Kritische Betrachtung des AMD - A64

perfekt!57

Commodore
Registriert
Feb. 2003
Beiträge
4.207
Der A64 ist eine Mistkrücke, eine Totgeburt, möglicherweise die

grandiose, selbstbetrughafte Tarnung einer Sackgasse: Ausweis von Hilflosigkeit eher denn sinnvolle Weiterentwicklung.


beweis: ich weiß, das will keiner bewiesen haben. und so’n beweis ist/wäre für viele hochgradig unsymphatisch. vor allem für den, der ihn anstellte. aber seit tagen laboriere ich schon mit dem „uamdtool“ herum. folgt mir mal: startet also das tool von

http://www.nforcershq.com/modules.php?name=News&file=article&sid=947


ich habe u.a. einen barton 2500+, welcher eigentlich ein 2800+ ist. d.h. als 2800+ ist der proz, mit dessen hilfe ich hier gerade schreibe und arbeite, sogar mit nur 1,616 statt 1,65 volt primestable. und er hat bloß 95,- euro gekostet. gebt also mal meine werte in uamd ein:

1. cpu type „barton“,
2. fsb 167,
3. multi 12,5.

macht takt 2083mhz, also 2800+. Und dann geht mal zum „stock chart“ clickt a64/166 und 2800+ an und lest das ergebnis ab:

+14%. für eine performance-vorteil von plus 14% soll ich also das siebenfache bezahlen? so doof ist kein markt, dass die mehrzahl seiner teilnehmer auch nur annähernd so blöde wären. in marktwirtschaften sprechen sich die wahrheiten schneller rum als ein laufffeuer läuft. und die teilnehmer sind frei, ihrem verstand zu folgen, darin, dass sie jeder den eigenen vorteil suchen. genau das ist ja sinn und zweck der steuerung der märkte durch die freiheit des nachfragenden individuums.


und damit ist schon alles klar, finde ich: eine basis-innovation wie die einführung der 64-bit-technologie um einen performancegewinn von lediglich 14% zu realisieren ist zum scheitern verurteilt: die veränderungskosten hinsichtlich eines weltmarktes werden erst ab performancegewinnen von 50-100% erfolgreich kapitalisiert, wie die geschichte des kapitalismus der letzten 150 jahre über alle branchen und alle märkte als erfahrungstatsache gezeigt hat. (und es gibt „veränderungskosten eines weltmarktes“: das sind alles feststehende begriffe, die gebrauche ich hier nicht zum ersten mal: die kapitalkosten solcher veränderung der wahrnehmung der realität durch einen weltmarkt sollen und lassen sich durch unternehmen, die das evtl. wagen wollen, in szenarien vorab darlegen/abschätzen:

vor allem, wie die veränderungskosten sich verhalten relativ zur finanzkraft eines einzelnen, (angeschlagenen?!) unternehmens.


daher gibt es ja auch den begriff der stretegischen allianzen: wenn ich alleine einen weltmarkt nicht erziehen kann, dann suche ich als vorstandsvorsitzender einer einzelnen, ganz bestimmten markteilnehmenden ag (wie hier im compuerbizz amd z.b.) das gespräch mit den anderen maßgeblichen vorstandvorsitzenden, vielleicht z.b. am rande des world economic forums in davos oder so. mal vortasten, ob, „wann und wie wir den weltmarkt auf 64bit erziehen, ändern können/sollen/wollen/müssen“. und wenn der andere, größere, stärkere abwinkt, lasse ich die finger davon!

alleine, als 20% firma gegen den weltmarktführer so was durchexerzieren zu wollen ist bestenfalls bloß blöde. schlimmstenfalls die endgültige pleite, fürchte ich.

