News Knapper Speicher: Zotac warnt vor einer existenziellen Krise

WinstonSmith101 schrieb:
Ich fürchte, dass diese „Blase” keine Blase im eigentlichen Sinne ist. KI ist vermutlich gekommen, um zu bleiben. Der Nutzen scheint für viele Privatanwender aktuell und im Allgemeinen begrenzt zu sein. Mit der Verbreitung des Wissens über die Möglichkeiten wird sich das jedoch ändern. Ich glaube, dass die Mehrheit bisher keinen Nutzen für sich sieht, weil ihr die Möglichkeiten schlichtweg nicht bekannt sind. Für viele Unternehmen und in der Forschung ist KI offenbar schon heute praktisch unersetzlich. Wir erleben gerade eine Revolution.
Eine Revolution kann zeitlich durchaus mit dem Vorhandensein einer Investitionsblase zusammenfallen. Tatsächlich würde ich auf die Frage "Ist KI eine bahnbrechende Technologie oder sehen wir hier nur eine weitere Blase wachsen?" mit "Beides" antworten.

KI ist zweifellos revolutionär und eine beeindruckende Technologie - das bedeutet aber noch nicht zwangsläufig, dass sie die absurden Summen, die zurzeit in ihre Entwicklung fließen, auch rechtfertigt. Gerade OpenAI hat, Stand heute, noch nicht demonstriert, wie sie ihre Produkte in ein nachhaltig gewinnbringendes Geschäftsmodell überführen wollen. Und nur darauf kommt es letztlich ja an, denn Investitionen würde es nicht geben, wenn kein ROI erwartet würde (und ja, mir ist klar, dass OpenAI selbst nicht auf Gewinn abzielt, aber das bedeutet ja nicht, dass Investoren es genauso halten).
Es kann letztlich sein, dass es nur ein "DeepSeek 2.0" braucht, das GPT-ähnliche Fähigkeiten zu einem Bruchteil des Preises bieten kann und schon kann die schlagartige Korrektur einsetzen, die sich gern als "platzen" einer Blase bezeichnet. Und in einem hochinnovativen Bereich kann es sehr schnell zu so einem Szenario kommen.
Chilisidian schrieb:
Die anderen Player würde ich da mal rausnehmen. Keiner würde ernsthaft erwägen China aktiv anzugreifen, sollten sie versuchen Taiwan einzunehmen. Das würde mit hoher Sicherheit sehr schnell den dritten Weltkrieg provozieren.
Klar, weshalb dieses Szenario ja auch als wahrscheinlichster Auslöser für so einen Krieg gilt. Die USA und ihre Verbündeten könnten China die Insel nicht nehmen lassen. Ob es im Ernstfall beim Säbelrasseln bliebe, halte ich für zweifelhaft.
Chilisidian schrieb:
Das ist nichts anderes als Säbelrasseln. Genauso wie niemand aktiv Russland angreift, obwohl Russland nur einen Bruchteil der Streitkraft eines China hat um Längen einfacher zurückzuschlagen wäre. Und eine Ukraine weltwirtschaftlich null Bedeutung hat im Vergleich zu Taiwan.
Russland mag militärisch schwächer sein als China, ist aber die größte Atommacht der Welt mit fast wortwörtlich weltumspannenden Sprengkopfarsenal. Und darüber hinaus ganz klar an offener militärischer Auseinandersetzung interessiert. Beides leistet einen großen Beitrag dazu, dass niemand es angreifen will. Und dass die Ukraine wirtschaftlich relativ unbedeutend ist, ist natürlich auch ein Faktor. Wäre die Ukraine technologisch das europäische Taiwan, könnten durchaus längst NATO-Soldaten sie verteidigen.
Chilisidian schrieb:
Und ja Taiwan mag schwer einzunehmen sein, für China aber alles andere als unmöglich. Der Preis wird hoch sein und die einzige Frage ist, wann ist China bereit diesen zu bezahlen und nicht ob.
Diese Meinung teile ich. Nur schließt dieser Preis meiner Ansicht nach eben auch einen größeren Krieg ein. Kann man nur hoffen, dass China diesen Preis nie wird bezahlen wollen.
 
