Kurt Beck und seine "unbedachte" Äusserung

Wie findet ihr seine Äusserung gegenüber der realen Person?


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gegen die 4mio arbeitslosen stehen auch wieder 600.000 - 700.000 offene stellen. dann hätten wir eine quote von knapp über 3mio arbeitslose, was bei einer so großen volkswirtschaf wie es deutschland ist normal wäre! zumal du meines erachtens die situation in deutschland zu schwarz malst. die ganze jobsituation hat sich in diesem jahr sehr sehr verbessert! ifo index steigt stetig, die weltbank zeigt für DE den daumen hoch, die wirtschaftsweisen sehen einen aufschwung, wir sind exportweltmeister etc... .

genauso beim ausbildungsmarkt. es gibt innungen, welche händeringend nach auszubildenden suchen aber keine bekommen! im gegenzug sieht man, dass es zu wenige ausbildungsstellen gibt?! was für eine logik. entweder man strengt sich an und arbeitet durch schulnoten etc darauf hin einen begehrten ausbildungsplatz zu bekommen, oder man muss halt das übrig gebliebene nehmen. aber es kann nicht sein, dass es bei solch einem mangel noch offene stellen gibt! frei nach dem motto, dann lieber mit 20 jahren arbeitslos als z.b. fleischer werden. da muss man ja um 4.00 aufstehen...

die gesellschaft ist einfach zu bequem geworden. jeder sucht die schuld immer nur bei den anderen anstatt das leben mal in die eigene hände zu nehmen um mal was durchzuhauen! wir deutschen sind mit abstand die größten heulsusen! die polen arbeiten als spargelstecher bei wind und wetter jeden tag unter den härtesten körperlichen umständen. oh weh, denkt sich ein deutscher, das kostet ja körpereinsatz..... .

es ist eben eine frage der motivation, der einstellung und vor allem der erziehung. geh doch mal an schulen und hör dir das gezülze der jugendlichen an. ich will das jetzt nicht verallgemeinern, denn es gibt auch viele normale. aber um die mache ich mir auch keine sorgen wegen job etc.
mir reichts schon wenn ich am sa abend den tv durchzappe und sehe auf pro7 den geistigen abfall der sich in sämtlichen talkshows tümmelt..... .

p.s. ich beziehe mein posting nicht auf arbeitslose die über 40 sind und teilweise auch nicht auf arbeitslose in wirtschaftlich sehr mauen regionen!
 
oh weh, denkt sich ein deutscher, das kostet ja körpereinsatz..... .
Pauschalisierung!
Gibt auch genug Deutsche die das machen aber für einen Polen ist der Anreiz viel höher so nen Job zu machen, weil er in der Relation mehr Geld bekommt. 6€/Std. sind für einen Polen eine Menge Geld. Der Durchschnittslohn in Polen liegt bei 400€. 26 Tage (~ein Monat, inkl. Sa.) auf dem Spargelfeld bringen ihm selbst bei nur 6€/Std. rund 1400€. Durch eine Regelung dürfen die auch im Monat glaub länger arbeiten weil sie dann die freien Tage irgendwie bekommen wenn sie quasi wieder zurück fahren oder sowas in der Art.
Und ein Deutscher arbeitet 40h in der Woche und bekommt für den Job 1000€ nach Abzügen reicht das grad so zum überleben und das obwohl man die Woche hart hart gebuckelt hat. Es kann auch sein das man den Job als 1€ Job aufgedrückt bekommt, selbst dann hat man meist am Ende des Monats mehr Kohle als der ehrliche Arbeiter für 6€/Std. Das kann doch nicht angehen...
 
Spargelstechen ist aber ein nicht wirklich gutes Beispiel! Ich würde für 3,50€ pro Stunde nicht arbeiten gehen. 3,50€x8Std.x5Tagex4Wochen= 560€:freak:

Sorry, aber wie willst Du davon die Lebenshaltungskosten bestreiten oder was für die Altersvorsorge sparen. Wir reden hier von nem Vollzeitjob! Volkswirtschaftlich machen solche Arbeitsverhältnisse ebensowenig Sinn.

