LGA1851 Federkontakte verbogen/eingefedert trotz Vorsicht

WinstonSmith101

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[Bitte fülle den folgenden Fragebogen unbedingt vollständig aus, damit andere Nutzer dir effizient helfen können. Danke! :)]

1. Nenne uns bitte deine aktuelle Hardware:
(Bitte tatsächlich hier auflisten und nicht auf Signatur verweisen, da diese von einigen nicht gesehen wird und Hardware sich ändert)
  • Prozessor (CPU): Intel Core Ultra 7 270k Plus
  • Arbeitsspeicher (RAM): …
  • Mainboard: Gigabyte B860 Gaming X Wifi6e
  • Netzteil: …
  • Gehäuse: …
  • Grafikkarte: …
  • HDD / SSD: …
  • Weitere Hardware, die offensichtlich mit dem Problem zu tun hat(Monitormodell, Kühlung usw.): Arctic Freezer 36

2. Beschreibe dein Problem. Je genauer und besser du dein Problem beschreibst, desto besser kann dir geholfen werden (zusätzliche Bilder könnten z. B. hilfreich sein):

Ich wollte gestern Abend die CPU in diesem LGA1851 Mainboard upgraden. Ich musste jedoch feststellen, dass das System nach dem CPU Wechsel nicht mehr bootete und die CPU Fehler LED auf dem Mainboard leuchtete. Auch der Wechsel zurück zur vorherigen CPU brachte leider das gleiche Fehlerbild. Das vorher einwandfrei funktionierende System bootet nun einfach nicht mehr.

3. Welche Schritte hast du bereits unternommen/versucht, um das Problem zu lösen und was hat es gebracht?
Dann habe ich das Mainboard wieder aus dem Gehäuse ausgebaut und mich an die Fehlersuche begeben. Die Lösung des Rätsels fand ich im LGA1851 Sockel. Drei äußere Federkontakte funkelten im Licht etwas anders als die anderen Kontakte. Warum diese offensichtlich verbogen oder eingefedert waren, war mir völlig unklar, schließlich hatte ich die CPU jeweils mit äußerster Vorsicht in die Fassung gelegt und wieder herausgehoben. Im Kopf hatte ich schon fast ein neues Mainboard bestellt, wollte aber trotzdem nicht aufgeben. Mit Hilfe der Zoomfunktion meines Handys und einer Nadel habe ich versucht, die Federkontakte zu richten. Mit Erfolg: Die drei Federkontakte mussten jeweils nur von außen angestupst werden, um wieder in die richtige Ausgangslage zurückzuspringen!
Anschließend habe ich die CPU wieder eingebaut und eine einwandfreie Funktion festgestellt. Der 270K läuft einwandfrei. Puh, da habe ich noch mal Glück gehabt!

Was mich aber umtreibt, ist, dass ich vorher äußerst vorsichtig war und mir keinen Fehler vorzuwerfen habe. Ich habe die CPU weder falsch eingesetzt noch verkantet oder irgendetwas anderes falsch gemacht. Trotzdem waren die drei Federkontakte verbogen oder eingefedert.

Habt ihr solche Erfahrungen auch schon mal gemacht?
 

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Habe leider nicht gelesen, dass es behoben war.
 
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Vielleicht doch leicht schief eingesetzt? Trotz aller vorsicht? Weiß aber auch nicht wie genau die Sockel gefertigt werden. Aber Hauptsache es geht wieder.
 
nun, von selber verbiegt sich nix.
der hat gebaut, dem gehört es. weil wen anderen gibts ned.

nun, sei froh, daß es funktioniert. glück im unglück, sprichwörtlich, obwohl es nix mit glück und pech zu tun hat.
jedenfalls solltest du die skills verbessern, weil jede zu erwartende sockelgeneration noch mehr kontakte und mit hoher wahrscheinlichkeit zudem fragilere kontakte haben wird.

aber is halt so, baust du selbst, trägst du die verantwortung, auch und gerade für mangelnde skills.
 
WinstonSmith101 schrieb:
Habt ihr solche Erfahrungen auch schon mal gemacht?
Ja, mehrfach und mit deutlich mehr Pins als in diesem Fall. Allerdings noch nie bei kleinen Sockeln von Consumerplattformen, sondern bei Servern (Sockel 4677).

