Linux auf der Arbeit. Ich hab die Wahl. Was tun?

Meta.Morph

Lieutenant
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Servus,
das firmeninterne Gewohnheitsrecht stellt mich vor die Wahl Linux oder Windows. Von Seiten der Admins wird nur Windows unterstützt. Der Gros hat Windows am Start. Nun will ich nicht die einzige Diva sein, die auf Linux pocht... aber seit einigen Jahren arbeite ich nur noch auf Linux/Arch. Nicht das ich mit Windows nicht klar kommen würde... aber doch unter Arch fühlt sich alles irgendwie direkter an. Hinzu kommt, das ich mich wirklich hart an einen Tiling Window Manager gewöhnt hab.

Wenn ich unter Windows arbeiten muss, verliere ich nach 5 Minuten komplett die Kontrolle über meine Fenster.

Weiß jemand zu berichten, wie es ist, mit Linux zu arbeiten, obwohl 90% der anderen Mitarbeiter Windows nutzen? Ist der Nachteil sehr hart? Kann man inzwischen alles über das Microsoft 365 regeln, oder sind die Desktop-Apps noch immer das Maß (und nein, LibreOffice ist keine Alternative!)
 
Hey, Dualboot wäre evtl. etwas für dich. (Okay, too late, über mir bereits empfohlen ^^)
Und das ist seltsam, das die Admins NUR Windows unterstützen. Aber gut, manchmal ist das eben so.

Ich habe auf der Arbeit die Wahl gehabt und mal so und mal so gearbeitet. Bei 365 war bei unseren System alles miteinander verbunden. Da wars egal ob jemand unter Win etwas gemacht oder unter Linux. Das kam alles überall an.

Aber das wird dir jetzt bestimmt nicht groß weiterhelfen. Oder etwa doch ? ^^

LG
 
Supie schrieb:
Wäre ein Dualbootsystem eine Möglichkeit?
Ich denke schon.
Die Festplatte sollte verschlüsselt sein bzw. ist mit Bitlocker verschlüsselt. Da fehlt mit komplett die Ahnung. Weis jemand näheres?
 
Das klappt schon. @Meta.Morph

Wenn Du alles was der AG will von Dir per Linux machen kannst und Du Dich damit wohler fuehlst tu es einfach. Zur Not, wenn die Admins da mit machen wegen der Lizenz, pruegelst Du ein Windows halt per virtueller Maschine mit drauf.

Lass das mit Bitlocker und Dualboot plus Linux.
 
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@Meta.Morph
Wenn du auf vernünftiges Arbeiten mit Microsoft 365 angewiesen bist, musst du zu Windows und dessen Desktop Versionen greifen.
Die Online Versionen sind alle abgespeckt und im Vergleich sehr träge.

Du hast anscheinend gerade die Möglichkeit als "einzige Diva" mit Linux anzufangen und es anderen attraktiv zu machen. Es muss nicht sofort jeder oder 30% sein. Es würde sogar reichen, wenn pro Jahr 1-2 Kollegen umsteigen und wenn die Admins dies nach der Zeit zusätzlich unterstützen, könnte es irgendwann einen Durchbruch geben, sodass Linux vor Windows eingesetzt wird.

In meinem Unternehmen gibt es einige, die ausschließlich mit Linux arbeiten und entsprechend die vollen Funktionen von Microsoft 365 oder anderen Windows Programmen nicht benötigen.
Diese Kollegen waren dafür verantwortlich, dass ich Linux überhaupt eine Chance gegeben und somit im privaten Bereich parallel nutze. Beruflich war Linux für mich leider nie eine Option, da zu viele Marktführer-Apps nur auf Windows in vollem Umfang funktionieren.
 
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Wenn der Laden nur mit Windows samt Windows Programmen liefe, würde man dir ja wohl kaum die Wahl lassen.

Und wenn du auf ein Dual-Boot System angewiesen wärest, kannst du auch gleich Windows-Only fahren.
 
Ich würde Windows nehmen, schon allein wegen der Betreuung. Außer du bist mit Linux so erfahren, dass du ALLE Probleme die bei dir auf Arbeit am PC auftreten können selbst lösen kannst. Im schlimmsten Fall gehen Daten verloren, du verpasst fristen, ein Projelt geht verloren etc und am Ende verspielst du Ansehen bei Kollgen und/oder Chefs etc.

Das Problem haben in abgespeckter Form ja viele, da es ja viele Android nutzer gibt die auf der Arbeit zwangsweise ein Iphone nehmen müssen weil dass in vielen Konzernen vorgeschrieben. (Wie gesagt ich bin mir bewusst, dass es nicht komplett zu vergleichen ist, geht aber in die gleiche Richtung)
 
wenns geht 2 laptops. einer mit windows und einer mit linux. besser als basteln mit dualboot
 
TriceO schrieb:
Wenn der Laden nur mit Windows samt Windows Programmen liefe, würde man dir ja wohl kaum die Wahl lassen.
Die Firma arbeitet schon viel mit Linux. Wäre da sonst auch nicht hingekommen.
Worst-Case: Windows-Admin-Irgendwas.

