Kaufberatung--> Was genau suche ich überhaupt?

adeba schrieb:
bei der durchsicht der letzten urlaubsbilder stellte sich mal wieder ernüchterung ein, weder die handy bilder, noch die bilder der 6 jahre alten casio exilim hauen einen vom hocker. (wie zu erwarten). der türkische hotelfotograf, den wir gebucht hatten, hat uns jedoch mit seiner dslr erstaunliche fotos auf cd gebrannt.
Schon nach dem ersten Absatz war für mich schon alles klar. Die "Profis" hier werden dir eine DSLR empfehlen, wild über das Modell diskutieren und du wirst schließlich viel Geld für eine Kamera ausgeben, die du eigentlich (noch) nicht benötigst.

Aber was brauchst du eigentlich? Du hast, wie du schreibst "gar keine Ahnung von der Fotografie", deshalb ist das Einsteigen mit einer DSLR Vollaustattung der Sprung ins (eis-)kalte Wasser. Natürlich kannst du das Fotografieren so auch "erlernen", aber das, was du brauchst, ist erstmal ein fester Boden.
Eine DSLR mit ihren vielen Möglichkeiten wird dich am Anfang verwirren und der Frust wird groß sein.

Wenn du die folgenden Fragen sofort beantworten kannst, ist eine DSLR für dich in Ordnung, wenn nicht steht dir noch ein (langer) Weg bevor:
1. Was ist der Unterschied zwischen f/5.6 und f/8 ?
2 Was bewirkt f/2.8 im Gegensatz zu f/32?
3. Was bewirkt ISO 100 im Gegensatz zu ISO 800?
4. Was ist der Unterschied zwischen den Brennweiten?
5. Was musst du beachten, wenn du ein Weitwinkelobjektiv willst?

All das ist für einen erfahrenen Fotografen Grundwissen, für einen Anfänger ist es jedoch so kompliziert wie zB. das (große) Einmaleins für ein Kind.

Das Stichwort ist Ehrgeiz. Wenn du ein guter Fotograf sein willst, keine Mühe scheust und bei einem schlechten Foto sagst "das nächste Mal mache ich es besser" und nicht gleich alles an die Wand wirfst, dann wirst du schnell Erfolge verbuchen. Je mehr du investierst (damit meine ich nicht Geld, sondern Zeit, Lust und Anstrengung), desto besser werden deine Fotos.

Wenn du sofort schöne Bilder haben willst, dann wirst du mit der DSLR keine schöneren Bilder, als mit der Handykamera machen. Das Bild wird eine höhere Auflösung haben, aber was bringt das, wenn es an sich sehr bescheiden, um nicht sch**** zu sagen, aussieht.
Was du brauchst, ist ein Auge für schöne Bilder und die Kenntnis, wie du das Bild in deinem Kopf so, wie du es willst, mit der Kamera einfangen kannst. All das kannst du lernen.
Das wichtigste, was du für den Anfang wissen musst, ist:
Nicht die Kamera, sondern der Fotograf macht das Bild

Also lass dir hier keine teure Spiegelreflexaustattung andrehen, sondern fange mit einer Kompaktkamera an. Wenn du dann merkst, dass du bereit für die DSLR bist, dann kannst du sie dir immer noch kaufen.

Zum erlernen ist eine analoge Spiegelreflexkamera übrigens perfekt. Diese gibt es mittlerweile gebraucht für so gut wie nichts, trotzdem ist sie, abgesehen von den - für einen Anfänger verwirrenden - Funktionen einer DSLR, die die (sehr) erfahrenen Fotografen nutzen, auf Augenhöhe mit den modernen DigitalSLRs.
Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um vorwärts zu kommen.


Ich wünsche dir Viel Spaß beim Fotografieren, egal wofür du dich entscheidest :)
 
Analog ;) Da kostet aber jedes Bild 1/36 vom Film... Wobei, vielleicht denkt man da mal vorher nach was man tut sobald es ans Geld geht.

