Linux auf der Arbeit. Ich hab die Wahl. Was tun?

BFF schrieb:
heisst nix weiter das der Nutzer seitens der Admins nur Nutzer-Support fuer Windows OS/Programme kommt.
genau, habe ich doch auch gesagt?!?

BFF schrieb:
Das Windows/Linux kompfortabel nebeneinander/miteinander in einem Netz "leben" koennen ist kein Hexenwerk.
natürlich, machen wir ja auch. Nur eben auf "Spezial Maschinen", die voll unter IT Kontrolle stehen. Das wäre für einen Laptop undenkbar, genau was oben im ersten Teil steht...

bei uns wäre aber auch WSL(2) auf einem Laptop unmöglich, weil ein Standard User keine Admin Rechte bekommt und ohne Admin Support von den Admins...
wie gesagt, ich habe Schwierigkeiten mir das vorzustellen. Entweder man reißt riesige Sicherheitslöcher oder verwaltet sich zu Tode.
das hier klingt für mich so ein bisschen nach: Augen zu und durch, wird schon klappen ...
 
Setzt Dich mit den Admins zusammen und klaere ab was geht und was nicht.

Meta.Morph schrieb:
mehr mit VMs (die dann auf den Servern laufen)

Sind nicht Deine Server. Also wieder Admin fragen.
Office365 geht vieles per Browser. Alles natuerlich nicht. Wieder Admins anfragen.

@Mickey Mouse
Dein Text in Post #15 liest sich nicht so wirklich danach. 🤷‍♂️

Egal.
Der TE muss das ausloten.
 
Und das willst Du jetzt ändern, frisch nach Deiner Ausbildung in einem neuen Job?
 
Arbeiten denn die anderen 3 im gleichen Bereich? Wenn ja haste dich mal mit denen Kurzgeschlossen? Wenn die schon länger da sind können die ja sicherlich ein konkretes Pro und Con der im täglichen Einsatz in genau der Firma geben können.
 
Wenn's drum geht die Kontrolle ueber deine Fenster zu behalten, von wegen Tiling Window Manager, hast du unter Windows mal die Microsoft Power Toys, und das darin enthaltene Fancy Zones ausprobiert?

Wenn ihr sonst in der Firma wirklich wert auf die Officeprogramme legt, wirst du womoeglich mit Linux nicht gluecklich.
 
Ich hab das 7 Jahre so gemacht meistens Problemlos in meinem Bereich (HTML/JS/CSS/CMS(Helma object model)). Meine Admins sind mir aber mit der Zeit schon entgegengekommen, weil die einfach interessiert hat, was ich so mache.

Das hat auch bei den Windows Usern zu Verbesserungen geführt, weil die Netzlaufwerke etc mit der Zeit besser Organisiert waren.

Als ich 2010 da begonnen hatte waren es 11 Leute, 2016 als ich weg war, rund 30
 
In meiner Abteilung gibt/gab es ein Windows- und ein Linux-Team. Als ich vor 7 Jahren dort angefangen hatte, hatten die Linux-Admins 2 PC: einen mit Windows und einen mit LInux.

Ich hatte damals versucht, Outlook über Linux zum Laufen zu bekommen. Hatte auch halbwegs mit Evolution geklappt. Allerdings gab es Inkompatibilitäten, dass z.B. beim Sommer-/Winterzeitwechsel die Kalendereinträge zeitversetzt waren.

Im Laufe der Zeit wurden von den Windows-Admins dann die Regeln festgelegt (Group Policies, Virenscanner, mittlerweile M365-Anbindung), sodass der Zugriff vom Linux-Rechner aus auf diese Services immer schwieriger wurde.

Ich bin der einzige Linux-Admin, der noch immer 2 PCs nutzt: das Windows-Notebook als Schreibmaschine, den Linux-PC für die Admin-Sachen. Der Linux-PC wird vom Chef "geduldet".

WSL dürfen wir nutzen. Geht man nach Windows-Sicherheitsrichtlinien vor, dürften wir das eigentlich nicht. Unter WSL kann man problemlos die ganze Software installieren, die man unter Windows erst beantragen müsste.

