Leistungsverlust von USB Sticks - kann man dem entgegenwirken?

Die USB Sticks bekommen nie das beste NAND, das geht in die SSDs, selbst bei den NAND Herstellern. Bei Lexar, das ist eine Marke des NAND Herstellers Micron, kann man SLC in den Sticks finden, aber das ist kein hochwertiges SLC NAND, also solches, welches die normale SLC Qualität für Enterprise SSDs nicht erreicht hat. Gute TLC NANDs von Samsung in der 840 120GB haben bei xs.org 3556 P/E Zyklen erreicht, bei tomshardware 3207 und die 840 Evo 120GB ist bei ssdendurancetest schon bei über 3100 P/E Zyklen und der Test läuft noch. Die SanDisk Ultra Plus hat dort 6344 erreicht, mehr als doppelt so viel wie die versprochenen 3000 und die [URL=http://ssdendurancetest.com/ssd-endurance-test-report/Kingston-SSDNow-V300-60]Kingston V300 war dort nach nur 444 Zyklen kaputt, obwohl angeblich die gleichen 19nm NANDs von FlahForward (dem Joint-Venture von SanDisk und Toshiba) verbaut sind. Nur war offensichtlich nicht die gleiche Qualitätsstufe, sondern eben minderwertiges NANDs, wie es sonst eben z.B. für USB Sticks verwendet wird.

Man sieht mal wieder: Wichtiger als die Anzahl der Bits pro Zelle ist die konkrete Qualitätsstufe der jeweils verbauten NANDs, denn gute TLC halte viel mehr P/E Zyklen aus als MLC minderwertiger Qualitätsstufen. Wie viele NANDs die NANDs in welchen Stick wirklich aushalten, kann man unmöglich wissen, dass ist schon bei SSD kaum zu sagen und nur in Tests halbwegs sicher zu ermitteln. Bei Sticks werden dann auch noch laufend andere NANDs verbaut, selbst bei denen von NAND Herstellern, was die zumindest bei SSDs i.d.R. nicht machen. Das machen bei SSDs meist nur die Hersteller ohne eigene NAND Fertigung.
 
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