Edith: Wie war eigentlich das "Hochzeitsshooting"?
 
Zuletzt bearbeitet:
Feuerferkel schrieb:
Analog ;) Da kostet aber jedes Bild 1/36 vom Film... Wobei, vielleicht denkt man da mal vorher nach was man tut sobald es ans Geld geht.
Digital ;) Da kostet doch jede Speicherkarte.´

Über das Thema kannst du in einem anderen Thread diskutieren :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hypeo schrieb:
Zum erlernen ist eine analoge Spiegelreflexkamera übrigens perfekt. Diese gibt es mittlerweile gebraucht für so gut wie nichts, trotzdem ist sie, abgesehen von den - für einen Anfänger verwirrenden - Funktionen einer DSLR, die die (sehr) erfahrenen Fotografen nutzen, auf Augenhöhe mit den modernen DigitalSLRs.
Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um vorwärts zu kommen.

Sehr guter Vorschlag, hab gerade erst meine Sammlung von SLRs um eine Nikon F80 ergänzt. Solche "neueren" Modelle bekommst du für ganz kleines Geld und sie ähneln von der Bedienung den aktuellen DSLRs sehr. Ein guter Einstieg!
 
Ich weiß ja nicht ob das wirklich so günstig ist. Ich hatte als ich angefangen hatte einen enormen Ausschuß. Das ist bei digital egal bei analog geht das gut ins Geld. Noch dazu kann man das Ergebnis erst später sehen und nicht sofort die Auswirkungen der Funktionen betrachten.
 
"Edith: Wie war eigentlich das "Hochzeitsshooting"? "

habe gestern die bilder gesichtet, ca 250 bilder habe ich geknipst. wie gesagt ohne vorkenntnisse mit gennantem objektiv. habe alles im automatik oder portrait modus gemacht. durch das fokussieren mit halbgedrücktem auslöser habe ich unbewusst ein paar interessante aufnahmen gemacht, da der hintergrund "verschwommen" ist. sieht fast so aus als wenn es absicht gewesen wäre :)

fazit der sichtung ist, das die bilder schonmal deutlich besser sind, als von genannter alten exilim oder vom handy. ein anderer laie, der die bilder gesichtet hat, findet auch das ein paar brauchbare aufnahmen dabei sind. der profi würde wahrscheinlich nur mit dem kopf schütteln.

aber das ist, als wenn von euch jemand anfängt er hat ne hammer bose anlage zu hause die sich top anhört, dann weiss der profi auch das er mist redet, und bose lediglich als fahrstuhl hintergrund beschallung reicht. was ich damit sagen will ---> man kann sich in alle themen oder auch hobbys ganz schön reinsteigern. das mein geliehenes objektiv nicht das tollste ist, ist wohl klar, aber dann mit objektiven anzufangen die 2-3000 tausend euro kosten, ist wohl etwas overzised. manch einer kauft sich eine 5.1 brüllwürfel anlage von medion für 129€ und findet es hört sich toll an, andere kaufen 1mtr lautsprecherkabel für 90€ :)

ich mus smir jetzt gedanken machen, ob ich ernsthaft in die fotowelt eintauchen möchte, und dann gleich das richtige kaufe, oder ob ich es beim party/urlaubs "knipsen" belasse, einfach ein paar bessere bilder als vorher mache (wie auch immer ich/man "besser" definiert) und eine s100 kaufe, oder ob ich eine rx100 oder d3n kaufe, um mich vorsichtig weitertasten zu können...
 
