Kaufberatung schneller Office PC

Sehe ich das richtig? Der zur Zeit einzige interne Datenträger hat die Größe eines USB-Sticks? Wie viel Platz hat der denn noch?
Ich glaube, zu ahnen, wo der Schuh drückt.
Eine zu kleine System-Partition ist doch beim Arbeiten eine viel schlimmere Belastung, als eine gerade noch ausreichend schnelle CPU.
Im Prinzip müssen Deine Eltern doch mindestens einmal die Woche eine Datenträger-Bereinigung durchführen, um den bei Surfen gesammelten Datenmüll wie Werbevideos etc. loszuwerden und so viel wie möglich auf externe Datenträger verschieben, um mit dem Computer vernünftig arbeiten zu können.
An dieser unerträglichen Situation wird auch eine schnellere CPU nichts ändern, wenn die zu knappe Systempartition beibehalten wird.
Es ist also eine schlechte Idee, die SSD zu übernehmen und mit einer 3,5"-Platte zu ergänzen.
Sinn würde das nur machen, wenn man das Betriebssystem auf die Festplatte legt, dann ist allerdings der SSD-Speed-Vorteil weg.
Überhaupt halte ich nichts von 3,5"-Platten in Office-PC: das sind die lautesten Bauteile, die ein Billiggehäuse beim Anlaufen in Schwingung bringen. Wenn zu einer - ausreichen großen - SSD ein weiterer Datenträger erforderlich ist, dann lieber eine langsamere, aber ruhige 2,5" Platte, für Bilder, Videos, Dokumente ist sie ausreichend schnell. So richtig bemerkt man den Geschwindigkeitsvorteil nur bei Programmstarts, aber dafür ist die SSD zuständig.
Also als erstes für 90 € eine 250 GB SSD anschaffen, die auch für die nächsten Jahre groß genug für eine private Fotosammlung neben Office-Programmen und Betriebssystem sein sollte.
Sollte der Computer dann noch als zu langsam erscheinen, kann man über eine weitere Aufrüstung nachdenken. Dafür wäre es nützlich, zu wissen, was alles da ist: welches Gehäuse, welche RAM-Riegel, welches Netzteil.
 
OKay,

dann kurz folgende Liste,m was derzeit verbaut ist:
  • LC-Power LC-1360mi, Mini-ITX (inkl. 75W)
  • Samsung SN-208BB, Slim, SATA
  • ASROCK E350M1/USB3 (Mini-ITX)
  • 8GB (2x4GB) TeamGroup Elite DIMM Kit PC3-10667U CL9-9-9-24 (DDR3-1333)
  • Kingston SSD DriveCarrier 6,35cm (2,5")
  • 64GB Crucial m4 SSD, 6,35cm (2.5"), SATA 6Gb/s
  • DELOCK SATA 22pin-St. > Slim SATA 13pin-Bu. 5V [bk]
Die SSD ist fast komplett voll. Aber schnell war er von Anafang an nicht. Und das war nur Windows auf der SSD.#

Ich verstehe allerdings noch nicht, warum 64 GB für eine Systempartition zu klein ist?
 
Danke für die Infos, Nachtstute. Man muss schon wissen, was da ist und was man weiterverwenden kann. Wäre z.B. Notebook-RAM (SO-DIMM) verbaut gewesen, müsste man zur Weiterverwendung des RAMs einen anderen Vorschlag machen. Ein größeres Gehäuse würde andere Optionen eröffnen etc.

Also, die preiswerteste Möglichkeit, die Rechenleistung drastisch zu erhöhen besteht darin, Mainboard und CPU hiermit zu ersetzen: Biostar NM70I-1037U. Da ist für 64 € auf einem mITX-Board ein IvyBridge Celeron mit 1,8 Ghz verlötet. Ein Kern des Celerons hat eine Cinebench-R11.5-Leistung von 0,8, während beide Kerne des E-350 zusammen nur 0,6 erreichen. Das Passmark-Wert steigt von 756 auf 1744.

Die Lösung hat einen Haken: das Board bietet keinen USB3-Anschluß, der sich auch nicht nachrüsten lässt. Um wenigstens die USB3-Anschlüsse des LC-Power LC-1360mi als USB2-Anschlüsse benutzen zu können, müsstest Du zusätzlich für 5 € so ein Adapterkabel bestellen.

Die neueren Intel-Atom- und AMD-Kabini-Komplettboards haben in der Regel USB3, sind aber nicht viel leistungsfähiger alss der vorhandene Brazzo. Bei Sockel 1150 oder 1155 von Intel oder FM2+ von AMD zahlst Du allein für ein mITX-Board, das die Weiterverwendung des Gehäuses ermöglicht, mehr als für meinen Vorschlag.

