Wir haben da grade einen Test in der Berufsschule gemacht. Entscheident ist aber nicht nur die Lesegeschwindigkeit, sondern auch wieviel man davon behält. Ungeübte, erwachsene Leser schaffen im Durchschnitt 90 bis 160 Wörter pro Minute, ein geübter Leser ca. 500 und er erfasst dabei noch mehr vom gelesenen. Möglich sind sogar 900 Wört pro Minute.
Die durchschnittliche Geschwindigkeit an Hauptschulen ist 170 WpM, an Gymnasien 240 WpM.
Es gibt 3 Ursachen für langsames Lesen:
1. Wort für Wort-Lesen: Das Auge gleitet nicht über den Text, sonder springt von Wort zu Wort ruckartig. Aufgenommen wird wärend dem Anhalten bei den Wörtern. Wieviel dabei aufgenommen wird hängt von der Blickspanne und dem Vorrat an Wortbildern (durch Übung) ab.
2. Rückwärtsspringen: Wenn man sich nicht richtig konzentriert, oder dies nicht kann, springt man oft zurück zu bereits gelesenem, um es besser zu verstehen. Diese Gewohnheit kann man abstellen, in dem man bereits Gelesenes mit Papier abdeckt.
3. Mitsprechen. Auge und Gehirn arbeiten schneller als die Sprachausgabe, das lesen wird dabei also ausgebremst. (Soundkarte zu langsam für CPU

). Hier hilft nur Übung.
Ich selbst lese nicht unbedingt sehr schnell, eher durchschnittlich, habe aber eine überdurchschnittliche Behalteleistung, weiß also recht viele Details eines zuvor gelesenen Textes. Das ist wenn es schnell gehen muss hinderlich, wenn man ne Zusammenfassung vor ner Arbeit durchgeht natürlich sehr nützlich...kommt auf die Situation an.
Zu schnelles lesen geht auf die Behalteleistung, zu langsames vergeudet Zeit. Optimum ist ein Kompromiss aus beidem.