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WinstonSmith101 schrieb:
Ja, für viele bestimmt. Ich erinnere aber nur an die 1980er- bis Mitte der 1990er Jahre. Damals hatten PCs sehr oft dieses Preisniveau und fanden trotzdem großen Absatz. Mittlere vierstellige DM Beträge waren normal und die DM war viel wert.
Ja 1980 kostete ein Desktop PC noch über 4000DM, aber da gab es außerhalb von gutbetuchten Firmen, auch noch minimalen um nicht zu sagen gar keine Absatz.😏

Erst so ab ca. 1992 gingen die Preise soweit runter (Einsteiger PC um die 1500 bis 1800DM) das sie für den privat Anwender bezahlbar würden.

Und auch da war man als PC Besitzer (wie ich😉) noch die große Ausnahme!

Erst so ab ca. 1997 ging mit den "Aldi" PCs für um die 1000DM der Absatz entscheiden nach oben.

Also sage ich mal ein Preis um 4000€ für einen Standard PC (umgerechnet ca. 8000DM!), würde da doch zu einem massiven Rückgang der Nachfrage sorgen.🙄
 
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Also mein persönliches Zwischenfazit:
Das ganze Thema Speicherpreis beschäftigt mich vor allem emotional.
Sachlich brauch ich im Moment keinen Speicher, weder RAM noch SSD.
Was wird sonst noch teurer? Grafikkarten ziehen ja auch an.

Augenscheinlich ist das ganze ein Luxusproblem. Augenscheinlich deshalb weil es mein Hobby betrifft.
Mein Hobby brauche ich um abzuschalten und wieder meine Akkus aufzuladen. Wenn ich die nicht aufladen kann bekomme ich andere Probleme. Natürlich habe ich auch andere Hobbies. Kaufe ich mir neuen Speicher oder gönn ich mir ein langes Wochenende?

Es wird ein Ende der Speicherkrise geben, ganz bestimmt. Wann ist auch für Experten nur schwer abzuschätzen, zum Teil wird bis ins Jahr 2027 hinein damit gerechnet. Wie sieht es danach aus, welche Firmen sind noch da. Welchen Einfluss hat KI auf unseren Alltag? Einen wirklichen Mehrwert kann ich für mich persönlich als Privatperson noch nicht wirklich erkennen. Ich brauche kein autonomes Auto und keine KI generierten Fotomontagen.

--> Irgendwie fühle ich mich dem ganzen Thema KI ein bisschen ausgeliefert. Es wollen mir zu viele sagen, wie ich zu leben habe und welche Produkte ich unbedingt brauche nur um mein Leben zu verbessern - brauche ich nicht und will ich nicht.

Daneben spielt bei dem ganzen auch die Geopolitische Situation ein Rolle - welches Land hat die Nase vorn bei KI. Daneben werden die E-Autos auch noch zum Machtinstrument - insbesondere die Akkuherstellung.

Wann platzt die KI-Situation (wir sind ja zu dem Schluss gekommen, dass es keine Blase ist :P) bzw. wann ist diese verdammt gefährliche Wette zu Ende.

Daneben gibt es noch andere Krisen - Ökokrise, Ukrainekrise und daneben haben viele eine kurze Zündschnur und machen wegen nix einen Aufstand.

