen. Zwischen beiden Modellen liegen etwa 70€ und sind rein von den Funktionen nahezu identisch. Von daher sehe ich erst einmal keinen offensichtlichen Unterschied, der dazu führt, den Octagon zu wählen.
Zu diesem liegen aber mehr aussagekräftige Tests vor. Zwar wird auch hier immer wieder von Instabilität und anderen Macken gesprochen, doch die aktuellste Software soll wohl für ein stabiles System sorgen, so der Hersteller. Diesen kann man übrigens im Gegensatz zu Edision sehr gut erreichen.

Ohne jetzt also großartig weitere Einzelheiten auszuführen, möchte ich Euch einfach fragen, was Ihr meiner Familie empfehlen würdet. Lohnen sich die 70€ mehr des Octagon oder reicht der Vip2 vollkommen aus?
Den Octagon gäbe es ohne HDD für etwa 270€, mit einer 500GB HDD für 310, den Edision für 199€, zzgl. 45-65€ HDD, die sich aber nur extern anschließen lässt.

Vielen Dank und schöne Grüße
 
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Simpson474

Fleet Admiral
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Der VIP2 lebt eher von seinen anderen (illegalen) Fähigkeiten als davon, dass es ein absolut stabiler und perfekter HDD-Rekorder ist. Grundsätzlich sollte dir bei einer USB-Lösung klar sein, dass kaum ein Receiver mehr als zwei parallele Aufnahmen hinbekommt (manche sogar wirklich nur eine) - da ist ein Receiver mit SATA-Anschluss die bessere Wahl. Außerdem sind beides komplett unterschiedliche Aufbauten - der Octagon ist ein reiner Linux-Rechner während der Edison noch auf proprietär gestrickte Firmware setzt. Ein Linux-Receiver wird z.B. nie so booten, wie man das von einen "normalen" Receiver gewohnt ist. Außerdem sind Sachen wie Reaktionszeit bzw. Umschaltzeit bei Linux-Receivern gerne etwas gemütlicher - dies trifft jetzt nicht auf alle zu und hängt stark von der verbauten Hardware ab (z.T. wird noch auf den mittlerweile 15 Jahre alten Hitachi SH4 gesetzt, dass dieser heute keine Geschwindigkeitsrekorde mehr bricht sollte klar sein spätestens wenn man sein Smartphone ansieht).
 

FohlenBoy

Lt. Commander
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Danke :)

Kennst du denn beide Receiver und daher ist es dir möglich, sie zu vergleichen?

Nimmt man denn tatsächlich sooft mehr wie eine Sendung auf, während eine andere geschaut wird?
Trotzdem ist der Hinweis interessant.

Wenn ich dich also richtig verstehe, würdest du für meine Verwandten zum Octagon tendieren, sowohl was die Stabilität und die Bedienung angeht?
Die sollten damit zurechtkommen, so dass sich die 60€ mehr lohnen?

Gerne kannst du mir noch ggf. weitere Hinweis geben, die gegen den Vip2 sprechen, denn momentan tendiert mein Vater eher zu dem ;)
 

Simpson474

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Ich hab einen extra Linux-Rechner für DVB-S2 Aufnahmen - von den beiden Receivern hatte ich selbst noch keinen im Betrieb, der normale VIP war schon mal in der engeren Wahl, am Ende wurde es jedoch der Kathrein UFS910 (welcher übrigens ein schrecklich instabiler Receiver ist). Zwei Aufnahmen gleichzeitig habe ich schon mit meinem Single-Tuner Linux-Rechner gemacht - so häufig kommt das aber nicht vor, da beide Sender dann auf dem gleichen Transponder liegen müssen. Bei einem Twin-Tuner hat man diese Einschränkung nicht, daher könnte es schon häufiger vorkommen.

Was beim VIP2 häufig bemängelt wird ist die langsame Reaktion, z.T. umständliche Bedienung (Videotext z.B. nur über Umwege) und die qualitativ schlechte Fernbedienung. Die Bootzeit ist ähnlich wie bei Linux-Geräten und liegt bei fast einer Minute. Die Übersicht über die aufgezeichneten Programme ist eigentlich nur eine Liste mit Dateinamen und nach der Auswahl eines Dateinamens bekommt man auch noch ein Vorschaubild.

Eine wirkliche Empfehlung kann ich dir bei diesen Receivern nicht geben - Macken haben sie alle. Am besten wirklich Online kaufen, somit hast du 14-Tage Rückgaberecht. Einen kleinen Hinweis noch: für eine Twin-Tuner sind zwei getrennte Leitungen nötig - es geht nicht wie bei Kabeltunern das Durchschleifen von einem Kabel.
 
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