An einer größeren SSD führt meiner Meinung nach aber kein Weg vorbei. Klar kann man mit einer 64-GB großen Systempartition auskommen. Man deaktiviert den Ruheszustand, löscht die 8 GB große hibernate-Datei, verzichtet auf Auslagerungsspeicher fürs RAM, achtet peinlich darauf, dass nie mehr als 55 GB auf der Platte sind, indem man wöchentlich eine Datenträgerbereinigung durchführt und alle überflüssige Daten auslagert. Die Windows-Bibliotheken wie Eigene Dokumente, Bilder, Videos, Downloads werden dann auf einem anderen Datenträger gespeichert oder auf ein NAS ausgelagert. Ehrlich gesagt würde ich das niemanden zumuten wollen, solcherart Sklave seines Computers zu werden. Wie gesagt, ich halte die 90 € - meinethalben auch 50 € für eine 128 GB - für eine größere SSD für wichtiger als die 70 € für einen schnelleren Computer.
 
Danke für die Infos.
Geld spielt nicht direkt keine Rolle, aber es muss auch nicht so günstig wie möglich sein.
Ein größeres Gehäuse wäre schon schön.
GIbt es denn ein Gehäuse, wo auch das DVD laufwerk reinpasst und theoretisch eine 2,5 sowie 3,5 Zoll HDD? Ich möchte mir die Option offen halten, doch eine HDD (die ich noch hier liegen habe im übrigen ;-)) einzubauen.

Der Rechner sollte dann auch wieder Jahrelang halten.
 
nachtstute schrieb:
GIbt es denn ein Gehäuse, wo auch das DVD laufwerk reinpasst und theoretisch eine 2,5 sowie 3,5 Zoll HDD?

Unter schiedliche Leute ticken halt unterschiedlich.

Ich würde nie auf die Idee kommen, die Gehäusewahl vom Vorhandensein und der Weiterverwendung des preiswertesten - und leider auch kurzlebigsten - PC-Bauteil abhängig zu machen. Dadurch hat man bei der Gehäusewahl Einschränkungen, möglicherweise Mehrkosten, die in keinem Verhältnis zur zusätzlichen Anschaffung eines DVD-Brenners für 11 € stehen. Und geht das alte Notebook-DVD-Laufwerk dann mal in zwei Jahren kaputt, zahlt man für ein neues Slimline Teil wieder 5 € mehr als für ein Standardgerät.

Ich gebe Dir gleich trotzdem einen Gehäusetipp, fasse aber vorher mal die Situation zusammen, wie sie sich mir darstellt:
Der alte PC Deiner Eltern wird komplett außer Dienst gestellt. Für das Gehäuse, das an sich sehr effektive Netzteil und das Mainboard mit CPU gibt es keine weitere Verwendung. Weiter verwendet werden sollen nach Deiner Vorstellung eine SSD mit der Kapazität eines USB3-Sticks für 30 €, ein aus einem Notebook ausgebautes Slimline-DVD-Laufwerk, zwei 1.333 MHz-Ramriegel je 4 GB, Maus, Tastatur und Betriebssystem.

Das, was für ein solides und leistungsfähiges System angeschafft werden muss, ist also deutlich teurer, als das, was bleibt. Bedenkt man, dass man sich die bleibende SSD bei einer Neuanschaffung im Jahre 2015 und für einen Rechner, der "dann auch wieder Jahrelang halten" soll, nie antun würde, und auch auf schnelleren RAM setzen würde, macht es meiner Meinung nach Sinn, über ein komplett neues System nachzudenken, ohne Altlasten. Das hätte auch den Vorteil, das der alte Rechner - so wie er ist ein im Prinzip ausreichend Office-Gerät - sinnvoll verwertet werden könnte. 170 bis 220 € sollte der doch noch bringen.

Wenn der alte PC verkauft würde, könntest Du frei nach Deinem Gusto einen geeigneten PC aus den vielen sinnvollen Vorschlägen dieses Forums im Preisbereich 300 bis 450 € auswählen und den Veräußerungserlös von den Neuanschaffungskosten abziehen.

So, jetzt zu dem Gehäuse, in das ein Slimline-DVD-Laufwerk, eine 2,5" und eine 3,5"-Platte passen. Da gibt es z.B. diesen formschönen Mini ITX E-M5 Black von Inter-Tech für knapp 40 €, in das auch kleine µATX-MoBos passen.

Zu dem Gehäuse brauchst Du ein neues Netzteil, z.B. das leise und halbwegs effiziente LC-Power Pro-Line LC7300 V2.3 Silver Shield 300W ATX 2.3 für knapp 33 €.

