Kein Bild, kein Piepston - CPU oder Mainboard defekt?

legrec

Cadet 1st Year
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Hallo allerseits

Ich möchte mir aus gebrauchten Komponenten ein neues System zusammenbauen. Ich habe also alle Teile besorgt und zusammengesetzt. Wenn ich den PC nun aber einschalte gehen zwar alle Lüfter an und auch die LEDs des Mainboardlüfters blinken in verschiedenen Mustern (was sie - soviel ich weiss - im Normalbetrieb auch tun sollten). Ich kriege jedoch kein Videosignal auf den Monitor und was noch schlimmer ist, auch keine Piepstöne.

Der Monitor sowie der Buzz-Speaker sind getestet und funktionieren. Ich habe auch drei verschiedene Grafikkarten sowie Netzteile und verschiedene RAM-Bausteine ausprobiert, die ebenfalls alle funktionieren. Ich habe auch einmal eine Minimalkonfiguration mit nur Mainboard und CPU (und natürlich CPU-Lüfter) ausserhalb des Gehäuses ausprobiert, um einen Kurzschluss an der Gehäusewand auszuschliessen und auch schon mehrmals einen CMOS-Reset gemacht - immer mit dem selben Resultat.

Ich gehe nun also davon aus, dass entweder ein Defekt am Mainboard und/oder der CPU oder ein Kompatibilitätsproblem oder so vorliegt. Sprich: ich werde mir wohl eine dieser Komponenten neu kaufen müssen (hoffentlich nicht beide). Leider steht mir weder ein zweites Mainboard noch eine zweite CPU mit dem selben Sockel zur Verfügung, sodass ich die beiden Teile testen könnte.

Meine Frage ist nun: Liege ich mit meiner Diagnose richtig und wenn ja, wie kann ich das Problem weiter einkreisen, damit ich weiss, was ich neu kaufen muss?

Schon mal vielen Dank im Voraus für allfällige Tipps!



Hier noch die Angaben zu CPU und Mainboard:

Intel Pentium 4, 2.40 GHz/512/533, Socket 478

MSI 875P Neo-FIS2R
 
Willkommen im Forum!

Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit den selben Symptomen. Bei mir war es ein verbogener Kontakt auf dem Mainboard für den CPU-Sockel. Schau dir doch also mal ganz genau die Aufnahme des Cpu´s auf dem MB an (Lupe ist da sehr hilfreich).

MFG
 
Hallo,

.... und der 12V-Stromanschluß links der CPU ist aufgesteckt ? RAM ist richtig eingesetzt ? Ich meine so, dass er richtig einrastet ? CPU_Lüfter_Kabel ist direkt an CPU_FAN angeschlossen - also ohne einen Regler dazwischen ?
 
Wow, das geht ja schnell hier! Danke für die Antworten.

@Hanne: Den 12V Stecker habe ich nicht vergessen und den RAM habe ich schon richtig eingesetzt. Ausserdem sollte doch auch ein falsch bzw. gar nicht eingesetzter RAM ein Piepsignal verursachen, oder? Der CPU-Lüfter ist ganz normal direkt ohne irgendetwas dazwischen am CFAN-Anschluss eingesteckt.

@Sikogera: Ich habe einmal den CPU-Lüfter und die CPU entfernt und die Sache inspiziert, konnte aber mit meinem unkundigen Auge nichts ungewöhnliches feststellen. Wo muss ich genau hinschauen? Ich kann auch ein Foto posten, wenns hilft.
 
Hallo,

war in dem Tower vorher ein anderes Mainboard ? Sind hier vielleicht die Abstandshalter
nicht umgesetzt / an anderer Stelle eingesetzt worden ? Vielleicht einer zuviel ?