MFG
 
10tacle schrieb:
Pauschalisierung!
Gibt auch genug Deutsche die das machen
das halte ich für ein gerücht! vielleicht 3 wochen...


@e-ding
spargelstechen ist ein 1€ job. d.h. das vediente kommt als kleiner bonus auf h4 hinzu. deine lebenskosten werden durch h4 ohnehin schon bezahlt! nur durch solchen willeneinsatz den man nach außen signalisierst wird die chance auf einen richtigen vollzeitjob höher. was ist besser, ein lebenslauf mit h4 und lücke (nichts tun) oder h4 mit job zwischen durch? macht euch mal gedanken
 
Zuletzt bearbeitet:
@guillome
Also entgegen der tollen Prognosen, sehe ich in meinem Umfeld (Klein- und Mittelstand) absolut nix davon, im Gegenteil. Ich frage mich WO? Im Export, an der Börse? Schön.
Haste auch mal die 600000 offenen Stellen genau hinterfragt?
Arbeit gibt es immer genug, keine Frage, aber keine bezahlbare.

Das mit der Ausbildung und dem Anstrengen klingt ja auf den ersten Blick richtig gut. Nur schau unser Schul- und Bildungssystem an. Und sind erstmal alle hochqualifiziert ausgebildet und studiert (was nunmal auch nicht jeder vermag), dann haben sie das nicht unbedingt für Fleischer gemacht. Andersherum erwartet auch der Fleischer einige Grundlagen, woran es leider zunehmend immer mehr mangelt.

Und mal wieder das unerträgliche Thema Spargelfeld. Es ist ja nicht verwunderlich, dass Polen diese Arbeit übernehmen. Ihr Lebensstandard bei sich ist niedrigst, Sozialstaat gen 0, sie haben hierzulande kaum Arbeitnehmerrechte, Gewerkschaften oder Tarifverträge, mucken daher nicht auf und lassen sich alles bieten, allemal besser als bei sich. Wollen wir das wirklich?

Nein, was die Spargelbauern auf einmal wollen (oder doch nun zwangsweise müssen?), sind am liebsten weiterhin polnische Verhältnisse und Bedingungen. Nur leben wir nunmal in Deutschland. Komisch, dass die armen Bauern sich jahrelang vorher nie beschwert haben, ging ja auch jahrelang besonders gut und günstig mit den billigen Ausländern für billiges Geld und billigste Unterkunft, was will ich da mit Deutschen? Wie heuchlerisch. Zumal Spargelstechen meist auch nur Saisonarbeit ist.

Du scheint überhaupt zuviel Privatfernsehen zu schauen, was meist nur die halbe Wahrheit berichtet, ähnlich BILD. Ich sage nur: Show ist alles. Und nur weil es oft im TV kommt, heisst das nicht, dass es das auch vermehrt gibt. Die Nachfrage nach Trash scheint aber noch hoch genug zu sein, sondern hättens sie es mangels Einschaltquoten längst wieder abgesetzt. :)

Klar ist es auch eine Einstellungssache. Nur die Frage ist, würdest Du Dich unter diesen Bedingungen und Perspektiven aufs Spargelfeld stellen? Man muss es wirklich mal mitgemacht haben, um darüber zu urteilen. Zudem kann man dann auch gleich mal mit die wahllose Vermittlung der Arbeitsämter ankreiden.
Und irgendwann hörts eben auch mal auf mit dem grenzenlosen Engagement für nichts und wiedernichts.

Es gibt immer Assis und Schmarotzer, doch die waren in diesem Land noch nie die Ursache des Abwärtstrendes, sondern immer nur vorgeschobener Sündenbock und Folge.
Auf der einen Seiten streiken durchschnittlich gut bezahlte Arbeiter für Lohnerhöhungen und auf der anderen Seite solls auf Spargelfeld gehen?
 
guillome schrieb:
macht euch mal gedanken

Wir sind schon dabei!;)

Die Spargelbauern zu subventionieren ist nun auch keine Lösung!
Du schreibst es selbst! Da hat jemand Arbeit und muss trotzdem noch vom Staat (Steuerzahler) unterstützt werden.
Das ist nicht das Verständnis, dass ich von einem Sozialstaat habe.