Wird am Ende wirklich alles gut? Muss ja, wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende ;)
Ergänzung ()

MonteDrago schrieb:
Erst so ab ca. 1992
Das waren Zeiten - mein Amiga 1200 🙂, danach gab es irgendwann den ersten PC Pentium 120/ 1MB VGA/ 8MB RAM/ 1,2GB HDD mit Windows 95 von Peacock, dann ging es los Matrox Mystique und etwas später eine Diamond Monster 3D und eine Soundblaster 16 :)
 
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Helge01 schrieb:
Auch wenn es nach aktuellen Stand nicht danach aussieht, ein Einmarsch von China in Taiwan wäre das sofortige Aus von Nvidia. Daran merkt man an was für dünnen Seil die hängen.
Nicht wirklich, dann wird halt bei jemand anderen gefertigt, ist halt nimmer so gut, aber das kann Nvidia ja egal sein, sie haben dann immer noch die besten GPU und AI Lösungen am Markt, auch wenn sie bei Samsung fertigen. Selbst wenn sie bei Intel fertigen würden, denn wenn für Nvidia TSMC wegfallen würde, fällt es auch für die Konkurrenz weg.

Davon ab, sind jede Menge Fabs außerhalb von Taiwan im Bau, klar, das meiste an Kapazität ist in Taiwan und zwar mit Absicht, aber eben nicht mehr alles.

Das Nvidia schlagartig erst einmal die ganze Produktion zusammenbrechen würde, stimmt natürlich trotzdem. Aber es gibt alternativen für Nvidia.
Ergänzung ()

Zimmbo schrieb:
Spätestens wenn genug Kapazität mit den neu gebauten Werken zur Verfügung steht, wird es zwangsweise wieder runter gehen.
Du müssten dann aber die Hersteller alle drauf wetten das AI weiter diese Menge an Investitionen bringen wird für die nächsten 10 Jahre um so viel neue Kapazitäten zu bauen, und daran glaubt in der Branche wahrscheinlich nicht mal Sam Altman und sicher niemand sonst. Wir reden hier von vielen Trillionen an Investitionen. Und selbst wenn die Speicherhersteller wirklich darauf wetten und selbst hunderte von Milliarden in neue Werke stecken... sind die erst in 5 Jahren fertig.

Da ist es wahrscheinlicher das die AI Blase in 2 Jahre geplatzt ist oder ich ne Roboter Putze daheim stehen habe.
 
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MonteDrago schrieb:
Ja 1980 kostete ein Desktop PC noch über 4000DM, aber da gab es außerhalb von gutbetuchten Firmen, auch noch minimalen um nicht zu sagen gar keine Absatz.😏
Um ganz genau zu sein: 1980 gab es noch keine PCs, wie wir sie heute kennen. Der erste originale IBM-PC mit x86 CPU war der IBM Personal Computer Modell 5150. Er wurde am 12. August 1981 in den USA vorgestellt und erst Anfang 1983 offiziell auf dem deutschen Markt eingeführt. In der Grundausstattung und ohne Monitor kostete dieser damals über 5.000 DM. Kaufkraftbereinigt sind das heute ca. 11.560 Euro!

Einen durchschnittlichen IBM-kompatiblen PC würde ich auch bis Ende der 1980er Jahre nicht viel darunter ansiedeln. Ab den 1990er Jahren sanken die Preise jedoch spürbar.

Sicher, in den 1980er Jahren waren IBM kompatible PCs in Privathaushalten noch nicht sehr verbreitet.

MonteDrago schrieb:
Erst so ab ca. 1992 gingen die Preise soweit runter (Einsteiger PC um die 1500 bis 1800DM) das sie für den privat Anwender bezahlbar würden.
Ich kann mich daran erinnern, dass mein Vater 1991 einen durchschnittlich ausgestatteten 80386er mit einem 14-Zoll-Farbmonitor für 3.500 DM gekauft hat.

MonteDrago schrieb:
Und auch da war man als PC Besitzer (wie ich😉) noch die große Ausnahme!
Nun, ich kannte zu der Zeit durchaus mehrere Haushalte, in denen ein PC oder sogar ein noch teurerer Apple Mac stand. Mal abgesehen vom gar nicht so kleinen Bestand an Atari ST, Amiga, Schneider CPC oder C64 Computern, die damals auch nicht wirklich günstig waren.

