Kaufempfehlung Server mit Intel Xeon-Herz

Blacky13o7

Cadet 1st Year
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Mai 2014
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Hallo zusammen!
Mir wurde von meinem Vorgesetzten aufgetragen, eine neue Serverumgebung zu planen. Diese Serverumgebung wird nicht zur Realität und dient nur zu Übungszwecken. Mit der tatsächlichen Neugestaltung der Serverumgebung ist eine externe Firma beauftragt. Ich kenne mich in diesen Bereichen noch nicht so sonderlich aus, daher die "Übung".

Die Server sollen hauptsächlich als AD, Exchange-Server und zur Virtualisierung dienen. Virtualisiert werden bis zu 25 Rechner.
Warum Virtualisierung? Das hat sich in unserer Firma als am praktikabelsten erwiesen.

Prozessorgeflüster
Als Prozessor habe ich einen Intel Xeon E5-2640V2 ausgewählt. Zum einen hat er genügend Power für unsere kleine Firma, zum anderen erziehlt er in Benchmarks etwa doppelt so hohe Werte wie unsere aktuellen Prozessoren. Das sollte für die Zukunft erstmal genügen. Zudem sagt er uns preislich zu.
Von diesem Prozessor sollten natürlich 2 Stück verbaut werden, als Mainboard dachte ich an etwas in Richtung Asus Z9PE-D16.

Was den Arbeitsspeicher angeht: Ich weiß nicht, wie ich diesen zu dimensionieren habe.

Die Server sollen zudem weiterhin ein Hardware-RAID haben, aktuell sind die mit insgesamt 16 Platten/Server ausgestattet, inklusive einer Hot-Spare-Platte. Sind hier zwingend SAS-Platten erforderlich, oder kann man hier auch mit HDDs arbeiten, was wir bislang tun?

Datentransfers auf dem Server belaufen sich in der Regel nur auf PDFs, Word-, Excel- und Bilddateien, also nichts sonderlich großes.

Solltet ihr noch Informationen brauchen, um mir helfen zu können, lasst es mich wissen, ich gebe mein bestes, euch diese Fragen dann so schnell wie möglich zu beantworten!

Schöne Grüße und im voraus vielen Dank,
Blacky13o7
 
Mal so ein paar Denkanstöße.
Und wenn der Server ausfällt?
-> Fertige Server kaufen mit Supportverträgen
-> mindestens 2 Server kaufen mit Failover, damit wenn einer ausfällt der andere übernehmen kann, oder soll dann der Betrieb still stehen?
-> Beim Einsatz von mehr als 1 Geräten könnte man gleich sich auch ein Konzept zur Lastverteilung überlegen.

Du wirst sehen, dagegen ist ein Selbstbauserver preislich Peanuts.
 
Hi,

ich weiß es geht hier um eine "Bastelübung", aber ich würde sowas mittlerweile nicht mehr im eigenen Haus machen, gerade bei der Größenordnung "25 VMs". Backups, Failover, Stromkosten - ich würde das in ein RZ auslagern und eine fertige Lösung nehmen. Ggf je nach Budget sogar gleich als managed Server, dann braucht man sich nicht so viele Gedanken machen.

RAM würde ich bei 25 (wahrscheinlich Windows?) Maschinen ordentlich einkalkulieren wenn die Dinger noch halbwegs arbeitstauglich sein sollen. CPUs eher auch mehr als weniger.

Sind hier zwingend SAS-Platten erforderlich, oder kann man hier auch mit HDDs arbeiten, was wir bislang tun?

Dir ist aber schon klar, dass auch SAS Platten HDDs sind, oder?

VG,
Mad
 
Blacky13o7 schrieb:
Diese Serverumgebung wird nicht zur Realität und dient nur zu Übungszwecken.

Wenn du es "richtig" machen willst, solltest du auch zur Übung einfach ein Angebot im Systemhaus deiner Wahl einholen.
Das Zusammenbasteln eines Server ist realitätsfern, das wird in keiner Firma gemacht, alleine wegen des fehlenden Supports.
 
Server baut man sich nicht selbst, man kauft sie fertig von den üblichen Verdächtigen wie HP oder Dell. Die externe Firma, die eure Umgebung erneuert, stellt euch ja auch keine Server auf Basis eines Asus Z9PE-D16 hin, oder?
Den 2640v2 könntest du nehmen, es gibt aber bereits die v3 Xeons (Haswell Architektur für Sockel 2011-3).
RAM musst du selbst wissen, das richtet sich nach deinen Anwendungen bzw. den virtuellen Maschinen. Für sowas wie Exchange gibt es Richtwerte von Microsoft, z.B. in Abhängigkeit von den Postfachgrößen und der Anzahl.
Hardware RAID ist klar, kriegst du bei den typischen Servern problemlos. Anzahl und Art der Platten (Größe, Drehzahl, Schnittstelle) richtet sich nach dem Einzelfall. SAS Festplatten wären da aber genau so Festplatten (HDDs) wie SATA Festplatten! :D

Und ein paar Anregungen:

- Nicht alles auf einem Server machen, sondern die Dienste verteilen
- Redundanzen einplanen
- Über zentralen Storage nachdenken
 
Prinzipiell im Businessbereich nix selbst basteln, alles Schön von der Stange mit Support kaufen.

Im Serverbereicht kaufe ich z.B. von Dell - PowerEdge R710 mit 5 Jahren Garantie inkl. 4 Stunden Mission Critical.
Damit ist sichergestellt, das ich z.B. einen Techniker so schnell wie möglich zur behebung einer Störung vor Ort habe.