Ich konnte die Ursache nie eindeutig klären. Der SI will davon nichts wissen und an den OEM kommt man nicht ran. Meine Vermutung ist, dass das entweder ein Material-/Qualitätsproblem ist und sich manche Pins durch thermische Belastung verformen und/oder dass beim Einbau des Sockels was schiefgelaufen ist.

whats4 schrieb:
nun, von selber verbiegt sich nix.
Dachte ich auch mal. Aber die Zeiten scheinen vorbei. Es ist 100% ausgeschlossen, dass durch fehlerhaften Einbau einer CPU einzelne Pins, über den kompletten Sockel verteilt, verbogen werden. Das Fehlerbild zeigt sich auch erst Monate später, genau wie hier beim TE. Das passiert über Zeit und das System funktioniert erstmal auch. Das hat nix damit zu tun, dass einem die CPU in den offenen Sockel fällt und einen Cluster an Pins verbiegt. Da sind einzelne Pins, teils mit maximal möglichem Abstand, fein säuberlich verbogen.
 
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Vielleicht haben sich die Kontakte nach der langen Zeit einfach verkantet. Die CPU saß da ja vermutlich seit 2024/25 drin. Dass die Pins nach einem kleinen Stups wieder zurückspringen und danach alles läuft, passt für mich eher dazu als zu klassisch verbogenen Pins.
 
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Für all Jene, die den kleinen Trick nicht kennen: Eine CPU wechselt man am besten sicher mit einem kleinen Saugnapf, wie sie im Fließen-/Sanitär-Bereich gerne verkauft werden. Durchmesser maximal 30mm.
Damit kann die CPU völlig gefahrlos senkrecht aus dem Sockel gezogen- oder eingesetzt werden, vorher von WLP reinigen und etwas anfeuchten um sicher zu gehen.
Damit spart man sich viel Risiko und Ärger. Kostet ein paar Pfennige. (Bild anbei)


IMG_20260820_094313.jpg
 
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Das "Upgrade" vom Core Ultra 7 265KF hättest du dir sparen können.
Mir ist sowas noch nie passiert, bin aber sehr vorsichtig, da ich weiß das es extrem schnell zu problem kommen kann und der Sockel beschädigt wird. Vlt bist du mir den Finder oder den Fingernagel drangekommen?
 
PapaWo schrieb:
Eine CPU wechselt man am besten sicher mit einem kleinen Saugnapf, wie sie im Fließen-/Sanitär-Bereich gerne verkauft werden.
davon würde ich abraten.
der saugnapf muss ja angedrückt werden damit es sich ansaugt.
wenn die cpu während des andrückens im sockel liegt, so drückt man mit kraft auf die cpu welche wiederum auf alle sockel pin federkontakte drückt.
so kann dann nur noch mehr kaputt gehen.
 
WinstonSmith101 schrieb:
Was mich aber umtreibt, ist, dass ich vorher äußerst vorsichtig war und mir keinen Fehler vorzuwerfen habe. Ich habe die CPU weder falsch eingesetzt noch verkantet oder irgendetwas anderes falsch gemacht. Trotzdem waren die drei Federkontakte verbogen oder eingefedert.

Habt ihr solche Erfahrungen auch schon mal gemacht?

ja passiert manchmal, manche Federbeinchen haben etwas zuviel Spannung, so das die beim ausfedern, sprich wenn du die CPU herausnimmst aus der Sockel Führung springen.
Da hilft es nur, alles sehr langsam und gleichmäßig zu lösen. Sprich Schrauben immer nur eine halbe Umdrehung nacheinander und am besten über Kreuz lösen bis die wirklich leicht zu drehen sind, sprich wenn die Federspannung weg ist. Wenn die CPU mit einen SockelTahmen gehalten wird, diesen ganz langsam zu entspannen etc. und nicht aufschnappen lassen

WinstonSmith101 schrieb:
Mit Hilfe der Zoomfunktion meines Handys und einer Nadel habe ich versucht, die Federkontakte zu richten. Mit Erfolg: Die drei Federkontakte mussten jeweils nur von außen angestupst werden, um wieder in die richtige Ausgangslage zurückzuspringen!

good Job
 
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n1tro666 schrieb:
wenn die cpu während des andrückens im sockel liegt, so drückt man mit kraft auf die cpu welche wiederum auf alle sockel pin federkontakte drückt.
so kann dann nur noch mehr kaputt gehen.
Das ist unkritisch. Wenn man einen Kühler montiert, dann ist da auch Druck drauf. Die Pins sind dafür gedacht, senkrecht belastet zu werden.

