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News „Kein Platz für Missbrauch“: The Game Awards 2021 ohne ActivisionBlizzard

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Tinkerton schrieb:
Bis zum Urteil sind das alles „nur“ Vorwürfe. Behandelt werden Beschuldigte - zumindest von der Öffentlichkeit - aber, als wäre alles bereits entschieden. Die Unschuldsvermutung gilt nicht (mehr) auf SocMed und in Foren bei gewissen Themen? 🤔

Wohin das führt, hat man oft genug gesehen. Egal ob Smollett oder Ofarim. Ich finde das bedenklich.

Wenn ein Urteil ergangen ist, kann man gerne - und sollte es auch! - boykottieren, shitstormen, ausladen usw.

Bis dahin ist dieses Vorgehen eher zweifelhaft zu bewerten in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit.
Gut getroffen und ich sehe es ähnlich. Im Internet und den anderen Medien wird gerichtet, ehe es ein Urteil gegeben hat. Das kann ganz schlimme Gestalten annehmen....
 
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Da kann man letztendlich direkt alle Publisher ausschließen. Die Probleme hat wohl jeder, bei Blizzard wurde es jedoch an die Öffentlichkeit getragen und da es heutzutage nur um Image, Oberflächlichkeit und Geld geht... ^^

Sind ja letztendlich nur Vorwürfe.
 
Zwirbelkatz schrieb:
Ist das im Sinne einer Unschuldsvermutung eine legitime Maßnahme?
Nö, aber man kann ja hier schon in den Kommentaren sehen wie bei reinen Vorwürfen gegeifert wird.
Traurig, das mit anzusehen.
 
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Unfassbar. Wir reden noch immer über Vorwürfe.

Game Awards hatte ich nebenbei halt laufen. Aber solch eine Ausgrenzung kann ich nicht tolerieren, da stellt man sich einfach übers Recht defacto.

Sowas kann und hat schon Existenzen (für immer) zerstört. Dumm, und muss man verurteilen.

Würde man mit einer gewissen größe auf Twitter so agieren (bezogen auf meine Meinung), dann müsste man die Font Größe wohl auf 4 reduzieren um alle Morddrohungen auf einen Zettel zu bekommen.

1 Schritt vor 2 zurück. FeelsBadMan.
 
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Wenn der Haussegen intern so schief hängt, kann man da doch eh keine Spiele mit Leidenschaft mehr produzieren. Bei dem Ausmaß braucht es fürchte ich einen kompletten Neuanfang.
IHEA1234 schrieb:
Sexismus: können wir Außenstehenden schlicht nicht beurteilen. Das soll das Gericht klären und dann brechen wir den Stab.
Unabhängig davon wie viel von den Vorwürfen wahr ist, mögen viele Angestellte wohl ihre Leitung nicht und das spricht nicht gerade für die entsprechenden Personen. Man wirft einem Chef ja nicht einfach so etwas vor, wenn man den eigentlich ganz nett findet. Und es melden sich wohl zu viele zu Wort und nicht z.B. nur eine ehemalige Mitarbeiterin, die sich rächen will (hats ja auch schon gegeben). Das wird also sicherlich nicht völlig unbegründet sein.
 
Rescripted schrieb:
Was zu und führt.
Und dass wird welchen Effekt haben? Bobby interessiert sich nicht für die Qualität der Produkte seiner Firma, sonst hätte er die Tester gar nicht erst entlassen und ihnen vielleicht von Anfang an ein angemessenes Gehalt gezahlt. Er entschied sich aber dafür weiter in Richtung 0,0000X% mehr Gewinn zu optimieren, auf Kosten von Qualität.

Die letzten X Walk-Offs haben realistisch gesehen zu kaum irgendwas geführt. Im aller, aller besten Fall kann man sagen, dass es Activision minimalst mehr im Image geschadet hat und sie etwas weniger Bug-Fixes hinbekommen haben und das wars.

Was Activision bräuchte wäre ein General-Streik, in denen >60% der Angestellten für ne Woche oder so nichts machen. Dass würde ihnen wehtuen, gerade weil Support nicht mehr geleistet wird und dass dann auch weitere Folgen hat.

Nur wie wahrscheinlich ist sowas? Die meisten haben Angst in einer Gewerktschaft zu sein und Acitivision ist daran selbst auch sehr gut beteiligt, so dass am Ende wieder nur ein symbolischer Walk-Off stattfindet, der das Management absolut nicht kümmert...

Versteh mich nicht falsch, dass man überhaupt ein Zeichen setzt ist gut, nur reichen die Konsequenzen der aktuellen Bemühungen der Angestellten einfach nicht weit genug um Bobby & Freunden auch nur ein müdes Lächeln abzuringen...
 