GTR schrieb:
Ich weiß ja nicht ob das wirklich so günstig ist. Ich hatte als ich angefangen hatte einen enormen Ausschuß. Das ist bei digital egal bei analog geht das gut ins Geld. Noch dazu kann man das Ergebnis erst später sehen und nicht sofort die Auswirkungen der Funktionen betrachten.
Zwischen Digital und Analog gibt es - für den Anfänger - einen großen Unterschied. Beim Film hat man als Anfänger das Geld im Auge "Dieser Schuss kostet mich xy Cent". Beim Digitalen ist das ganze nicht ganz so offensichtlich. "Ob ich dieses Bild jetzt mache oder nicht, ist sche*** egal".
Letztendlich ist das für viele ein Grund, gute Fotos zu fotografieren bzw. mehr Zeit in jedes einzelne zu stecken. Es ist ein wichtiger Schritt für einen Fotografen, dass er lernt, dass nicht Quantität, sondern Qualität zählt.

„Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.“
Ansel Adams (1902-1984)


Letztendlich muss der TO für sich selbst entscheiden, ob er Schnappschüsse oder Fotos machen will. 350 Erinnerungen für das private Fotoalbum vs. 35 Bilder, bei denen die Betrachter staunen.
 
Hypeo schrieb:
Schon nach dem ersten Absatz war für mich schon alles klar. Die "Profis" hier werden dir eine DSLR empfehlen, wild über das Modell diskutieren und du wirst schließlich viel Geld für eine Kamera ausgeben, die du eigentlich (noch) nicht benötigst.

Aber was brauchst du eigentlich? Du hast, wie du schreibst "gar keine Ahnung von der Fotografie", deshalb ist das Einsteigen mit einer DSLR Vollaustattung der Sprung ins (eis-)kalte Wasser. Natürlich kannst du das Fotografieren so auch "erlernen", aber das, was du brauchst, ist erstmal ein fester Boden.
Eine DSLR mit ihren vielen Möglichkeiten wird dich am Anfang verwirren und der Frust wird groß sein.

Wenn du die folgenden Fragen sofort beantworten kannst, ist eine DSLR für dich in Ordnung, wenn nicht steht dir noch ein (langer) Weg bevor:
1. Was ist der Unterschied zwischen f/5.6 und f/8 ?
2 Was bewirkt f/2.8 im Gegensatz zu f/32?
3. Was bewirkt ISO 100 im Gegensatz zu ISO 800?
4. Was ist der Unterschied zwischen den Brennweiten?
5. Was musst du beachten, wenn du ein Weitwinkelobjektiv willst?

All das ist für einen erfahrenen Fotografen Grundwissen, für einen Anfänger ist es jedoch so kompliziert wie zB. das (große) Einmaleins für ein Kind.

Das Stichwort ist Ehrgeiz. Wenn du ein guter Fotograf sein willst, keine Mühe scheust und bei einem schlechten Foto sagst "das nächste Mal mache ich es besser" und nicht gleich alles an die Wand wirfst, dann wirst du schnell Erfolge verbuchen. Je mehr du investierst (damit meine ich nicht Geld, sondern Zeit, Lust und Anstrengung), desto besser werden deine Fotos.

Wenn du sofort schöne Bilder haben willst, dann wirst du mit der DSLR keine schöneren Bilder, als mit der Handykamera machen. Das Bild wird eine höhere Auflösung haben, aber was bringt das, wenn es an sich sehr bescheiden, um nicht sch**** zu sagen, aussieht.
Was du brauchst, ist ein Auge für schöne Bilder und die Kenntnis, wie du das Bild in deinem Kopf so, wie du es willst, mit der Kamera einfangen kannst. All das kannst du lernen.
Das wichtigste, was du für den Anfang wissen musst, ist:
Nicht die Kamera, sondern der Fotograf macht das Bild

Also lass dir hier keine teure Spiegelreflexaustattung andrehen, sondern fange mit einer Kompaktkamera an. Wenn du dann merkst, dass du bereit für die DSLR bist, dann kannst du sie dir immer noch kaufen.