Trotzdem halte ich von der Saugnapfmethode auch nichts. Wenn man weiß, was man macht, dann ist der Saugnapf nur störend. Und wenn man es nicht weiß, dann wirds durch einen Saugnapf nicht besser. Das versucht ein Problem zu lösen, welches keines ist, und erschafft dabei noch neue Probleme, die es vorher nicht gab.

Mal ganz davon abgesehen, dass es mit dem hier vorliegenden Problem sowieso nichts zu tun hat.
 
SSD960 schrieb:
Vielleicht doch leicht schief eingesetzt? Trotz aller vorsicht? Weiß aber auch nicht wie genau die Sockel gefertigt werden. Aber Hauptsache es geht wieder.
Ich habe penibel darauf geachtet, die CPU jeweils gerade nach oben zu heben und gerade in den Sockel zu legen. Dabei ist wohl nichts passiert. Im Nachhinein erinnere ich mich jedoch, dass die CPU beim Herausheben sehr fest im Sockel gesteckt hat. Der Sockel scheint für die CPU wirklich sehr eng zu sein. Zum Herausheben muss man tatsächlich etwas Kraft aufwenden. Beim Einsetzen geht hingegen alles wie von allein. Vielleicht hängt das mit dem Druck durch den Kühler zusammen.

whats4 schrieb:
nun, von selber verbiegt sich nix.
der hat gebaut, dem gehört es. weil wen anderen gibts ned.
Sicher, ich bin mir aber auch keines Fehlers bewusst. Ich war tatsächlich so vorsichtig, wie es mir möglich war.

whats4 schrieb:
nun, sei froh, daß es funktioniert. glück im unglück, sprichwörtlich, obwohl es nix mit glück und pech zu tun hat.
jedenfalls solltest du die skills verbessern, weil jede zu erwartende sockelgeneration noch mehr kontakte und mit hoher wahrscheinlichkeit zudem fragilere kontakte haben wird.

aber is halt so, baust du selbst, trägst du die verantwortung, auch und gerade für mangelnde skills.
Ich werde in Zukunft versuchen, es noch besser zu machen! Hier auf Computerbase habe ich schon eine Menge gelernt. Diese Erfahrung und eure Tipps werden dazukommen.

Khorneflakes schrieb:
Ja, mehrfach und mit deutlich mehr Pins als in diesem Fall. Allerdings noch nie bei kleinen Sockeln von Consumerplattformen, sondern bei Servern (Sockel 4677).

Ich konnte die Ursache nie eindeutig klären. Der SI will davon nichts wissen und an den OEM kommt man nicht ran. Meine Vermutung ist, dass das entweder ein Material-/Qualitätsproblem ist und sich manche Pins durch thermische Belastung verformen und/oder dass beim Einbau des Sockels was schiefgelaufen ist.

Dachte ich auch mal. Aber die Zeiten scheinen vorbei. Es ist 100% ausgeschlossen, dass durch fehlerhaften Einbau einer CPU einzelne Pins, über den kompletten Sockel verteilt, verbogen werden. Das Fehlerbild zeigt sich auch erst Monate später, genau wie hier beim TE. Das passiert über Zeit und das System funktioniert erstmal auch. Das hat nix damit zu tun, dass einem die CPU in den offenen Sockel fällt und einen Cluster an Pins verbiegt. Da sind einzelne Pins, teils mit maximal möglichem Abstand, fein säuberlich verbogen.
Das ist äußerst interessant! Ich habe in meinem Fall tatsächlich auch nicht bemerkt, dass ich die Pins selbst verbogen habe.

br3adwhale schrieb:
Vielleicht haben sich die Kontakte nach der langen Zeit einfach verkantet. Die CPU saß da ja vermutlich seit 2024/25 drin. Dass die Pins nach einem kleinen Stups wieder zurückspringen und danach alles läuft, passt für mich eher dazu als zu klassisch verbogenen Pins.
So könnte es tatsächlich gewesen sein. Es ist fast wie eine eingebaute Sollbruchstelle und für Leute ohne Erfahrung und Mut frustrierend. Mir persönlich haben die klassischen Sockel und die alten CPUs mit Pins wesentlich besser gefallen.

