Fireplace April 2026

Lebensdauer der Daten auf Speichermedien im Auge behalten ?

Bigeagle schrieb:
Aber um sicher zu gehen würde ich ein Dateisystem nutzen das Prüfsummen und idealerweise auch reparatur unterstützt.

Wobei die ZFS/BTRFS aber auch nur Reparatur unterstützen, wenn eine entsprechende Redundanz da ist bzw. erzeugt werden kann. Also entweder Redundanz auf dem Datenträger selbst einrichten oder ZRAID betreiben.
Ergänzung ()

oskdueh schrieb:
aber hba-tri-karte ist ok ?

Solange sie im IT-Modus geflash ist, ja. Hardware-RAID hingegen würde ich eher sein lassen.
 
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@oskdueh wenn es um mehrere TB geht dann würde ich zu einem HDD Verbund mit Btrfs oder ZFS raten. Je nach sicherheitsbedürfnis redundanzen einbauen. Ein einfacher mirror reicht für die Funktionalität, aber wenn der Schutz unbedingt aufrechterhalten werden soll selbst wenn ein Datenträger zwischendurch mal ausfällt braucht man entsprechend mehr.
Bei Btrfs kann man die Redundanz auch auf einem Datenträger einrichten, ob das empfehlenswert ist wenn die daten so wichtig sind ist eine andere frage. Bei ZFS müsste das genau genommen auch gehen indem man zwei partitonen auf der gleichen platte als mirror einrichtet. Wenn performance nicht so wichtig ist (und die daten sowieso noch mal woanders liegen).
Dann ein automatisches scrubbing einrichten und auch die überwachung überwachen. Was nützt das scrubbing und smart logging wenn man nie reinguckt was da berichtet wurde? Ich schaue bei meinem homeserver zu selten tatsächlich nach.
Auf jeden fall solltest du dir erstmal in ruhe angucken was für Möglichkeiten du hast, im falle von btrfs und zfs dokus lesen und am besten einfach mal ausprobieren. Unter Linux kann man probemlos auch dateien als festplattenersatz nutzen, das ist für das ausprobieren der Befehle, managementoptionen, fehlerbehandlung und so weiter ausreichend.
Erst bei Problemen herausfinden wie man damit umgeht ist eher unangenehm, besser vorher mit einem Testaufbau üben. Nach dem ausprobieren hat man auch eher eine idee welche topologie man haben will, ob z.b. einfacher mirror oder verteilte redundanz mit zraid. Bei btrfs lässt man wohl besser noch die finger von den raid5/6 varianten.

Wenn man dabei zu dem ergebnis kommt dass das zu viel aufwand ist, ist das auch ein ergebnis.

Ich persönlich mag adapterkarten nicht weil da wieder eine zusätzliche fehlerquelle reinkommt. Treiber müssen ggf. passen und manche der HBA Karten nehmen überraschend viel strom. Aber im Zeitalter der 2-4 SATA Ports kommt man wohl kaum drumherum. Nach einigen gruselstories von Ausfällen aus dem profibereich (2010 rum, ist schon ne weile her) hab ich mich immer dagegen entschieden. Aber als ich mir diese Frage gestellt hatte gab es auch noch Boards mit 10 SATA ports im mittleren preissegment für privatkunden.

@Banned
Hatte das im Kopf, aber wohl tatsächlich vergessen mal direkt zu erwähnen. Deshalb die Frage danach wie viele Daten man absichern will und wie teuer das wird. Immer gleich 2-3 Datenträger nehmen macht es eben teurer.
 
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Bigeagle schrieb:
@oskdueh wenn es um mehrere TB geht dann würde ich zu einem HDD Verbund mit Btrfs oder ZFS raten. Je nach sicherheitsbedürfnis redundanzen einbauen. Ein einfacher mirror reicht für die Funktionalität, aber wenn der Schutz unbedingt aufrechterhalten werden soll selbst wenn ein Datenträger zwischendurch mal ausfällt braucht man entsprechend mehr.
ich weiss nicht so recht...mein problem ist dass ich sehr tiefe und breite ordnerstrukturen habe und win in den leztzten 20 janren regelmässig meine ... eben...ordnerstruktur zerschossen hat und somit waren viele daten verloren.