Daher Mindestlöhne:--> auch für Polen!;)


MFG

edit: Irgendwie sind wir n bissel vom Thema weggekommen!
 
guillome schrieb:
spargelstechen ist ein 1€ job. d.h. das vediente kommt als kleiner bonus auf h4 hinzu. deine lebenskosten werden durch h4 ohnehin schon bezahlt! nur durch solchen willeneinsatz den man nach außen signalisierst wird die chance auf einen richtigen vollzeitjob höher. was ist besser, ein lebenslauf mit h4 und lücke (nichts tun) oder h4 mit job zwischen durch? macht euch mal gedanken

1 Euro-Job, dh. in der Regel 80 Euro mehr im Monat zu HIV. Anders betrachtet geht man aber auch nur für 80 Euro im Monat für den Spargelbauern arbeiten. Soll das der Trend werden?

Desweitern glaube ich kaum, dass man vom 1-Euro-Spargelstechen wirklich mehr Chancen im jeweiligen Beruf hat. In qualifizierten, nicht brachnenähnlichen mit Sicherheit nicht, und in "unterprivilegierten" Jobs ist die Nachfrage grösser, als die Angebote.
Da warten die nicht wirklich auf den emsigen Spargelstecher, sondern hätten am liebsten ne Putze mit Abitur für 3 Euro/h. Leider bekommen sie diese oft auch, aufgrund des enormen Überangebotes auf der Bewerberseite.

PS:
Die 80 Euro (1€-Job) werden übrigens vom Steuerzahler bezahlt, nicht vom Spargelbauern ! Das ganze nennt sich dann auch nicht Lohn, sondern Aufwandsentschädigung.
Und sicher meintest Du mit "lebenskosten" Überlebenskosten. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
schönes Beispiel für Meinungsmache eben bei Exclusiv auf RTL.

Ein Bericht über "deutschlands bekanntesten Arbeitslosen". Vor dem Beitrag sagt der Typ der durch die Sendung führt (Sinngemäß) "Jetzt meldet sich auch seine Mutter zu Wort und sagt wie entäuscht sie von ihrem Sohn ist".
Der Beitrag beginnt, traurige Musik und man sieht die Mutter alte Kindefotos durchstöbern,, dann setzt die Stimme des "Erzählers" ein (Sinngemäß) "traurig schaut sich seine Mutter die Bilder von damals an, da konnte sie noch nicht wissen das er einmal "deutschlands bekanntester Arbeitsloser" wird. [Das Gesicht der Mutter war kurz zu sehen, wirkte weder traurig noch fröhlich, wirkte eher Nachdenklick]
Dann kommt die Mutter zu Wort (Sinngemäß) "Mein Sohn wurde zum Alkoholiker, so bitter wie das für mich ist als Mutter. Henrico will arbeiten, aber nur bis zur nächsten Bierflasche"

Dann Schnitt und man sieht Henrico Frank vor der AfA (Agentur für Arbeit) in Wiesbaden wo er heute ein Termin hat. Der "Erzähler" (Sinngemäß) "Heute musste Henrico Frank mal früh aufstehen, er hatte um 10 Uhr einen Termin und muss sich für die Absagen erklären". Auf die Frage eines Reporters antwortet er "Ich habe gestern das letzte Interview gegeben, mir reicht es das die BILD Zeitung jetzt auch meine Mutter da mit reingezogen hat".
Nachdem er dann wieder aus der AfA kommt sagt seine "Pressesprecherin das er bis in 2 Wochen (weiß nimmer genau, können auch 3 Wochen sein) einen aktuellen Bescheid eines Amtsarztes vorweisen muss das er für die angebotenen Jobs nicht tauglich sei. dann wieder der Erzähler (Sinngemäß) "Henrico Frank fiel angeblich von einer Hollywoodschaukel und brach sich dabei die Schulter. Der Sprecher danach (Sinngemäß) "Da geht er, deutschlands einziger Arbeitsloser mit einer Presseabteilung".
Am Schluss sagt dann Henrico Frank das es seine Idee war eine Pressesprecherin zu beauftragen weil er schnell merkte das er mit der Situation überfordert war.