und was die amd’ler damals, als sie die strategische entscheidung für das vorpreschen mit dem a64 getroffen haben, in ihrer verzweiflung, in ihrer kollektiven dummheit(?) übersahen (geschäftsleitungen neigen in so situationen, in denen sie so unter druck sind wie amd zur zeit, zu so etwas): die möglichkeiten, die amd hatte, den wirkungsgrad pro takt zu erhöhen, die haben natürlich alle. und intel hat das jetzt mit dem p4–ee sofort und erfolgreich vorgemacht. z.b. hier nachzulesen:

http://www.hardwareluxx.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=3&t=000010&p=9


man prüfe ggfls. das ganz review und versuche mit der nötigen distanz und nüchterheit zu beurteilen:

so läuft nur ein looser in fallen, die er selbst aufgestellt hat, meine liebe firma amd. nix gegen die leute da, wie herrn g. den ex-lehrer und pressesprecher. aber man frage mal weltbeste unternehmensberater „made in harvard“, was die zur gegenwärtigen positionierung des unternehmens AMD in weltmärkten meinen werden. und ich meine wirklich weltbeste unternehensberater. wirklich brilliante leute. die gibt es nämlich. solche die „kenntnis von weltmärkten als free born individuals schon mit der muttermilch eingesogen haben“. keine ex-ddr-leute, die am beispiel, learning by doing sozusagen durch versuch und irrtum, die welt mit 40 oder mehr jahren nachholend auch noch kennen lernen wollen. nix gegen ex-ddr usw. alles honorig usw.. was aber zählt fürs nackte überleben in weltmärkten? das da welche das beste gewollt haben? bloß gewollt?

was ich hier schreibe, dürfte man nicht (öffentlich) schreiben, schon gar nicht, wenn es vermutlich wahr wäre, mehr als wahr? oh doch: genau das kann, soll, darf, muss man sogar, wenn man aus einem lande stammt, dass nix hat, außer der intellektualität und der ausbildung seiner menschen, so wie wir in mitteleuropa. (wie, wenn vielmehr die oralen gehemmtheiten der letzten 10-20 jahre uns so weit in die krise gebracht hätten?)

wenn ich aufsichtsratsvorsitzenden von AMD wäre, damit vertreter des zu bewahrenden, zu mehrenden kapitals und eigentlicher „herrscher“ über die firma, ich würde zur zeit sehr heftig mit mir darüber zu rate gehen, ob die die ganze führungsblase auf der arbeitenden ebene, wie vorstandsvorsitzende, pressesprecher usw., usf. ohne "golden parachut" in die wüste zu schicken, auszutauschen wären, bevor die alles ganz grunde gerichtet haben.

unter meiner führung würde AMD eine strategische offensive starten mit dem ziel endlich mehr takt pro silikon zu erreichen, taktmäßig zu intel aufzuschließen. (statt blöderweise als marktfloh die kräfte an der durchsetzung von 64bit als betriebssystemstandard zu vergeuden. amd macht hier microsofts arbeit: ist das die aufgabe eines chipherstellers?) und ich würde das öffentlich sagen, das wir jetzt eine taktoffensive starten, zu intel aufschließen werden: versuchen die besten people mir zu gewinnen für das ziel. weiter an der effizienz pro takt zu basteln ist und bleibt per heute eine strategische sackgasse für AMD: da ist man ja schon gut.

nun muss man es auf dem originären feld des wettbewerbers auch werden. (und die ereichte takteffizienz erfolgreich mitnehmen auf dem weg natürlich) so gewönne man die zukunft.


anyway

p.


p.s.: man sehe sich noch einmal in ruhe das gesamt-performance rating hier bei computerbase an. und wo kann/könnte/wird intel stehen, wenn intel will, mit einem 90nm-prescott in 64 bit architektur? amd ist mit dem a64, auch dem fx-51, noch lange nicht aus dem schneider.

https://www.computerbase.de/artikel...4-extreme-edition-mit-2-mb-cache.237/seite-31


 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt wirklich Merkwürdigkeiten im Technologiemarkt.

Zum '14% mehr Leistung zum 7fachen Preis':

Erstmal werden die Leute abgezockt, denen es das wert ist. Ist bei GraKas ja auch nicht anders. Mir nützt eine 5mal teurere Karte auch nix wenn sie erst bei 2048er Auflösung mit x-fach AF/AA spürbar schneller ist und ich trotzdem nur 1024er Auflösung spiele. Einfach abwarten bis Preis/Leistung stimmt.