lass uns doch mal ein besispiel durchgehen: angenommen ich habe 10tb an daten mit einer sehr tiefen ordnerstruktur...länger als der standard win-pfad erlaubt (256 zeichen ?)...ist es dann nicht wumpe ob die daten auf einer einzelnen hdd liegen, die ich regelmässig klone ? oder ob die daten in einem raid-verbundsystem liegen ? sollte win eine hdd zerschiessen, dann wäre es im ersten fall katastrofe angesagt...alles läge es an den backups. was ist aber wenn ich ein raid 6 habe extern...und win zerschiesst euf einmla meien win struktur ? der raid würde sich nicht melden weil die hdds ja an sich technisch ok sind...nur win würde meckern weil die bei der hdd angeblich ein fehler vorliegt ?
 
Platte clonen sector by sector okay, ohne anschließenden Vergleich, weißt Du nicht ob es geklappt hat.
Ich hatte vor langer Zeit auch schonmal einen Windows PC, bei dem die Daten fehlerhaft ankamen auf der anderen Seiten.

Mit BeyondCompare kannst vergleichen lassen, dann ist Du Dir sicher und auch nur Files kopieren lassen, die sich geändert haben.
Ich mache meine Backups manuell und mit BeyondCompare für alle Daten.

Das Systemlaufwerk clone ich mal mit dem einen mal mit dem anderen Tool, falls das nicht klappt, muss ich halt Windows neu installieren.

Es gibt noch Software wie zum Beispiel MultiPar die erzeugt auf dem Redundanzfiles einfach in zusätzlichn Dateien, die sind geeignet die Daten zu Überprüfen und ggf. sogar zu reparieren.
https://github.com/Yutaka-Sawada/MultiPar
Das nutze ich teilweise für wichtige Daten, schon weil man dann nach dem Backup die Par-Files einfach überprüfen lassen kann und sogar einfach alle par Monate mal, chekct den falls man dem Datenträger/Usb drive/NAS/Netzwerk automatisch mit.
Daher finde ich das so sympathisch, ist irgendwie ein echter Test.
Vielleicht wäre das auch eine Lösung für Dich, die Daten zu kopieren ist weniger sicher als alles checken zu lassen.
 
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oskdueh schrieb:
mein problem ist dass ich sehr tiefe und breite ordnerstrukturen habe
Was heißt sehr tief? Windows kann, wenn Du nicht nur ausgesuchte Programme nutzt, nur 259 Zeichen für Ordner plus Dateinamen.

oskdueh schrieb:
länger als der standard win-pfad erlaubt (256 zeichen ?)
War das etwa das angebliche "Zerschießen"?

Wenn ja, dann war nichts kaputt. Windows kann seit >20 Jahren mit Pfadnamen bis zu 32767 Zeichen (und 255 zeichen für Dateinamen) umgehen, wenn Du NTFS nutzt. Nur weil MS das selber nicht korrekt im Explorer integrieren will und viele SW noch auf steinalte APIs setzt, ist das Dateisystem nicht kaputt. Dann nimmt man ein darauf ausgelegtes Programm und ist fertig.

Und wenn Windows die Struktur wirklich zerschießen sollte, ist entweder an Deinem Windows oder Deiner HW (z.B. der oben erwähnte Ram-Fehler) etwas so grundlegend faul, dass dies zuerst gelöst werden muss. Wie kann man sonst so einem System trauen?

oskdueh schrieb:
.ist es dann nicht wumpe ob die daten auf einer einzelnen hdd liegen, die ich regelmässig klone ? oder ob die daten in einem raid-verbundsystem liegen ?
Wenn Du dem RAID-Verbund traust. Wogegen welches RIAD schützt, weisst Du ja. Ein Defekt durch Anwendungs-SW (Windows oder ein Programm/Trojaner zerschießt Dir die Dateistruktur oder eine Datei) ist es nicht.