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RTL weiß also das Henrico Frank jeden Tag bis mittags pennt!? Wen interessiert es wie er sich die Schulter gebrochen hat wenn es so ist. Wieso betont der Sprecher die Hollywoodschaukel? Will man damit irgendwas andeuten? Natürlich wusste seine Mutter vor 20-25 Jahren nicht das er mal "deutschlands bekanntester Arbeitsloser" werden würde.

Von dem 6 Minuten Beitrag waren 5:50 Minuten unnötig :freak:

[EDIT]
Achso, hier ist übrigens das Interview mit dem stern:
http://www.stern.de/politik/panorama/:Henrico-Frank-Meine-Mutter/579206.html
 
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Mal etwas OT zum Thema Spargel :

www.spargelzeit.de schrieb:
Verkaufspreise des Spargel für den Endverbraucher
Die Verkaufspreise für den Endverbraucher unterscheiden sich je nach Frische und Herkunftsort. So kostet beispielsweise 1 Kilogramm frischer und heimischer Schrobenhausener Spargel der Handelsklasse I ca. 7 - 12 Euro.

Import-Spargel aus dem Ausland gibt es vereinzelt bei Discountern (wie Lidl, Aldi) schon ab 2,- Euro. Im Regelfall liegt der Preis bei Importspargel aus Spanien oder Griechenland aber bei ca. 5,- Euro pro Kilogramm.

Wenn man bedenkt das "unsere lieben" *hust* einheimischen Spargelbauern die Ernte fast für lau einholen lassen ist deren Preispolitik eine absolute Frechheit ! :mad:

Oder sind in D die Spargelnebenkosten vielleicht zu hoch? :freak: :evillol:

@ Relict

Auch deine letzten Postings unterstütze ich zu 100 % .
 
@10tacle: was erwartest du den bitteschön von Sendern wie RTL ?

ist doch nur die BILD dir ein du hättst ne Meinung - Zeitung in der Flimmerkiste

also garnicht erst einschalten und schöner leben ;)

und den Stern kann man nach der Lektüre dieses "Interviews" mit seinen teilweise beleidigenden Fragen auch nicht viel höher einstufen :(
 
Zuletzt bearbeitet:
@Damocles' Sword:
<Spargelzeit>
Ich vermute mal, dass Du nicht allzu viele Erfahrungen aus erster Hand beim Spargel-Einkauf, -Kochen und Essen hast. Mit 1-Euro-Jobs kann man hier in DE zur Spargelzeit keinen HK-I - Spargel ernten. Da muss der Bauer Angst haben, dass die Stangen falsch abgeschnitten bzw. andere beschädigt werden. Das will sorgfältig gemacht werden und braucht seine Zeit.
Die Kosten am hiesigen Standort sind höher, die Qualität schon wegen der deutlich kürzeren Transportzeit auch. Wenn ich in der Spargelzeit Spargel einkaufe, ist der maximal einen Tag alt.

Den deutschen Spargel bekommt man preiswert, wenn das Angebot größer und die Nachfrage kleiner ist. Wenn man nicht dann kauft, wenn traditionell in Deutschland Spargel auf den Tisch gebracht wird, aber das Angebot z.B. wie einige Wochen in diesem Jahr wegen eines kleinen Kälteeinbruches knapp ist, muss man auch keine Mondpreise zahlen.

Die Preisgestaltung bei Discountern ist deutlich anders als z.B. beim Spargel-Händler auf dem Markt. Die Qualität im Regelfall ebenfalls.
</Spargelzeit>
 
@Damocles' Sword
Das ist nicht nur beim Spargel so. Auch kosten zb. dt. Arzeimittel in Polen nur die Hälfte. Darin sind wir wirklich Exportweltmeister. Denn wir Hochlohn-Deutschen (^^) zahlen ja die nette Querkalkulation für unsere Exportweltmeister-Firmen, gern auch mit entsendeten Importarbeitern aus der EU. Kein Wunder, dass die Wirtschafts-Statistiken rosig aussehen.
Ich warte auf den Tag, wo die Griechen ihren Spargel bei uns günstig einkaufen, dank staatlicher Subvention (inkl. beigepackter human ressources).

