Lehramt an Grundschulen - Fragen zum Studium

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Lt. Commander
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Hey Leute,

ich möchte Lehramt für Grundschulen studieren, da ich aber ziemlich lernfaul bin möchte ich das Studium so "einfach" wie möglich gestalten - sowohl bei der Wahl der Uni als auch bei der Fächerwahl.

Erstmal kurz zu mir: ich hab Abitur mit 2,9 geschafft, Mathe LK 13 Punkte und die andere Fächer waren alle 9 Punkte oder schlechter. Ich hatte aber das Glück (oder Pech?) in einem CAS Mathe Kurs zu sein (CAS ist ein graphischer Taschenrechner, der einem z.B. das Aufleiten und Ableiten von Funktionen, oder auch das lösen von Gleichungen abimmt).
Und obwohl die Klausuren alle auf CAS abgestimmt waren, muss ich sagen dass die CAS Klausuren nahezu gleich mit den "normalen" Klausuren waren und die CAS'ler es daher deutlich leichter hatten und mir auch ziemlich viele Matheskills fehlen dadurch, dass der CAS einem viele Rechenschritte abgenommen hat.
Habe dennoch gutes Mathematische Verständnis natürlich.

Aber wie sähe das Niveau aus wenn ich nun Mathe als Fach wähle im Lehramtstudium.
Wenn ich z.B. an der TU Dortmund Mathe wähle in meinem Lehramtstudium für Grundschule, sitze ich dann in den gleichen Mathevorlesungen und Matheklausuren wie Studenten die Mathe auf Lehramt für z.B. Gynmasien studieren?
Oder sind die Mathevorlesungen und Klausuren gar nichtmal für Lehramtstudenten abgestimmt, sondern ich sitze dort mit Ingenieuren etc. zusammen in den Vorlesungen/Klausuren?

Wie sieht es aus mit Fächern wie Musik, Kunst, Sport ? Grade Sport kann ich mir nicht all zu schwierig vorstellen, bzw. eigentlich hab auch keine wirkliche Vorstellung wie so Klausuren da aussehen?

Wiki sagt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lehramtsstudium

"Beim Lehramtsstudium der Fächer Musik und Kunst ist dagegen noch nicht einmal das Studium eines zweiten Fachs erforderlich."

Steht beim Oberpunkt "Fachbindung, mögliche Fächerkombinationen" im Abschnitt zu NRW, also gilt das nur für NRW denke ich mal.

Ich verstehe aber denn Sinn dahinter überhaupt nicht, warum sollte denn grade Kunst / Musik als alleinstehendes Fach ausreichen? Grade Kunst und Musik sind doch so spezifische Fächer die eigentlich keine anderen Fächer mit abdecken...

Aber wenn das so ist würde ich das gerne ausnutzen um mir als lernfaulen Menschen das Studium weniger stressig zu gestalten, oder übersehe ich da etwas?

Und unterscheidet sich das Niveau stark von Uni zu Uni ?
Ich könnte mir vorstellen, dass Mathe an einer TU anspruchsvoller ist als an einer "normalen" Uni.

Wäre äußerst dankbar wenn ich hier alle Fragen beantwortet bekommen würde !!!
 
So wie das klingt, passt du perfekt in das bestehende Beamtenbild rein und wirst bestimmt ein sehr guter und motivierter Lehrer.
Genau das was unsere Kinder in Zukunft brauchen - herzlichen Glückwunsch. :freak:
 
Da Du ja nur an der Grundschule lehren willst, wird im Mathe Studium natürlich nur das kleine 1x1 und Bruchrechnung und der einfach Dreisatz durch genommen...

Es ist egal. Mathe Studium ist Mathe Studium. Mein Studium ist schon was her. Zu meiner Zeit gab es keinerlei Unterschiede, noch nicht einmal, ob man auf Lehramt oder Diplom studieren wollte. Das entschied man erst am Ende des Studiums.
 
Also mit der Einstellung muss ich Labtec echt recht geben. So etwas braucht man nicht als Lehrer!

Abhängig je nachdem wo du studierst unterscheidet sich Mathe tatsächlich. An einer TU wirst du 1:1 die Vorlesungen wie Mathematiker im Grundstudium belegen. Zumindest einen Teil davon. Ggf. ist aber der Schnitt nicht ganz so hoch angesetzt.

Fall du an einer reinen Lehramts-Uni studieren gehst wird das wohl etwas leichter sein und mehr Bezug zum Lehramt haben.

Kannst dich ja mal selbst bemühen und entsprechende Studienpläne vergleichen.
 
@ TE

Das Referendariat ist ein harte Nuss. Da wirst du dir den Arsch aufreißen müssen, ob du willst oder nicht. Das Studium an sich mag sich locker gestalten lassen -- im Referendariat sitzen dir die Fachleiter im Nacken, und wehe, du machst es nicht genauso, wie die es wollen, dann kannst du dein blaues Wunder erleben.

Fazit: Wenn du es gemütlich haben willst, bist du genau auf dem falschen Weg.

@ all

Da ich selber aus der Branche komme, erlaube ich mir mal zu sagen, dass ich sehr wenige faule Kollegen kennengelernt habe, dafür viele, die sich selber tierisch unter Druck gesetzt haben. Lehrer haben eben nicht "vormittags recht und nachmittags frei". Hätten wir so ein süßes Leben, müssten eigentlich viel mehr das machen wollen . . . tun sie aber nicht. Aus gutem Grund.
 
Überleg dir ganz genau, ob du wirklich Grundschullehrer werden möchtest. Hast du schon mal erprobt, ob du überhaupt Spaß dabei hast, mit Kindern zusammenzuarbeiten? Ich hatte das Glück durch den Zivildienst, eine Seite in mir entdeckt zu haben, die ich vorher noch nicht kannte, sodass ich heute seit zwei Jahren in Wuppertal Grundschullehramt studiere.

Wie die anderen schon sagten, scheint es bei dir wirklich nur darum zu gehen, dass das Studium nicht zu arbeitslastig wird. In Wuppertal ist es sehr günstig, dass ein eigener Studiengang für Mathe und Deutsch angeboten wird, ergo sitzen im Hörsaal bei Mathe-Vorlesungen auch nur Grundschulstudenten. Vor allem in Geometrie lernst du Sachen, die ich in der Schule noch nie gehörtt habe.

Guck dir den Lehrerberuf aber genauer an, vor allem in der Grundschule. Nimm so viel Praxis wie möglich mit, damit meine ich nicht die lächerlichen verpflichtenden acht Wochen im Bachelor, ansonsten wirst du spätestens im Ref das böse Erwachen erleben, dass es dir gar nicht gefallen wird.
Männer werden jedenfalls extrem gesucht, die Verteilung in NRW liegt bei etwa 90 zu 10, beschränkt man den Blick nur auf Männer bis 35, sieht es noch krasser aus.
 
Ich habe schon ein freiwilliges soziales Jahr hinter mir, bei dem ich in der 7ten Klasse eines Gymnasiums als Integrationshelfer für einen Autisten gearbeitet habe. Habe dabei auch Spaß gehabt den anderen Schülern weiterzuhelfen, also ich könnte mir schon vorstellen das beruflich zu machen.
 
Kleine Kinder, die nicht 1+1 rechnen können, ist aber ein anderes Kaliber. In der Grundschule lernen die Kinder auch ganz andere Sachen als nur rechnen und schreiben. Das ist sicher nicht mit einer 7. Klasse zu vergleichen.
 
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