Laufwerksbuchstabe ausserhalb von Windows ändern

-Hajo-

Cadet 3rd Year
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Ich habe ein kleines Problem:

Momentan läuft mein Betriebssystem auf einer Festplatte, nennen wir sie DISK1. In Windows habe ich eine andere Festplatte, nennen wir sie DISK2, eine mit dem Laufwerksbuchstaben E: benannt.
Nun möchte ich das System, das auf C: auf DISK1 ist per Ghost-Programm-Funktion Partition auf Partition auf DISK2 legen, damit das System dann von dort ausgeführt wird.
Wenn ich das aber mache, startet Windows nicht korrekt. Es bleibt bei dem blauen Wilkommen-Bildschirm stehen.
Ich vermute das liegt daran, dass die Bezüge nicht richtig stimmen. Das wiederum, glaube ich, liegt daran, dass ich unter diesem System der Partition auf der Fesplatte DISK2 den Buchstaben E: zugewiesen habe, und dieser behalten wird, somit liegt das System nach dem Transfer zwar richtig auf der Partition auf DISK2, allerdings unter Windows mit dem Laufwerksbuchstabe E:.

Nun müsste ich außerhalb von Windows (weil innerhalb der LWB der System nicht geändert werden kann) den Laufwerks Buchstabe der Partition E: auf DISK2 zu C: ändern.

Ist das irgenwie möglich?

Ich habe diese Möglichkeit gefunden, den Buchstaben der Systempartition zu ändern, aber das hilft mir nix, weil ich das system auf der Partition von DISK2 garnicht starten kann.

Ich bräuchte also ein bootfähiges Programm. Gibts sowas?
Oder gibts noch ne viel einfachere Lösung?
 
Das Problem hast Du richtig erkannt.

Dein XP hat die eine Festplatte bereits gesehen und mounted daher immer den zugewiesenen LW Buchstaben und deshalb findet sich XP selbst nicht.

Lösung:
Das XP der DISK1 starten und die Registry der DISK2 mittels "Struktur laden" bearbeiten:

Den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices löschen.
(Kannst aber auch pfriemeln und alte C-Zuordung löschen und E auf C ändern, ist aber unnötig)

Anschliessend von DISK2 ohne DISK1 booten.

Beste Grüsse
ppm007
 
DISK1 ausbauen und den Rechner versuchen zu starten.
Wenn das nicht hilft, musst Du die Platte an den Port anschliessen, an der zur Zeit Disk1 hängt, weil Windows die Platten nicht per LWB anspricht sondern anhand der Kennung, diese steht in der Boot.ini.
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
Das wäre die Platte HD0, Windows liegt auf der ersten Partition.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das wird leider schwer, weil DISK1 über IDE und DISK2 über SATA angeschlossen ist.

Ich werds mal jetzt am Wochenende mit der Methode von ppm007 versuchen, danke.
 
@werkam

Das nützt nichts, da XP ja bootet.
Es bleibt nur am Willkommenbildschirm hängen, da es sich selbst nicht findet.
Es erwartet alles auf C: und die Disk2 ist aber als Partition E: gemounted.

Nur wenn Disk1 dran bleibt, bootet XP von Disk2, benutzt aber das Windows von Disk1.
(Vorausgesetzt jede DISK hat nur eine Partition) --> das nützt aber nix.

Beste Grüsse
ppm007
 
Es erwartet alles auf C: und die Disk2 ist aber als Partition E: gemounted.
Windows arbeitet nicht mit Laufwerksbuchstaben, da diese erst mal vom Bios vergeben werde, anhand des Anschlusses an dem sie angeschlossen werden und nach primären und erweiterten Partitionen, sondern sucht nach dem System anhand der Einträge in der Boot.ini, wenn nun die Platte DISK1 vom System getrennt wird, hat Disk2 den Buchstaben C, weil keine andere Platte im System ist. DISK2 muss aber eine primäre Bootfähige Partition haben, sonst geht das natürlich nicht. Wenn man aber die Platte mit Ghost geklont hat, wird auch der Bootsektor geschrieben, nach dem Klonen muss immer die alte Platte vom System getrennt werden um von der neuen Platte auch booten zu können, passiert das nicht bleibt die alte Platte als aktive Platte bestehen im System.
In der Wiederherstellungskonsole kann man den Pfad des Laufwerkes feststellen:
Der Gerätename kann mit dem Befehl MAP ermittelt werden.
Ein Beispiel für einen Gerätenamen wäre z.B. \DEVICE\HARDDISK0
Im Bios sollte dann Harddisk 0 (HD0) als Bootplatte gewählt sein. Die Boot.ini sollte dann den Eintrag haben:
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS

Wenn man nun die Boot.ini an den Port anpasst, an dem die Platte angeschlossen ist, sollte das System auch booten. Man kann auch die Wiederherstellungsconsole benutzen und die Boot.ini neu erstellen lassen, wenn man die alte boot.ini umbenennt,
rename boot.ini boot.alt
vorher muss man evtl die Attribute
C:\>attrib /?
Zeigt Dateiattribute an oder ändert sie.

ATTRIB [+R | -R] [+A | -A ] [+S | -S] [+H | -H] [[Laufwerk:][Pfad][Dateiname]
[/S [/D]]

+ Setzt ein Attribut.
- Löscht ein Attribut.
R Attribut für 'Schreibgeschützte Datei'
A Attribut für 'Zu archivierende Datei'
S Attribut für 'Systemdatei'
H Attribut für 'Versteckte Datei'
[Laufwerk:][Pfad][Dateiname]
Gibt Dateien für den Attributprozess an.
/S Verarbeitet übereinstimmende Dateien im aktuellen Ordner
und in allen Unterordnern.
/D Verarbeitet auch die Ordner.
neu setzen, um die Datei sichtbar (Systemdatei und versteckt) und den Schreibschutz aufzuheben.

bootcfg /rebuild

Mit dem Befehl BOOTCFG läßt sich das Startmenü (BOOT.INI) konfigurieren und wiederherstellen.

* BOOTCFG / DEFAULT
Legt den Standardeintrag fest
* BOOTCFG /ADD
Fügt der Startliste einen weiteren Eintrag hinzu
* BOOTCFG /REBUILD
Druchläuft alle Windows-Installationen. Der Anwender kann festlegen, welche Installationen zum Startmenü hinzugefügt werden sollen.
Bevor ma nden Befehl BOOTCFG /REBUILD verwendet, sollte man mit BOOTCFG /COPY eine Sicherheitskopie der BOOT.INI erstellen.
* BOOTCFG /SCAN
Überprüft alle Datenträger auf Windows-Installationen und zeigt diese an.
* BOOTCFG /LIST
Zeigt den Inhalt der BOOT.INI an
sollten die Bootdateien nicht auf der Platte sein, kann man sie bootfähig machen, voraussetzung hierfür ist, das die Platte eine primäre Partition hat.
FIXBOOT [Laufwerk]

Wenn der Befehl FIXBOOT ohne Parameter verwendet wird, wird der neue Bootsektor auf der Systempartition geschrieben, auf der man aktuell angemeldet ist.

Repariert den MBR (Master Boot Record) des Startdatenträgers.

FIXMBR [Gerätename]

Der Gerätename kann mit dem Befehl MAP ermittelt werden.
Ein Beispiel für einen Gerätenamen wäre z.B. \DEVICE\HARDDISK0

Wenn man keinen Gerätenamen angibt, wird der neue MBR auf den Bootdatenträger geschrieben (Laufwerk, auf dem das primäre System geladen ist)


Startet der Rechner dann immer noch nicht, kann man eine Reparaturinstallation von der Installations-CD starten, beim Setup wird nach bereits installierten Windows vErsionen gesucht (SP des installierten Systems muss in der Installations-CD integriert sein) und man kann sie mittels "R" für die Reparatur auswählen.
Die installierten Programme und Dateien bleiben dabei erhalten und lauffähig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, aber irgendwie blickst Du nicht durch.

Das Ganze hat doch nichts mit dem Bootprozess von Windows zu tun.