Zum erlernen ist eine analoge Spiegelreflexkamera übrigens perfekt. Diese gibt es mittlerweile gebraucht für so gut wie nichts, trotzdem ist sie, abgesehen von den - für einen Anfänger verwirrenden - Funktionen einer DSLR, die die (sehr) erfahrenen Fotografen nutzen, auf Augenhöhe mit den modernen DigitalSLRs.
Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um vorwärts zu kommen.


Ich wünsche dir Viel Spaß beim Fotografieren, egal wofür du dich entscheidest :)


#1 teile ich nicht ganz, denn viele hier meinten evil oder komapkte

#2 deine paar lustigen fragen sind technische / einstellungs fragen und haben mMn nur bedingt mit grundwissen zu tun, klar ist es wichtig das zusammenspiel zw. Iso-bel.zeit-blende etc zu wissen
aber elementarer sind grundregeln wie schnitt, bildführung oder perspektive etc
mit den o.g. werden veränderst du zwar die bildwirkung (unscharf, bokeh, wasser in langzeit uvm)
aber ohne bspw. bei einem fluss die linienführung ist auch das bild für den Eimmer

weitergehend; solch dinge lernt man! nur durch übung bekommst du nach und nach solche grundlagen gelernt

#3 ansonsten gebe ich dir recht, das Thema fotografieren benötigt zeit und geduldt, man kann nicht einfach los legen und sonst was erwarten - man muss sich manchmal belesen und testen

und da du hier so mit zitaen um dich wirfst
"Die ersten 10.000 Aufnahmen sind die schlechtesten" :P

Das Phänomen spielt mit in das Thema rein, dass ich mehrfach ansprach. "Generation" DSLR
dslrs gehen für 300€ NEU über den Ladentisch und kleine verzogene kiddys bekommen somit eine. Sehr gut kann man das beim einkaufen sehen, kleinere Teenygruppen (meist mädchen) rennt durch die läden und knipsen ihre outfits mit ner dslr vorm spiegel
Ebenso sieht mal etwas ältere die grademal 1/2 Jahr ne kamera haben und denken sie sind Mega Pro und eröffnen sogar ein Nebengewerbe für fotografie und rennen dann mitm 18-55er bei ner hochzeit rum und verlangen 200~400€

Zusammenfassend möchte ich einfach sagen, der DSLR kauf will gut überlegt sein. wer einfach nur mal ein Motiv beim spaziergang knipsen will sollte tunlichst die finger von ner dslr lassen, ebenso wer nur mal eben Tante Fridas Geburtstagsfeier einfangen will oder was weis ich.
Meiner Meinung nach reicht für viele eine Kompakte, für höhrere Ansprüche eine gute Kompakte.

acty schrieb:
ich würde eher auf ne gute kompakte , bspw.
- Sony rx100
- Canon s110
- nikon p7700 / canon G1(x)

eine dslr ist nur für urlaub too much

aber auch ne evil ala Sony Nex o.Ä. wäre denkbar
[...]

und damit du dir nicht noch einmal einen zacken aus der krone brichst;
ich glaube im gesamten Forum nennt sich keiner (Foto)Profi

manche Post kommen evtl so rüber und ja du hast recht, oft wird einfach ne DSLR empfohlen - doch warum?
bei vielen menschen ist es so im Kopf; DSLR = beste Bilder
was heute nur bedingt zutrifft
 
Zuletzt bearbeitet:
die rx100 ist heiß im rennen. ich habe dieses angebot bei ebay entdeckt, findet ihr da einen haken? oder meint ihr da kann man kaufen? weil der preis ist unschlagbar. die bewertungen sind ok, und paypal geht auch

edit: ich habe den versand von 24 euro übersehen, also wirds wohl nichts unter 530€...
 
Zuletzt bearbeitet:
so, endlich bestellt. es ist eine nex-3n in weiß geworden. gerade bei amazon für 419 euro zu haben. ich bin gespannt und werde berichten, ob es das ist, was ich gesucht habe :)
danke an alle entscheidungshelfenden
 
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