Kraftstoff aus Algen

McBash

Lieutenant
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Und zwar ist mir vor kurzem ein beiläuftiger Bericht im TV hängen geblieben. In Spanien wurde ein Verfahren entwickelt mit dem man aus Algen kostengünstig Kraftstoff herstellen kann.

Dieser ist völlig CO2 neutral und noch dazu ungebgrenzt verfügbar.


Für mich war dieser Bericht einfach nur bahnbrechend und Nobelpreiswürdig. Nun wundert mich es doch sehr schwer, dass man eingetlich nirgendwo anders was davon hört.




Anbei der Ausschnitt aus dem TV: http://www.youtube.com/watch?v=_XWKSmGwjNE


Was haltet Ihr davon?
 
Die Technik steckt aber noch in den Kinderschuhen. Es gibt halt noch nicht die nötigen Kapazitäten um richtig in die Produktion einzusteigen.
 
McBash schrieb:
Nun wundert mich es doch sehr schwer, dass man eingetlich nirgendwo anders was davon hört.
Weil es nicht um den Naturschutz geht, sondern rein ums Geld. Man kann mit allem Geld machen, man muss nur wissen wie.
 
Das ist ja echt der absolute Hammer. Habe davon vorher noch nie etwas gehört. Fast zu gut um es zu glauben. Bin sehr gespannt wie es damit weiter geht.

Danke für den Link!

Gruß
 
Wird eh nicht dazu kommen. Man errinere sich mal an das problem mit der öl platform in usa.
das ganze öl ist tausende von km weit über das meer getrieben, und eine deutsche firma hatte eine lösung, wo man ein zeug in das meer wasser wirft und es dann zersetzt, den rest hätte die natur gemacht-

aber nein, die deutschen durften nicht mal ihre sachen anbieten.
sie haben sogar emails geschrieben an die vorsitzenden und haben nicht mal eine antwort bekommen.

das selbe wird auch hier sein, es wird in den boden gestampft werden und man wird nix mehr von der technologie hören.

ich hoffe, das passiert nicht !

aber super idee, mein lehrer hatte das sogar vor 4 wochen gesagt , das es sowas gibt
 
Da gibts viele Ansätze. Biosprit ist ja auch so eone Sache. Und wenn Sie anfangen tonnenweise Dünger in den Ozean zu kippen, geht da wieder alles kaputt. Energieverbrauch drosseln ist die einzige nachhaltige Methode.
 
Alter Kaffee, sorry ;) Die Idee aus Algen im industriellen Stil Treibstoff für Autos zu machen kommt....aus den USA, Mitte der 50er Jahre.
Die Erfindung der entsprechenden Anlagen und Prozesse um dies im kontrollierten und großen Stil zu vernünftigen Kosten umzusetzen) kommt ebenfalls nicht aus Spanien (als hätte Spanien in den letzten 400 Jahren irgendwas erfunden ^^), sondern wurde schon 2007 von dem TEXANER Glen Kertz vorgestellt. Zu dieser Zeit gabs dazu auch schon die ersten TV und Webberichte. Und 2008 hat die Uni Bremen bereits damit begonnen, Abgase aus einem Erdgaskraftwerk direkt in einen Algentank zu pumpen, da diese Abgase eine Zusammensetzung haben die die Algen noch schneller wachsen lassen.
 
Na, man kann es theoretisch aus fast allem machen.
Das war ja der Sinn von E10. Man nehme Biomasse und mache daraus Ethanol.
E100 geht dann halt genauso, nur braucht man ziemlich viel Biomasse.
Algenpanels könnten es tun. Aber wo will man soviele hinstellen.
Und wenn die Leute nichtmal E10 tanken, wie will man ihnen dann E100 andrehen?

