Lancom Stack

Pupp3tm4st3r

Lt. Commander
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Hallo Fb´ler,

hier auf der Arbeit haben wir zwei Lancom GS-2352P Switche rumhängen, die derzeit per Glasfaser miteinander gestacked sind. Derzeit ist nur eine der beiden verfügbaren Leitungen verbunden (pro Switch 2SFP+ Module, Glasfaser liegt komplett).

Wir wollten nun einfach mal den zweiten Link probieren und siehe da, die Kommunikation zwischen den Switches funktioniert nicht mehr. Nachdem der zweite Link wieder entfernt wurde (also Kabel auf SFP+ gezogen), ging wieder alles. Muss im Switch da noch etwas geändert werden? (Static Trunk oder LACP?)

Vielen Dank
Beste Grüße
Simon
 
Natürlich muss da an der Konfig noch was geändert werden, sonst produzierst du einen Switching-Loop, der leicht ein ganzes Netzwerk lahmlegen kann!

Am Einfachsten ist LACP, bei dem Modus machen sich die Geräte sozusagen untereinander aus, wie sie verbunden werden wollen.
 
Jap, das mit dem Loop hatte ich mir dann auch gedacht bzw. bemerkt. War in dem Moment glücklicherweise nicht kritisch, aber bevor ich da weiter "rumspiele" dachte ich, frag ich doch lieber mal.

Ja ich war es bei Netgear anders gewohnt, da gab es für das Stacking ein extra Menü, daher war ich etwas verwirrt, dass man das an den Lancom anders einstellen muss, aber gut, da ging meine Vermutung immerhin in die richtige Richtung.
 
Bei den Netgears (habe weder mit Lancom noch mit Netgear Erfahrung) wird wohl beim Einrichten des Stacking auch gleich Link Aggregation eingerichtet. Ist aber bei HP, Cisco und Dell (die drei Hersteller kenne ich gut) nicht so üblich.
 
Ich muss mal noch eine andere Frage loswerden: Ein Kollege hat beide Switche neu verkabelt (Strom), dabei waren die natürlich kurz ohne Strom. Daraufhin haben BEIDE ihre Konfiguration verloren, das ist doch nicht normal, oder? Ich kenne so ein Verhalten sonst nicht, wäre auch bissl widersinnig...
 
Wie habt ihr die Switches konfiguriert? Webinterface oder CLI?
Ich habe jetzt gerade zum ersten Mal einen Lancom (GS-2326) vor mir, und wenn der per CLI konfiguriert wird muss man, wie bei bspw. Cisco, die Konfig extra speichern, damit sie beim nächsten Boot angewendet wird.
Bei Cisco heißt das "copy run start" oder "write mem".
Bei den Lancoms (jedenfalls bei meinem) "save start"
 
Hey danke für die Info...das war dem Kollegen bis dato auch nicht bewusst und ich muss zugeben, ich kenne das auch nicht, dass ich das noch extra bestätigen muss.

Haben es bisher über das Webinterface gemacht, da gibts auch die Möglichkeit die Konfiguration zu speichern.
Danke! :)
 
Sollten solch höherpreisige Switches nicht Spanning Tree können und auch standardmäßig eingeschaltet haben, statt einfach gar nicht mehr miteinander zu reden?
Oder war das explizit ausgeschaltet?
 
Man müsst erst einmal unterscheiden was mit Stacking gemeint ist. Einfacher Link mit/ohne Bündlung zwischen zwei Switches oder das Stacking ala Juniper, HP, Cisco,.. das dann ein virtuelles Chassis bildet und statt zwei Switches als einer agiert. Erste ist eigentlich kein wirkliches Stacking in diesem Sinne, sondern lediglich ein Uplink zu einem weiteren Switch per L2. Bei der zweiten Variante handelt es sich wirklich um Stacking oder ein ähnliches Derivat (Hersteller haben hier zig Bezeichnungen) bei dem dann auch andere Techniken zur Übertragung der Daten zwischen den Chassis eingesetzt wird als Ethernet. Hierbei werden Forwarding- und Control-Plane verknüpft. Dann sind auch technische Features ala LACP über zwei Chassis möglich.

STP sollte eigentlich jeder Switch mit Webinterface können, Fallstricke können aber unterschiedliche Varianten davon sein und das es generell erst einmal deaktiviert ausgeliefert wird.
 
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