Bei Office nutze ich wesentlich lieber Libre Office, da ich mit der Bedienung besser klar komm. Die Ribbons unter Microsoft-Office stören mich seit dem ersten Auftreten vor ca. 15 Jahren. Deswegen erledige ich die seltenen Office-Arbeiten unter Libre Office, und versuch das dann irgendwie unter M$-Office ins gewünschte Format zu bringen.

Wenn es Euer Unternehmen mit der "Sicherheit" genau nimmt und Windows-Admins federführend sind, wird Dir Linux über kurz oder lang inkompatibel gemacht. Bzw. werden Dir soviele kleine Stolpersteine in den Weg gelegt, dass du von selbst irgendwann mal aufgibst.
 
Meta.Morph schrieb:
Bin erst frisch aus der Ausbildung da aufgeschlagen.

Plan ist Cloud, Docker, Kubernetes, DevOps ... derart lustige Dinge.

Auch ein argument für Linux. Zumal das Firmen-Notebook mit 16 GB RAM nicht das stärkste ist. Wobei ich mich wohl angewöhnen sollte, mehr mit VMs (die dann auf den Servern laufen) zu arbeiten...
Dafür ist Linux doch optimal, das klingt nach Terminal. Verstehe das Problem nicht. Für das bissl Textverarbeitung kannst du entweder die Cloud oder Libreoffice verwenden. Mail sollte kein Problem sein.

Edit:
Und Dualboot bringt dir auf Arbeit gar nix, du willst deine Aufgaben erledigen und nicht ewig Zeit verschwenden mit hin und her booten, dann lieber eine VM.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: netzgestaltung
Pummeluff schrieb:
Wenn es Euer Unternehmen mit der "Sicherheit" genau nimmt und Windows-Admins federführend sind, wird Dir Linux über kurz oder lang inkompatibel gemacht.
Bei uns war es für alle möglich selber Programme zu installieren. Das war mit eine Firmenphilosophie - die nahmen nur Leute, denen sie das zutrauten sich selbst um die "normalen" PC Sachen zu kümmern.

Daher bin ich da nicht rausgeschwommen. Sicherheit wurde dennoch ernst genommen, aber es ging nicht so sehr um die Einzelplatzsicherheit.
 
netzgestaltung schrieb:
Bei uns war es für alle möglich selber Programme zu installieren. Das war mit eine Firmenphilosophie - die nahmen nur Leute, denen sie das zutrauten sich selbst um die "normalen" PC Sachen zu kümmern.
Das Problem dabei: Unter Windows ist das nahezu fahrlaessig.
Denn wenn du dir einen Schaedling einfaengst ist es fuer diesen trivial aus lokalen Adminrechten auf einer Maschine sich hoehere Rechte zu holen.
https://delinea.com/blog/windows-privilege-escalation
 
Ranayna schrieb:
Das Problem dabei: Unter Windows ist das nahezu fahrlaessig.
also abgesehn davon das nix passiert ist in der ganzen zeit - nicht mein bier gewesen, es war halt so. Ev haben die das nun mit 60+ Mitarbeiten auch geändert...

die wichtigen systeme waren stark abgeschottet, die windows maschinen als grundsätzlich nicht vertrauenswürdig eingebunden.
 
netzgestaltung schrieb:
die wichtigen systeme waren stark abgeschottet, die windows maschinen als grundsätzlich nicht vertrauenswürdig eingebunden.

In dieser Firma wird das sicher genau so laufen. Anders kann ich mir den Grad an "Vertrauen", welches uns hier Entgegengebracht wird, nicht vorstellen. Wir arbeiten an Windows-Notebooks, die in allen Richtungen offen sind...

Der Team-Leiter meinte nur, das ich dann selbst für die Kiste verantwortlich wäre, das würden dann auch Sicherheitsrelevante Themen betreffen. Aber hier werd ich nochmal sehr genau nachfragen (ein Kollege, der Linux im Einsatz hat). Auf der anderen Seite bin ich ja jetzt schon für ein Windows-System Verantwortlich und wen ich da auf ein Mail Klicke - "Nigerianischer Prinz braucht Hilfe" - bin ich auch für diesen Unfug sicher verantwortlich...

