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NewsKurioses Experiment: Entwickler lässt ein Fliegenhirn Doom spielen
https://research.google/blog/a-connectomics-milestone-mapping-the-complete-male-fruit-fly-brain/
Neurowissenschaften eben: verstehen wie Nervensysteme die Welt wahrnehmen, auf Reize reagieren, beschädigte Bahnen reparieren.. Die Fruchtfliege ist ja nur ein Modellorganismus, als nächstes folgt der Zebrafisch und dann irgendwann Teile eines Maushirns. Wir wissen noch immer so wenig über unser Hirn. Allein schon die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichem Connectom (Agressionsverhalten, Balz usw usf). Wenn uns die Wissenschaft dabei hilft unser Gegenüber besser zu verstehen ist ja was wert, Google selbst wird wahrscheinlich eher an der Optimierung von Adsense interessiert sein.
Selbst der Ansatz mit Doom als Testplattform für KI basierte Neuronen hätte wahrscheinlich einen Gewissen Lerneffekt. Scheint aber selbst nach 3000 Reboots aufs herumlaufen und Ballern beschränkt zu sein.
Genau das war einer meiner ersten Gedanken.
Vielleicht ist das ganze ja als subtile Beleidigung all jener gedacht die sich bei Doom immer zu schlecht angestellt haben? Seht ihr, selbst eine Fruchtfliege kriegt das besser hin!
Abgesehen davon zeigt mir das aber auch, daß anscheinend auch den Forschern selbst klar ist, daß die jetzigen KI-Modelle eine Sackgasse sind bei der Suche nach dem künstlichen Bewußtsein. Immerhin arbeitet man sich an Simulationen des Gehirns (menschlich oder tierisch) schon seit Jahrzehnten ab. Nur der große Durchbruch läßt bis jetzt noch auf sich warten.
Und nein, damit will ich kein KI-Bashing betreiben. Die Dinger können inzwischen erstaunlich viel. Nur denke ich das sich der ganze Ansatz der aktuellen KI-Modelle auf dem Weg zur echten künstlichen Intelligenz als Irrweg erweisen wird.
Was verstehe ich unter einem "simulierten Fliegengehirn"?
Was passiert, wenn man an eine echte Fliege im Hirn Elektroden anbringt und die Fliege mit Doom konfrontiert?
Ich denke mal, das passt beides nicht zueinander, denn 167k Nervenzellen sind nun mal nicht alles, was zählt. Es geht darum, wie die einzelnen Zellen zueinander verschaltet sind.
Was eine Idee - ich schiele gerade zu meinen zwei Bengalen, die quer auf meinem Tisch liegen, aber ich glaube die würden keine Gefangenen machen und man sollte Friendly Fire bei so einem Match unbedingt deaktivieren... 😉
Weyoun schrieb:
Was passiert, wenn man an eine echte Fliege im Hirn Elektroden anbringt und die Fliege mit Doom konfrontiert?
Schöner Bericht, gut erklärt.
Hat mit dem Thema nichts zu tun, aber muss dabei an die Tauben denken, die in den 50ern vor Radarschirme geschnallt wurden, um mit ihrem Gepicke Flugabwehrwaffen zu steuern.
Ein instinktgesteuertes Individuum wie eine Fruchtfliege konzentriert sich doch ausschließlich auf Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung.
Was wohl die gescannte Verdrahtung von beiden Instinkten als „Schießen“ impliziert, möchte ich jetzt nicht explizit benennen. Aber so viel ist gewiss: Nahrung geht immer rein
Herrlich..."Du spielst schlechter als eine Fruchtfliege!"...die neue Beleidigung auf den MP-Servern!
Aber ernsthaft: es ist schon eine Erkenntnis, das eine Fruchtfliege anscheinend nicht lernfähig ist. Aber bei der Anzahl an Nervenzellen ist das "Hirn" auch nicht wirklich komplex. (auch wenn ich bei manchen Lebewesen auf ähnliche Kapazität tippen würde! ). Wäre dann interessant, ab welcher Größe/Kapazität/ Spezie es dann tatsächlich mit dem Lerneffekt funktioniert.