Lags bei Twitch.tv

nik_ schrieb:
Es gibt nun mal bestimmte Betreiber die einen hohen Traffic verursachen (Google, Twitch). AUf den Straßen sind das die LKWs. Damit aber diese Datenautobahnen (hehe) intakt bleiben und genutzt werden können, muss genug Bandbreite zur Verfügung gestellt werden. Dies kann aber nicht immer gewährleistet werden und so finde ich es ok, wenn Unternehmen zahlen müssen, die hohen Traffic verursachen.
Der Meinung, dass Verursacher von hohem Traffic extra für die Anbindung zur Telekom zahlen sollen, kann man ja ruhig sein, aber da endet es ja nicht.

Nicht nur Video Dienste laufen über die Telekom abends und an Wochenden langsam. Eine Vielzahl von Imagehostern und auch viele Spieleserver von größeren und kleineren Unternehmen haben arge Probleme mit der Telekomanbindung. Und selbst von letzteren verlangt die Telekom Geld.

Wenn ich 50Mbit/s buche, aber bei mehr als der Hälfte der Services, wo sich die schnellerere Leitung bemerkbar machen sollte, Probleme habe, dann kann man echt überlegen, wofür zahle ich da als Kunde überhaupt? Zudem finde ich höchst merkwürdig, dass Sharehoster mit deren Massen an Traffic, keine Probleme haben.

Ich nutze seit längerem nun einen VPN, aber der Telekom direkt werde ich erst einmal kein Geld mehr geben.
 
Hier die Beispiele, die mir durch den Kopf gingen:
http://forums.euw.leagueoflegends.com/board/showthread.php?t=2019621
Davon gab es zu dem Zeitpunkt einige Threads, ist aber mittlerweile gelöst worden. Wie weiß man leider nicht.

https://forums.daybreakgames.com/ps2/index.php?threads/server-performance-update.216329/
Hier ist man dabei, mit der Telekom einen Deal auszuhandeln. Der Deal steht aber bislang nicht.

Dann gibt es noch Crossfire, ein relativ unbekanntes Spiel in Deutschland, mit Servern in den UK. Hier gab es Telekom Kunden immer wieder über Monate hinweg abends Probleme.

Das sind nur die Spiele, die ich selber auch gespielt habe. Die letzten beiden Spiele haben insbesondere mit dem Peering zwischen der Telekom und Level3 Probleme.
 
nik_ schrieb:
Nur mal so am Rande. Weißt du wie viel Traffic solche Streamingdienste heute ausmachen? Weißt du was der Ausbau der Knoten kostet, damit dieser Traffic ordentlich gepeert werden kann? Das sind immense Kosten die da von der Telekom aufgetrieben werden müssen und ohne Zahlung der Streamingdienste würde ich als GEWINNORIENTIERTES Unternehmen auch nichts machen, wenn man nur 2,50€ kriegt.

Na da bin ich jetzt aber mal auf Insider-Informationen gespannt.
Traffic an sich kostet (fast) nichts, ob Knoten wirklich ausgebaut oder nur hochgeschaltet (nachdem man sich das hat vergolden lassen) werden müssten, steht auch in den Sternen, jedenfalls eine Baustelle ausschließlich seitens Telekom, da diese hier nicht an ihre Kunden liefern kann/will.
schnee_gaming hat die wichtigsten Punkte ja bereits ausgeführt.
 
Die eigentlichen Traffic-Kosten sind wohl eher das geringere Problem. Der Netzausbau im Backbone + Peering kostet einfach.
Daß es das zum Nulltarif geben könnte, wie viel meinen, würde ja eine xx-fache Überdimensionierung voraussetzen. Und das ist, glaube ich, schon eine Weile nicht mehr so.


Nur so als Denkbeispiel:

Ich habe Infrastruktur für max 1x Traffic kostet 10.
Vorsichtshalber natürlich etwas Reserve für gesamt 3x Traffic = 30

Jetzt steigt der Traffic rapide an auf 10x Traffic, bei gleicher Anzahl Kunden.
Jetzt reichen meine 3x nicht mehr, also Ausbau auf 10x, mit Reserve nun auf 15x kostet nochmal 120. Okay, als Erweiterung vielleicht nur 60.

Das Problem ist nur, daß ich selber für diese 60 aufkommen muß, ohne jegliche Mehreinnahmen.

Nun könnte ich natürlich auf die Idee kommen, die Volumen alle Kunden zu begrenzen, damit mir das so nicht nochmal passiert.


