Leasingsraten und Kreditraten unterschied

Sabr

Captain
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Hallo zusammen,
unzwar möchte ich gerne wissen, was passiert wenn man einen Kredit von einer Banken erhalten hat zb. für ein Haus und plötzlich die Raten nicht mehr bezahlen kann bzw 1-2 Monate nicht imstande ist die Raten zu begleichen?

Und genau das selbe, wenn man ein PKW geleast hat und man die Leasingsrate für 1 Monat oder garnicht mehr zahlen kann?

Stimmt es, dass man bei einem Kredit, die Zinsen die man zahlen musst, bei nicht zahlung nochmals Zinsen draufkommen?


gruss
 
Zum einen hängt das von den Vertragsbedingungen ab, was passiert. In der Regel hat der Kreditgeber bzw. der Leasinggeber ein Sonderkündigungsrecht des Vertrages bei nicht korrekter Erfüllung des Zahlungsplans Seitens des Kreidt/Leasingnehmers. Ob und in wie weit (z.B. erst nach 3 ausstehenden Raten usw. ) hängt vom Vertrag ab.

Und ja selbstverständlich werden fällige nicht gezahlte Zinsen verzinst. Du schuldest der Bank Zinsen in Höhe X zum 1.2. z.B. zahlst du nun erst zum 1.3. hat die Bank einen Zinsschaden von einem Monat. Denn musst du ausgleichen, sie hätte das Geld auch wo anders anlegen können, als bei säumigen Zahlern.
 
Gut, gilt das aber auch bei einer Leasing, dass nicht gezahlte Raten verzinst werden?
 
Prinzipiell gilt das auch bei Leasing. Ab wann berechnet wird, muss man halt im Vertrag nachschauen, ob z.B. schon ein Monat Verzug reicht, oder erst gemahnt werden muss. Sicher ist nur, dass die banken sofort automatisch ab dem ersten Tag rechnen, während beim Leasingunternehmen in der Regel erst gemahnt wird. Aber wie gesagt, keine Garatie, genaues steht im vertrag bzw. den AGB.
 
Sabr schrieb:
Hallo zusammen,
unzwar möchte ich gerne wissen, was passiert wenn man einen Kredit von einer Banken erhalten hat zb. für ein Haus und plötzlich die Raten nicht mehr bezahlen kann bzw 1-2 Monate nicht imstande ist die Raten zu begleichen?

Aus welchen Gründen kann nicht gezahlt werden, es gibt zu jedem Kredit eigentlich eine Versicherung, die im Falle von Krankheit, Arbeitslosigkeit einspringt.
Wenn ich mich einfach übernommen habe hilft es in der Regel mit dem Kreditgeber zu sprechen und kleinere Raten zu vereinbaren.
 
Ich hab kein Kredit am laufen, sondern will mich nur informieren.
Mehr über ein Leasingsrate was nicht bezahlt werden kann, ob dann die Raten verzinst werde.
 
Bei Krediten sowie Leasing gibt es in der Regel eine Zusatzabsicherung die extra kostet für solche Fälle. Inwiefern so etwas aber bei einem Hauskredit geht, kann ich dir nicht genau sagen. Vorallem sind wohl die zusätzlichen Kosten zu beachten. Ich hatte mal eine Ratenzahlung vereinbart, und da wären es ca. 1 Euro mehr pro Monat gewesen. Das war aber auch ein Kleinkredit, sprich 3000 €.

http://www.vergleichratenkredit.de/ratgeber-kredite/zahlungsausfall/fallstricke.html
 
methadron schrieb:
es gibt zu jedem Kredit eigentlich eine Versicherung, die im Falle von Krankheit, Arbeitslosigkeit einspringt.

Das ist die RSV (Ratenschutzversicherung, auch Restschuldversicherung genannt).

Die musst Du zusätzlich abschließen; sie ist nicht automatisch bei einem Darlehen dabei. Es ist allerdings jedem anzuraten, eine solche Versicherung abzuschließen, gerade bei höheren Darlehenssummen.

MfG,
Dominion.
 