oskdueh schrieb:
der raid würde sich nicht melden weil die hdds ja an sich technisch ok sind...nur win würde meckern weil die bei der hdd angeblich ein fehler vorliegt ?
Wenn ich Deine Fehler richtig verstehe (kein defektes Dateisystem, nur ein Anwendungfehler, wie man ihn hier im Forum nicht nur bei MP3-Ripping-Schrottsoftware immer wieder liest, der tauchte bei mir in der Firma jede Woche auf) würde das RAID genau das selbe machen wie ein internes NTFS Laufwerk.

oskdueh schrieb:
ist es dann nicht wumpe ob die daten auf einer einzelnen hdd liegen, die ich regelmässig klone ?
Wenn Du das so machst, weisst Du nie, ob sowohl das Original wie auch die Sicherung noch die Daten enthalten, die Du erwartest. Du weisst (mit RAID oder ZFS als Quelle) nur, dass Du irgendwelche Daten korrekt kopiert hast (korrekt == so, wie sie zum Zeitpunkt des Kopierens/Klonens auf dem Quelllaufwerk liegen).

Wenn Dir da genügt, bitte. Für mich ist der folgende Fehler viel wahrscheinlicher wie jeder HW Defekt.
  1. Quelldaten wurden geschrieben und dabei ist man sich sicher (woher auch immer, ist aber irrelevant), dass diese korrekt sind.
  2. Quelldaten werden gesichert und die Sicherung mit den Quelldaten verglichen
  3. Irgendetwas ändert im Hintergrund Quelldaten, die Du ab Schritt 2. nicht mehr selber genutzt hast
  4. Du machst Schritt 2 nochmal. Die Kopie enthält jetzt die in 3. unbemerkt geänderten Dateien. Da sie korrekt gelesen und verglichen wurden, gibt es keine Fehlermeldung.
  5. Du machst 4. mehrmals, weil sich (bewusst) andere Quelldateien geändert haben oder neue dazu kommen. Da Du keine unendlichen Ressourcen hast, wird irgendwann das Medium aus Schirtt 2 wieder genutzt. Weil es bisher keine Fehlermeldungen gab, muss die Sicherung ja korrekt sein.
  6. Jetzt möchtest Du plötzlich die in 3. unbemerkt veränderte Datei wieder öffnen. Da es nie eine Fehlermeldung gab, gehst Du davon aus, dass sie noch intakt sein muss.
    (a) das Original enthält nicht den erwarteten Inhalt oder lässt sich nicht öffnen (Crypto-Trojaner, der nur ein paar Dateien verschlüsselt hat oder eine Anwendung, welche die falsche Datei geändert hat) ist defekt, womit Du von einem Fehler an der Quelle ausgehst. Was solls, es gibt ja ein paar Backups davon
    (b) Schade, die Backups sind auch alle defekt, da Schritt 3. erst jetzt auffällt.
Das alles ganz ohne HW-Fehler, absichtlicher User-Interaktion und auch ohne ein amok laufendes System, das eigenmächtig Dateien verschiebt.

Selbst, wenn Du nur geänderte Dateien im Backup aktualisierst, erkennst Du Fehler auf Schritt 3. nur dann, wenn Du das Logfile der Sicherung ganz genau ansiehst und weisst, welche Quelldateien Du geändert hast. Damit hättest Du die Chance, diese Dateien aus einem zweiten, noch intakten Backup wieder herzustellen.
 
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oskdueh schrieb:
ich weiss nicht so recht...mein problem ist dass ich sehr tiefe und breite ordnerstrukturen habe und win in den leztzten 20 janren regelmässig meine ... eben...ordnerstruktur zerschossen hat und somit waren viele daten verloren.
Das hilft mir zumindest ein bild davon zu bekommen worum es geht. Klingt auch erstmal nicht als wäre die Datenintegrität von Datenträgerseite (bitflips) das wahrscheinliche problem.
Inwiefern da windows selbst schuld ist, oder mehr spezifisch der explorer, crashes oder andere programme würde ich mal als unklar ansehen. Ist schwer zuzuordnen was da genau komische dinge am dateisystem gemacht hat. Wobei NTFS selbst eigentlich relativ robust sein sollte wenn nicht gerade etwas an der hardware probleme macht.
oskdueh schrieb:
lass uns doch mal ein besispiel durchgehen: angenommen ich habe 10tb an daten mit einer sehr tiefen ordnerstruktur...länger als der standard win-pfad erlaubt (256 zeichen ?)...
Wie gymfan schrieb, dass der windows explorer viel engere limits ansetzt als ntfs selbst ist etwas unglücklich. Aber da kann man sich durchaus behelfen. Ich weiß gerade nicht ob netzwerkfreigaben da auch so beschränkt sind im explorer. Ggf. musst du 'nur' einen anderen dateimanager nutzen.