PS:
Mein griechischer Spargel war dieses Jahr besser als der teure deutsche; schmackhaft, günstig und nicht holzig. :)


Achtung! Jetzt kommt ein Karton:

Ich wäre dafür, dass Hr. Beck die nächste Saison den Spargel sticht und dafür Hr. Frank dessen Schonplatz am Schreitisch mit gelegentlichen alkoholischen Ausflügen untern Volk und Parteitagen bestreitet. So kann Hr. Beck gut Gesundheitsvorsorge für sich und unser gebeuteltes Gesundheitssystem leisten und Hr. Frank wird seinen Behinderungen und seiner Abhängigkeit genüge getan, wäre sogar wieder in Lohn und Brot gebracht. Rasiert und gewaschen ist er ja jetzt und rumlabern (dank Vorkenntnissen in der HIV-Selbsthilfegruppe) kann er ja auch ganz gut, wenn man ihn denn lässt. Zahlen muss der Steuerzahler sowieso beide, entsteht ihm daher kein Nachteil.
Und sein Tippgeber scheint auch gewaschen, sowie auch kräftig genug sich zu bücken und zu stechen und kann so seiner sozialdemokratischen Vorbildfunktion für alle (un-) freiwillig Arbeitssuchenden praktisch entsprechen.
Die Manager-Trulla legen wir auf die Gurkenerntemaschine, wo sie den ganzen Tag neben dem händischen Rumfuchteln mit den Gurken und waschen selbiger auch noch ihrem gesteigerten Mitteilungsbedürfnis bei ihren polnischen Mitsammlern fröhnen kann, gern auch mit BILD feat. RTL Webcam vorort.
 
es geht auch nicht ums spargelanbauen an sich. das war ein beispiel! du kannst auch straßenkehren etc nehmen. es geht ums prinzip! alleine die geste arbeiten zu wollen (auch durch drecksjobs) signalisiert dass man arbeiten kann und will. damit steigen die chancen auf einen vollzeitjob gegenüber dem der nichts macht! das ist einfach so. ihr habt auf alles immer noch eine ausrede. das ist echt lustig.

ich bleibe dabei, es fehlt hierzulande bei einem großteil der jungen arbeitslosen eine gehörige portion motivation. jeder sollte in gewissen maße selbst für sich zuständig sein, ein eigenes leben zu führen. doch unser sozialstaat vereinfacht es dem nicht willigen. im endeffekt bezahlt immer der steuerzahler. denn verhungern muss hier keiner, frieren auch nicht, einen fernseher + der programmempfang kann man auch nicht pfänden bzw. absprechen und eine verlorene runde im gericht wird auch mitbezahlt! deshalb ist der begriff (@relict) überlebenskosten der witz schlecht hin! in vielen ländern dieser erde wäre der status h4 empfänger so etwas wie die oberschicht!

was kann deutschland für dich tun? genau das ist die devise der meisten postern hier. was aber kann ich für deutschland tun das fragt keiner. damit inbegriffen sind nicht nur arbeitslose, sondern auch unternehmer und manager (aber das wäre ein anderes thema). der staat ist ja als letzte instantz immer da und per grundgesetz verpflichtet zu helfen....

@relict
man bekommt bei einem 1€ job nicht nur 1€. das ist ein symbolischer begriff für niedrig bezahlte jobs in anlehnung auf h4. der durchschnitt liegt meist bei 3-4 € netto und das macht dann nicht nur 80€ nach 1 monat arbeit! aber ich weiß, 200€ sind doch peanuts..... der arbeitssaufwand dafür viel zu hoch . warum denn 200€ netto mehr im monat wenn ich durch einen "drecksjob" die finger dreckig machen muss, obwohl mein überleben eh gesichert ist......
 
