Reduzierter Farbraum
Es steht also außer Frage, dass man mit einem 10,2-Gbit/s-HDMI-Chip und voller Farbauflösung kein UHD 2.160p mit 50 oder 60 Hz wiedergeben kann. Man muss also irgendwo Bandbreite her bekommen, um auf den herkömmlichen HDMI-Chips 2.160p mit 60 oder 60 Hz darstellen zu können.
Schon länger üblich in der Video-Technik ist in solchen Problemfällen die sogenannte Farbunterabtastung. Bei dieser wird im Falle UHD 2.160p2160p60 bzw. 2160p50 – also der UHD-Wiedergabe mit Bildwiederholraten von 50 Hz oder 60 Hz die Farbabtastung auf 4:2:0 reduziert. Wer nun denkt, dies hätte automatisch farblich schlechte Bilder zur Folge, dem sei folgendes gesagt:
Das menschliche Auge reagiert deutlich sensibler bei Helligkeitsunterschieden als bei Farben (der Chrominanz). Die Helligkeit bleibt aber stets völlig unangetastet und wird nie beschnitten. Bei der Farbunterabtastung werden lediglich Farbinformationen entfernt, die wir ohnehin nicht wahrnehmen – ergo: Auch, wenn es sich in der Theorie für Bild-Fanatiker „bedrohlich“ anhört, gibt es in der Praxis wohl keine sichtbaren und somit unangenehmen Folgen. Der Vorteil ist überdies, dass dank dieser Möglichkeit auch Fernseher, die schon auf dem Markt sind, per Software-Update „fit“ gemacht werden können für HDMI 2.0.
(Anmerkung: Prinzipiell kann man das wohl so stehen lassen, wenn auch im Vergleich 4:2:0 und 4:2:2 dem menschlichen Auge bei genauer Betrachtung schon Unterschiede auffallen sollten – zwischen 4:2:2 und 4:4:4 ist die Differenz wirklich eher theoretisch.)