Klingt für mich danach als seien snapshots ggf. eine Lösung für solche highlvl fehler. Denn das Dateisystem kann fehlerhafte Befehle für z.b. kopieren oder umbenennen nicht erkennen. Wenn der Pfad von lang auf falsch gekürzt geändert werden soll ist das ggf. völlig valide, nur ungewollt.
Entsprechend wäre auch jegliches 'cloning' auf blocklevel oder RAID keine hilfe, da wird der Fehler dann nur mit abgesichert. Hat man Snapshots und bemerkt den Fehler rechtzeitig kann man diesen vermutlich leicht wieder rückgängig machen, je nachdem wie viel chaos entstanden ist. Zumindest sind in dem Fall keine Daten weg. Wenn etwas aber deine ordner und Dateien komplett neu sortiert hat wäre das ein fall für einen kompletten rollback.

Allerdings sind extrem lange Pfade auch schnell ein problem selbst wenn es erst einmal funktioniert weil der zugriff mit anderen systemen dann ggf. nicht mehr funktioniert. Nur weil man irgendwie einen 5000 Zeichen langen Dateinamen mit sonderzeichen, emoticons und nicht sichtbaren zeichen anlegen kann ist das noch lange keine gute idee.
Code:
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Das sind 1026 Zeichen Pfadlänge, so auf die schnelle ausprobiert. Kann man machen und geht sicher auch unter windows. Zumindest konnte ich den Ordner samt unterordnern und datei auf ein zfs dateisystem unter debian und von da über eine samba freigabe per robocopy auf ein ntfs unter win10 kopieren. Der explorer kann in den letzten unterordner rein und auch die datei per doppelklick öffnen sowie den ganzen ordnerbaum löschen. Nur anlegen und damit auch kopieren ist nicht drin.
Also zumindest was tiefe pfade angeht sollte ntfs und damit auch windows an sich kein hindernis sein. Nur der Explorer eben ...

Aber mit solchen langen namen arbeiten wird echt unbequem. Wehe da gibt es mal keine GUI oder autovervollständigung :mussweg:
 
gymfan schrieb:
Windows kann, wenn Du nicht nur ausgesuchte Programme nutzt, nur 259 Zeichen für Ordner plus Dateinamen.
Das ist so nicht korrekt.
Die langen Pfade sind nur per Default deaktiviert.
Machen aber unter Windows 11 keine Probleme mehr, solange Du nicht wirklich ur-ur-ur-ur-uralte Software in "lange Pfade" reinpackst. (Obschon es fraglich wäre, ob die noch laufen, da der 16 Bit Unterbau schon lange weg ist!)
 
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mchawk777 schrieb:
Machen aber unter Windows 11 keine Probleme mehr
aha... hi, was wude denn diesbezüglich genau in win 11 geändert gegenüber win 10 ? ich habe nämlich erst seit kurzem win 11 am start. all die vergangenen katastrophen passierten unter win 10.
Ergänzung ()

Bigeagle schrieb:
Wie gymfan schrieb, dass der windows explorer viel engere limits ansetzt als ntfs selbst ist etwas unglücklich. Aber da kann man sich durchaus behelfen. Ich weiß gerade nicht ob netzwerkfreigaben da auch so beschränkt sind im explorer. Ggf. musst du 'nur' einen anderen dateimanager nutzen.
kann sein...jedoch hon nicht jede genante katastrophe vom dateinmanager...einmal nach winem win (10)- update. nach dem restart ... meldetet beim hochfahren dieses program (cfdisk) oder so ähmlich,d ass die hdd fehler aufweisen würde und er die dateifehler bereinigen müsste. man sollte bestätigen. ich also bestätigt, er hat gereinigt ...und hinterher ordnersturktur vergewaltigt.
 