Ob die Spanische Variante dem Öl dabei wirklich recht nah kommt, ist fraglich. Aber Ethanol tuts ja auch, die Motoren haben ja nur Probleme damit, weil bei der Herstellung keiner an sowas gedacht hat.
Erstaunlich ist dabei jedoch, dass die Leute es den Autos nicht geben wollen, es selber jedoch trinken... Aber das ist ne andere Sache :D
 
Als wir vor 3 oder 4 Jahren beim DESY in Hamburg bei "Jugend forscht" waren gabs dies auch schon, jedoch nur als Konzept. Aber scheint offensichtlich zu funktionieren =)

es wird in den boden gestampft werden und man wird nix mehr von der technologie hören

Oder (ich weiss blöder Vergleich) es wird so kommen wie mit dem LPG Gas. Als wir uns die Anlage einbauen lassen haben, gabs in Deutschland nur eine handvoll Tankstellen die das anboten (während es jenseits der östlichen Grenze diese wie Sand am Meer gab/gibt) und noch weniger Leute die davon wussten, heute ist es fast komplett flächendeckend vorhanden, wahrscheinlich weil es sich rumgesprochen hat dass es ca. die Hälfte kostet.

Wird aber ein sehr harter Kampf gegen die Öl-Lobby, oder schlimmer noch, die werden von der Öl-Lobby aufgekauft und die machen weiter wie bisher :/
 
Alles was der staat will, ist dein geld .
Durch steuern ist unser land so stark, würden die menschen nicht rauchen und tanken, da wäre unser staat von heute auf morgen pleite.

wie willst du denn mit algen-sprit kannst du keine steuern verlangen, da würde ein Liter vileicht 50cent kosten, und alle menschen ( wenn genügend da wäre ) diesen sprit tanken .
Deutschland würde den bach runter gehn.

Das selbe gilt auch für den "MÜLL-SPRIT ". Der deutsche hat das erfunden, und hat 3 briefe bekommen, dass es abgelehnt wurde.

dreimal dürft ihr überlegen, wer da die finger im spiel hat ;).

DIE BUNDESREGIERUNG.
 
Will die Stimmung ja nich trüben aber beí Photosynthe nehmen die Algen CO² auf und Wandeln es in 0² und Kohlenwasserstoffe um. Wenn man aus der Algenbiomasse nun Benzin macht sind die Kohlenwasserstoffe auch im sogennanten "Bio"-Benzin drin. Wird das Benzin nun verbrannt kommt es zur chemischen Reaktion und aus den Kohlenwasserstoffen wird CO² und andere Stoffe. ----> CO² ist wieder in der Luft.


Bäume machen ja genau das gleiche sie wandeln ja auch CO² in Sauerstoff und Kohlenwasserstoffe um. Wenn die Bäume absterben entsteht irgendwann Rohöl (bei genügen Druck auch Kohle) ----> CO² ist nur "kurzzeitig" gebunden.

Das kann auf Dauer auch keine Lösung sein. Man muss einfach langfristig schauen das man auf Alternativen umschenkt.

Mittelfristig könnte man wie The-Heinz schon gesagt hat den Energieverbrauch senken um die Umwelt weniger zu belasten.
 
Auch wenn alles in Zukunft von alleine läuft, der Staat braucht das Geld.

Wir sind so schon finanziell fast am Ende, wie soll das ohne Mineralölsteuer - Einnahmen aussehen?

Ich will es garnicht wissen, was solls: Wir werden uns noch einige Jahrzehnte dumm und dappig bezahlen.
 
An alle die meinen, dass man auf Algensprit (falls es denn klappt) keine Steuern drauftun könne: ja warum denn nicht? Ungefähr alle Steuern die wir haben wurden irgendwann mal beschlossen, es gibt keinen "rationalen" Grund warum wir auf irgendwas ne bestimmte (willkührlich festgelegte) Abgabe zahlen sollten - außer halt, dass der Staat Geld braucht. also warum statt Mineralölsteuer keine Algenspritsteuer einführen? Darin sehe ich nun wirklcih kein Problem.

Dass der Staat interesse daran hat, dass Sprit möglichst teuer verkauft wird, stimmt natürlich, schon allein deshalb weil Steuern meist prozentual fällig werden und nicht in Form eines Absolutbetrags: Mehr Nettopreis = mehr Steuereinahmen. Aber wenn der Liter Benzin aus Algen nur 20 Cent kosten sollte, dann klatscht man halt 200 % Steuern drauf, der Staat kassiert richtig ab und wir zahlen immernoch weniger als momentan...
 