Lies Dir das mal durch

Kommen wir zu dem Problem, warum normale Kopierverfahren scheitern und der Rechner von einer solchen Platte nicht startfähig ist. Was passiert beim booten bezüglich der Laufwerke:
Der Rechner startet entsprechend der im Bios festgelegten Bootreihenfolge und kommt dabei zu den IDE-Controllern wobei der erste, IDE0, der Standard ist, wenn nicht anders eingestellt. Wenn er hier am Master eine Festplatte vorfindet, wird von dieser gebootet, entsprechend der vorgefundenen Boot.ini. Als erstes Bootlaufwerk erhält die Bootpartition hier virtuell den Laufwerksbuchstaben C: und behält diesen bis das Starten von XP zum Einlesen der Registry-Datei 'System' kommt (Sichtbarer Zeitpunkt, kurz bevor sich der blaue Anmeldebildschirm meldet).

Beste Grüsse
ppm007
 
Wenn Du schon Sachen verlinkst solltest Du auch lesen was dort steht und was ich geschrieben hab. Da ich schon einige Male ein System reapariert habe, weiss ich schon wovon ich Durchblick habe und wovon nicht.
Beim Einlesen der Datei 'System' wird jetzt kein bekannter Eintrag für die Platte gefunden. Wenn jetzt die ursprüngliche Quellplatte C: nicht vorhanden ist, und nur dann, ist der Laufwerksbuchstabe C: der erste freie Laufwerksbuchstabe. Die Bootpartition wird jetzt auf diesen ersten freien Laufwerksbuchstaben gemounted und mit der neuen Kennung als C: in der Registry eingetragen. Der Rechner meldet dies eventuell kurz mit neue Hardware gefunden und installiert diese ordnungsgemäß und der Startvorgang läuft wie gewohnt weiter, die Systempartition hat ihren alten Laufwerksbuchstaben C:.
Und wenn er nun die andere Platte abklemmt, wird auch nur noch der Buchstabe C vergeben, weil E ja gar nicht vorhanden ist, ausser wenn sich mehrere Partitionen auf der Platte befinden würden, das ist ja hier nicht der Fall, er hat ja nur 1 IDE Platte (alte C), 1 CD/DVD Laufwerk (Laufwerk D) und die neue Platte (Laufwerk E).
Dazu noch:
Wichtig: Beim ersten eigenständigen Starten der Zielplatte darf die ursprüngliche Quellplatte nicht im System vorhanden sein. Da sie als ursprüngliche Quellplatte dem System bekannt ist, würde XP beim Start durcheinander geraten. Ab dem zweiten Start kann sie problemlos wieder eingebunden werden, da XP sein Systemlaufwerk inzwischen neu gemountet hat.

Wir werden zusammen noch viel Freude haben.
 
Wir werden viel Spass haben, aber vorher solltest Du richtig lesen:

Das
Wir entfernen vor dem Kopieren den Eintrag unserer Zusatzplatte (mit allen Partitionen) aus der Registry. XP läuft dann ohne Probleme weiter, da der Schlüssel nur beim Booten oder beim Anschluss weiterer Platten abgefragt wird.

Damit ist HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices gemeint

steht vor Deinem zitierten Beim Einlesen der Datei 'System' wird jetzt kein bekannter Eintrag für die Platte gefunden

Die Lösung für den Fehler Deines 2.Zitats wirst Du selber finden.

Aber auch hier beende ich für meinen Teil die Diskussion.

Hajo wirds schon richten.

So Long
ppm007
 
XP läuft dann ohne Probleme weiter, da der Schlüssel nur beim Booten oder beim Anschluss weiterer Platten abgefragt wird.
Mit nur einer Platte werden ja keine weiteren Platten abgefragt.

Wenn jetzt die ursprüngliche Quellplatte C: nicht vorhanden ist, und nur dann, ist der Laufwerksbuchstabe C: der erste freie Laufwerksbuchstabe.
 
Heisst im laufenden Betrieb
Wenn keine weitere Platte angeschlossen ist, kann sie ja auch im laufenden Betrieb keine zusätzliche Platte finden oder installieren.
 
Vielen Dank für euer engagierten Antworten.

Ich hab grad leider überhaupt keine Zeit das ganze zu regeln, aber trotzdem wird es mir nützlich sein. Spätestens in den Weihnachtsferien werd ich mich dranmachen.

:daumen::daumen::daumen::daumen::daumen::daumen:
 
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