oskdueh schrieb:
hi, was wude denn diesbezüglich genau in win 11 geändert gegenüber win 10 ? ich habe nämlich erst seit kurzem win 11 am start. all die vergangenen katastrophen passierten unter win 10.
Das vermag ich Dir jetzt nicht sagen - weil: Ich habe die Registry erst unter Windows 11 angepasst.
Es kann gut sein, dass es auch unter Windows 10 super funktioniert. Ich kann es halt nur nicht beurteilen.
Microsoft agiert m. E. etwas übervorsichtig, dass man diese Funktion nur über einen Registry-Schlüssel aktivieren kann und es keinen Einstellungs-Schalter gibt.
Allerdings kann ich global auch unmöglich abschätzen, wie viele 32-Bit-Anwendungen damit noch Probleme haben.
Wenn 64-Bit-Anwendungen Probleme hätten, wäre das m. E. ein Armutszeugnis.
 
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mchawk777 schrieb:
Das vermag ich Dir jetzt nicht sagen - weil: Ich habe die Registry erst unter Windows 11 angepasst.
was hast du den genau in der registry angepasst unter win 11 ? meinst du etwas die möglichkeit, dass win ein längerer pfad duldet ? das hatte ich auch unter win 10 gemacht , hat aber nichts gehofen...der nächste crash kam dann später---
 
oskdueh schrieb:
einmal nach winem win (10)- update. nach dem restart ... meldetet beim hochfahren dieses program (cfdisk) oder so ähmlich,d ass die hdd fehler aufweisen würde und er die dateifehler bereinigen müsste. man sollte bestätigen. ich also bestätigt, er hat gereinigt ...und hinterher ordnersturktur vergewaltigt.
Wenn chkdsk fehler findet ist ziemlich sicher sowieso schon schaden entstanden. In der Regel eher durch unsauberes aushängen des dateisystems. Abstürze, stromausfall etc. Dass sowas durch stille fehler auf dem Datenträger passiert dürfte recht selten sein.
Aber ich kenne das Gefühl wenn man nervös zuguckt wie chkdsk auf dem bildschirm fehler durchscrollen lässt die 'behoben' werden. Da hilft aber afaik nur ein backup und ein abgleich nach so einem fall um festzustellen ob noch alles an seinem platz ist.
Wenn sowas wirklich ohne erkennbaren grund auftritt wäre ich sehr nervös und würde erstmal die beteiligten datenträger gründlich überprüfen (smart extended selbsttest z.b.) und ggf. auch den rest der hardware auf stabilität prüfen. In der windows ereignisanzeige finden sich ggf. hinweise. Wenn weder Datenträger, noch cpu oder ram irgendwelche probleme aufweisen könnte man noch die Kabel prüfen. Dann bleiben langsam nur sehr seltene Fehler übrig und man kann das als 'einmal im jahrzehnt' fehler abschließen.

Wenn die ursprüngliche Frage von diesen Dateisystemfehlern mit chkdsk und verschwundenen ordnern/dateien oder ähnliches herrührt dann ist die frage weniger wie lange ein speichermedium seine daten halten kann als vielmehr wie findet man die ursachen für systeminstabilitäten und wie organisiert man ein backup mit dem man auch einfach abgleichen kann ob etwas verloren oder verändert wurde. Klingt für mich ein wenig so.
 
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oskdueh schrieb:
was hast du den genau in der registry angepasst unter win 11 ?
Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem
LongPathsEnabled = 1

Bisher keine Probleme beobachtet.
 
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oskdueh schrieb:
BEI GOTT! von mdisk hörten wir schon. von lto noch nicht. was sind das ?
google sagt das sind quantum lto- laufwerke und bänder.
das laufwerk scheint ja sehr teuer zu sein in der anschaffung.

aber was sind die genau vorteile von quantum lto gegenüber normalen hdds ?
ist diese technologie so herausragend in der datenspeicherung ?


also die daten draufspeichern und 30 jahre ruhe haben ?
"Ja" :)

Kurzum ;
  • Bandlaufwerk - wie Kassette aus den 80ern - nur sehr viel weiter entwickelt... sehrsehr viel weiter..
  • Muss ja nicht gleich LTO-10 sein - gebrauchte LTO6 Laufwerke 300€ - 8 natürlich gleich 1000€
  • Kassetten sind robuster als sone hochempfindliche HDD die aus 100 Einzelteilen besteht...
  • "Ja" - die Technologie ist so herausragend !!!