Restschuldversicherungen sollte man prüfen, auf gar keinen Fall grundsätzlich abschließen. Vor allem das Kleingedruckte unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe diese Versicherung einspringt. 9 von 10 dieser Versicherungen bringen dir nur in den aller seltensten Fällen einen echten nutzen. Gerade bei einer Immobilienfinanzierung würde ich davon eher Abstand nehmen.
In aller Regel verlangen diese Versicherungen nämlich, dass du dein verwertbares Vermögen zuerst veräußerst, ähnlich wie ein Gerichtsvollzieher dein Vermögen pfänden würde. Da du aber bei Häusern dein Haus der Bank in aller regel sowieso sicherungsübereignen musst, wäre eine Restschuldversicherung hier sinnfrei, der Verkaufswert deines Hauses wird in der Regel auch deine Schuld bei der Bank tilgen.

Es GIBT gute Restschuldversicherungen, erfahrungsgemäß sind die meisten jedoch lediglich dazu gut, der Bank die Tasche in form von Provisionen voll zu machen, Von daher pauschal diese Versicheung zu empfehlen ist absolut unseriös. da muss man ganz, ganz genau die Bedingungen prüfen, unter denen die Versicherung zahlt und du musst auch ganz massiv gegenrechnen, was diese Versicherung kosten wird.

Grundsätzlich gilt jedoch: Sprich frühzeitig mit Banken. Wenn abzusehen ist, dass du eventuell Kreditraten wirst nicht zahlen können, informier deinen Sachbearbeiter, setz dich mit ihm zusammen und überlege dir zusammen mit Lösungen, wie man die Kuh vom Eis bekommen kann.

Der geordnete Verkauf deiner Immobilie um deine Schulden zu bezahlen unter Mitwirkung der Bank wird dir garantiert mehr bringen als eine Zwangsversteigerung oder der Verkauf aus einer echten Notlage heraus, Käufer werden dich sonst gnadenlos im Preis drücken, zieht die Bank mit dir an einem Strang, wirst du dabei nur gewinnen können.

Und ja, grundsätzlich musst du bei Krediten Zins und Zinseszins (sprich Zinsen auf Zinsen) bezahlen.

Leasing ist etwas anderes. Beim Leasing wirst du zwar nicht Eigentümer des Fahrzeugs, jedoch Halter. Der Vorteil für dich als Leasingnehmer ist der, dass du bei einem Neuwagen im Wert von z.B. 80.000,00€ über die Leasinglaufzeit z.B. "nur" 50.000,00€ zahlst, der Vorteil für den Leasinggeber ist jedoch dass er zwar 80.000,00€ für das Auto bezahlt, von dir jedoch 50.000,00€ bekommt und für den Verkauf des Fahrzeugs nach Ende des Leasingvertrages nochmal 40.000,00€. Sprich er hat 10.000,00€ verdient an dem Fahrzeug.
Für dich als Leasingnehmer stellt das ganze jedoch eher sowas wie ein Mietvertrag dar, wo du jedoch die Nebenkosten zahlen musst, nicht der Vermieter. Was hier beim Ausfall einer oder mehrer Leasingraten passiert, das steht genau im Leasingvertrag. Da steht drin, ob du Zahlungen aussetzen/kürzen darfst, ob der Leasingvertrag vorzeitig (gegen eine gewisse Gebühr) beendet wird oder was auch immer. Aber auch in diesem Falle solltest du vorzeitig mit dem Leasinggeber REDEN. das sollte sowieso, egal bei welcher Art von Schuldverhältnis, das erste sein, was du machst: mit deinen Gläubigern so früh wie möglich reden.

Grundsätzlich sind alles schließlich Verträge und Verträge können, unter dem Einverständnis aller Vertragspartner, schließlich auch geändert/angepasst werden, aber dazu MUSS man reden.

Und im Falle von jeglicher Art von Versicherung nachrechnen und Bedingungen genau prüfen. Aber auf gar keinen Fall einfach alles unterschreiben, weil mal einer im Forum gesagt hat, dass das gut und sicher ist.
 
@nurmalsoamrande
Danke für deine Antwort. Bin dadurch etwas informierter geworden.
 
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