News Künstliche Intelligenz: Metas 5-Gigawatt-Datacenter würde Manhattan einnehmen

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Blaexe schrieb:
Wir brauchen bezahlbare, technische Lösungen um der Atmosphäre aktiv CO2 in großem Stil zu entziehen. Und nein, das ist Stand heute in dem Ausmaß nicht realistisch möglich. Sowohl vom Energiebedarf als auch von den Kosten her.
Und statt dessen hofft man besser darauf das ein stochastischer Papagei uns die Lösung bringt um mehr als 40 Gigatonnen CO2 pro Jahr der Atmosphäre zu entziehen?
 
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Blaexe schrieb:
Welche Lösung soll denn bitte den Klimawandel umkehren und dabei noch bezahlbar und machbar sein? Gibt es nicht.

Blaexe schrieb:
Wir brauchen bezahlbare, technische Lösungen um der Atmosphäre aktiv CO2 in großem Stil zu entziehen. Und nein, das ist Stand heute in dem Ausmaß nicht realistisch möglich. Sowohl vom Energiebedarf als auch von den Kosten her.

Es gab ja in den letzten Jahren einen mit insg. 100 Millionen Euro dotierten Wettbewerb, bei dem es um die Entfernung von CO² aus der Atmosphäre ging. Was haltet ihr von den Preisträgern?

https://www.xprize.org/prizes/carbonremoval

Wenn ich mich richtig erinnere war es Bill Gates, der vor einigen Jahren in seinem Buch schrieb, dass die Marke von 100$ pro Tonne geknackt werden müsse, um ökonomische Skalierbarkeit zu gewährleisten. Vermutlich war er es nicht, der als erster diese Rechnung aufstellte. Dem entsprechend aber hat auch der XPrize das als eine Zielmarke definiert. Scheinbar kommen zumindest die ersten beiden Lösungen unter diese Zielmarke (wird von der Foundation geprüft, also dürfte es zumindest ungefähr stimmen).

Bei 40 Milliarden Tonnen CO² im Jahr entspricht das 400 Millionen $ für die Emissionen eines Jahres. Das ist ja echt nichts, wenn man diese Zahl mit anderen Staatsausgaben vergleicht. Das könnte selbst ein kleines europäisches Land stemmen.

In Summe wären etwas über 1000 Milliarden Tonnen zu entfernen. Rechnen wir mal mit 1200. Das entspricht dem 30 fachen des aktuellen jährlichen Ausstoßes. Und damit dem 30x fachen der oben errechneten Zahl: also 400 Millionen $ x 30 = 12 Milliarden $.

Hab ich da in der Rechnung einen Fehler?


PS: Ich glaube, über diesen Wettbewerb wurde bei uns weniger berichtet, weil er von Musk finanziert wurde und sich das mit der Zeit überschnitt, als Musk politisch unangenehm wurde.
 
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themk schrieb:
Wenn ich mich richtig erinnere was war es Bill Gates, der vor einigen Jahren in seinem Buch schrieb, dass die Marke von 100$ pro Tonne geknackt werden müsse, um ökonomische Skalierbarkeit zu gewährleisten. Vermutlich war er es nicht, der als erster diese Rechnung aufstellte. Dem entsprechend aber hat auch der XPrize das als eine Zielmarke definiert. Scheinbar kommen zumindest die ersten beiden Lösungen unter diese Zielmarke (wird von der Foundation geprüft, also dürfte es zumindest ungefähr stimmen).

Bei 40 Milliarden Tonnen CO² im Jahr entspricht das 400 Millionen $ für die Emissionen eines Jahres. Das ist ja echt nichts, wenn man diese Zahl mit anderen Staatsausgaben vergleicht. Das könnte selbst ein kleines europäisches Land stemmen.
Rechne lieber noch mal richtig -> Hinweis: * statt /
 
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themk schrieb:
... dass die Marke von 100$ pro Tonne [...]

Bei 40 Milliarden Tonnen CO² im Jahr entspricht das 400 Millionen $ für die Emissionen eines Jahres. ....
Irgendwie sieht das für mich nach einem groben Rechenfehler aus Milliarden sind doch ungleich Millionen, oder lese ich deinen Beitrag falsch?

Und Wettbewerb hin und her, du kannst nicht einfach Milchmädchenhochskalierrechnen. Verstehen manche Niederländer mit ihrem Traum vom Schottland-Westnorwegen-Damm auch nicht, weil sie nicht kapieren, dass allein das Eisen für die Stahlarmierung eines Stahlbetongdamms von Inverness bis Bergen auf: es gibt nur eine Erde, ein Problem wird.
 
foofoobar schrieb:
Und statt dessen hofft man besser darauf das ein stochastischer Papagei uns die Lösung bringt um mehr als 40 Gigatonnen CO2 pro Jahr der Atmosphäre zu entziehen?
Nein, hat auch niemand behauptet. Sondern von einer Super-Intelligenz, die, und du müsstest nur richtig lesen, niemand versprechen kann. Daher der Begriff "Wette". Es sollte nicht schwer zu verstehen sein dass für ein riesiges Potential auch riesige Investitionen getätigt werden.

Möchtest du es noch mehr vorgekaut bekommen?