MonteDrago schrieb:
Erst so ab ca. 1997 ging mit den "Aldi" PCs für um die 1000DM der Absatz entscheiden nach oben.
Ja, zu dieser Zeit wurden PCs langsam zur Massenware. Ich habe mir ca. 1995 meinen ersten x86-PC, einen Pentium 100, gekauft. Der hat über 3.000 DM gekostet. Rückblickend hatte ich damals nicht viel Geld.

MonteDrago schrieb:
Also sage ich mal ein Preis um 4000€ für einen Standard PC (umgerechnet ca. 8000DM!), würde da doch zu einem massiven Rückgang der Nachfrage sorgen.🙄
Nehmen wir an, ein durchschnittlicher PC hätte 1987 4.000 DM gekostet. Dies entspräche heute einer Kaufkraft von ca. 8.700 €. Selbstverständlich wäre der Absatz dann deutlich geringer und der PC wäre nicht mehr im Massenmarkt vertreten. Aber wie damals könnten sich viele Haushalte ein solches Gerät auch neu leisten. Zudem könnte man auf einen völlig anderen Bestand an Gebrauchtgeräten zurückgreifen. Meiner Meinung nach würde der Bestand nur langsam sinken, solange die Leute sich einigermaßen vernünftig verhalten.
 
WinstonSmith101 schrieb:
Ich kann mich daran erinnern, dass mein Vater 1991 einen durchschnittlich ausgestatteten 80386er mit einem 14-Zoll-Farbmonitor für 3.500 DM gekauft hat.
Um als mein erster 80386 mit Farbmonitor gekauft habe hat mich das, wenn ich mich richtig erinnere 2500DM gekostet.
(War darmals fasst zwei Brutto Gehälter bei mir😏)
Kann also hinhauen mit 3.500DM in 1991. 😉
WinstonSmith101 schrieb:
Nun, ich kannte zu der Zeit durchaus mehrere Haushalte, in denen ein PC oder sogar ein noch teurerer Apple Mac stand. Mal abgesehen vom gar nicht so kleinen Bestand an Atari ST, Amiga, Schneider CPC oder C64 Computern, die damals auch nicht wirklich günstig waren.
Moment von Heimrechner wie C64 und Amiga war hier nicht die Rede😉, die hatte ich von 1984 an.😏
(84=C16, 85=C64, 88=Amiga 500)
 
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Zimmbo schrieb:
Spätestens wenn genug Kapazität mit den neu gebauten Werken zur Verfügung steht, wird es zwangsweise wieder runter gehen. Und zwar solange bis die nächste Talsohle erreicht ist, und die Sau von neuem Durchs Dorf getrieben wird und alles wieder von vorne beginnt.

Es sei denn, die AI-Bros benutzen ihre Circle Invests, um auch die neue, größeren Kapazität bereits im Vorfald wegzuschlürfen; große Teile des derzeitigen Hypes steigern sich exponentiell.

Naja; auch das stellt nur eine Verzögerung dar; die Landung wird dann nur ebenfalls exponentiell härter.
 
Kuristina schrieb:
Bitteschön: https://www.mdr.de/wissen/naturwiss...er-hilfe-im-haushalt-tesla-neo-neura-100.html

Und wenn wir davon ausgehen, dass sich das noch deutlich besser entwickeln wird, dann hat bald jeder so was Zuhause rumstehen. Oder rumlaufen. Gassi gehen mit Wuff? Dein Bier aus dem Keller holen? Den Kindern eine Gute Nacht Geschichte vorlesen? So viele Möglichkeiten. ^^
"Doch perfekte Haushaltshilfen sind die Maschinen frühestens in fünf bis 15 Jahren."
Dazu noch von Tesla, die ja bekannt sind das seit fast 20 Jahren, in 5 Jahren dann volles Autonomes Fahren kommt. Und natürlich liegt das bei Tesla Primär daran, das man keine Haftung übernehmen kann, weil ihre Systeme zu viel Fehler machen. Ohne Haftung ist das Teil aber natürlich Wertlos. So wie ein Autopilot bei dem ich als Fahrer dann trotzdem die volle Haftung übernehmen muss.