Wir reden hier im Prinzip von der Revolution in den 2000ern...
NASA z.b. Daten die von einer Raumsonde kommen - das sind Petabytes - die werden erstmal auf LTO gepackt um dann über 6,7 Jahre ausgewertet zu werden - aber selbst sone Firma wie Vodafone braucht son Haufen nur um alle Kundendaten zu speichern - kommt halt was zusammen ;

DTJ78mvUwMJDnKMN.jpg
12-4-2017.jpg


Vorher gabs das zwar auch schon - DLT, DDS, Mammoth, DDS, AIT, Travan - viele schließen sich dann halt zusammen zu dem Linear-Tape-Open Standard.

Daten =
Alles was man braucht hat man "Hot" im laufenden Rechner - Ram, SSD&HDD
Wenn man es nicht so oft braucht -> "Medium Storage" - NAS/HDD Storage-Server
Alles was dann "weg" kann, archiviert werden soll, selten zugegriffen wird = "Cold"-Storage = Band

"langsame Zugriffszeit" - wobei die heutigen Laufwerke und selbst LTO1 im vergleich zu allem vorher schon sehr schnell war.

LTO ist überall - ist DIE Lösung - es gibt keine andere...
Man forscht zwar halt an dem üblichen coolen Kram - Glas, Laser, Tesa-rolle - aber so extrem wie LTO verbreitet ist wirds schwer werden eine so kommerzielle günstige Variante zu finden, selbst wenn die Tesa-Rolle aufeinmal 300TB speichern kann...

Ne Kassete LTO6 kost 10€ - die sind simple, robust ! - selbst meine LTO1 kassetten laufen immer noch 1A - wobei 2 quitschten etwas beim letzten auslesen :) - Selbst die Datenrettung von diesen Bändern ist günstig und einfach...

Klar, Erstmal Hardware haben - wobei n SAS Controller kost nix - Software ist natürlich auch etwas anderes - halt kein Apple-Ipod oder so :)

-------------------------------------------------

Aber ja - klar irgendwo ausrechnen - wieviele Daten/TB haste = ab wo/wann wieviel lohnt sich n LT4/6/8 Laufwerk ?!
Damals als ich LTO1 hatte waren halt grad sowas wie 180GB Platten aktuell - vs ne LTO1 Kassette mit 100Gb garantiert/200GB komprimiert.
Bei 4TB Daten war dann n LTO extrem günstig...

Nur gibs jetzt halt 4TB SSD's ... ..20TB HDD's - LTO lohnt da wohl erst irgendwo ab 20Tb Daten...frühstens !
= nimm HDD/SSD - klemm die immer mal brav an dann hält die sicherlich 10, 20 jahre
Doppelt/Dreifach sichern... = done..

(wieviel Daten hast du denn ?)

Was mir noch einfiel ; https://www.backblaze.com/blog/backblaze-drive-stats-for-2025/
Ist halt sone Datenfirma, die viel HDD einsetzen und Statsitikenführen über Ausfälle - recht interessant.
Sieht man manchmal Platten-Serien - die sind halt Müll =8% fehlerrrate - vs andere, die einfach nicht sterben wollen :) - 0,4% fehlerrate...
..und das auch innerhalb eines Herstellers
 
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mchawk777 schrieb:
Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem
LongPathsEnabled = 1
ja genau, das hatte ich damals auch unter win 10 gemacht. aber wie gesagt ich hatte bis vor kurzem eine anderes system. ich habe mir nun ein anderes zusammengebaut. ich muss schauen wie lange das gut geht bis wieder vorfälle passieren...

also du meinst diese änerung in der win 11 registry abhilfe verschaffen ?
 
