Kindersicherung - Android

wasd123

Lt. Commander
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Moin!

Mein Sohn (8) hat ein Tablet, welches ihr für Hörbücher, ausgewählte Youtube-Videos oder auch diverse Spieleapps verwendet.

Naja, er ist halt nen Kind - soll heißen: er übertreibt es gerne mal mit der Nutzungsdauer wenn man nicht aufpasst.

Ich würde nun gerne folgendes einschränken wollen:
1. keine Käufe oder generell Installationen ohne meine Zustimmung
2. Nutzung bestimmter vorinstallierter Apps verbieten
3. gesamte Nutzungsdauer über den Tag hinweg einschränken
4. eine eigene Nutzungsdauer gewisser Apps
5. Anpassungen und Konfiguration über´s Netz, nicht direkt am Gerät

zu 4. als Beispiel:
Er hat auch Lernapps drauf, sowie eine App wo der Bauanleitungen für seine PlusPlus-Steine (wie Klemmbausteine, nur eben anders^^) hat. Generell darf er darauf relativ unbeschränkten Zugriff haben, wobei wir eine Gesamtnutzung (Punkt 3) dennoch irgendwie einschränken möchten. Andere Apps, wie Youtube zB, soll er dann vielleicht nur eine Stunde nutzen dürfen.

Jetzt hat Google selbst ja die Family Link App. Vieles von oben lässt sich "in der Theorie" darüber einstellen - Punkt 1 und 2 können realisiert werden.
Bei Punkt 3 und 4 habe ich ein konkretes Probleme, was der Hauptgrund für diesen Thread ist:
Die dämliche App begrenzt die Zeiten über Bildschirmzeiten. Soll heißen, ist der Bildschirm aus, so wird die Zeit nicht reduziert. Oftmals hört mein Sohn nur Hörbücher über zB Youtube, macht dabei den Bildschirm aus (Youtube Premium) und damit läuft die Bildschirmzeit nicht ab.
Für diesen Fall brauche ich dringend eine Lösung.

Hat für diesen konkreten Fall jemand einen anderen Tipp für mich? Bestmöglich natürlich kostenfrei, aber solange es jetzt direkt wieder irgendein Abo ist, würde ich notfalls auch ne App dafür kaufen.

zu 5.:
was mich bei Family Link auch nervt ist die Erlaubnisvergabe direkt am Gerät. Will mein Sohn eine App haben, so muss ich am Gerät die App freigeben. Oder ist die Zeit abgelaufen und er soll nochmal ein wenig Zeit dazu erhalten, muss ich dies ebenfalls am Gerät freigeben. Das sowas nicht über den Adminaccount von meinem Handy aus machbar ist, ist mir schleierhaft.
Das wäre ebenfalls gut, aber nicht ganz zwingend nötig.

Hat wer Tipps?
 
Punkt 1 läuft über das Google Konto, da kann man das unterbinden bzw. einstellen.
Punkt 2-3 über Family Link, dort können Apps gesperrt, mit Zeiten versehen und ein Tageslimit angegeben werden.
Punkt 4 über Family Link einen Zeitplan erstellen wann das Gerät überhaupt nutzbar ist, eine andere Möglichkeit scheint es nicht zu geben.

Ich hatte auchmal nach Alternativen gesucht, aber nichts passendes gefunden. Für meine "Überwachungsansprüche" reicht Family Link aber aus. Wirklich geil ist die Software aber nicht.
 
naja, wie ich schon sagte, ist mein Hauptproblem die Umgehung des Zeitlimits durch das Ausmachen des Displays. das wird dann einfach nicht erkannt.
 
Family Link kann ich da auch nur empfehlen.

wasd123 schrieb:
die Umgehung des Zeitlimits durch das Ausmachen des Displays.
Und was macht er währenddessen damit?
 
Hörbücher würde ich ja gerade noch durchgehen lassen…
 
Also für unsere 3 Kids haben wir auch die Kontrolle der Geräte über Family Link organisiert. Die App ist "okay" zuverlässig.
Man kann wirklich schon diverse Sachen einstellen, manchmal können die Kids dann aber doch länger Medien konsumieren, weil die App die Zeit nicht richtig misst.

Grundsätzlich haben wir als Eltern aber auch ein Überblick, wann unsere Kinder mit ihren Geräten (Tablet, Phone, Mp3 Player ...) was machen. Neben der reinen App Überwachung passen wir halt auch so weiterhin noch auf, was sie machen. Generell ist es ja so, dass wenn es "zu still" ist - dann sollte man doch mal nachschauen.
Auch haben sie für den Tag erst mal ein "sehr kleines" freies Limit. Sie bekommen dann Bonuszeit, wenn sie ihre Aufgaben erledigen.

Die App ist somit nur eine Unterstützung.