@themk

Grundsätzlich vielversprechend wenn, und das ist ja noch unbekannt, der Zielpreis erreicht werden kann. Größeres Problem ist dann wohl eher die Logistik.
 
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themk schrieb:
In Summe wären etwas über 1000 Milliarden Tonnen zu entfernen. Rechnen wir mal mit 1200. Das entspricht dem 30 fachen des aktuellen jährlichen Ausstoßes. Und damit dem 30x fachen der oben errechneten Zahl: also 400 Millionen $ x 30 = 12 Milliarden $.

Hab ich da in der Rechnung einen Fehler?
Ich denke ja. :D

Wenn 1 Tonne 100$ kostet, können doch 40 Milliarden Tonnen nicht auf einmal weniger kosten bzw. die Summe kleiner werden?! Es sei denn, es gibt einen Mengenrabatt? :P
themk schrieb:
Bei 40 Milliarden Tonnen CO² im Jahr entspricht das 400 Millionen $ für die Emissionen eines Jahres.
Bei 40 Milliarden Tonnen CO² im Jahr entspricht das 4 Billionen $ für die Emissionen eines Jahres.

Bei 1200 Milliarden Tonnen wären das dann 120 Billionen.

Oder habe ich jetzt in der Rechnung einen Fehler?
 
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MountWalker schrieb:
Verstehen manche Niederländer mit ihrem Traum vom Schottland-Westnorwegen-Damm auch nicht, weil sie nicht kapieren, dass allein das Eisen für die Stahlarmierung eines Stahlbetongdamms von Inverness bis Bergen auf: es gibt nur eine Erde, ein Problem wird.
"Lustige" Idee, kannte ich bisher gar nicht. ;)

Beton! (ohne "g") Es sei denn, bei Stahlbeton(g) ist es anders, weil der Stahl da "Gongggg" macht, wenn man dran haut... :D

Darauf wollte ich aber gar nicht raus. Ich habe diese Woche erst gelesen, dass die bisher gebauten Staudämme die Pole verschoben haben:
Die irdischen Pole verlagern sich – und wir sind mitschuld. Denn ein Teil dieser Polwanderung geht auf die von uns gebauten Staudämme zurück, wie eine Studie nun enthüllt. Das in den Stauseen zurückgehaltene Wasser verändert die irdische Massenverteilung. Dadurch hat sich die Erdoberfläche seit 1835 um 1,13 Meter gegen die Erdachse verschoben. Diese Polverschiebung zeichnet sogar die Hotpots des Staudammbaus nach: Der Pol driftete erst nach Osten, dann nach Westen.
https://www.scinexx.de/news/geowissen/staudaemme-haben-die-erdachse-verschoben/

Bei einem Damm dieser Größe wäre dann der Nordpol auf einmal der Südpol? :D
 
Ok, ok. Schande über mein Haupt. Ich hätte wohl noch ein halbes Jahrzehnt Informatik studieren sollen - dann wäre mir das mit dem Mal und Dividiert auch klar geworden. 🤔😯😂

Na gut. Dann gehen Superreiche wie Gates also davon aus, dass wir 4000 Milliarden Dollar, also knapp 4% des jährlichen globalen BIP, für die Beseitigung der Emissionen ausgeben.

Das erscheint mir dann doch noch etwas zu teuer. Aber zumindest nähert es sich der Größenordnung an, ab der es Sinn macht. Spätestens bei 10$ pro Tonne CO² (also 400 Milliarden im Jahr = 0,4% des globalen BIP) wäre es wirklich vorstellbar - möglicherweise sogar mit etwas Rückwärtsgang im ppm.

Der eigentliche Grund, weshalb diese knapp 4% BIP jedoch als akzeptabel erachtet werden dürfte im jährlichen BIP Wachstum liegen. Wenn dieses weltweit weiter bei etwa 3% liegen würde, würde die Wiederaufnahme des jährlichen CO² innerhalb weniger Jahrzehnte selbst mit einer 100$ pro Tonne Technologie auf unter 1% des globalen BIP fallen und damit leistbar werden. Fragliche Faktoren dabei sind: Bleibt das Wachstum bei 3%, welchen Preis hat eine Technologie pro Tonne die sich wirklich skalieren lässt und wie entwickeln sich die zukünftigen Emissionen. Außerdem sind langfristig CO² Äquivalente (insb. Methan) u.U. von größerer Bedeutung als heute, da ihr relativer Anteil in der Atmosphäre ansteigt.
 
Holzinternet schrieb:
Über den Klimawandel mach ich mir persönlich keine Sorgen. Muss auch niemanden erziehen wollen. Und das alte "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" muss ich mir auch nicht geben.

IPCC ist nicht unbedingt deutsch. Erziehen muss ich auch niemanden, außer meine Kinder. Wir schrieben darüber, warum Leute dieses Rechenzentrum kritisieren. Und wer den Klimawandel ignoriert, der mag ein angenehmeres Leben führen, für sehr viele Leute ist das aber eben keine Option. Dein Kommentar repräsentiert für mich nämlich auch eine grassierende Angst: Die Angst, "erzogen" zu werden, wenn die physikalische Realität des Klimawandels auch nur von anderen erwähnt wird. Keine Angst vor den Folgen zu haben, halte ich dabei gar nicht für eine schlechte Strategie im Übrigen. Das Phänomen zu ignorieren dagegen schon.
 
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