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Lautsprecherkabel 5.1

wollsakko

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Juli 2010
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Hallo Leute,

ich habe für mein Heimkino folgende Kombination zusammengestellt:
-Mitsubishi HC6800
-Onkyo tx-nr626
-JBL Cinema 610

Nun sind die mitgelieferten Kabel vom 5.1-System viel zu kurz und sehr dünn, ich brauche für die hinteren Lautsprecher jeweils 10m kabel, vorn 5m.

Da die Boxen eher Einsteiger Preisklasse sind, (Amazon ~350€), wären meiner Meinung nach Querschnitte von mehr als 1,5mm sinnlos, oder?

Reichen da schon 0,75qmm Ls-Kabel aus dem Baumarkt oder lieber doch 1,5qmm oder 2,5qmm?
 
Würde einfach die mit dem besten Preis nehmen und gut ist :)
 
Die Lautsprecher haben, wenn ich das sehe, 60W Gesamtleistung. Die wirst Du aber sicher nicht dauerhaft erreichen.

Da kannst du auch 0.75er nehmen. Alles andere wäre total überdimensioniert.
 
@sdwaroc: Nein im Idealfall sollten Lautsprecher Kabel so kurz wie möglich sein, um Laufzeit unterschieden wirklich hörbar zumachen braucht es schon etwas mehr als 10m Kabel ... zumal aktuelle AVRs das locker korrigieren können.
 
Also Laufzeitunterschiede sind bei Kabeln innerhalb Kabellängenunterschieden von ein paar 100m nicht unterscheidbar. Da bewegt man sich im 100ns Bereich
 
2,5mm² CCA-Kupfer hat einen ähnlichen Wiederstand wie 1,5mm² Vollkupfer. Bei dem System sollten 0,75mm² aber ausreichen, sowas in etwa.
 
http://dj4br.home.t-link.de/lautspr.htm

0,75mm² reicht aus, aber sollte halt kein oberbilliges Kabel sein. Stinknormale Kupferlitze und gut ist.

Edit: Es geht bei Lautsprecherkabeln NIE um die Laufzeitunterschiede, wir reden hier von (etwa 3/4) Lichtgeschwindigkeit. Da braucht man schon sehr lange Kabel um das zu hören :freak:
Es geht wenn um den Leistungsabfall (unterschiedliche Lautstärke/Lautstärkeverlust). Der ist bei <10m aber nichtmal bei 0,75mm² wirklich von Bedeutung, solange das Kabel nicht ein einziger Widerstand ist (billiges Kabel aus "schlecht" leitendem Sonstwas).

Wenn du 1000m Kabel zu einem LS verlegst, dann kommt der Ton da ~0,000004 Sekunden später an, auch wenn nichtmehr wirklich was zu hören wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich stehe ja grundsätzlich den Audiophilen kritisch gegenüber. Dennoch bezieht sich meine Empfehlung nur auf die "Überdimensionierung".

In der Tat ist der Leistungsverlust ab etwa 10m durchaus beachtlich. Die Daten in dem Link http://dj4br.home.t-link.de/lautspr.htm sind bezüglich des Leistungsverlustes falsch und viel zu niedrig.
Der Autor setzt den Leistungsverlust mit der Widerstandserhöhung gleich. Das ist aber falsch, da die Leistung mathematisch gesehen eine Fläche darstellt und damit geht der Widerstand quadratisch in die Rechnung ein.

Der Leistungsverlust beträgt bei 10m schon etwa 20% bei 4 Ohm Lautsprechern.

Man kann sich das so vorstellen, daß der Widerstand der Leitung nicht nur den Strom veringert, sondern auch die am Lautsprecher zur Verfügung stehende Spannung.
 
und: auch wenn ein geringerer querschnitt genügen würde, kann man lieber einmal vernünftig (2,5qmm+) nehmen, wenn man dann nämlich lautsprecher mit mehr leistung betreiben will, muss man nicht nochmal an der stelle rumbasteln
 
Ja, aber 2,5 mm² sind bei 6 Kabeln und 12 Litzen schon ne Menge Holz. Die sind ja auch nicht mehr so biegsam und müßten ja auch vernünftig verlegt werden. Sonst fällt man da nur drüber. Und so kleine dünne Kabel, gerade bei so wenig Leistung, sind doch wesentlich einfacher zu handhaben.
 
Danke erstmal.

Habe jetzt im Baumarkt 25m 1,5qmm geholt. Die Kupferader passt gerade so in die Klemme rein...
Nur die Klemmenabdeckung saß so knapp, dass ich die aufweiten musste.