Zuletzt bearbeitet:
@gulliome
Zuerst mal sollten wir unterscheiden zwischen den HIV 1€ Jobs und denen im Volksmund.
Bei den staatlichen (normalerweise gemeinützigen) sind es ca. 80 Euro bei 4 h täglich max. 100 Euro ! Zuverdienst ohne Anrechnung bei HIV. Doch mit was man da oft für Leuten konfrontiert wird, die ziehen alle anderen eher noch mit runter. Motivation kann dort kaum aufkommen. Ich weiss das von einem Bekannten - den ich techn. betreue - der ne private Arbeitsvermittlung- und Unternehmensberatung hat.

Vergessen wird dabei auch oft, dass man ja davon noch Beträge für Fahrtkosten und Verpflegung aufwenden muss, die man sonst nicht hätte.
Das was Du meinst sind Niedriglohnjobs, dazu gehören dann auch die 400 Euro-Jobs usw.

deshalb ist der begriff (@relict) überlebenskosten der witz schlecht hin! in vielen ländern dieser erde wäre der status h4 empfänger so etwas wie die oberschicht!

Energie für Warmwasser, Strom und Instandhaltung der Wohnung müssen vom Regelsatz (345) getragen werden, gehören nicht zu Miete- und Nebenkosten. Letztere werden nach niedrigstem Eintrag im Mietspiegel des Umkreises gewährt. Kabel-TV wird selbstverständlich auch nicht übernommen. Ich frage mich ernsthaft, was manche glauben, in welchen Saus- und Braus die Arbeitslosen leben. Die Zeiten sind schon lange vorbei, das gab es früher mal zum Teil, bei der Sozialhilfe.
Und wenn ein Säufer eben sein Geld statt für Nahrung, Hygiene und Bekleidung für Bier und Zigaretten verwendet, ist das nicht mein oder Dein Problem, sondern ein gesamtgesellschaftliches und soziales Problem.

Desweiteren sollte man nicht vergessen, dass viele auch ein Leben vor Hartz IV aufgebaut haben und daher über eine gewisse Grundausstattung verfügen. Versicherungen, Sparanlagen usw. machen kaum noch Sinn, da diese anrechenbar sind, sofern sie vor der Rente auszahlbar sind, man zieht also den kürzeren ggü. HIV-Empfängern, die diese nicht haben.

Der Gerichtsvollzieher kann zudem sehrwohl Deinen Flat-Screen oder Grossbildfernseher gegen einen gebrauchten Röhren-TV aus dem Fundus einpfänden. Das ist aber ein anderes Thema und hat nix direkt mit HIV zu tun.

So ist der monatliche Regelsatz von 345,- für einen Arbeitslosen HIV-Empfänger aufgeschlüsselt:

Nahrung, Getränke, Tabakwaren ca. 38 %....................=.......131,10 €
Bekleidung, Schuhe ca. 10 %......................................=........34,50 €
Wohnung (ohne Mietkosten), Wasser, Strom ca. 8 %....=........27,60 €
Möbel, Apparate, Haushaltsgeräte ca. 8 %....................=........27,60 €
Gesundheitspflege ca. 4 %........................................=........13,80 €
Verkehr ca. 6 %.................................................... ..=........20,70 €
Telefon, Fax ca. 6 %................................................=... .....20,70 €
Freizeit, Kultur ca. 11 %............................................=....... .37,95 €
Beherbergungs- und Gaststättenleistungen ca. 3 %........=........10,36 €
sonstige Waren und Dienstleistungen ca. 6 %...............=........20,70 €

Du willst mir also jetzt erzählen, dass man davon im Monat gut leben kann, vorallem viele Singlehaushalte ? Sind auch in anderen Ländern die Lebenshaltungkosten gleich hoch?
Ich erinnere mich, dass in Polen ein Leib Brot 10 Cent kostet, eine Weihnachtsgans 2-3 Euro. Also ziehen alle HIV Empfänger am besten nach Polen?

