Linux das sich nach 10 Anmeldeversuchen löscht

GiGiTee

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Hi Leute,

gibt es ein Programm / OS das (wie bei iOS) nach 10x falsches PW eingeben die Festplatte löscht?
 
Du musst schon deinen Anwendungsfall genauer beschreiben.
Im Allgemeinen ist iOS bzw. dein IPhone/IPAD usw ein geschlossenen Ökosystem, dort ist sowas umsetzbar. Auf einem PC ist sowas nicht umsetzbar, simpel gesagt, jeder kann die HDD vorher klonen und dann hast beliebig viele PW Versuche.
 
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Verschlüssel die Platte mit Luks, und gut is.
 
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Ich würde vermutlich einfach die Festplatte verschlüsseln.
 
Giggity schrieb:
gibt es ein Programm / OS das (wie bei iOS) nach 10x falsches PW eingeben die Festplatte löscht?
Kann man machen. Gibt auch extra Schnittstellen dafür, an die man sich andocken kann (Stichwort PAM).
Die Frage ist: Was bringts?
Wer physisch Zugang zu Deiner Maschine hat, den hält sowas nicht auf. Der wird auch gar nicht erst Passwörter lang ausprobieren.

Der Schutz der dadurch erreicht wird ist also eher schwach. Und Alternativen (wie z.B. Verschlüsselung) wurden ja auch schon genannt.
 
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Ja. Evtl. speziell abgesicherte Hardware. Wobei hier zu wenig Details drin stehen, um da wirklich ne verlässliche Aussage zu zu machen.
 
Giggity schrieb:
Ich hatte mich gefragt mit welchem Programm dieser Programmierer das realisiert hat um in dieser Situation zu sein.

https://www.focus.de/digital/progra...m-an-200-millionen-zu-kommen_id_12865616.html

viel bla bla. zu diesem Zeitpunkt war der BTC preis bei ca 20€
der hat sich einfach daran erinnert und jetzt große medienaufmerksamkeit
Festplattenpasswort wird evtl. ein SATA-Passwort sein.

Man kann im nachhinein viel gequirlte Scheiße reden um auf sich aufmerksam zu machen.

die ganze festplatte verschlüsseln ist für eine btc wallet sowieso schwachsinn³
Zu dem Zeitpunkt war das zu 99% der Bitcoin-Core Client
aber wer seinen privatkey nicht auf papier ausdruck und evtl. nur ein passpharse eintippt und sich das nicht notiert ist selbst schuld.
ich würde mal sagen natürliche auslese.
 
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wern001 schrieb:
Man kann im nachhinein viel gequirlte Scheiße reden um auf sich aufmerksam zu machen.
Man braucht dann immer noch ein Medium, was das dann auch transportiert. Und bei FOCUS findet man für solche Sachen immer die richtigen Leute. :-)
 
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SATA-Passwort heisst es wurde im BIOS ein PW für den ganzen Bootvorgang gesetzt?
 
Tornhoof schrieb:
Auf einem PC ist sowas nicht umsetzbar, simpel gesagt, jeder kann die HDD vorher klonen und dann hast beliebig viele PW Versuche.
Wie schon beschrieben, kann man das mit genug Zeit leicht umgehen, wenn jemand daran Interesse hat (z.B. Strafverfolgungsbehoerden, Geheimdienst). Kommt dann aber auch auf das Passwort und die Verschluesselungsmethode an, Zeit ist hier ein seeehr dehnbarer Begriff. Dein Nachbar wird daran wohl eher scheitern.

Was ist denn dein Anwendungszweck?
 
Giggity schrieb:
SATA-Passwort heisst es wurde im BIOS ein PW für den ganzen Bootvorgang gesetzt?

nein, sata passwort heißt es gibt beim booten bevor auf die sata platte zugegriffen wird eine Passwort abfrage. Solange man nicht das richtige eingibt wird der Boot Vorgang gar nicht gestartet und die daten auf der platte bleiben gesperrt. Das Passwort wird auf der Festplatte selbst gespeichert und ein Austausch der Elektronik bringt da nichts.
Allerdings ohne selbst verschlüsselnde Festplatten ist das nur eine kleine Hürde.
 