PS mir ist ebenfalls bewusst, dass ich als Kind deutlich mehr Müll im TV geschaut habe und auch viel mehr Freiheiten hatte beim zocken ...
 
wasd123 schrieb:
naja, wie ich schon sagte, ist mein Hauptproblem die Umgehung des Zeitlimits durch das Ausmachen des Displays. das wird dann einfach nicht erkannt.

Dann musst du das über den Zeitplan regeln. Der legt fest wann das Gerät überhaupt genutzt werden kann, da spielen Bildschirmzeiten keine Rolle.
 
@Grimmbarth
kannst du das einmal präziser erläutern?

er hört öfter zum Einschlafen ein Hörbuch. da kann ich die Zeit natürlich gut per Zeitplan regeln.
aber wie mache ich das über den Tag hinweg? wenn ich sagen "du hast 1 Stunde Tablet-Zeit", dann ist das ja nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

per Bildschirmzeit könnte man jetzt einfach sagen, dass er das Tablet egal wann für insgesamt eine Stunde verwenden kann. das passt dann auch soweit.
nur ist eben das Problem, dass er für Hörbücher eben den Bildschirm gar nicht anhaben muss und damit die Bildschirmzeit überlistet.
da ist es leider egal ob ich der App selbst nur 60min oder der gesamten Nutzung des Tablets nur 60min zuweise, sobald der Bildschirm aus ist, wird die Zeit nicht mehr erfasst.

@Axxid
ja, könnte man meinen. aber er übertreibt es einfach
 
@wasd123

Bei den Zeitplan kannst du die Ruhezeiten hinterlegen, wann überhaupt die Nutzung möglich sein soll. Selbst mit noch Budget im Zeitlimit würde dann das Gerät sich ausstellen.

Generell müssen unsere Kinder dann aber am Abend die Geräte im Wohnzimmer hinterlassen. Hörbuch klingt toll - aber da kann man ebenfalls das Gerät nach einer gewissen Zeit dann einkassieren. Gerade wenn die Kinder sich nicht selbst regulieren. Manchmal muss man halt auch direkt reden und entsprechend Konsequenzen aufzeigen - es geht nicht alles per Technik zu regeln.
 
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Also Hörbücher sehe ich persönlich nicht als Bildschirmzeit. Und wenn es sich technisch nicht umsetzen lässt, dann muß die Autorität greifen. Bisserl Eltern muß man halt auch mal sein.
 
Ja mit dem Zeitplan sind nur fixe Zeiten möglich, kann aber tageweise eingestellt werden.
Ansonsten hilft dann nur selber auf die Uhr schauen und dann Tablet abnehmen oder über Family Link für den Rest des Tages sperren. Die Sperre gilt dann bis zur nächsten Verfügungszeit.

Diese Automatik funktioniert aber mal mehr mal weniger gut. Also das Sperren hat bisher bei mir immer geklappt nur mit dem entsperren am nächsten Tag gibts ab und zu mal Probleme, funktioniert dann nämlich nicht.
Und vielleicht auch nicht ganz unwichtig, das Tablet muss im WLAN sein, sonst empfängt es die Befehle von Familiy Link nicht und es passiert nichts.
 
Neben Youtube, wo man solche Begrenzungen wohl nochmals eigens einstellen kann, nutzt aber aber auch zB den VLC-Player, da er auch Hörspiele offline auf dem Gerät liegen hat.

@lowrider20
auch ich habe immer gesagt "soll er doch Hörbuch hören wie viel er will", aber ohne Eingrenzungen zieht er das dann auch durch und ist am Ende völlig verballert.
Hausaufgaben mit Hörbuch - man kann sich vorstellen wie die am Ende gemacht werden.
Auch sonstige Aufgaben die er zu erledigen hat, wo er dann in der Ecke hockt und eigentlich nur die ganze Zeit zuhört und quasi völlig abwesend ist.

Natürlich haben wir die ganze Erziehungsgame schon durchgespielt. "Du darfst ne Stunde hören", woran sich dann aber dennoch nicht gehalten wird. "Jetzt wird das Tablet nicht benutzt", dann wird es doch heimlich gemacht.
Natürlich ist dann die Konsequenz ihm das Gerät zeitweise ganz wegzunehmen - generell ist das aber auch nicht unser Ziel, er soll es ja nutzen dürfen, nur eben in einem gesunden Maße.
Zumal wir auch schlicht nicht immer die Ressourcen haben um durchgehend da hinterher zu sein.

Daher war nun die Idee es mal auf technischer Basis zu versuchen, zumal er dadurch vielleicht auch ein wenig Selbstregulierung lernt, indem er selbst weiß "ich habe nun eine Stunde Zeit, danach ist halt Ende - wie und wann nutze ich diese Stunde?".

Naja, aber zumindest haben wir mit der bisherigen Lösung alles bis auf Hörbücher schon einmal etwas eingefangen.
 