DonDonat schrieb:
in denen >60% der Angestellten für ne Woche oder so nichts machen. Dass würde ihnen wehtuen
Dann verschiebt man halt alle Projekte um eine Woche nach hinten. Dass ist nicht wie bei der Bahn, wo dann tausende Kunden des Unternehmens sitzen gelassen werden und einem damit massiv Einnahmen wegbleiben, die man danach auch nicht wieder aufholen kann. Da fahren ja die Kunden nicht in der Woche danach doppelt so viel, weil die in der Woche wo gestreikt wurde nicht fahren konnten. In der Branche Spieleentwicklung ist es zwar trotzdem blöd, aber sicherlich deutlich, deutlich leichter verschmerzbar. Die Kunden kaufen dein Spiel auch eine Woche später noch. Und Support wird vermutlich eh outgesourced sein.
 
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@Aphelon natürlich ist es nicht so schlimm wie z.B. bei der Bahn. Das hab ich auch nicht gesagt. Aber an einem General-Streik hängen hier halt noch mehr Dinge als "nur" die Entwicklung oder der First-Level Support für Kunden, der definitiv "outsourced" ist. Nur so als Denkanstoß: was glaubst du wohl, wie die neuen Skins in den Shop kommen? Wer die X-Server-(Cluster) wartet? Wer den ständigen Lootbox/Microtransations Nachschub sichert? usw.

Das sind alles Dinge, die einem in der Woche oder in mehreren Wochen schon zu nem vergleichsweise ordentlichen Gewinn-Ausfall führen können und langfristig sogar noch mehr. Und klar ist es absolut gesehen bei keinem spontanen Total-Ausfall der Infrastruktur kein "großes" Problem. Nur handelt es sich hier um Activision, die für 0,000X% mehr Gewinn einfach mal Dutzende Tester entlässt. Sprich, relativ gesehen wäre eine Woche ohne jegliche Arbeit definitiv ein "Bummer".

Plus, die Konsequenzen für Bobby & Co. bei den Aktionären: Bobby & Co. haben jetzt schon X Klagen am Hals, weil sie ihre Pflichten gegenüber den Aktionären nicht richtig erfüllt haben. Je mehr Gewinne wegen ihren Fehlern ausbleiben, desto mehr Klagen werden hinzukommen. Und auch wenn er Mrd. hat und sie ihm monetär gesehen absolut sicher egal sein könnten, es kostet ihn a. trotzdem Nerven und b. werden mehr Klagen auch mehr Gefahr haben, dass er am Ende tatsächlich Konsequenzen fürchten muss.

Realistisch wird am Ende natürlich nicht viel passieren, selbst, wenn es nen Streik für nen Monat geben würde. Nur hilft mehr Druck auf Bobby & Co. definitiv, gerade wenn es um weiter reduzierten Gewinn geht, was leider das exakt einzige ist, was die Investoren irgendwie zu kümmern scheint...
 
So sehr ich die Ausgrenzungen von Blizzard gut heiße, dass nun von vielen Seiten unter Druck gesetzt oder in diesem Fall ausgeschlossen werden, sehe ich die Fälle der sexuellen Belästigung und Übergriffe eher als Spitze des Eisspitze als und eher als Auswüchse einer aus dem Runder gelaufenen Personalpolitik.

Es darf nicht vergessen werden, dass in den USA die Arbeitnehmer nicht die Rechte und Ansprüche haben als wir in Deutschland.

Klar spielen bei sexuellen Übergriffen/Belästigungen auch andere Faktoren eine Rolle, sonst würden es ja keine Fälle bei uns geben, aber auf den Hinblick der kaum vorhandenen Rechte der Arbeitnehmer, schafft man mMn leider keine gute Bedingungen dafür.

Ich meine, wenn man ständig Gefahr läuft ohne jeglichen Gründen gefeuert zu werden oder schlimmer von den Leuten belästigt wird, die darüber entscheiden oder erheblichen Einfluss haben, nimmt die Sache in meine Augen eine noch krankere Dimension an, wenn sich Betroffene nicht wirklich wehren können bzw. sich wehren mit einem Rausschmiss gleichgesetzt werden kann.

Eine Verbesserung der Arbeitsrechte wäre zwar am Ende auch kein Allheilmittel, aber es wäre zumindest eine gute Grundlage, dass sich die Opfer besser wehren können oder evtl. für besseres Arbeitsklima sorgt wo sexuelle Belästigung weitestgehend zu unterbindet.
 
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