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Ich persönlich, bin da immer etwas skeptisch. Mit kommt es so vor, dass die Öl Lobby hier massiv Geld fließen lässt um solche alternativen in der Entwicklung bzw. Verbreitung zu hindern.


Für mich ist diese Algenthematik einfach nur Sensationell. Man stelle sich vor, man pachtet sich im Ausland (Africa ect...) riesige Flächen und baut dort diese Algenanlagen. In den Ländern würden dadurch sehr viele Arbeitsplätze geschaffen und die Länder würden auch zu was kommen.

Und wir hätten unbegrenzt güntigen Kraftstoff und würden der Umwelt sogar noch gutes tun. Laut Nano wird den Pflanzen mehr CO2 hinzugeführt als nacher bei der Verbrennung entstehen. Das heisst, man würde die Luft filtern und gleichzeitig wird neuer Sauerstoff produziert.

Die Thematik mit den Steuern finde ich auch Problemlos. Dann wird eben eine Algensteuer eingeführt und fertig.
 
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@Shrek456

Deine Logik hinkt.
Öl, Gas, Kohle etc aus dem Boden würden da alleine so schnell nicht wieder rauskommen. Das Co2 war dort dauerhaft gebunden.
Dies geschieht aber nur selten. In der Regel nehmen Pflanzen das Co2 auf, nehmen den Kohlenstoff da vereinfacht gesagt raus, und schmeißen O2 wieder in die Umwelt.
Wenn sie verbrannt werden oder verrotten, wird hierfür das O2 wieder benötigt und der Kohlenstoff wird ebenfalls wieder frei indem wieder Co2 entsteht, der wieder zum Wachstum neuer Pflanzen genutzt werden kann.
Ein geschlossener Kreislauf ohne Verluste und Gewinne.
Genau das wäre der Algensprit auch. Es würde kein Co2 verschwinden und keins neu entstehen. Es würde der Umwelt entnommen und dann wieder zurückgegeben.
Wenn man das so macht, kann man davon soviel produzieren und verbrennen wie man will.... Nur am besten nicht auf einer Stelle.
Denn eins ändern auch Biokraftstoffe nicht. Da wo sie verbrannt werden, ist die Luft eher schlecht... Und wo ist das... na? In der Stadt :freak:
 
Die Ölmultis werden schon dafür sorgen, dass sowas nicht so schnell auf den Markt kommt.

Vor Jahren war es schon genauso mit den Wasserstoff Motoren. Die Erfindung war gemacht, und wenn es weiter entwickelt worden wäre, würden unsere Autos heute mit normalen Wasser fahren.
Die Ölmultis haben aber damals für viiiiele Millionen die Patente aufgekauft, und die Erfindung in den Schubladen verschwinden lassen. Und die anderen Entwicklungen in dieser Richtung schaffen es nicht zur Marktreife.
 