Also doch Crash der Blase? Mal schauen, Tesla ist nicht der einzige Anbieter.
 
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Ja, ist ja nicht nur Tesla, die so was entwickeln und 5 Jahre sind schnell rum. :) Bei uns hier gibt es sicher mehr Bedenken das umzusetzen, als in anderen Ländern. Ich finde das schon interessant und glaube auch, dass es irgendwann normal sein wird, so einen Robbi zu besitzen. Oder zu mieten. Besitz ist ja eh nicht mehr im Trend. ^^
 
MonteDrago schrieb:
Erst so ab ca. 1992 gingen die Preise soweit runter (Einsteiger PC um die 1500 bis 1800DM) das sie für den privat Anwender bezahlbar würden.

Ein 386er war drin. So ein gebrauchter aus der Verwandschaft war auch mein erster PC -- und löste Ende 1994 einen Amiga ab. https://katzentier.de/_misc/Vobis/


DEN Hauptfaktor, warum PC als Hobby- und Spielemaschinen in den 1990ern ein Nerd-Ding blieben, habt ihr gar nicht erwähnt -- er spielt heute keine große Rolle mehr, da alles selbst noch auf 6, 7 Jahre alten Mühlen startet: Ich hatte zwischen 1994 und 1999 alleine vier, fünf CPUs. Den RAM von 8MB auf 64MB verachtfacht. Und das nicht immer freiwillig. Denn: Gefühlt zehn Minuten nach Kauf war jede Kiste nur mehr die Hälfte wert. 12-18 Monate nach Kauf schon dezent veraltet. Und allerspätestens 20 Monate später für den neuesten Wing Commander ungenießbar. :D

 
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WinstonSmith101 schrieb:
Ich fürchte, dass diese „Blase” keine Blase im eigentlichen Sinne ist. KI ist vermutlich gekommen, um zu bleiben.
Du misstverstehst an dieser Stelle etwas - wie so viele - und vermischt daher auch zwei Sachen, die man getrennt betrachten muss.

"Technisch" gesehen, wird KI natürlich bleiben, genauso wie technisch gesehen das Internet geblieben ist, obwohl das Internet für die Dotcom-Blase verantwortlich war.

Wenn von einer Blase im Bereich KI gesprochen wird, dann ist nicht KI als Technologie gemeint, sondern die Erwartung der Investoren und es gibt an dieser Stelle auch mehrere mögliche Ausgänge - davon ist Platzen auch nur eine Möglichkeit.

Es wird von allen Seiten immer mehr Geld in KI-Firmen geschoben, genauso giubt es Firmen die immer mehr Geld investieren, nur haben Investitionen primär einen Zweck: Irgendwann möchten die Invesstoren jedoch ihr Geld zusammen mit Gewinn zurück. Genauso kann es sein, dass Investoren ihre Investition über eine Bank als Kredit finanziert haben. Hier bauen sich viele Faktoren auf.

Aktuell wird in KI sehr viel Geld rein gebuttert, aktuell will auch kein Investor sein Geld zurück, schon garnicht mit Gewinn, jedoch ist OpenAI als auch Microsoft, Google und ebenso Meta von ihren Investoren abhängig und von den Kreditgebern. Solange da alle Geld nach schießen und auch dazu bereit sind, passiert nichts.

Was aber, wenn Micrsoft - nur als Beispiel - weiterhin pro Jahr um die 120 Mrd investiert, ihr Gewinn jedoch plötzlich um 20 oder 30 % einbricht, dann wird Microsft das bei der nächsten Investorenrunde "rechtfertigen" müssen und wenn dann da die Investoren sagen: So geht das nidcht! Dann hat MS ein Problem, denn sie müssen entweder die anderen Geschäftsbereiche noch profitabler machen - was MS bereits versucht - oder sie müssen die Ausgaben zurück fahren. Die Blase "Platzt".

Das ist nur ein Szenario. Genauso könnte es sein, dass OpenAI keine weitere Investoren findet, jedoch Kredite zurückzahlen müssen, was denkst du passiert dann? Die Blase "Platzt" nur in dem Fall deutlich krasser.