@mchawk777 nun ja du hast das angesprochen ! ich meinte es muss doch beui dir ein grund gegeben haben warum du diese änderung in der registry vorgenommen hast. vllt weil du ja auch tiefe ordnerstrukturen hast. hat es also bei dir unter win 11 geholfen ? denn ich hatte das unter win 10 gemacht und es hat nichts geholfen.
 
freekymachine schrieb:
NASA z.b. Daten die von einer Raumsonde kommen - das sind Petabytes - die werden erstmal auf LTO gepackt um dann über 6,7 Jahre ausgewertet zu werde
ersteinmal vielen dank für deine ausführliche antwort. das erweitert mein horizont ungemein. das mit der nasa ist ja höchstinteressant..aber hiess es nicht, dass es die originalaufnahmen aus den 60er nicht mehr gibt weil die nasa damals alles auf vhs gespeichert hatte und die aufnahmen dann einfach überschrieben wurden ? :-) ist das etwa der grund warum die nasa auf LTO gewechselt ist ? das wäre ja sehr komisch

freekymachine schrieb:
LTO ist überall - ist DIE Lösung - es gibt keine andere...
wahnsinn..erstaunlich, dass mir das bisher völlig entgangen ist... einige pc-spezis aus meiner stadt meinten die arbeiten mit datenbanken...aber auch die datenbanken müssen ersteinmal iwo gespeichert werden...dann wohl auf LTOs ....


freekymachine schrieb:
Doppelt/Dreifach sichern... = done..
genau...deshalb der thread...wie sichern deine meinung nach ? a) gegen hdd-ausfall selbst. und gegen win-gezicke wegen zu tiefe ordnerstruktur ? denn egalb ob ich nun HDD oder LTO nutze , beides könnte von win plötzlich vergewaltigt werden, weil ihm meine zu tiefe ordnerstruktur nicht passt. es kann natürlich sein, dass win 11 mit eingeschaltete long-path in der registry entspannter auf diese problematik reagiert als win 10. aber im grunde habe ich die gefahr bei egal auf was für einen datenträger ich nutze , oder ?

freekymachine schrieb:
(wieviel Daten hast du denn ?)
so 20tb

freekymachine schrieb:
Was mir noch einfiel ; https://www.backblaze.com/blog/backblaze-drive-stats-for-2025/
Ist halt sone Datenfirma, die viel HDD einsetzen und Statsitikenführen über Ausfälle - recht interessant.
ich nutze nur wd gold hdds. aktuell viele 18tb, weil ich viele iwo sehr günstig gebraucht bekommen habe. wie kann ich mir die statistigen zu wd gold 18tb ansehen auf dieser seite ? ich checke es nicht ganz...muss ich mich zuerst anmelden ?
Ergänzung ()

mchawk777 schrieb:
Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem
LongPathsEnabled = 1
hi, ich habe bei meinem aktuellen win 11 genau diesen pfad in die registry eingegeben und dann stand da schon die 1 aktiviert. müsste nicht "0" als standard stehen und ich müsste manuell auf "1" umschalten ? oder aktiviert dieser pfad automatisch die "1" ?
Ergänzung ()

freekymachine schrieb:
Daten =
Alles was man braucht hat man "Hot" im laufenden Rechner - Ram, SSD&HDD
Wenn man es nicht so oft braucht -> "Medium Storage" - NAS/HDD Storage-Server
Alles was dann "weg" kann, archiviert werden soll, selten zugegriffen wird = "Cold"-Storage = Band
ok, ich habe verstanden. wenn ich dich richtig verstanden habe, dann lassen sich diese LTO-bänder wie hdds nutzen..man kann dadrauf daten bearbeiten und ändern, richtig ? wie sind dann die latenzzeiten / Zugriffzeiten von LTO-Geräten bzw Bänder bei Anbindung über SAS-HBA ? Merkt man etwas in Vergleich zu HDDS ? Langsamer oder schneller ?
Ergänzung ()

freekymachine schrieb:
"Ja" - die Technologie ist so herausragend !!!
warum sind die LTO-laufwerke (zb 10er) so teuer ? was ist er grund ?
 