Maviapril2 schrieb:
Wie schon beschrieben, kann man das mit genug Zeit leicht umgehen, wenn jemand daran Interesse hat (z.B. Strafverfolgungsbehoerden, Geheimdienst). Kommt dann aber auch auf das Passwort und die Verschluesselungsmethode an, Zeit ist hier ein seeehr dehnbarer Begriff. Dein Nachbar wird daran wohl eher scheitern.

Was ist denn dein Anwendungszweck?
Ich will mir einen Laptop zulegen der für den Fall das er gestohlen wird sich selbst löscht bzw. die Daten unbrauchbar macht auf der Festplatte.

Hab früher TrueCrypt verwendet aber dachte es gibt mittlerweile eine bessere Lösung.

Das mit dem SATA-Passwort klingt nicht schlecht welche Programme können das setzen?
 
Jedes Notebook mit einer TPM Lösung und jedes Laufwerk welches Opal2 unterstützt kann das. Wobei TPM eigentlich mittlerweile (in Teilen) in jeder Intel/AMD CPU steckt. Die Frage ist nur, ob die Firmware der Notebooks und SSDs ordentlich umgesetzt ist, damit es wirklich sicher ist. Gerade da liegt der Pfeffer begraben und zuverlässig gestestet wird sowas meist nicht (wenn sind es mal einzelne Forschungsberichte, aber mehr auch nicht)
 
Giggity schrieb:
Ich will mir einen Laptop zulegen der für den Fall das er gestohlen wird sich selbst löscht bzw. die Daten unbrauchbar macht auf der Festplatte.
Wie schon geschrieben, Verschlüsselung ist hier die Lösung. Das Passwort muss halt lang genug sein, so dass eine Entschlüsselung nicht möglich ist.
Unter Windows bietet sich Bitlocker an, muss man halt Win10 Pro besorgen.
Mit Veracrypt (dem Nachfolger von Truecrypt) geht das auch, aber da könnte es eher mal zu Problemen kommen bei der Systemverschlüsselung.

Oder halt ein Linux System mit Luks installieren.
 
Ich weis nicht mehr wo ich es gelesen hatte aber es gab so ein paar Ideen. Also die Platte ist mit luks verschlüsselt.
  • Jetzt kann man mit gpg und einem Paßwort den Key entschlüsseln. Schlägt das 3x fehlt, wird der Key von gpg gelöscht.
  • Eine andere Idee war eine leicht modifizierte Version von cryptsetup, die bei Eingabe eines "kill-Paßwords" den Key löscht.
TPM/Opal kann durchaus auch eine Lösung sein, aber wie sicher das ist kann Dir keiner sagen. Leider bietet keine Distro dies bei der Installation an. Das geht nur als DIY, und man muß sich da leider erst einlesen.
 
Giggity schrieb:
Ich hatte mich gefragt mit welchem Programm dieser Programmierer das realisiert hat um in dieser Situation zu sein.

https://www.focus.de/digital/progra...m-an-200-millionen-zu-kommen_id_12865616.html
Alex Stamos, der Ex-CISO von Facebook hat sich damals etwas dazu aus'm Fenster gelehnt und gemeint für einen Prozentsatz der Bitcoins würde er es entschlüsseln. Siehe u.A. https://twitter.com/alexstamos/status/1349087929100996609 und https://twitter.com/alexstamos/status/1349002512238522373

Der Knackpunkt hierbei ist, wenn die angebenene Bitcoin Menge stimmt, dann gibt es ggf. Leute die das genauer analysieren können in der Annahme dass ein 10 Jahre altes Security Device ggf. angreifbar ist mit entsprechenden Resourcen. Nur es gibt halt beliebige Zweifel dass da wirklich soviel Bitcoins drauf sind und die Chance auf Erfolg zu niedrig ist, das entsprechende Startkapital vorzuzuschießen (einige Millionen) um das auszutesten.
Radikal gesagt, man könnte das ganze Security Device mit einem Elektronenrasterelektroskop klonen. Siehe u.A. hier https://www.cl.cam.ac.uk/~sps32/cardis2016_sem.pdf
 
Giggity schrieb:
Das mit dem SATA-Passwort klingt nicht schlecht welche Programme können das setzen?

Das wird im BIOS gesetzt.
 
calippo schrieb:
Unter Windows bietet sich Bitlocker an, muss man halt Win10 Pro besorgen.
Bitlocker macht bei neu angelegten Volumes alles in Software, Microsoft traut (zu recht) der Cryptoimplementierung von Laufwerken nicht.
 
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