Anforderungen deinerseitz:

AD
Exchange
Fileserver (nehme ich jetzt mal an)
25 VDI (Virtuelle Desktops)

Damit das ganze auch stabil und zuverlässig ist, würde ich eine Cluster bauen.

Sprich wie im oben beschrieben fall 2x PowerEdge R710 mit ensprechenden CPUs und viel RAM.
Ich habe viele Hyper-V Cluster mit 384 GB RAM, damit lässt sich dann schon viel machen.
Rechenbeispiel: 1x AD = 8 GB, 1x Exchange 16 GB, 1x Fileserver 8 GB, 25x VDI - 4 GB = 132 GB

Da aber RAM und CPU Leistung nicht alles ist, brauchst du auch noch gute IOPS für diese ganze Umgebung sprich ein SAN oder wenns günstiger sein soll ein DAS.

Also ein Festplattenverbund wo die Server gemeinsam drauf zugreifen können.

Ich könne mich jetzt noch weiter auslassen, aber da das eh eine externe Firma machen wird.. glaube ich nicht nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Madman1209 schrieb:
Hi,
Dir ist aber schon klar, dass auch SAS Platten HDDs sind, oder?

Das ist mir bewusst, die Frage dient lediglich der Orientierung, ob es nun tatsächlich die Dauerläufer sein müssen, oder ob auch reguläre* HDDs reichen.

*Dieses Wort fehlte mir in der ursprünglichen Eröffnung dieses

Nicht_ich schrieb:
Mal so ein paar Denkanstöße.
Und wenn der Server ausfällt?
-> Fertige Server kaufen mit Supportverträgen
-> mindestens 2 Server kaufen mit Failover, damit wenn einer ausfällt der andere übernehmen kann, oder soll dann der Betrieb still stehen?
-> Beim Einsatz von mehr als 1 Geräten könnte man gleich sich auch ein Konzept zur Lastverteilung überlegen.

Du wirst sehen, dagegen ist ein Selbstbauserver preislich Peanuts.
Du hast recht, ich habe versäumt zu erwähnen, um was es sich bei meiner "Serverumgebung" handelt. Ich habe schon mit 2 redundanten Servern gerechnet, eventuell ein dritter, allein für Exchange, da hier eine ziemlich große Sammelwut meiner lieben Kollegen vorherrscht.

@pintness das tut nichts zur Sache, ich habe das so als Aufgabe bekommen und möchte diese möglichst zufriedenstellend abarbeiten.

Schöne Grüße,
Blacky13o7
 
Hi,

Das ist mir bewusst, die Frage dient lediglich der Orientierung, ob es nun tatsächlich die Dauerläufer sein müssen, oder ob auch reguläre* HDDs reichen.

Scheinbar nicht. "SAS" bedeutet seriell angebundenes SCSI, das ist das interface, nicht eine Aussage, ob es "Dauerläufer" sind. Eine SAS-HDD ist genauso eine reguläre Platte.

@pintness das tut nichts zur Sache, ich habe das so als Aufgabe bekommen und möchte diese möglichst zufriedenstellend abarbeiten.

Man muss aber ehrlich sagen, dass es für einen Chef zufriedenstellender sein sollte, wenn jemand selber mitdenkt und sagt "sowas macht man nicht mehr" anstatt blind Kommandos abzuarbeiten... ein guter Chef ist einem dankbar für solche Hinweise!

VG,
Mad
 
Also ich würde 3 Server kaufen und auf denen ein ESXi 5.5 Essential Cluster installieren. Da hier die Lizenz günstiger ist. Und mehr Hosts braucht ihr wohl nicht.
Wenn es diese CPU sein soll:

3x Dell PowerEdge R720
Internes SD Card Modul RAID1 für VMWare
2x Intel Xeon E5-2650v2, 2.6GHz, 20M Cache, 8.0GT/s QPI, Turbo, HT, 8C, 95W,
384 GB Ram
Redundant Power Supply
iDRAC7 Enterprise
Broadcom 5720 QP 1Gb Netw Daughter NIC
Broadcom 5720 QP 1Gb Netw Interf. NIC
2x QLogic 2560, Single Port 8Gb Optical Fibre Channel HBA
Sliding Rails With Cable Management Arm

Dazu eine kleine NetApp mit FibreChannel. Kommt drauf an wieviel Storage ihr braucht.
z.B.: NetApp FAS2500

Dann packst du alle VM-Server auf das ESXi-Cluster und gut ist. Das Cluster kann locker 50 Systeme ab.


Kannst auch noch sparen wenn du über ISCSI gehst. Dann kannst du die HBA weg lassen und brauchst auch kein FibreChannel Storage.
Nimmste eine kleine oder große Dell PowerVault MD36XX oder NetApp E2700. Da macht dann aber 10G Sinn.
Oder du nutzt es als SAS DAS an 2 Host wenn es noch günstiger sein soll. Brauchste aber SAS Karten in den Servern incl Kabel.

Die VMs kannst du dann über Microsoft Failoverclustering Clustern und per ESXi Rolle definieren das die immer auf verschiedenen Hosts ausgeführt werden.


Nicht zu vergessen:
USV für die Server, das Storage und am besten auch die Switche. Zumindest die für vMotion und Heartbeat und ggf. FibreChannel Switche.

Und dann braucht man noch ein anständiges Backup Konzept.
 
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