Ich würde das Hörbuch hören nicht torpedieren indem man das zu der eh knapp bemessen Bildschirmzeit dazuzählt. Es könnte damit enden das es ihm dieses Hobby verleidet.
Hörbücher sind passiv. Sie lenken nicht so gravierend ab wie interkative Bildschirme. Sie Regen die Phantasie an.
Ich sehe sie als positiv an.
Vielleicht auch ein guter Kompromiss zum lesen.
Erfahrungsgemäß regelt sich das mit dem einschlafen von selbst beim Hörbuch hõren. Gerade dann wenn man eh schon gemütlich im Bet liegt.
Der Körper nutzt die Gelegenheit und zwingt einen klammheimlich in den Schlafmodus.
Man könnte es so betrachten wie Vorlesen zum einschlafen.

Das eigentliche Problem scheint eher "wann" nicht "wie lang". Hier würde ich ansetzen. Zb beim Zubettgehen solange wie er möchte.
 
samuelclemens schrieb:
Das eigentliche Problem scheint eher "wann" nicht "wie lang". Hier würde ich ansetzen. Zb beim Zubettgehen solange wie er möchte.

Kinder sind halt unterschiedlich - bei uns funktioniert das so einfach nicht.

Wir stecken ihn gegen 20 Uhr unterhalb der Woche ins Bett und gehen dann selbst um 22:30 Uhr oder so auch ins Bett. Wenn wir dann das Hörbuch ausmachen, kommt prompt die Beschwerde warum es jetzt ausgemacht wird. Der pennt also einfach nicht, sondern hört auch wirklich die ganze Zeit zu.

Wir haben auch schon Toniebox und sowas probiert, wo der Chip halt nach zB einer Stunde endet. Dann steht er halt auf und legt den nächsten auf. Geben wir ihm nur den einen Chip, dann hört er die halt nochmal ;o)

Aber zumindest dahingehend funktioniert Family Link ganz gut, denn wenn das Gerät ab zB 22 Uhr spätestens gesperrt wird, hört hier auch die Wiedergabe im Hintergrund auf.
 
Sorry, aber du verlässt dich zu sehr auf Technik bzw. versuchst dich darauf auszuruhen. DU bist der Elternteil. Nicht irgendeine Zeitautomatik. Mit acht Jahren kann er die Uhr lesen. Dann weiß er auch, wann eine Stunde vorbei ist. Und du als Elternteil MUSST dir die Zeit nehmen, ihn daran zu erinnern. Das hat nichts mit "Ressourcen" zu tun, sondern mit Verpflichtung! Was soll ich mit drei Kindern sagen? Aber so wie er weiß, wie er alles umgehen kann, fehlt es ihm eindeutig an Autorität bzw. Grenzen. Den kindlichen Forschungsdrang hat er nicht bei sowas auszuleben. Glaub mir, es wird noch wilder, wenn du nicht jetzt mehr dafür da bist. Persönlich! Nicht irgendein Kontrolltool. Mir sagte auch keiner, daß es nicht einfach werden wird.
Wenn er mit der Toniebox nicht mehr einschläft beim Zuhören und stattdessen ihn sogar animiert, wach zu bleiben, kommt sie weg. Selbiges mit dem Tablet. Denn was ist, wenn das Tablet ab 22 Uhr gesperrt ist? Dann wird er sicher nicht schlafen, sondern sich anders wach halten.
 
ich glaube wir schweifen ab ;o)
ich würde es begrüßen, wenn wir uns auf meine technischen Anfragen fokussieren könnten.

ich danke dir für deine Tipps und sicherlich auch korrekten Einblick in deine Ansichten, aber wie du sicherlich selbst weißt, funktioniert die Welt eben nicht nach Schema F. wie du oben selbst schon geschrieben hast, würdest du Hörspiele jetzt nicht als "Bildschirmzeit" ansehen - tja, wir aber aus diversen Gründen eben schon.
ich finde es schön das bei dir Vorgehensweisen funktionieren, das heißt aber nicht dass das bei uns zu übertragen ist. würden wir ein völlig anderes Thema in der Erziehung heranziehen, ist es sicherlich gut möglich das wir auf entgegengesetzten Seiten stehen würden, wo ich dir unsere toll laufende Lösung präsentiere, die bei euch aber einfach zu keinem Anklang findet.

die technische Lösung soll uns die Erziehung ja auch nicht abnehmen, sondern erleichternd unterstützen und als Versuch (nach etlichen anderen Versuchen) gelten. es wäre auch schön doof Möglichkeiten liegen zu lassen, die es heute nun einmal gibt, nur weil es früher auch anders ging.
ich wüsste auch nicht warum es Family Link (und die ganzen anderen Tools um dieses Thema) überhaupt geben sollte, wenn man das doch auch alles autoritär lösen kann/sollte. die Tools sollen helfen und genau diese Hilfe suche ich mir gerade - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

so, wie oben schon gesagt - lasst uns doch bitte beim Thema bleiben. ich habe ein primär technisches Problem und frage nach einer technischen Lösung.
 
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