PapaWo schrieb:
Für all Jene, die den kleinen Trick nicht kennen: Eine CPU wechselt man am besten sicher mit einem kleinen Saugnapf, wie sie im Fließen-/Sanitär-Bereich gerne verkauft werden. Durchmesser maximal 30mm.
Danke, das werde ich ausprobieren!

Fujiyama schrieb:
Das "Upgrade" vom Core Ultra 7 265KF hättest du dir sparen können.
Das kann man so oder so sehen. Ich wollte u.a. meinen Fehler mit der fehlenden iGPU ausbügeln und den vor Wochen noch günstigeren Preis des 270 K Plus nutzen. Wenn ich den 265 KF bald wieder verkaufe, mache ich einen recht überschaubaren Verlust. Leistungstechnisch ist der Unterschied im Singlecore überschaubar, im Multicore aber schon ganz ordentlich.

Ich würde den 270 K Plus wieder kaufen.

Screenshot 2026-08-20 203337.png


Screenshot 2026-08-20 203301.png

Fujiyama schrieb:
Mir ist sowas noch nie passiert, bin aber sehr vorsichtig, da ich weiß das es extrem schnell zu problem kommen kann und der Sockel beschädigt wird. Vlt bist du mir den Finder oder den Fingernagel drangekommen?
Völlig ausschließen kann ich natürlich nichts, aber es gab keinen bewussten Kontakt. Ich habe die CPU jeweils am Rand angefasst und nach oben herausgehoben.

Sebbi schrieb:
ja passiert manchmal, manche Federbeinchen haben etwas zuviel Spannung, so das die beim ausfedern, sprich wenn du die CPU herausnimmst aus der Sockel Führung springen.
Da hilft es nur, alles sehr langsam und gleichmäßig zu lösen. Sprich Schrauben immer nur eine halbe Umdrehung nacheinander und am besten über Kreuz lösen bis die wirklich leicht zu drehen sind, sprich wenn die Federspannung weg ist. Wenn die CPU mit einen SockelTahmen gehalten wird, diesen ganz langsam zu entspannen etc. und nicht aufschnappen lassen
Danke, das werde ich in Zukunft so handhaben. Solche verbogenen Pins hatte ich in der Vergangenheit noch nicht, zumindest nicht ohne bewussten Kontakt.
Sebbi schrieb:
Danke! Ich hatte einfach Glück, dass die Federn wieder zurückgesprungen sind und ich offensichtlich an der richtigen Stelle nachgeholfen habe.
 
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Das mit dem Saugnapf klingt in der Theorie gut, hat aber einen kleinen Haken: was wenn sich aus welchen Gründen auch immer der Saugnapf löst? Kleine Unebenheiten aus welchen Gründen auch immer? Es mag 100x gut gehen aber beim 101x mal fällt die CPU vielleicht unkontrolliert runter.

Und so schwer ist es auch nicht eine CPU mit bloßen Händen ohne Beschädigung in den Sockel zu legen.

Aber kann ja jeder machen wie er will 😊
 
br3adwhale schrieb:
...Aber kann ja jeder machen wie er will 😊...
Eben. Das ist die richtige Einstellung dazu. Sollte ja nur ein kleiner Tipp sein, den man brauchen kann oder nicht. Ich mache das seit etwa 15 Jahren so und finde die Lösung genial einfach und sehr sicher. (man könnte bedenkenlos auch das ganze Mainboard daran hochheben). 'Bin sehr erstaunt über die Reaktionen.
Dass das Thema für einige User ein echtes Problem zu sein scheint, kann man an den relativ vielen "gebrauchten" Boards in der Bucht sehen mit defektem (Intel-) Sockel: "Nur ein paar Pins verbogen":D.
 
Manchmal werden die Pins beim Herausholen verbogen. Denn man muss ja eine Seite etwas hochbekommen, und so greifen manche Leute seitlich etwas mit dem Fingernagel oder einem Gegenstand darunter. Ich mache das immer anders. Ich drücke eine Seite auf die gegenüberliegende Seite oben am Heatspreader, so dass sich eine Seite dann etwas anhebt. Erst dann setzte ich meinen Finger um, um von der Seite den Prozessor entnehmen zu können.

Habe mir so noch nie irgendwelche Pins im Sockel verbogen. Die Idee mit dem Saugknopf finde ich gar nicht so schlecht, aber ich hätte dabei Angst, dass der sich aus irgendeinem Grund lösen könnte.
 
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