Für das Gehäuse ist kein teures mITX-MoBo nötig, die meisten µATX-Boards mir nur zwei RAM-Sockel werden passen, muss man aber im Einzelfall abchecken. Ich mache mal einen Vorschlag für ein AMD-System: MSI A78M-E35 (7721-002R) für knapp 45 €.

Dazu einen Prozessor nach beliebiger Wahl. Ausnahmslos alle Prozessoren für Intel Sockel 1150 und 1155 und AMD Sockel FM2 und FM2+ sind für Office und Multimedia leistungsstark genug. Ich schlage mal, da Leistung gefragt istz, einen QUadcore vor, der über ein excellentes Preis-/Leistungsverhältnis verfügt: den A10-5800K, das ehemalige Trinity-Flaggschiff wird derzeit für 78 € abverkauft, hat mehr CPU-Power als die etwas teueren Kaveri-A8-APU, aber eine etwas schlechtere Grafik. Aber Leistung auf dem Niveau eines IvyBridge-i3, der mit einer Nvidia 720 gepaart ist, sollte Deine Eltern mehr als zufrieden stellen.

Bei einem K-Prozessor kann man daran denken, einen leiseren und effektiveren Kühler zu verbauen. Das ist kein Muß, aber wenn dann z.B. den EKL Alpenföhn Panorama für knapp 19 €.

Soweit der alte Arbeitsspeicher nicht verbaut wird, muss schnellerer neuer her, z.B. Kingston HyperX Savage DIMM Kit 8GB, DDR3-2400, CL11-13-14 (HX324C11SRK2/8) für 51 €.

Gleiches gilt für die SSD, die man wie folgt ersetzen könnte: Crucial BX100 250GB, SATA, 81 €.

Ein etwaig erforderliches neues Samsung SN-208FB schwarz, SATA, bulk würde mit 13 € zubuche schlagen.

Für neue Maus/Tastatur müsste man noch 20 € einplanen: herry DW-3000 Wireless Combo schwarz, USB, IT

Neues Windows 7 Home Premium 64Bit würde 42 € kosten.

Bei Komplettkauf einschließlich OS wäre man bei meinem Vorschlag bei 420 € (abzüglich Verkauf E350-System ca. 200 € also 220 €).

Kauft man Gehäuse, Netzteil, MoBo, CPU + Kühler und nutzt den Rest weiter kommt man auf 215 € Investitionssumme und hat mit der Mini-SSD kein wirklich praxistaugliches System. Ich würde mir auch keinen hohen Ertrag aber viel Mühe davon versprechen, dann Altgehäuse und Alt-MoBo isoliert zu verkaufen.
 
Moin,

da bin ich wieder.

Da der Rechner nicht schneller wird und meine Eltern langsam am fluchen sind (:-)) muss ich am 01.01 die Sachen bestellen. 01. Januar aus steuerlichen Gründen.

Hat sich an der Zusammenstellung von Juri-Bär etwas geändert?
 
Wenn Du meinen Vorschlag vom 15. September meinst, der geht grundsätzlich immer noch.

Bei Durchsicht ist mir aufgefallen, dass ich wohl das Adapterkabel für das Slimline-Laufwerk vergessen habe.

Die Preise haben sich seitdem ein wenig geändert, meist leicht nach oben, manchmal auch nach untern. Und die Verügbarkeiten sind auch wieder etwas anders. Wenn es schnell gehen soll ab 1. Jenner, suchst Du am besten einen Shop, wo alles auf Lager ist. Das kann dann dazu führen, dass Du kleinere Änderungen machen musst. Knnst ja dann noch einmal nachfragen.
 
Hey,

danke für die Info. Das Mainboard ließ sich nicht bei dem Händler bestellen, wo ich den Resr bestellt habe.

Daher habe ich dieses hier ausgesucht.

Passt das?
MSI A68HM-E33 V2 (7721-206R)
 
Hey,
danke für den Hinweis.

Die Front Buchsen für USB sind vermutlich ein Standard Stecker oder? :-)
 
Wie so oft gibt es halt verschiedene Standards: von praktischer Bedeutung sind USB2.0 und USB3.0-Frontbuchsen, für die mit einem Gehäuse die jeweils entsprechenden Stecker mitgeliefert werden. Hat das Mainboard keinen internen USb3.0-Header, wie das MSI aus Post #28, passt der USB3-Stecker des Gehäuses nicht in das Mainboard. Du müsstest dann ein Adapterkabel kaufen, um die USB3-Buchse mit USB2-Speed betreiben zu können.
 
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