Zuletzt bearbeitet:
freekymachine schrieb:
Bandlaufwerk - wie Kassette aus den 80ern - nur sehr viel weiter entwickelt... sehrsehr viel weiter..
gibt es eigentlich auch interne geräte im 5,25 zoll format ? die man im pc gleich einbauen kann ? oder lediglich externe ?
Ergänzung ()

freekymachine schrieb:
Alles was dann "weg" kann, archiviert werden soll, selten zugegriffen wird = "Cold"-Storage = Band
verstehst du was er über datenintegrität (coruption of files) sagt ? min 7:05

 
Zuletzt bearbeitet:
oskdueh schrieb:
gibt es eigentlich auch interne geräte im 5,25 zoll format ? die man im pc gleich einbauen kann ?
Hier kannst Du Dir was aussuchen:

https://geizhals.de/?cat=dat&xf=543...LTO-Ultrium 6&pagesize=30&sort=p&promode=true

oskdueh schrieb:
weil ich viele iwo sehr günstig gebraucht bekommen habe.
Und sowas vertraut man seine Daten an? Jeder, wie er will

oskdueh schrieb:
ich checke es nicht ganz
Das ist ein Cloud-Anbieter, der als HDDs alles einsetzt, was er (neu) günstig bekommen kann. Und damit auch HDDs, die von den Herstellermn nicht für große Staroges ausgelegt sind. Das ist kein kostenloses Testinstitut, das alle jemals erhältliche HDDs für Dich testet.

Anschnitt "Backblaze Hard Drive Failure Rates for Q4 2025" mit der Anmerkung "models with drive count > 100"
Falls Du also auch Server-Racks mit HDD voll pflasterst und zufällig die Modelle nutzt, die dort gekauft wurden, mag man die Ergebnisse auf seine paar HDDs im PC transferieren können. Kühlung und Entkoppelung ist dort sicher vergleichbar.

Sie haben halt immer noch ihre WD Ultrastar DC 16TB (WUH721816ALE6L4 und WUH721816ALE6L0) in der Statistik.

oskdueh schrieb:
denn egalb ob ich nun HDD oder LTO nutze , beides könnte von win plötzlich vergewaltigt werden, weil ihm meine zu tiefe ordnerstruktur nicht passt.
OK, Du möchtest LTO mit einem normalen Dateisystem nutzen.....Ja geht (ging zumindest mal mit Linux), macht halt niemand in dem Umfeld, für welche die Laufwerktspreise irrelevant sind.
 
oskdueh schrieb:
nun ja du hast das angesprochen !
Korrekt. Allerdings nur als Ergänzung einer Aussage eines anderen Users - nicht als Lösungsansatz.
Zumal die je nach Dateisystem mögliche Länge von Pfaden/Dateinamen nicht wirklich was mit der Haltedauer von Daten auf Speichermedien zu tun hat.

oskdueh schrieb:
ich meinte es muss doch beui dir ein grund gegeben haben warum du diese änderung in der registry vorgenommen hast.
Der Grund ist einfach:
Es gibt keinen Grund dies nicht zu tun, wenn man nicht gerade uralte Software verwendet.
Ich spreche von Generation Win9x und Übergang zu WinXP als 16/32-Bit-Systeme.
Es muss in der Registry erfolgen, da Microsoft es sonst nicht ermöglicht zu aktivieren.
oskdueh schrieb:
vllt weil du ja auch tiefe ordnerstrukturen hast.
Vollkommen unerheblich.
Ich bin eher auf Probleme gestoßen, wenn Dateien mit besonders langen Namen erhalten und gespeichert habe.
Genau so wie die DOS-8.3-Dateinamen-Konvention veraltet ist, so ist die Begrenzung auf 265 Zeichen es ebenfalls.
Probleme gibt es bestenfalls Betriebssystemübergreifend bei Nicht-ASCII-Zeichen im Pfad/Dateinamen. Aber das ist eine andere Baustelle.
oskdueh schrieb:
hi, ich habe bei meinem aktuellen win 11 genau diesen pfad in die registry eingegeben und dann stand da schon die 1 aktiviert. müsste nicht "0" als standard stehen und ich müsste manuell auf "1" umschalten ? oder aktiviert dieser pfad automatisch die "1" ?
Wer weis?
Vielleicht hat MS da was im Hintergrund geändert.
Vor ein paar Jahren musste ich das umswitchen. So häufig macht man das ja nicht. 😉
 
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