Krankenkassen Zusatzbeiträge

David Aames

Lt. Junior Grade
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Nov. 2006
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331
Guten Morgen, warum müssen wir die Zusatzbeiträge zahlen? Wir zahlen doch schon beim Lohn an die Krankenkassen.

Was passiert, wenn man diesen Zusatzbeitrag nicht bezahlt?
Lohnt sich wirklich ein Wechsel?
 
Die Krankenkassen benötigen mehr Geld, da meist die teureren Medikamente verschrieben werden obwohl identische Präperate auf dem Markt sind die ca. die Hälfte kosten. Also liegt die Schuld nicht nur bei den Kassen selbst...

Was mich nervt: Niemand hat mir persönlich Bescheid gegeben. Die haben einfach einen höheren Beitrag dieses Monat eingezogen. Ist das legal??!
 
Der Anfang der AUflösun der sozialen krankenverischerung. Nicht nur, dass jeder unabhängig von seinem Verdienst die gleichen beitragserhöhungen tragen muss, die Arbeitgebenseite ist daran ebenso wenig beteiligt.,
Wer die neue Regierung gewählt hat, wird schon wissen, was er damals getan hat....

ein paar Probleme, die es gibt:
- zu großer Verwaltungsapparat, Stichwort kassenärztliche Verreinigung
- zu viele Fachärzte (Überversorgung)
- zu vgiele Arztbesuche (jeder Deutsche geht durchschnittlich 18 mal im Jahr zum Arzt)
- zu hohe Medikamentenpreise (gute Lobbyarbeit der Pharmakonzerne)
- Preise für neue Medikamente werden ohne Kontrolle von dem Pharamkonzern bestimmt, erst später wird über den Preis verhandelt, wenn man mehr über die Wirkungskraft des Medikaments weiss)
- zu kleine Bemessungsgrundlage, da keine Beamte einzahlen und auch die Ausgleichszahlungen der privaten Krankenkassen in den Gesundheitsfond nicht ausreichen.
 
Ja, da stimmt. Da aber die SPD-Regierung immer gegen die Zusatzbeiträge war, glaube ich nicht, dass es diese beiträge jetzt bei einer Rot-Grünen oder Rot-Rot-Grünen Regierung gegeben hätte. Und eine andere Regierung würde es auch nicht als Sprungbrett nutzen hin zur Kopfpauschale.
 
Hallo,

nicht was die FDP "plant" ist ein Witz. Ein Witz ist es, dass die gierigen Kassen sich erlauben, 1% vom Brutto zu nehmen.
 
Aber dass jeder arzt, der kassenpatienten behandelt, durchnittlich 15€ VERLUST pro patient macht, wisst ihr auch. Ahja und wenn ein kassenpatient in einem quartal zum 2. mal kommt, sieht der arzt KEINE MÜDE MARK mehr für diesen patienten. Man könnte also sagen: er wird umsonst behandelt ab dem 2. Mal...

Is das fair?
 
Hallo,

um das geht es aber doch nicht. Oder glaubst Du, dass ein Arzt von den Zusatzbeiträgen etwas bekommt? :D
 
Erm ich frag mich grade, ob du überhaupt die Planungen der FDP kennst, denn deine Antwort ergibt so keinen Sinn? Die FDP plant die komplette Abkopplung der Sozialbeiträge vom Arbeitslohn und die Einführung einer Kopfpauschale:
Spiegel.de :
Die FDP will die Versicherung von den Arbeitskosten entkoppeln und eine Kopfpauschale einführen, die vom Einkommen unabhängig ist.

Selbst die CSU ist gegen diese soziale Ungerechtigkeit, das will schon was heissen. Aber naja ich kann das ganze mit einem Grinsen aus der Entfernung beobachten, meine Entscheidung Deutschland vor 5 Jahren den Rücken zu kehren war wohl doch richtig und wird immer positiver =)
 
An alle, die gegen die Kopfpauschale der FDP wettern, ich hoffe folgende Sachen sind euch bewusst:

Im Augenblich findet der "Solidarausgleich" in der gesetzlichen Krankenversicherung nur bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von 48.600 Euro statt. Alle die darüber verdienen (und bei dieser Summe geht zumindest für mich das "gut verdienen" erst los) sind nicht verpflichtet in der gesetzlichen Krankenversicherung zu sein und sind größtenteils privatversichert. Toller Solidarausgleich: Die meisten, die mehr als 48.600 Euro im Jahr verdienen, zahlen nicht einen Cent in die gesetzliche Krankenkasse.