Geht es darum, für welches System ich Verantwortung übernehmen will, wäre meine Antwort definitiv Linux.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: netzgestaltung
Das Problem ist einfach das deine IT Abteilung keine Möglichkeit hat deinen Linux client vernünftig zu konfigurieren. Linuxnutzer werden daher um Selbsständigkeit in diesem Bereich gebeten. Ist halt ein typisches Unterfangen wenn die IT Abt. verantwortlich gemacht wird für die Sicherheit der Endgeräte, aber die Geschäftsführung nicht die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt die dafür notwendig sind.

Emailempfang läuft über einen Server und der ist vernünftig zu konfigurieren. D.h. solche Mails solltest du natürlich trotzdem nicht öffnen bzw. auf irgend einen Link dort klicken, geschweige den Anhänge herunterladen/ausführen.

Ich würde mir da generell weniger Sorgen machen. Sofern die IT Abt. dir grünes Licht gibt ist doch alles Paletti. Warscheinlich haben sie irgendwelche GPO Konfigs am Start die nach den Datenschutznormen konfiguriert sind und können dieses deshalb nicht auf MacOS/Linux übertragen. Das ist der ganze Haken. Sofern du dir einen vernünftigen Umgang mit einer Linuxkiste zutraut und bei evtl. Problemchen nicht direkt zur IT rennst, bist doch total auf der sicheren Seite.
 
Ich habe das Glück einen full managed linux Client nutzen zu können. Die Firma hat dafür in der it Abteilung extra Personal und Lizenzen angeschafft Ubuntu zu managen.
Mail läuft über webclient, der Rest über Chat.

Ich würd es mit wsl2 versuchen und oben wurden schon Tools genannt um dein Fenster Problem unter Windows in den Griff zu bekommen. Wenn du etwas mehr Durchblick hast, kannst immer noch wechseln.
 
Ranayna schrieb:
Wenn's drum geht die Kontrolle ueber deine Fenster zu behalten, von wegen Tiling Window Manager, hast du unter Windows mal die Microsoft Power Toys, und das darin enthaltene Fancy Zones ausprobiert?

Ja, hab ich schon. Man muss hier immer noch zu viel mit der Maus hantieren, nach meinem Geschmack und Spätestens wenn ich Virtuelle Desktops verwalten will, komm ich nicht mehr klar. Kann man mit den Powertoys Fenster via Shortcut auf andere Desktops verschieben?

Mit viel Gebastel ist sicher einiges Moeglich unter Windows... vor nem Jahr hab ich mal Windows 10 mit AutoHotkey und einer speziellen dll betrieben. Das Switchen via Short-Cut hat sogar vernuenftig funktioniert. Aber irgendwie hab ich das Ding nach nach der Windows 11 Installation nicht mehr ans laufen bekommen.

Aber da sind wir direkt beim Thema "irgendeine DLL"... sicher kein Satz, den die Firmen-Admins gerne hoeren.

-----------

Mehr oder weniger anderes Thema: wenn man schon ein Linux installieren darf, schaut man sich ja immer so um... ich bin von der Funktionsweise eines Fedora Silverblue ziemlich angetan. Der Gnome Desktop wuerde die ganze Aktion aber konterkarieren 😅.

Tatsaechlich hab ich aber mal die Extensions Material Shell und Unite ausprobiert. Out of the Box fuehlt sich der Desktop nun ziemlich gut an!

Werd das weiter mal testen... auch ob ich mit Silverblue alle Programme an den Start bekomme. Ansonsten: Arch 🤘
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab eigentlich immer Gnome - Material Shell hab ich mal installiert gehabt, da hats mir alles zamgehaut. -> ich bin kein tiling user. egal welchen ich ausprobiere, ich lasse die fenster lieber überlappen oder auf Monitoren verteilt als tiling.
 
Zurück
Oben