Da die mitgelieferten Kabel Klingeldraht entsprechen, wollte ich für die vorderen LS 0,75qmm holen.
Kann man verschiedene Kabeldicken mischen?
 
eLeSde schrieb:
und: auch wenn ein geringerer querschnitt genügen würde, kann man lieber einmal vernünftig (2,5qmm+) nehmen, wenn man dann nämlich lautsprecher mit mehr leistung betreiben will, muss man nicht nochmal an der stelle rumbasteln

Um 0,75mm² zu grillen muss er aber schon ganz schön große LS betreiben :D
Und sein AVR reicht da auch nicht aus.

Ich hab meine LS auch schon mit nem alten Telefonkabel benutzt, und das ging ohne weiteres auf Lautstärken die noch erträglich waren. Wenn er nicht vor hat mal auf x00W umzusteigen, dann braucht man sicher keine 2,5mm² ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
wollsakko schrieb:
Da die mitgelieferten Kabel Klingeldraht entsprechen, wollte ich für die vorderen LS 0,75qmm holen.
Kann man verschiedene Kabeldicken mischen?

Klaro, es gibt keinen logischen Grund warum man überall dieselbe Kabelstärke braucht.
 
wollsakko schrieb:
Kann man verschiedene Kabeldicken mischen?

Kann man, ist nur ein wenig mehr Rechenaufwand.

25m sind nun wirklich nicht die Welt. Wenn Du mit geringen Querschnitten und großen Längen arbeiten willst, empfiehlt sich ein Blick in die Elektroakustik. Vor allem dann, wenn Du mehr als einen Raum und mehr als 10m überbrücken willst.

Bei Dir ist das allerdings nicht nötig.

Für die Rücklautsprecher kannst Du getrost einen geringeren Querschnitt nutzen als für Front und LFE. Immer vorausgesetzt, daß das übertragene Frequenzspektrum für die Rücklautsprecher auch tatsächlich eingeschränkt ist. Unter 1,5mm² würde ich allerdings nicht mehr gehen, selbst bei so kleinen Leistungen.
 
coolmodi schrieb:
Um 0,75mm² zu grillen muss er aber schon ganz schön große LS betreiben :D
ging mir bei meiner aussage auch nicht um die eventuelle gefahr einen heizdraht im wohnzimmer zu verlegen, sondern den eventuellen leistungsabfall ;)

bei den rears sehe ich 1,5 oder 0,75 auch nicht als "zu" kritisch an ... aber vorne, wo potenziell die kabellängen auch noch am kürzesten sind ... passt des schon
zumal vorne auch gerne mal größere lautsprecher zum einsatz kommen (dürfen) als bei den hinteren, die ja meist nur für paar geräusche sorgen müssen :)
 
miac schrieb:
Was hat denn das Frequenzspektrum mit der Kabeldicke zu tun?

Die meiste Energie wird in den tieferen Frequenzen übertragen, da hier einerseits die größere Masse bewegt werden muß und andererseits auch kleinere Wirkwiderstände verbaut sind. Es ist nicht umsonst so, daß die Tieftöner in den meisten Lautsprecherboxen ein vielfaches der Leistung aufnehmen können, die die Hochtöner aufnehmen (können).

Die durch das verringerte Spektrum resultierenden geringeren Ströme ermöglichen es, bei gleichem Spannungsfall einen geringeren Querschnitt zu wählen. Einen ähnlichen Ansatz findest Du auch in der Elektroakustik, bei der für die Übertragung eine höhere Spannung genutzt wird, als die, die schlußendlich an die Schwingspule des Lautsprechers angelegt wird. Bei gleicher Leistung ergibt sich daraus ein geringerer Strom und somit darf auch der Leiter geringer bemessen werden bzw. sind bei gleichem Leiterquerschnitt die Leitungsverluste geringer.
 
Jou, da habe ich deinen Ansatz nicht ganz mitgekriegt.

In der Leistungselektrik geht man ja genau den Weg der Spannungserhöhung, um die Leitungsverluste niedrig zu halten.
Aber der Querschnitt hier ändert nichts am Spektrum. Du kannst ja einfach die Energiezugabe (sprich Lautstärkeregler bzw. Equalizer) für die entsprechenden Boxen anpassen und einen eventuellen Leistungsverlust auf der Leitung ausgleichen.

Aber mal ehrlich zum nachdenken: Wieviel Watt braucht man wirklich? Klar, die Lautsprecher sollen schön klingen und ein entsprechendes (Klang)volumen haben aber niemand wird seinen Verstärker soweit aufdrehen.

Um einen Schalldruckpegel von etwa 100db in 3m Entfernung zu erzeugen, reicht eine elektrische Leistung bei einem Lautsprecherpaar von gerade mal 16W. Klar, man kann 100W Lautsprecher da hin stellen, aber bei sagen wir mal 30 W Lautstärkeeinstellung ist bestimmt die Schmerzgrenze erreicht.

Dementsprechend braucht man auch keine dicken Kabel.
 
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