"Kaum hat er dich nach Hause gebracht, verdünnisiert er sich gleich wieder"

RitterderRunde

Lt. Commander
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Hallo liebe CB-ler!

Zu aller erst, falls ich in falschen Unterforum bin, bitte verschieben!

Nun zum Thema:

Ich möchte einen Fall mit euch besprechen, wo ich gerne eine Meinung hören möchte von anderen, als von den selbst betroffenen zwei Personen.

Vater X bringt Tochter nach Hause, macht der Tochter noch etwas zu Essen und übergibt die Aufsichtspflicht der Mutter Y.
Daraufhin geht der Vater in sein (Home Office) Büro, um seine vertraglich vorgeschriebenen Pflichtstunden abzuarbeiten.

Als er sich auf dem Weg zum Büro macht kommt der Satz:

"Kaum hat er dich(das Kind) nach Hause gebracht, verdünnisiert er sich gleich wieder"

Was hält ihr davon? Ist der Satz provokant?

Eure Meinung ist mir sehr wichtig, um eine bessere Selbstreflektion der Situation zu erstellen. Als Mensch der eher de-eskalierend ist, ist es nämlich irgendwann sehr schwer da noch gegen zu halten.

Zusätzliche optionale Informationen:

Danach ist es eskaliert und ihre Argumentation war: "Darf ich nicht in meinem eigenen Haus sagen was ich will?!"

Wobei der Vater gegenhielt "ja du darfst sagen was du willst, jedoch musst du mit einer 'Reaktion' rechnen, wenn man provokante Aussagen trifft"
 
1. Um sowas beurteilt zu bekommen, sollte man es eher Freunden erzählen, in einem Computerforum wird nur Sinnloses dabei herauskommen. Bei dieser Art von Konflikt (die darauf schließen lässt, dass das eher ein Stellvertreterkonflikt für allgemeine Probleme ist) wäre auch eine Beratungsstelle nicht verkehrt. Der allgemeine soziale Dienst (ASD) deiner Kommune kann dir dabei helfen.

2. Ob du vertraglich zu bestimmten Stunden und Zeiten verpflichtet bist, spielt doch für das Betreuungsverhältnis keine Rolle. Da sollte man mit dem Arbeitgeber und/oder Partner klären, dass man Kinder zu betreuen hat und wer wann dazu in der Lage ist.

3. Die Schilderung der Situation ist so suggestiv formuliert, dass man eigentlich nur für eine Seite Partei ergreifen kann, dass ist nicht de-eskalierend, sondern passiv-aggressiv, deswegen siehe 1.
 
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Zum 1. Punkt. bedauerlicherweise sind Freunde mittlerweile müde zu dem Thema geworden.

Punkt 2. Es ist wurde ganz klar geklärt, wer & wann sich um das Kind kümmern muss. Bei dem Beispiel wurde sogar explizit vorher besprochen, dass der Vater ein Termin im Anschluss hat.

Punkt 3 Der Fall wurde rein sachlich beschrieben wie er war.

Wenn ich beschreiben würde, dass ich ganz normal Spazieren gehe, dann auf einmal niedergestochen wurde, dann wirkt es auch suggestiv, da ich unrechtens angegriffen wurde.

Wie soll man ohne suggestiv zu sein, diesen Vater/Mutter Fall beschreiben?

Daher die Idee, sachlich den "Tathergang" beschreiben.

Aber egal was wie warum passiert ist, es geht mir speziell um diesen einen Satz:

"Kaum hat er dich nach Hause gebracht, verdünnisiert er sich gleich wieder"

Ist er bspw. provokant oder nicht?
 
Klingt nicht so, als ob das aus deiner Sicht noch eine Beziehung mit Substanz und Zukunft ist.

Paarberatung und dann zu einem sehr guten Scheidungsanwalt.


Ob der Satz provokant ist, hängt vom Kontext ab. Bist du nie da und sie muss alles alleine machen? Womöglich. Sitzt sie nur faul rum, du arbeitest und schmeißt den Haushalt? Provokativ.
 
Tatsächlich die Frau arbeitstätig aber seit 4 Wochen Zuhause (krank geschrieben)

Der Vater ist tagsüber arbeiten und die Tochter in der Krippe.
Er kümmert sich um den Transport der Tochter zur Krippe, geht natürlich auch vor oder nach der Arbeit einkaufen.

Es sind 2-3 Nachmittags-Aktivitäten stets pro Woche drin, inklusive Wochnenend Ausflüge.

Dem Vater ist sehr wohl bewusst, dass ihr wahrscheinlich "Die Decke über dem Kopf fällt" oder so.

Aber es ist nicht so, als ob seit 4 Wochen erst der Haussegen schief steht.
 
Dann wäre es wohl das beste die Beziehung zu beenden, das wird ja wahrscheinlich auch nur die Spitze des Eisberges sein.
 
Bevor hier aus der Ferne die Substanz einer Beziehung beschieden wird und die Trennung beschlossene Sache ist, sollte man lieber den Thread dicht machen.

Zumal am meisten unter dieser unprofessionellen Paartherapie vermutlich das Kind leiden wird. Ich wittere hier PAS. Eine professionelle Beratung hat das im Blick.
 
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Ich bin da anderer Meinung, mir ist es wichtig, verschiedene Sichtweisen zu hören. Stets wird vorgeworfen "es dürfen keine Freunde oder Angehörige befragt werden, da die stets Partei ergreifen".

Vielleicht antwort hier mal eine Dame? Wie sieht sie es?
 