Ja, so einfach ist es natürlich nicht, aber völlig falsch ist der Gedankengang nun auch nicht.

Quelle: http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=140301

nur mal nebenbei angemerkt. ihr denkt es gibt alles umsonst. den traffic vllt, aber was dahinter steckt kostet nen haufen geld.
 
Es gibt in Deutschland keine Probleme mit dem Backbone, da sind mehr als genug Kapazitäten vorhanden, nachzulesen in Artikeln und Aussagen diverser Beteiligtiger, die nicht die Telekom sind. (Level3, Viprinet)

Wenn es jetzt also einseitig am Peering der Telekom scheitert, wieso sollte es jemand anderes bezahlen als die Telekom selbst?
Nur damit die ihren Gewinn nicht schmälern müssen?

Und nochmal, die Kunden bezahlen die Telekom um Content aus dem Netz zu bekommen, nicht damit sie im Telekom Intranet rumspringen können, wo es quasi nichts zu sehen gibt.
 
@nik_

Oh mann, da haben wir ja noch einiges an Aufklärungsarbeit vor uns...

1. 3 Milliarden Euro sind für ein Telekom Unternehmen dieser Größe gigantisch! AT & T, der größte Festnetzanbieter der USA, hat 2014 auch nur 6 Mrd Dollar (was roundabout 4,5 Mrd Euro sind) Gewinn gemacht!! (Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/AT&T)

2. Die Telekom ist (teilweise ganz erheblich) teurer als die meisten Reseller. Und das würde ich auch einsehen, wenn die Qualität dementsprechend gut wäre. Dass sie das NICHT ist, sehen wir schon allein daran, dass es die Notwendigkeit für diesen Threat gibt...

3. WAAASS IST LOS?! Der Bund nimmt MILLIARDENBETRÄGE an Steuergeldern in die Hand, um den Breitbandausbau zu fördern, für den (nach dem jetzigen Geschäftsmodell) AUSSCHLIEßLICH die Telekom zuständig wäre (die vermieten die Netze dann weiter).
DAZU kommt noch, dass die Bundesregierung einfluss auf die Bundesnetzagent nimmt, um der Telekom über das VDSL Vectoring in vielen Bereichen wieder ein Monopol zu garantieren.
Quellen:
https://netzpolitik.org/2015/breitb...ann-sich-umstellung-auf-vectoring-vorstellen/
http://www.heise.de/newsticker/meld...-der-Kosten-fuer-Breitbandausbau-2792312.html

4. Also sorry, aber das Beispiel ist doch absolut Banane. Ich kann auch versuchen, mir ein Szenario mit Tiefseekrabben-Fischen auszudenken und das irgendwie zurechtzubiegen, aber da kommt halt nur Murks raus.
Der von dir nicht bedachte, aber hier ABSOLUT AUSSCHLAGGEBENDE Unterschied ist, dass die Infrastruktur (Staat) NICHT von den gleichen Leuten betrieben wird, die dir die Waren bringen (den Speditionen).

Aber GENAU DAS (und vielen Dank dafür, dass du es selbst herausgefunden hast) ist das Problem mit der Telekom. Der Service-Anbieter (oben die Speditionen) und die Infrastruktur (die Straßen) gehören hier BEIDE der Telekom.
Um einen fairen Wettbewerb zu garantieren, müsste GENAU DIESE Verbindung aufgehoben werden und die Infrastruktur wieder verstaatlicht werden (wir zahlen mit unsern Steuergeldern sowieso den Breitbandausbau).

Bei dem Straßen-Beispiel ist es absolut verständlich, wenn zweimal bezahlt wird (da das Geld in unterschiedliche Taschen fließt), bei der Telekom ist das aber nur abzocke, da die sowieso schon genug Geld durch ihren Internetanschluss verdienen (und eh alles in eine Tasche fließt), die den Hals aber nicht vollkriegen können und dann bei den Content-providern nochmal abzocken wollen.

ZUMAL das alles (wie oben schön dokumentiert) dann auch noch von unseren Wirtschaftsmarionetten der CDU mit Steuergeldern bezuschusst wird!
 
1. Ein gewinn von 3millarden euro ist nichts. denke man an das ansparen für investitionen etc... die telekom ist momentan der einzige wirklich anbieter der fortwährend ausbaut-

2. die telekom muss teurer sein. dies hat die bundesnetzagentur so festgelegt. wäre die telekom billiger würde die den anderen "anbietern" die kunden wegnehmen. hätte dich 5sek googlen gekostet.