Das ein Sozialstaat auch ausgenutzt werden kann, liegt nunmal in der Natur des Menschen. Ich weiss schon auf was Du hinaus willst, und ja Du wirst es nicht glauben, sogar die Dreckjobs sind mittlerweile knapp geworden, da es sehr viele Arbeitslose gibt, die diese annehmen, um den verschärften AA-Schikanen zu entfliehen. (umsonst ist die Statistik nicht gesunken)
Und ein Nebeneffekt ist, dass es sehr viele gibt, die sich für niedrigste Bezahlung verkaufen und somit das Lohngefüge in D nach unten verschieben. Und die, welche diese Jobs nicht bekommen haben, versuchens leider zunehmend auch in der Schwarzarbeit.
Da können wir uns die Diskussionen in anderen Threads ala "Zählt Billiglohn mehr als Qualifikation und Studium" auch sparen. Soviel zum Weiterkürzen für Motivation und Anreize auf dem 1. Arbeitsmarkt.

Und über demotivierte Jugendliche brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wird doch in den Medien an jeder Ecke von Glitzer, Glamour und Problemchen der Oberschicht berichtet. Da ist Bildung- und Erziehung von Kindesbeinen an gefragt, nicht erst wenn die Leute arbeitslos und perspektivlos sind. Das Umfeld prägt nunmal den Menschen.
 
Relict schrieb:
@gulliome
Zuerst mal sollten wir unterscheiden zwischen den HIV 1€ Jobs und denen im Volksmund.
Bei den staatlichen (normalerweise gemeinützigen) sind es ca. 80 Euro bei 4 h täglich max. 100 Euro !
ich meine nicht die niedriglohnjobs!
ich meine schon den 1€ job, der auch fachspezifisch "mehraufwandsentschädigung" genannt wird. es gibt keine gesetzlich festgeschriebene höhe einer "mehraufandsentschädigung" und man darf diese bis zu 180€ netto neben dem h4 geld beziehen! die durchschnittlichen verdienste haben sich in der regel bei 3-4€ pro stunde eingependelt.

auch wird das lohngefüge in deutschland garantiert nicht kaputt gemacht, weil diese art von jobs seit jahrzehnten KEIN DEUTSCHER mehr machen will. wobei wir wieder beim thema sind ;)

des weiteren habe ich nicht gesagt, dass man "gut" damit leben kann. ich sagte man kann damit leben und die grundbedürfnisse + einige freizeitverbringungsmaßnahmen (tv) sind 100% gesichert!
 
Zuletzt bearbeitet:
@guillome
Also doch Überleben und ggf. Zehren von den Reserven, sag ich doch. :)

Also meines Wissens ist das ganze mit dem Zuverdienst gestaffelt.
100 Euro sind bei ALG II Freibetrag je Monat, darüber darf man gestaffelt je nach Höhe anrechnungsfrei behalten. Aber da ändert sich sowieso fast monatlich was.

bspw. kenne ich das noch so:
Zuverdienst 400 Euro brutto = 15 % darf behalten werden, der Rest wird angerechnet, also vom Regelsatz abgezogen.
400,01 € - 900 € = 30 % frei,
900,01 € - 1.500 € = 15%.

Die andere Frage ist, wer für die höheren Nebenverdienst-Beträge überhaupt noch ALG benötigt bzw. noch was davon zusteht und dies nicht auch schon als Job gelten könnte. Also ist das ganze mal wieder bürokratischer Kokolores.

Speziell bei den 1 Euro-Jobs ist mir bisher nur die 130 € Grenze bekannt. Die 180 € sind mir eher aus dem ALG I ein Begriff. Egal, wie viele Stunden man dafür arbeitet ist sowieso bei ALG II unwichtig, im Gegensatz zu ALG1, wo diese bei max. 15 Wochenstunden liegen darf, dafür ist die Höhe des Zuverdienstes etwas "gross"zügiger.

Diese 1 Euro Jobs sind nicht umsonst umstritten, so sie denn auch bestehende privatwirtsch. Märkte beeinflussen, Die Problematik Grünflächen- und Stadtreinigung ist Dir vllt. noch ein Begriff. Weiterhin besteht auch die Gefahr weiteren Stellenabbaus im öffentl. Dienst und eben nicht nur dort. Aussicht auf Festeinstellung bringen sie zudem garnicht, da sie auch im Durchlauf ~halbjährlich begrenzt sind und wie gesagt nur für gemeinnützige Tätigkeiten vorgesehen sind. Danach wieder/ weiter HIV.