Aktuell sind alle Firmen bereit zu investieren, MS, Google und Meta - und damit zum Teil auch OpenAI - können KI quer finanzieren, weil die Firmen riesige Gewinne einfahren. Nur - und das ist ebenso Fakt: MS zieht in anderen Geschäftsbereichen aktuell schon die Zügel an, damit diese "noch" profitabler werden, damit die Investoren still halten.

Nvidia hat jetzt 100.000.000.000 in OpenAI "investiert", damit die Geld ausgeben können, womit sich Nvidia die eigenen Aufträge sichert - was so ein Zeichen dafür ist, dass wir hier langsam nicht nujr in Quersubventionen sind aus anderen Geschäftsbereichen, sondern auch, dass hier Gelder "reinvestiert" werden in einen Kreislauf.

Ein weitere Punkt: Der Ruf nach staatlichen Subventionen für Energie und Co. Das alles kann schlagartig platzen, das ganze kann auf andere Weise zurück gehen, das ganze auch gut gehen. DAS ist allerdings vollkommen unabhängig davon, ob die Technologie bleibt oder nicht.
 
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Vulvarine schrieb:
Naja, die extremen teuerungen sind nur bei Nvidia im Highend. und das in der Ausprägung auch erst seit RTX 4000. RX6000 und RTX 3000 waren preislich in Ordnung bis zum Mining Boom. Mangelnde Konkurrenz seitens AMD, und den Konkurrenten von TSMC tun ihr übriges. Das die Nodes teuerer pro Anzahl Transistoren werden gibt auch noch einen Preisaufschlag. Trotzdem waren bis zur RAM Katastrophe die Preise von RX 9060 und rtx5060ti in Ordnung, wenn man als Basis die rx480 bzw. GTX 1060 hernimmt. Mit Inflation und den oben genannten Problemen, sind die Preise imo völlig okay. Könnte noch deutlich schlechter sein, wenn z.B. TSMC seine Marktführerstellung bis ans Maximum ausgereizt hätte.

Edit: Viele der obigen Punkte treffen beim RAM nicht zu, weswegen es da nicht zu einem dauerhaften hohen Preisniveau kommen wird.

Grüße Zimmbo
 
Gamefaq schrieb:
Dann wird das DIE Alternative für das PC Gaming werden...
Auf gar keinen Fall. Das Ding wird an die 1000€ kosten.
Und ein PC bleibt immer viel vielseitiger mit dem was man damit machen kann.
Ergänzung ()

Gamefaq schrieb:
und Gaming ist nichts das man zwingend haben muss...
Nochmal nicht so ganz richtig.
Die Gaming Branche setzt zur Zeit mehr wie die Filmbranche um. Also Vorsicht mit solchen Aussagen.
 
Apocalypse schrieb:
Also doch Crash der Blase? Mal schauen, Tesla ist nicht der einzige Anbieter.
Tesla ist auch so eine Marke, die triggert mich. Das ist auch so eine gefährliche Wette.
Marktwert ~1.11 Billionen Euro und VW dagegen ~56 Milliarden Euro, das passt doch nicht.
 
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Svennc schrieb:
Ein 386er war drin. So ein gebrauchter aus der Verwandschaft war auch mein erster PC -- und löste Ende 1994 einen Amiga ab. https://katzentier.de/_misc/Vobis/
Oh je, diese Prospekte wecken schauderhafte Erinnerungen. Damals war der Kram unverschämt teuer und Vobis angeblich noch vergleichsweise günstig. Wenn wir damals geahnt hätten, was noch kommt ...

