Bildauflösung
Das Bild eines 35-mm-Films hat im Negativ je nach Beleuchtungsverhältnissen und Filmmaterial eine theoretische Auflösung von über 2.000 Zeilen.
Laut Messungen unabhängiger Institute kommt hiervon – nach zahlreichen Zwischenschritten und Umkopiervorgängen – in den deutschen Kinos noch eine Auflösung von durchschnittlich knapp 1.000 Zeilen an.
In der Praxis reicht eine 4K-Abtastung (4.096 × 2.048 Bildpunkte) aus, um alle Details bis auf die Kornstruktur des Filmmaterials wiederzugeben. Durch die verschiedenen Kopierprozesse mit Negativ, Nullkopie und Positivkopie verliert das Material aber so stark an Auflösung, dass nurmehr eine Auflösung von 2.048 Bildpunkten als realistisch betrachtet werden kann. Aus diesem Grund werden seit Jahren Kinofilme in 2K-Auflösung (2048 × 1080 Bildpunkte) gescannt, mit digitalen Effekten in gleicher Auflösung versehen und ebenfalls mit 2K-Auflösung wieder ausbelichtet.
Filme in digitalen Kinos erscheinen aus diesem Grund bereits heute schärfer als analoge 35-mm-Kopien. Nicht zu vergessen ist die dank digitaler Wiedergabe stets gleichbleibende Schärfe. Das 35-mm-Filmformat verliert durch mechanischen Abrieb am analogen Filmmaterial hingegen mit jeder Vorführung kontinuierlich an Qualität. Im Rundfunkbereich haben sich mit 720p (1.280 × 720 Bildpunkte) und 1080p/i (1.920 × 1.080 Bildpunkte) zwei weitere HD-Formate etabliert. Gerade das Format 1080p wird mittlerweile schon oft für digitale Kinoproduktionen eingesetzt. So wurden beispielsweise Apocalypto, Miami Vice, Star Wars – Episode 3 und Superman im 1080p-HD-Format produziert. Allerdings werden derzeit noch rund 90 Prozent der aktuellen Blockbuster und Erfolgsfilme im 2K-Format abgedreht.