Zu 64bit:

Es wurde gehyped und wird nun in den Markt gebracht. Es fehlt aber noch die optimierte Software, die es wirklich ausnutzt (Siehe DX9-GraKas als es keine Games dafür gab). War mit MMX und 3Dnow! auch so, aber irgenwann kam die Unterstützung. Vorteil des A64 ist jedoch seine Stärke unter 32bit, die ihn nicht nur theoretisch vorwärts bringt.

Zu Taktoffensive bei AMD:

Was ich nicht verstehe: Der A64 liess sich in Tests gut übertakten bis 3+GHz, aber warum kommt er dann mit 'nur' 2,2GHz? Warum nicht mit 2,5GHz und dann mit dem P4 den Boden aufwischen? Aber wahrscheinlich ist die 'sichere' Ausbeute mit 2,2GHz als Maximum besser.

Fazit:
Mein fast ein Jahr altes System bleibt noch bis Spiele für mich subjektiv unspielbar sind.

Nebenbei mein System (1 Jahr schon alt :D ):
XP2400+@2700+
GF4Ti4200

und läuft und läuft und läuft....
Ich hab keine Ahnung wie viele 3DMarks, PCMarks, AquaMarks, ShaderMarks usw. der bringt und kann gut damit leben.
 
Wenn ich noch ein paar weitere Fehler von AMD anmerken dürfte:
sie hätten mehr in den boomenden Markt mobile Kommunikation investieren müssen. Dort ist noch Geld zu machen. Doch wer hat das erkannt? Natürlich Intel. Die haben den Pentium M gebracht, der bald in den meisten Notebooks eingesetzt wird, die haben den XScale gebracht, der bald in jedem PocketPC zu finden sein wird. AMD ist da aus dem Rennen, da brauchen die gar nichts mehr reinzustecken, der Markt ist weg.
Und gerade am Beispiel des P M sieht man sehr gut, wer das bessere Marketing betreibt: Intel. Statt, was ja durchaus legitim gewesen wäre, ein Performance Rating für diesen supergenialen Prozessor einzuführen, bastelt man ein Plattform namens Centrino (in der natürlich nur Intel-Produkte vorkommen), startet ein teure Werbekampagne und der Rest ergibt sich von alleine, der Markt wird entscheiden; und der entscheidet sich ganz eindeutig für Centrino. AMD dagegen popelt mit diesem Quantispeed herum und versucht mir weiszumachen, dass ein XP 3200+ so schnell läuft wie ein mit 3200 MHz getakteter anderer Prozessor, welcher das auch immer sein mag.
Als AMD den Athlon herausgebracht hatte, hab ich mir einen eingebaut. Warum? Weil er günstiger und schneller war als ein P3. Schneller? Ja, mit einem AMD-Chipsatz (750, wenn ich mich nicht irre). Board abgeraucht, neues mit VIA-Chipsatz geholt, plötzlich war er wieder langsamer. Und da liegt der nächste Fehler von AMD. Intel baut für seine Prozessoren die - da wird mir jeder zustimmen - besten Chipsätze; und macht damit ein Schweinegeld. Für AMDs bekomme ich dann gurkige VIAs oder buggige NVidias.

Wenn AMD einfach nur mal ganz vorsichtig bei Intel abschauen würde, vielleicht würden sie dann sogar wieder erfolgreich werden. Intel ist nicht umsonst einer der wenigen Hersteller, die im heutzutage schwierigen Computermarkt noch Gewinne einfahren. AMD gehört nicht dazu.
 
Hehehe, ja, AMD-Chipsatz.
Ich mein, ich habe einen, nur war er nie zukunftssicher... naja, immerhin geht er ja bis zu nem Palo 2100+ (erst mal noch einen kriegen :) ).

