Thema Private Krankenversicherung

Ich bin momentan auch in der Findungsphase, einer meiner Söhne fällt aus meiner PKV und braucht eine eigene. Ich selbst bin seit 1995 bei der DBV, gehört ja mittlerweile zur AXA. Außer, dass bei meinem Vertrag keine stationäre Reha mit drin ist - Versäumnis des damaligen Versicherungsvertreters und ich hatte es mit 19 auch nicht auf dem Schirm - bin ich da auch sehr zufrieden. In all den Jahren für zwei chronisch kranke Erwachsene und vier Kinder nur ganz ganz selten Fälle, bei denen man nachhaken musste. Ansonsten unkomplizierte Kostenübernahme, mittlerweile auch Einreichung per App.
Das war 1995 schon so die Grundauswahl - Debeka oder DBV. Die stehen jetzt immer noch beide ganz oben auf der Liste der Kandidaten.
 
@Madcat69 also bist du auch recht zufrieden? Wie war die Preisentwicklung bei dir?

Ich bin erst recht spät in die PKV eingestiegen und wer weiß wie ich das dann in 10-20 Jahren sehe…aber ich fand die Kostensteigerungen und vor allem die dafür gebotene Leistung bei der GKV schlichtweg untragbar. Selbst wenn die PKV mich am Ende auch ordentlich kostet, so hat man da zumindest auch eine ordentliche Leitung, die dem gegenübersteht.
 
Ja, ich bin zufrieden. Die Kostensteigerungen waren lange überschaubar, erst in den letzten Jahren gehts jedes Jahr ordentlich rauf. Ich müsste jetzt nachsehen, aber geschätzt hat sich der Beitrag seit 2015 ungefähr verdoppelt obwohl zwei Kinder rausgefallen sind. Ok, die fallen da als Beamter nicht so auf, weil die nur einen Pauschalbetrag kosten, aber ist trotzdem in der Steigerung dann mit drin.
 
@Madcat69 am Ende weiß ja auch niemand - auch nicht die Versicherung selbst und am wenigsten noch die Makler :D wohin die Reise geht. Je entfernter die Zukunft, desto mehr "Glaskugel lesen" ist dabei...

Ich persönlich vermute einfach, dass es die GKV bei bisheriger Politik weiterhin hart treffen wird und der Service ist eh schon unterirdisch. Kann mir auch schwerlich vorstellen, dass man die großen Kostenverursacher (Alte, Arbeitslose, Flüchtlinge, ...) irgendwie nennenswert kompensieren kann. Die Kosten werden weiter steigen und man kann ja nicht nachträglich dann z.B. die großen Kostenverursacher aus der Kasse ausschließen oder zu Mitgliedern zweiter Klasse degradieren.

Insofern war die Entscheidung bei mir zur PKV nicht allzu schwer.
 
@ascer

Zukünftig sollst du als GKV Versicherter ja auch noch Beiträge auf deine Altersvorsorge zahlen, sei es ETFs, Fonds oder die vermietete Immobilie.
 
Bisher sind es ja nur Vorschläge und Erwägungen. Geisterte vor ein oder zwei Wochen durch die Presse.
 
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Ich bin schon lange in der PKV und genieße es zu jedem Facharzt zu gehen zu dem ich möchte. Ich zahle jeden Monat extra mehr Beitrag um als Rentner einen reduzierten zu bekommen. Der Beitrag ist ungefähr der selbe, als wäre ich freiwillig versichert.
Als junger Mensch geht man nicht oft zum Arzt und macht schon gar keine Vorsorgen. Da fragt man sich ob eine PKV sinnvoll ist. Ich mache regelmäßig Vorsorgen (bin auch schon älter) und bekomme schnell Termine. Das ist echt Luxus.
 
Ich prognostiziere dir in 10-15 jahren explodierende Kosten dank eines überalterten Tarif.

Wenn du jetzt inkl. beitragsentlastungszuschlag nicht mehr zahlst als freiwillig versichert und schon in höheren Alter bist ist das unvermeidbar.

Zigmal in der aktiven Zeit gesehen. Immer gemahnt, mach mehr bei der beitragsentlastung oder leg selber was zurück. Gehört haben die wenigstens und manches beispiel ging richtig bös aus.
 
Ich mache ja Beitragsentlastung mit monatlich 262 Euro und der Beitrag ist trotzdem ok. Das macht in der Rente 393 Euro weniger.
Mit meinem höheren Alter hat eine Beitragssteigerung nichts zu tun. Der steigt für alle die in diesem Tarif stecken und steigt nicht bei mir, weil ich öfter zum Arzt gehe.
Ich bin auch als Rentner nicht auf die schlechte gesetzliche KV angewiesen.
Das muss natürlich jeder für sich entscheiden und nicht jeder Tarif ist vernünftig. Man ist schon in gewisser Weise ausgeliefert. Zwischendurch habe ich auch überlegt ob man in die KV wechseln sollte, aber ist aufwendig und man hat keine Vorteile mehr.
 
Du verstehst nicht was überalternde Tarife sind. Und 262€/393€ sind nicht viel, wenn letztes Jahr die Privaten Kassen im Schnitt 13% die Beiträge erhoben haben und 2024 um ca. 10%. Auch zahlt jetzt (sofern nicht selbstständig) dein AG die Hälfte. In der Rente nicht mehr. Und dein Zuschuss muss a) beantragt werden und basiert b) auf deiner tatsächlcihen gesetzlichen Rente, nicht deiner ganzen Einkünfte. Das kann erheblich weniger sein als die gewohnten 50% des AG Anteils.

Und als Rentner zurück in die GKV ist kaum möglich. Wenn dir das alles bewusst ist und du alles locker später selber bezahlen kannst, supi. Du wärest eine der ganz wenigen Ausnahmen, aber das wird schon.
 
Ja in den Tarifen altern die Leute, aber nicht alle sind zum gleichen Zeitpunkt eingetreten. Ne ein zurück gibt es nicht mehr. Ich würde aber auch nicht an meiner Gesundheit sparen wollen.
 
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