Desweiteren stehen paradoxerweise einem ALG I -Bezieher wesentlich mehr Maßnahmen und Gelder - auch für Weiterbildung- und Umschulung zur Verfügung, als einem ALG II -Empfänger.

Sicher gibt es auch Jobs, die seit Jahren wenig Deutsche machen, aber auch im Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe wird schon für 2,50 € Vollzeit (40h) ganz legal gearbeitet. Das Lohngefüge ist dort bereits schon zerrüttet.
Bei derartigen Verträgen schüttelt sogar das AA (hinter vorgehaltener Hand) schon den Kopf. Aber alles was erstmal einspart ist natürlich aus ihrer (und wohl auch Deiner) Sicht gesehen zweckdienlich. Der Zweck heiligt die Mittel.

Ob die Deutschen das nicht machen wollen, oder können, weil ausl. Arbeiter (aus o.g. Gründen) bereits diesen Markt für sich beanspruchen oder die Schwarzarbeit bereits überwiegt, darüber lässt sich natürlich streiten.
Aber Du kannst mir nicht erzählen, dass diese Jobs so üppig vorhanden sind und noch dazu irgendwelche Perspektiven für die Mehrheit bieten. Und volkswirtschaftlich, aber auch pers. gesehen machen sie wie gesagt kaum Sinn. Höchstens fürs Gewissen der lohnsteuerzahlenden Bevölkerung. Doch die kann ihr Gewissen auch an ganz anderen Stellen beruhigen, so sie denn wollte und von wüsste.

PS:
Ich habe noch keinen ausl. Kippenstecher, Müllfahrer, Bahn-Kontrolleur oder Grünflächenarbeiter gesehen. Muss wohl regional bedingt sein. ^^
 
Relict schrieb:
Die Manager-Trulla legen wir auf die Gurkenerntemaschine...

Geht nicht. Dafür sind seine Arme zu kurz... :D

Guillome schrieb:
auch wird das lohngefüge in deutschland garantiert nicht kaputt gemacht, weil diese art von jobs seit jahrzehnten KEIN DEUTSCHER mehr machen will.

Natürlich drückt die jetzige Gesetzeslage die Löhne nach unten. Das ist ja der Grund warum wir diese Gesetze haben. Das wird sich erst ändern wenn unsere Herren Politiker neben ihrem Bundestagsmandat keinen anderen Job mehr haben dürfen. Wird nur leider nicht passieren... :(

Das sind die Folgen des Lobbyismus den wir in D haben.



Man sollte sich auch mal die Vermittlungsstatistiken der Arb.Ag. ansehen. Wo ich lebe (Bergischer Kreis) tendieren die Vermittlungen der AA in Vollzeitjobs gen Null !
Wenn man hier Arbeit sucht geht man zu einer Leiharbeitsfirma -> und bekommt auch welche. Wer nix kann verdient ab ca. 6 € ,wer schmieden kann wie ich fängt mit ca. 10 € an. Und wer gut ist und sich dem entsprechend verkauft (wie ich) bekommt ca. 12-13 €/Std. .
 
Zuletzt bearbeitet:
@Relict:

bitte schreib das hartz 4 doch nicht HIV. da kommt man leicht ins zweifeln ob du von hartz 4 sprichst oder doch von aids. xD
 
@KL0k
Hehe, vllt. mach ichs ja bewusst, weil das Gesetz eher eine sich ausbreitenden schleichenden Seuche gleicht, als einer Reform und der Urheber ja selbst nicht ganz koscher war. Ok. ich füge mich der "political correctness". :D

@Damocles' Sword
Jenau. Man braucht nur mal so früh <= 6 auf dem Weg zur Arbeit am Arbeitsamt vorbeifahren und wird über die hartumkämpfte Schlange "Tagelöhner" staunen. Warum die wohl so hartumkämpft ist? hmmm.
Da kann man übrigens auch im TV ab und zu stauen, natürlich nur auf den öffentl. recht. + Dritten. Vllt. sollte man dort öfters mal reinschauen und wneiger RTL-explosiv (oder exklusiv) naja egal, nimmt sich nix.
 

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