Zur Thematik: im Kern Eurer Aussagen habt Ihr sicherlich alle ein wenig recht, vielleicht sogar ein wenig mehr, allerdings ist es zum Glück weder Eure noch unsere Aufgabe uns den Kopf der Chefs von AMD zu machen.
Ich denke Abwarten lautet wieder das Zauberwort. Mein Oldie werkelt noch (ein bisschen) und irgendwann will ich dann doch mal'n bisschen Speed! Nächstes Jahr vielleicht.
Und dann betrachte ich den Markt noch einmal genauer, wie ich ihn jetzt nur beobachte, und werde mir dann das passende Produkt kaufen, jenes, das (zu) mir passt :).
 
Original erstellt von Anaxagoras
allerdings ist es zum Glück weder Eure noch unsere Aufgabe uns den Kopf der Chefs von AMD zu machen.


Ja, las 'die da oben' ruhig ihr Süppchen kochen,
Prozessoren sind ja billig und massig verfügbar.
Aber, Anaxagoras, hast Du Dich mal gefragt, was passiert, wenn AMD pleite ist?
Wird dann Intel als einziger bedeutender Hersteller weiterhin im Sechswochentakt die Preisschraube nach unten drehen?
Weiterhin im Zweimonatstakt neue und bessere Produkte massenhaft auf den Markt werfen?

Oder wird Intel, mangels Konkurrenz, seine Produkte verteuern, die Entwicklung verlangsamen, die Entwicklungsabteilungen schrumpfen und Mitarbeiter 'freisetzen'?

____________

Hört bitte auf auf die AMD-/Nividea-Fans einzudreschen, damit sich die Intel-/ATI-Klasse weiterhin die guten Produkte preiswert kaufen kann.

wop :p
 
Konkurrenz ist für alle extrem wichtig. Für das Unternehmen selbst, seine Mitarbeiter, Endkunden, Hänlder, den Staat,....



Bitte verwende ein anderes Synonym für "Mitarbeiter freisetzen"!!
Das ist ja fast schon kriminell, wie du negative Wörter versüßt. Normal machen das nur Manager.
 
also wirklich gehaltvoll ist das nicht perfekt.
aber auch egal... der markt steckt im umbruch, neue ziele erfordern neue wege bla bla..
die a64 architektur schon jetzt als gestorben oder so zu bezeichnen ist falsch!
wollen wir denn immer bei 32bit bleiben? oder warten bis der große liebe häuptling intel allen sagt " los kommt, ich will 64... also machen wir jetzt 64"... warum warten wir nicht bis VIA damit kommt? son cyrix 64 z.b. ? wäre dir das lieber?
und ja, bei 2,2ghz is die ausbeute größer als bei 2,5...
irgend jemand muss den ersten schritt machen. wer das ist egal. abwarten und ganz viel tee trinken..
und net zu viel dichten.

greetz
 
@all

Eins dürfen wir nicht vergessen. Hardware war schon immer schneller in der Entwicklung als Software. Also was schadet da heute nen 64 Bit Proz.....?
 
@serge:

Ein bißchen mehr Text vor Dir wäre aber trotzdem nicht schlecht.
Du möchtest zwar niemanden direkt als "laberkopf" bezeichnen, aber konstruktiv kam von Dir ja auch nicht mehr als labern.

Laß uns doch mal an Deiner Meinung teilhaben, oder wolltest du mit Deinem Hinweis auf den Computerbase-Artikel zeigen, dass du jedem Gerücht aufsitzt und eigene Worte nicht zu generieren weißt?;)
 
ich habe nen amd. bin zufrieden. die cpu ist billiger als die von intel und man kann sie schön übertakten.

Das Problem bei AMD sind auch die Sockel. Athlon xp (barton) rennt ja immer noch mit sockel A. der a64 mit sockel 754. der a64fx mit sockel 940 und q1 04 kommt Sockel 939 für a64 raus.

Ich glaube einige werden einfach den jänner abwarten bis die neuen cpu von amd mit sockel 939 kommen, denn die werden für die zukunft auch gebaut.
 
Zurück
Oben