Patente kaufen geht halt auch nur wenn der ursprüngliche Eigentümer diese verkauft. Klar ist es einerseits verwerflich, neue Technologien aufzukaufen und dann in der Schublade verschwinden zu lassen - andererseits könnte der eigentliche Eigentümer auch hart bleiben und sagen "ich verzichte auf die Millionen und bringe der Menschheit lieber Fortschritt" - aber aus irgendeinem Grund scheint das auch nicht zu passieren. Klar will man für seine Arbeit, bzw. die Forschung die für das Patent nötig war, entlohnt werden. Man hatte unter Umständen selbst enorme Kosten, und ein großes Patent anmelden (in der EU, den USA usw) ist auch nicht gerade kostenlos. Da scheint der kurfristige Verkauf für ein nettes Sümmchen im ersten Moment natürlich verlockend. Ich will jetzt damit nicht sagen, dass alle Erfinder käuflich sind, aber ich kann mir eher nicht vorstellen, dass Ölkonzerne mit Mafiamethoden vorgehen und mit abgehackten Pferdeköpfen im Bett drohen wenn man nicht verkauft... Andererseits werden Patente ja selten von Privatpersonen und oftmals über Institute und Firmen eingereicht, die dann auch einen Großteil der Kosten getragen haben und dem eigentlichen Erfinder garnicht erst das Mitspracherecht geben. Dass irgendwo supertolle Konzepte in der Schublade vor sich hingammeln kann ich mir schon gut vorstellen, und wenn dann auch der letzte Tropfen Öl verbrannt wurde, wer hat dann die ganzen schönen Technologien in der Hand? Genau die Leute die uns bis dorthin schön das Öl verkauft haben... Ein Rohölersatz wäre für die natürlich bombig: erstmal den Leuten zu immer teureren Preisen das natürliche Öl verkaufen bis fast keins mehr da ist, alternative Konzepte die weggehn vom Öl so gut wie möglich unterdrücken, und ganz zum Schluss einfach irgend nen Ölersatz präsentieren, mit dem man genauso gut Benzin machen kann und den dann vielleicht für ein bisschen weniger verkaufen, weil man ja immernoch das Monopol hat.
 
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Mein Gott welch ein quatsch und welche Verschwörungen hier wieder rum geistern.
Als wäre die Algenproduktion kostenlos und sofort in unbegrenzter Menge verfügbar.
In der Theorie klingt alles immer super, aber die praktische Umsetzung sieht doch ganz anders aus.

Nachteile
Der Flächenbedarf für das vollständige Abfangen des CO2 aus den Abgasen eines Kohlekraftwerks ist sehr hoch. Bei einem Kohlekraftwerk mit 1100 MW Leistung und jährlich 5,4 Mio. t CO2-Ausstoß wären nach Schätzungen zwischen 21.500 und 64.500 ha (215 bis 645 km2) mit Mikroalgenreaktoren zu bestücken. Bei Kosten von 100.000 bis 150.000 €/ha wären Gesamtinvestitionen im Milliardenbereich notwendig.[5]Eine zu Ende 2008 von RWE Power in Betrieb genommene Pilotanlage hat eine Größe von 600 m2, was im Idealfall 1/300.000 der notwendigen Fläche entspräche.[7]
Die Betriebskosten sind ein weiterer wichtiger Faktor. Schätzungen gehen von 30.000 bis 40.000 € pro ha und Jahr aus.[5] Das Umweltbundesamt schätzt die Kosten für die Algenkultivierung zur CO2-Fixierung ebenfalls extrem hoch ein und sieht zudem derzeit im Produktionsablauf keine Stellen, die signifikante Kosteneinsparungen erwarten ließen.[6]
Der Energieaufwand für die Produktion ist hoch. Beispielsweise das Pumpen der Algensuspension und das Abtrennen der niedrigkonzentrieren Biomasse durch Zentrifugation oder Filtration ist sehr energieintensiv.
Im Winter ist die Produktivität deutlich geringer, da die Algen zum einen bei höheren Temperaturen besser wachsen, zum anderen ist die Sonneneinstrahlung und damit die Photosyntheseleistung deutlich geringer.

Quelle WIKIPEDIA

Ein Loch bohren und mit ner Pumpe Öl fördern ist da wesentlich einfacher.
Das Algen Prinzip muss noch optimiert werden, und Forscher arbeiten dran.
Sie sind zwar produktiver wie bisherige Biokraftstoff Erzeugnisse, aber der Aufwand ist auch dementsprechend höher.

Was mich am meisten ankotzt alle wollen etwas ändern, aber keiner macht irgendwas.
Die ganzen Anti Atom seppel können den Stromanbieter wechseln und sich somit ganz einfach für erneuerbarer Energie entscheiden.
Wenn die Umfragen stimmen sollten das schon einige sein, aber die Realität sieht anders aus.
Ein abwandern der Kunden bewegt die eingesessenen Automatisch zum umdenken, aber scheinbar geht man lieber auf die Strasse und kettet sich an Schienen und erzeugt enorme Steuerausgaben.
Lichtblick.de ist z.B. eine gute alternative.
 
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