Die Abstandshalter müssen mit den Schraubenlöchern übereinstimmen - keiner zuviel und an der richtigen Stelle -

RAMs können vom BIOS richtig erkannt werden - aber bei Last und nicht richtig eingesetzt, kommt es zu Abstürzen -
 
In dem Tower war vorher ein anderes Mainboard. Allerdings dienen als Abstandhalter Erhebungen in der Platte selbst, auf der das Board angebracht wird. Und auf jede dieser Erhebungen kommt auch genau ein Loch im Board. Ich habe auch einen zweiten PC mit dem selben Tower bei dem das Board auch auf diese Weise direkt angebracht ist.

Ausserdem habe ich das Board ja auch ausserhalb des Towers getestet. Oder meinst du, dass dadurch ein möglicher Schaden entstanden sein könnte?
 
Naja, diese "Erhebungen" können in der Mitte des MB sein, wo sie nicht hingehören -

als das MB außerhalb des Towers war, startete das MB ?
 
Die Erhebungen sind wirklich nur da wo auch vom Board her eine Schraube hingehört.

Auch ausserhalb reagiert das Board genau gleich: Lüfter und LEDs gehen an aber sonst passiert nichts.
Ich habe es auch nicht mehr eingebaut sondern nur noch ausserhalb auf der Kartonschachtel getestet.
 
Ich habe dir mal ein Bild von nem Mainboard hochgeladen. In dem rot umrandeten Feld mußt du mal ganz genau hinschauen. Das sind unzählige kleine Pins, wenn da einer verbogen ist, dann kannst du schon nen Kurzschluß haben. Also nochmal schauen.

MFG
 

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Hallo,

sofern Du ins BIOS kommst - mit einen RAM-Riegel - stell hier DDR-Volatge auf 2,7V -
beim Hersteller oder auf dem Aufkleber vom RAM stehts geschrieben, welche V-Zahl
die RAMs benötigen - danach den Rest vom RAM einsetzen
 
@Sikogera: Danke für den Aufwand mit dem Bild! Sorry, wenn ich ein wenig schwer von Begriff bin aber wir reden von den Pins in den Löchern im Socket, wo die Pins des Prozessors reinkommen? Hab auch mal ein Foto gemacht (4 MB). Es geht um die glänzenden Dinger die man unten links ein wenig sehen kann, oder? Da werde ich wohl wirklich eine Lupe auftreiben müssen :).
Und was ist, wenn ich dort tatsächlich etwas finde? Kann ich das dann irgendwie reparieren oder weiss ich dann bloss, dass das Board hinüber ist?

@Hanne: Ins BIOS komme ich leider nicht, da der Bildschirm komplett schwarz bleibt.
 
Achso, na wenn du so nen Board/Sockel hast, da kann natürlich nichts verbogen sein. Da kannst höchstens mal am Prozzi gucken. Bei meinem Board/ Prozzi ist das genau andersrum mit den Pins.

MFG
 
Achso! :D
Den Prozessor habe ich mir schon angeschaut. Die Pins sind alle kerzengerade.
Trotzdem danke für den Tipp!
 
Hm, und richtig eingestzt haste den Prozzi auch oder? Auf dem Bild kann ich jetzt nicht so genau erkennen wie man den Prozzi einbaut. Wenn da der Prozzi um 90 Grad beispielsweise verdreht ist, funktionierts logischerweise auch nicht.

MFG
 
Man kann ihn gar nicht falsch einsetzen (ohne ihn zu zerstören), denn der Sockel ist nicht symmetrisch, da es unten rechts zwei Pins weniger hat.
 
Dann ist ja gut. Nach genauerem Hinsehen hab ichs auch bemerkt. Dann muß es was anderes sein. Aber nch nem Kurzschluß hört sichs schon irgendwie an.
Pc Probleme sind manchmal wie ein Fluch. Ein kurzer Auszug von nem Problem, was ich letzte Woche hatte:

PC ordentlich verpackt aufgrund Umzug->Tower im Originalkarton->neue Wohnung->Aufstellen und Anschließen->kein Mucks bis auf 1/4 sek. Lüfterdrehen->alles ausgebaut und einzeln getestet->keinen Fehler gefunden->MB und CPU zu Vobis geschafft->die haben nichts feststellen können->z.H. nochmal getestet wie vorher auch->Pc läuft->zusammengebaut, läuft immernoch, bis jetzt...