Man kann keine verschiedenen Sichtweisen erfragen, wenn die Sicht auf die Situation verstellt ist durch eine einseitige Schilderung der Situation - die selbst offensichtlich nur ein Symptom grundlegender Konflikte ist.
Ergänzung ()

RitterderRunde schrieb:
Stets wird vorgeworfen "es dürfen keine Freunde oder Angehörige befragt werden, da die stets Partei ergreifen".

Wer wirft denn sowas stets vor? Mir ist dieser Vorwurf völlig unbekannt.
 
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RitterderRunde schrieb:
Aber es ist nicht so, als ob seit 4 Wochen erst der Haussegen schief steht.

weist du was die ursache ist? Wenn der konflikt schon so lange schwellt, ist es schwierig sich aus einzelnen aussagen einen reim zu machen.
 
Idon schrieb:
Paarberatung und dann [unter Umständen] zu einem sehr guten Scheidungsanwalt.
Habe mir erlaubt, den Satz zu korrigieren. Ansonsten würde man von Anfang an davon ausgehen, dass die Paarberatung nichts bringt und dann kann man sich die auch ersparen. Damit die Paarberatung eine Chance hat, müssten beide Paarteile sich öffnen und ehrlich mitarbeiten wollen.

Ich finde es wenig sinnvoll, den den Konflikt an einem einzigen Satz abzuarbeiten und sich zu fragen, ob er womöglich provokant ist.
 
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Selbst wenn es zu einer Scheidung kommt, sollte man versuchen sich gemeinsam zu einigen, um anwaltskosten zu sparen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Geht es etwa nicht darum, die andere Partei möglichst nachhaltig zu zerstören?!

Die 9. Stufe der Konflikteskalation nach Glasl ist nicht grundlos gemeinsam in den Abgrund.

Und die ganzen Promi-Paare leben es doch auch so vor!
 
Da ist ein Satz. Da sind ein paar Infos dazu. Die Personen und die Hintergründe sind nicht genauer bekannt. Zudem fehlt die Stimme der Partnerin. Freunde und Angehörige würden alles vielleicht ausreichend kennen, sind jedoch keine neutrale Parteien.

Eine Beratungsstelle, der soziale Dienst oder eine Paarberatung wären die richtigen Anlaufstellen, weil persönlicher Kontakt gegeben ist und sie dort im Idealfall unparteeisch und deeskalierend arbeiten.
 
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Eigentlich muss man ihr mal klipp und klar sagen dass Home Office Arbeit ist und kein Eierschaukeln.
Das hat meine Freundin auch anfangs nicht kapiert und es gab, bis sie es endlich kapiert hatte, ständig Streit weil sie meinte sie kann dauernd mit belanglosem Krams ankommen.
 
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Die Wahrheit auf den Tisch und guten Appetit. Irgendwann eskaliert es wirklich und die Fetzen fliegen, dann kann man ja nur flüchten und/oder schonmal in Deckung gehen. Aber herrlich erfrischend da ist Leben in der Bude. Respekt.
 
RitterderRunde schrieb:
und die Tochter in der Krippe.
bitte, bitte sucht euch professionelle Hilfe,
RitterderRunde schrieb:
bedauerlicherweise sind Freunde mittlerweile müde zu dem Thema geworden.
denn der Konflikt scheint ja schon länger zu schwelen.
Nichts wäre gemeiner, als den Konflikt auf dem Rücken der Tochter auszutragen, besonders, wenn sie noch so klein ist.
Und sowohl das Zitat der Frau als auch deine Äußerungen hier lassen vermuten, dass dieses schon längst passiert.
 
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RitterderRunde schrieb:
Tatsächlich die Frau arbeitstätig aber seit 4 Wochen Zuhause (krank geschrieben)
Krank geschreiben heißt ja nicht, dass man zwingend zu Hause herum sitzen oder dem ganzen Tag die Hausarbeit machen muss.

RitterderRunde schrieb:
Aber es ist nicht so, als ob seit 4 Wochen erst der Haussegen schief steht.
Etwas anderes hätte mich auf Grund der Aussagen auch gewundert, und zwar von beiden Seiten. Alleine von "übergibt die Aufsichtspflicht" zu sprechen finde ich schon sehr seltsam.

RitterderRunde schrieb:
Bei dem Beispiel wurde sogar explizit vorher besprochen, dass der Vater ein Termin im Anschluss hat.
Das hört sich eher nach einer einmaligen Situation an, die Aussage "vertraglich vorgeschriebenen Pflichtstunden abzuarbeiten" eher nach einer regelmäßigen Tätigkeit mit regelmäßig vorgeschriebener Spätarbeit im HO.

Aber auch da gilt, wie bei allem anderen: ohne erheblich mehr Hintergrundwissen bleibt das alles PSekulation.

RitterderRunde schrieb:
Wie soll man ohne suggestiv zu sein, diesen Vater/Mutter Fall beschreiben?
Genau daher ja der mehrfache Rat, sich professionelle Hilfe zu suchen, falls beide Seiten dazu noch bereit sind.

RitterderRunde schrieb:
Ich bin da anderer Meinung, mir ist es wichtig, verschiedene Sichtweisen zu hören.
Ohne erheblich mehr Wissen über die bisherige Beziehung ist das wohl unmöglich. Man könnte durchaus den fraglichen Satz auch in eine ganz andere Richtung interpretieren, da er wohl nicht an den Mann sondern das Kind gerichtet war und der Haussegen schon länger schief zu hängen scheint.
 
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Natuerlich ist die Aussage provokant. Ob man den Haussegen daran aufhaengt, laesst sich so aber nicht beurteilen, da macht der Ton die Musik.
Wenn die Situation danach aber "eskaliert" wird es wohl groessere Probleme in der Beziehung geben.
 
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