3. was hindert vodafone/kd oder unitymedia daran selber anträge auf förderung zu stellen? diese bauen aber nicht bundesweit (vor allem auf dem lande) nicht genug aus. das meiste macht nach wie vor die telekom. zudem nissten sich alle dort ins netz ein für wenig geld (1&1, vodafone, congstar, ...).

4. ich wiederhole mich da nur ungern, aber vllt solltest du mal weniger auf netzpolitik lesen und einfach mal auch auf andere medien vertrauen. warum soll die telekom von ihren 3 milladen gewinn wieder alles in den ausbau stecken? das ist ein wirtschaftlichdenkendes und -orientiertes unternehmen. die dürfen gewinne einfahren und wenns der staat erlaubt auch zuschüsse für den vdsl ausbau kassieren. wenn andere netzbetreiber selber kein eigenes netz wollen und ausbauen, dann ist es net das problem der telekom. und nur mal am rande. alleine die flächendeckende versorgung mit vdsl (nicht vdsl2) kostet noch min. 25millarden. flächendeckendes glasfaser kostet um die 80 millarden.
 
1.
Also sorry, aber das ist wirklich Quatsch. Die Telekom ist ja nun in letzter Zeit einzig und allein dafür bekannt geworden, den Zukunftssicheren ausbau mit Glasfaser mit allen erdenklichen Mitteln zu behindern und stattdessen irgendwelche Frickellösungen (DSL Vectoring) durchsetzen zu wollen.
Die Telekom ist also zur Zeit der einzige Anbieter, der fortlaufend den Ausbau VERHINDERT!

2.
Bitte zeige mir ein Zitat, wo ich den Preis der Telekom kritisiere. Wie bereits erwähnt, habe ich kein Problem mit dem Preis, sondern mit der (für den Preis) gebotenen Qualität! Und ich glaube nicht, dass die Netzagent festgelegt hat, dass die Telekom langsamer sein muss als die Konkurrenz ;)

3.
Vodafone oder andere Anbieter haben keine eigenen (nennenswerten) Netze. Das hat lediglich die Telekom. Allerdings auch NICHT weil sie klug war / innovativ oder bestrebt um unser aller Wohl war, sondern ganz einfach deshalb, weil es damals ein Staatsunternehmen war und es keine anderen Telekommunikationsanbieter gab. Also hat (natürlich) dieses Staatsunternehmen (oder genauer gesagt DER STAAT MIT STEUERGELDERN) das Netz aufgebaut.
Und GENAU DAS (wie bereits erwähnt) ist ja das Problem an der Sache. Ein staatlich aufgebautes Netz ohne Konkurrenz wurde in ein privatwirtschaftliches Unternehmen ausgelagert, was absolut BESCHEUERT war.
Was man hätte machen sollen, ist nur den "Anbieter" Teil der Telekom auszulagern, und das Netz weiter (verstaatlicht) behalten sollen.
Dann hätte die Telekom, wie alle anderen Anbieter auch, Durchleitungsgebühren zahlen müssen und wir hätten diesen ganzen Quatsch bezüglich Traffic Routing nicht.

4.
Also erstmal gilt generell: je mehr Gewinn ein Unternehmen macht, desto kritischer ist es zu betrachten, da irgendjemand (in den meisten Fällen die Arbeitnehmer) über den Tisch gezogen / ausgebeutet wurde.
Bezüglich dem Netzausbau kann ich nur nochmals auf 3. und die Subventionen verweisen (ach ja, und darauf dass die Telekom KEINESFALLS vor hat, DSL oder Glasfaser FLÄCHENDECKEND auszubauen. Das hat sie ja schon mehrfach betont).
 
Die Telekom baut gerade ein Schland-LAN mit Anbindung ans Internet...

Btw: Die Content-Anbieter bekommen ihre fette Anbindung ans Internet ja auch nicht umsonst. Die bezahlen dafür ihre Dienstleister wie Cogent, Level3 oder CDNs wie Akamai. Auf der anderen Seite bezahlen die T-Kunden. Warum sollte die Telekom da doppelt abkassieren?

LG Bam
 
Möchte nur mal ergänzen, das das mit Hotspot Shield und Vpn aus Frankreich der Stream jetzt Lagreif auf Source läuft.
 
Bei Youtube hatte ich nie Probleme, nur bei Twitch.
 
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