Svennc schrieb:
DEN Hauptfaktor, warum PC als Hobby- und Spielemaschinen in den 1990ern ein Nerd-Ding blieben, habt ihr gar nicht erwähnt -- er spielt heute keine große Rolle mehr, da alles selbst noch auf 6, 7 Jahre alten Mühlen startet: Ich hatte zwischen 1994 und 1999 alleine vier, fünf CPUs. Den RAM von 8MB auf 64MB verachtfacht. Und das nicht immer freiwillig. Denn: Gefühlt zehn Minuten nach Kauf war jede Kiste nur mehr die Hälfte wert. 12-18 Monate nach Kauf schon dezent veraltet. Und allerspätestens 20 Monate später für den neuesten Wing Commander ungenießbar. :D
Ja, da hast du völlig recht. Die Entwicklung ging damals wahnsinnig schnell, sodass die teuer erstandene Hardware sehr schnell nur noch wenig wert bzw. veraltet war. Mit einem zwei Jahre alten PC konnte man damals aktuelle Spiele teilweise kaum noch starten. Im Vergleich dazu leben wir heute, auch nach den Preisexplosionen, im Paradies.
 
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Das Hauptproblem ist, dass die Speicherproduzenten ihre Kapazitäten nur sehr zögerlich ausbauen, damit die Speicherpreise aufgrund eines eventuell wieder auftretenden Speicherüberangebots wie zuletzt 2023 nicht zu sehr sinken und sie erneut Verluste machen, falls es zu einer KI-Blase oder einem technologischen Durchbruch mit deutlich weniger für KI benötigten Ressourcen kommen sollte.
 
DevPandi schrieb:
Du misstverstehst an dieser Stelle etwas - wie so viele - und vermischt daher auch zwei Sachen, die man getrennt betrachten muss.
Danke, dein Beitrag hat mir sehr geholfen, das besser zu verstehen. Ich bin sehr gespannt, wohin das alles noch führen wird.
 
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Svennc schrieb:
DEN Hauptfaktor, warum PC als Hobby- und Spielemaschinen in den 1990ern ein Nerd-Ding blieben, habt ihr gar nicht erwähnt -- er spielt heute keine große Rolle mehr, da alles selbst noch auf 6, 7 Jahre alten Mühlen startet: Ich hatte zwischen 1994 und 1999 alleine vier, fünf CPUs. Den RAM von 8MB auf 64MB verachtfacht. Und das nicht immer freiwillig. Denn: Gefühlt zehn Minuten nach Kauf war jede Kiste nur mehr die Hälfte wert. 12-18 Monate nach Kauf schon dezent veraltet. Und allerspätestens 20 Monate später für den neuesten Wing Commander ungenießbar. :D

Meinen ersten PC hatte ich 1996 wenn ich mich nicht irre mit Win 95B

Pentium 75 (der 100 Mhz war der Schnellste)
16 MB Ram
640 MB Harddisk
Eine Creative irgendwas Soundcard
Matrox Millenium Graka
14 Zoll Farb Monitor
Epson Farbspritzer (der war alleine CHF 900)
Das müssen um die CHF 4500 komplett gewesen sein

Der Paps vom Kumpel hat sich kurz darauf einen dicken Pentium 120 gekauft, das waren über CHF 9000.

1 Jahr später habe ich den Ram um 32MB aufgerüstet, das waren über 400 Steine.
Bald darauf eine 21 Zoll Röhre, damals Luxus 1800 Steine.

1998 habe ich bereits aufrüsten müssen. Da ging ich auf den schnellsten Pentium II 450 Mhz
Die CPU alleine war bei CHF 1200.
Voodoo II dazu hat auch ein paar Cent gekostet.

2000 hat mein Kumpel dann einen AMD Thunderbird 1200 Mhz gekauft, der hat meine Kiste schon wieder uralt aussehen lassen.

Dann ich wieder Athlon XP 1700+ im 2001
Athlon XP 2500+ im 2003
Die konnte man mit dem Bleistift schön übertakten.

Ja da war spätestens alle 2 Jahre das grosse Aufrüsten dran.

Die Preise waren auch bis anfang der 2000er brutal. Und wenn man sich überlegt, was das Geld
damals noch wert war.
Aber das würd ich heut auch nicht mehr ausgeben.
 
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