Nun zur Kopfpauschale: Vorgesehen ist eine einkommensunabhängige Pauschale. Klingt erstmal ungerecht. ABER: Jeder, bei dem diese Pauschale mehr als 8 % des Bruttoeinkommens ausmacht (entspricht etwa dem jetzigen Arbeitnehmernateil in die GKV), der erhält die Differenz als Sozialausgleich, finanziert aus Steuermitteln. Und wer zahlt die meisten Steuern? Richtig: Spitzenverdiener mit mehr als 48.600 Euro im Jahr. Diese werden nun also im Gegensatz zum ersten Modell auch endlich zur Kasse gebeten und müssen die GKV mitfinanzieren.

Welches System ist nun solidarischer? In meinen Augen eindeutig letzteres.
 
Zuletzt bearbeitet:
autoshot schrieb:
Aber dass jeder arzt, der kassenpatienten behandelt, durchnittlich 15€ VERLUST pro patient macht, wisst ihr auch. Ahja und wenn ein kassenpatient in einem quartal zum 2. mal kommt, sieht der arzt KEINE MÜDE MARK mehr für diesen patienten. Man könnte also sagen: er wird umsonst behandelt ab dem 2. Mal...

Is das fair?
Die armen Ärzte, mal abgesehen das es darum in der Tat nicht geht, haben die echt nichts zu meckern, wir haben zu viele davon, die meisten recht unfähig was das Selbstständig sein angeht. Nachdem ich nun seit 15 Jahren mit dieser Gruppe beruflich zu tun habe, gehören die als erstes beschnitten mit der Pharmaindustrie. Da kommt ne Menge Geld rein.
Und die Pläne der FDP sollten jeden aufwecken und zum handeln bewegen....
 
Beide Systeme sind nicht ok, dazu kommt das von dogio1979 angesprochene burökratisch überladene System. Wozu über 200 Krankenkassen ( immerhin ist die Zahl schon deutlich gesunken ) und warum private Krankenkassen.

Es würde eine gesetzliche, staatliche Krankenkasse ausreichen, was alleine an burokratie wegfällt spart Milliarden. Habt ihr eig gelesen, wie die Krankenkassen die 8 € sonderausgabe verwenden? 3 € davon gehen schon drauf an Bürokratie, um diese 8 € einzutreiben ! (Quelle : Spiegel.de , ein Krankenkassen Sprecher, suche auf Wunsch gern den Beitrag). Das ist reines Geldverbrennen.

Und sagt nicht, das system mit nur einer gesetzlichen Kasse würde nicht funktionieren, den in meiner neuen Heimat läuft das so. Wisst ihr, wieviel Krankenkassen Beiträge ich im Monat zahle? 0 €. Viele Untersuchungen und Medikamente muss man bezuschussen, Einkommensschwache kriegen die Kosten anteilig (bis zu 80%, einkommensabhängig) erstattet. Studenten, Schüler und Arbeitslose haben somit eine faktische kostenlose Gesundheitsvorsorge. In diese Richtung sollte man arbeiten, und nicht weiter die Bürokratie pushen und Geld verbrennen.
 
Darf ich fragen welches Land deine Heimat ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
FSS schrieb:
Erm ich frag mich grade, ob du überhaupt die Planungen der FDP kennst, denn deine Antwort ergibt so keinen Sinn?
Hallo,

doch, die kenne ich. Es ist geplant! Aber die Kassen verlangen jetzt schon die 1%-Beiträge, das ist der Witz.

@|MELVIN|;

Sein Land steht doch auch unter "Ort" geschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung hinzugefügt.)
Das macht aber afaik nur eine Krankenkasse derzeit und dort liegt auch der Höchstbetrag bei 37,50€.
Sie bezeichnen es allerdings als sozial gerechter, da Leute die wenig verdienen dann auch weniger als die 8€ zahlen müssen.
Kann man ja jetzt sehen wie man will^^
 
Hallo,

ob es 1 oder 10 machen, das ist in dem Fall egal. FSS versteht bestimmt den Zusammnehang in meiner Aussage.
Ich hoffe es jedenfalls...
 
Wieviel Euro will die FDP denn als Kopfpauschale einführen? Wenn das weniger ist als jetzt ist es doch was Gutes.
 
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