MFG
 
Hallo legrec,

kein POST-Beep bedeutet eigentlich BIOS/CMOS tot oder CMOS-Batterie sitzt lose in der Dose oder ist altershalber tiefentladen.

Falls du eine Ersatzknopfzelle zur Verfügung hast (i.d.R. Typ CR2032), tausche sie doch einfach mal aus. Das BIOS-Setup wird dann zwar auf die Power-on-Defaults (günstigenfalls auf die Setup-Defaults) zurückgesetzt.
Wenn's dann aber endlich zur Ausgabe von Fehlersignalen kommt, lassen sich nicht zutreffende Einstellungen anhand der Erläuterungen und Lösungsvorschläge im BIOS-Kompendium korrigieren:

http://www.bios-info.de/4p92x846/titel.htm

Ansonsten die CMOS-Batterie mit einem Multimeter oder einem handelsüblichen Batterieprüfer mit Knopfzellen-Messschacht testen.

P.S.: Eine gut ausgestattete IT-Werkstatt verfügt zwar über Prüfgeräte für Mainboards und Prozessoren, wird aber auch einen mehr oder minder gepfefferten und gesalzenen Preis verlangen. Es sei denn, du erhältst die Diagnosekosten auf die Reparatur vor Ort (also nicht auf den Nachkauf defekter Komponenten) angerechnet. So hat es zumindest meine Werkstatt gehandhabt, bis ich zum Selbstistderschrauber geworden war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sikogera,

das kann wirklich jedem Schrauber mal passieren. Tragischerweise nicht bloß nach einem Standortwechsel, nein, auch bei einem Neubau aus nachweislich kompatiblen Teilen, bei blanken Steckverbindungen und kontaktsicheren Lötstellen:

Beim ersten Einschalten des Stroms tut sich wenig bis nichts, obwohl man überzeugt ist, sehr sorgfältig gearbeitet zu haben. Und dann geht's zuweilen ganz einfach: Stecker raus, Netzteilschalter aus und den Powerknopf am PC-Gehäuse einige Sekunden gedrückt halten.
Stecker wieder rein, Netzteil ein, Powerknopf drücken und ... "BEEP, I am BIOS-POST!"

Damals hatte sich nur die ATX-Schaltung NT/Mobo beim ersten Stromstoß "erschreckt" und sich wohl erst nach Entladung der zuständigen Elkos zur Kooperation bereitgefunden.

Ähnlich erging es mir mal mit der Zusammenarbeit zwischen Grafikkarte und Monitor, der wegen Wartungsarbeiten am PC nur kurz ausgesteckt gewesen war. Nach Abziehen und wieder Einstecken des Stromkabels war alles wieder paletti.
 
Das hatte ich aber echt alles probiert. Bios-Cmos-Clear, und was weis ich nicht noch alles mit Kabeln und Strom, half nichts. Wer weiß was das war. Ich habe den PC ja immer stromlos, wenn er nicht an ist und der Transport war sehr sanft für den PC und trotzdem ging nix mehr.
Wer weis, was das war, der Fluch eventuell...

MFG
 
@Seymur: Ich hab zwar leider kein Messgerät für Knopfzellen zur Hand, dafür habe ich noch eine eingeschweisste CR2032 gefunden. Allerdings brachte auch die keinen Erfolg.

Hier noch eine kleine Beobachtung, die ich gemacht habe: Immer beim ersten Start nach einem CMOS-Clear leuchten keine LEDs. Ab dem zweiten blinken sie dann aber wieder normal in ihrem Muster. Ausserdem kam es vorhin ein einziges Mal vor, dass sie konstant auf grün blieben und nicht blinkten. Ansonsten änderte sich allerdings nichts: kein Bild, kein Piepsen. Und beim nächsten Start blinkten sie dann wieder. Weiss nicht ob das etwas hilft, aber vielleicht sagt es ja etwas über den Zustand des Boards aus.
 
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