mop.Bulletproof
Ensign
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- Aug. 2004
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Du siehst ja an einem überzeugten Linken wie th3o, dass Aussagen wie
Zitat:
Es wird an Unis genau deswegen gelehrt, weil die Leute, die in den Positionen sind, zu entscheiden was gelehrt wird a) selbst Interessen verfolgen und b) sich einem bestimmten Druck (seis global von mir aus) beugen müssen.
solche vereinfachenden und verallgemeinernden Standpunkte ein wesentlicher Bestandteil der Partei sind. Stammtischpolitik würde ich das nennen.
Auch das muss sehr kritisch betrachtet werden. Es ist an Universitäteten (jedenfalls an meiner) zu beobachten, das Forschungsgebiete, die nicht primär Geld einspielen noch vom Interesse und vorgehen des Professors gestaltet werden. Je weiter das Thema jedoch auch finanziell etwas einbringen könnte wird das Thema mehr und mehr modifiziert und angepasst. Hierbei spielen immer weniger Faktoren der öffentlichen Hand ein.
Ein Beispiel. Das Fach angewandte spezielle Botanik war vor 5 Jahren noch dominiert von mehreren Themengebieten Genetik, Waldschaden, Feldbau, Mykologie. Je mehr Aufträge das Insitut von Saatgutfirmen bekam, desto mehr hat sich das Thema in Bezug auf Genetik und Mykologie verschoben. Einerseits kann man meinen das dies den Grund der Aktualität hat, andererseits lässt sich aber auch vermuten dass mit geziehlter Ausbildung der Stundenten hier Forschungsgelder von nichtsstaatlicher Seite erworben werden wollen.
Das nur als Beispiel eines (auf Wirtschaftsfragen bzogen) Randgruppen Faches. In welcher Weise dies bei wirtschaftswissenschaftlichen Fächern aussieht kann ich nicht sagen, Vermutungen lassen sich jedoch keinesfalls ausschliessen.
Weiterhin ist die PIN Group das schelchteste Beispiel gegen die Einführung des Mindestlohns (jedenfalls in meinen Augen).
Was für einen (freien) marktwirtschftlichen Sinn macht das in Kombination mit HartzIV. Die Post muss Millionen und Abermillionen investieren um gegen den vom Staat bezahlten Konkurrenten zu bestehen, der sich erstens einen Sch...s um seine Arbeiter schert (sonst würden die Löhne bekommen mit denen sie essen können) und zweitens die Gewinne lieber einstreicht anstatt sie in Rentabilität zu investieren. Nach der Steueraktion von Herrn Zumwinkel ist er zwar untendurch, verstehen kann ich aber warum er für den Mindestlohn ist.