Nur Hausintern setzt man, warum auch immer, auf Windows.

Ich wundere mich jedesmal - wenn ich das Chaos auf meinem Redmond Desktop sehe, wie man so arbeiten kann...
 
@corsa222
In vernünftigen Firmen gibt es vernünftige Konzepte, welche Datenverluste durch verschiedene Betriebssysteme ausschließen.
Bei uns durfte beispielsweise nichts auf dem Desktop bzw. der internen Festplatte gespeichert werden. Wichtige Daten müssen im Netzlaufwerk gespeichert werden. Und diese Daten unterliegen einem vernünftigen Datenschutz und Datensicherungskonzept nach DIN EN ISO Standards. (z.B. DIN EN ISO 9001)
 
Etwas wiedersprüchlich
Meta.Morph schrieb:
Der Gros hat Windows am Start. Nun will ich nicht die einzige Diva sein, die auf Linux pocht...
Wieviele Nutzer mit Linux gibt es denn nun? Wenn das Gros (ein anderes Wort für Mehrheit) Windows benutzt, dann heißt ja es gibt schon andere die es nicht nutzen. Wie kannst du dann der Einzige sein vor allem weil
Meta.Morph schrieb:
Die Firma arbeitet schon viel mit Linux.
Wie gesagt der Einzige zu sein würde ich aus oben genannten vermeiden. Hängt aber auch davon ab was genau du machst. Und wenn die Firma schon viel mit Linux macht wer betreut dass dann? Keiner?

An den Vorposter: Natürlich, trotzdem kann mal ein Update kommen dass etwas zerschießt, etwas ist nicht kompatibel, die Synchronisierung funktioniert nicht richtig und laut Eingangspost wird nur Windows von den Admins supported. Welche Programme außer Office 365 Dienstlich genutzt werden, in welcher Branche man ist etc dazu gibt es bisher ja keine Infos.
 
komische Firmen gibt es...

Single Sign On an der Domäne, echte End Point Security, Patch Management usw. usf. und das OHNE Admin Support?
kann ich mir irgendwie nicht wirklich vorstellen, aber mir fehlt für vieles die Fantasie

klar, für ein paar Server ein Ansible für die Patches und elementare Software, Crowdstrike, Nexthink, Qualys und wie sie alle heißen gibt es auch alles für Linux, das kann man machen.

aber auf einem Laptop? Ich wollte auf einem Linux Laptop nicht ohne root/sudo Rechte (da wären wir wieder bei: wer soll das warten?) arbeiten wollen und noch viel weniger wollte ich als IT Leiter dafür verantwortlich sein ;)
 
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Das hier. @Mickey Mouse

Meta.Morph schrieb:
Von Seiten der Admins wird nur Windows unterstützt.

heisst nix weiter das der Nutzer seitens der Admins nur Nutzer-Support fuer Windows OS/Programme kommt.

Das Windows/Linux kompfortabel nebeneinander/miteinander in einem Netz "leben" koennen ist kein Hexenwerk.
 
corsa222 schrieb:
Wieviele Nutzer mit Linux gibt es denn nun?
Drei. Es gab wohl noch zwei andere. Die haben aufgegeben...

Wie gesagt, mit WSL 2 kann man schon sehr viel machen! Wäre kein Ding. Aber der Desktop bringt mich um den Verstand.

Zudem sind da echt viele kleine nützliche Linux - Tools, die ich täglich nutze...

corsa222 schrieb:
Und wenn die Firma schon viel mit Linux macht wer betreut dass dann?

Nicht die Hausinternen Sys-Admins 😅.
 
Also an sich ist das doch alles gar kein Problem, du hast aber nirgends erwähnt was du in der Bude machen sollst? Programmieren? Dokumente verfassen?

Kann man inzwischen alles über das Microsoft 365 regeln, oder sind die Desktop-Apps noch immer das Maß (und nein, LibreOffice ist keine Alternative!)

...warum?
Wenn du mit 365 die Browserlösungen meinst, eher nicht. Performance war eher so meh vor etwa 1-2 Jahren. Daher würde mich mal genauer interessieren was du machen sollst in der Firma.
 
Meta.Morph schrieb:
Kann man inzwischen alles über das Microsoft 365 regeln, oder sind die Desktop-Apps noch immer das Maß

das haengt davon ab was es gibt bei Dir.

Meta.Morph schrieb:
Drei. Es gab wohl noch zwei andere. Die haben aufgegeben...

Also freundlich kaputt gespielt die zwei. Wie so oft.

Was konkret sollst Du da machen in der Firma?
 
Snakeeater schrieb:
du hast aber nirgends erwähnt was du in der Bude machen sollst?
BFF schrieb:
Was konkret sollst Du da machen in der Firma?

Bin erst frisch aus der Ausbildung da aufgeschlagen.

Plan ist Cloud, Docker, Kubernetes, DevOps ... derart lustige Dinge.

Auch ein argument für Linux. Zumal das Firmen-Notebook mit 16 GB RAM nicht das stärkste ist. Wobei ich mich wohl angewöhnen sollte, mehr mit VMs (die dann auf den Servern laufen) zu arbeiten...
 
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