News Linux-Distribution: NixOS 26.05 erscheint mit mehr als 20.000 neuen Paketen

NixOS ist mMn echt genial. Man kann im Prinzip (fast) alles vordefinieren und mit einem Befehl wird das System gebaut. Umzug auf ein neues System? Nix-Files kopieren, Befehl ausführen, fertig. Ich zumindest hab bei jedem Systemstart die Nix-Files erweitert, geändert, überarbeitet... ja, kostet Zeit und macht (mir) Spaß. Dazu immer die Möglichkeit bei Problemen ein "Image" zurück zu gehen. Aber am meisten hat mich die Nix-Shell begeistert. Einfach mal Software testen, ohne das Haupt-System zu verändern? Kein Problem.
Bei Nix wird das Ergebnis beschrieben, nicht der Weg dorthin (das regelt das System selbst). Und genau dieser Unterschied macht es mMn so interessant. Auch wenn ich derzeit OpenSUSE Tumbleweed nutze, schaue ich mir NixOS sicher bald wieder an :)
 
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Drakrochma schrieb:
Da ist die Basis fürs System immer unterschiedlich, da bringt ne identische config nix ;)
hardwarespezifische Konfiguration packt man i.d.R. in eine separate Datei (wird auch beim Installieren so eingerichtet)
 
Muss ich mir mal ansehen.
 
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cypeak schrieb:
zugegeben ich habe mich mit nixos noch nicht im detail beschäftigt, aber mir fehlt einwenig der größere sinn der distribution.
Hmm stell dir einfach grob sowas vor eine datei:

Mein System
Programme:
  • firefox
  • Gnome
  • Program A B C
User:
- foo
- bar
- baz
Dienste
- Nextcloud
...

und nun hast du nen schönen Befehl:
Simsalabim-Zauber-mir-das-system

und dann ist es da, nun kopierst die datei auf den nächsten PC und sagst wieder Zauber mir das System und es wird gebaut.

Kannst theoretisch sogar sowas bauen wie:
if Hostname == "mein-htpc"
Kodi...

Du hast alle Configuration in dem System und wenn du irgendwas änderst und es irgendwas kaputt machen sollte oder was nicht funtzt kannst auch jederzeit nen Rollback machen.

Es kann nicht plötzlich nen Update irgendwo in ner /etc datei irgendwas überschreiben oder auf manuellen Merge warten oder was auch immer weil die Schritte zwischen System A und System B es automatisch erkennt was dazwischen passieren muss.

Hoffe das war halbwegs verständlich.

Du musst auch nicht manuell z.B. für Nextcloud her gehen und irgendwas in ne DB schreiben oder die DB manuell installieren oder sowas, oder irgendwelche spezielle Befehle eintippen.

Auch ist es Atomar heißt wenn irgendwas bei der neuen Einstellung nicht passt und es nicht funktioniert stoppt es und das Update wurde nicht halb angewendet sondern ganz oder gar nicht.

Auch hast du 1 Zentrale Datei in dem ALLE settings und alle Programme drin stehen.

Das ist z.B. die Definition meines Nextcloud servers:
C-ähnlich:
  services.nextcloud = {
    enable = true;
    hostName = "<MY HOSTNAME>";
    package = pkgs.nextcloud33;
    phpOptions = {
      "versions_retention_obligation" = "auto, 20";
      "trashbin_retention_obligation" = "auto";
    };
    config = {
      dbtype = "sqlite";
      adminpassFile = "${pkgs.writeText "adminpass" "XXXXXXX"}";
    };
  };

Letzlich vielleicht irr ich mich grad, aber geht es auch um ein bisschen functional Ansatz wenig "Zustände".

Nimm dir an du installierst irgend ein Programm, und deinstallierst es wieder, hast es dazwischen mal genutzt, dann wird es wahrscheinlich irgendwelche Daten anlegen, das wird auch Nixos und Co nicht komplett verhindern, wenn du dann irgendwann 2 Jahre später das wieder installierst hat es vielleicht noch alte Configs rum legen die das Program anders verhalten lässt wie bei ner neuinstallation, wie gesagt das können diese Distros (nixos / guix) auch nicht ganz verhindern, aber zumindest /etc wird komplett gelöscht / neu angelegt, keine Leichen die das Verhalten nicht reproduzierbar machen... Klar er wird mir jetzt nicht nextcloud daten löschen nur weil ich den dienst aus der config mache und "update". Trotzdem gibt sowas eben weniger Probleme mit Updates oder sowas.

Ein Nixos ist ein Nixos und jede Config wird in jedem Nixos mehr oder weniger gleich funktionieren oder nicht funktionieren. Es altert quasi nicht wie ein klassisches Linux.
 
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cypeak schrieb:
ein anders funktionierendes packaging system macht für mich noch lange kein betriebssystem was eine eigene distribution wert ist aus...wofür ist die distrubutiuon gut, worauf hat sie sich spezialisiert auf der anwenderebende? ist es die performance, die einfache andminstration von server- oder containerbassierten diensten?
NixOS ist halt für Leute die wissen, was sie wollen.
cypeak schrieb:
gaming wohl kaum...
Nicht alles dreht sich um Gaming.
the_IT_Guy schrieb:
Kann mich mal jemand abholen, auf welcher Basis baut das auf? Debian oder Arch. Oder ist das was komplett eigenes?
Klar, schau einfach hier.
sft211 schrieb:
Und vor 10 Jahren hat man dies zu Manjaro gesagt.
 
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Guten Morgen
Also ich schau mir seid einigen Tagen NixOS an. Ich persönlich finde es toll aber man muss auch Spaß daran haben. Gaming alles geht auf ein NixOS genauso gut wie auf ein CachyOS oder anderen..
Bei NixOS ist nur der Weg manchmal etwas schwerer und es ist nicht immer so aktuell wie eine ArchLinux basierte.
Aber ich kann NixOS nicht jeden empfehlen vor allem anfangs nicht die Lenkkurve ist sehr hoch im Vergleich zu CachyOS und wer daran kein Spaß hat für dem ist das nichts. Es gibt immer Mal wieder Momente wo man sich über nixos ärgert einfach nur weil Mal eben ein Paket kaputt ist und deswegen das ganze Update hängt. Kann schon Mal nerven. Aber sonst ein sehr Performantes System wenn man erst Mal fertig ist 😁
 
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xXMortiXx schrieb:
Es gibt immer Mal wieder Momente wo man sich über nixos ärgert einfach nur weil Mal eben ein Paket kaputt ist und deswegen das ganze Update hängt.
Ich hatte bei meinem Test 2 Probleme die ich nicht gelöst bekommen habe und die mich auch stunden gekostet haben

Es war mir unmöglich sddm so zu konfigurieren das es niri als compositor mit einer speziellen Konfiguration dafür (hauptsächlich Monitor Anordnung) verwendet hat.

Ich verwende auf cachyos Papers für PDFs (überwiegend Geschichten), unter nixos hat sich das Programm nicht gemerkt auf welcher Seite ich bei dem PDF war, unter cachyos oder auch anderen war das kein Problem.

Desweiteren hatte ich immer mal "Grafikfehler" (habe eine AMD GPU) die sich meistens durch Punkte bemerkbar gemacht haben (meistens weiß wo vorher mal Text war)
 
Ich bin von sddm weg nach greetd mit nwg-hello aber auch da habe ich bei nixos meine Problemchen gehabt. Ist halt nicht so dass man Mal eben unter /etc/... Die config anpasst. Dafür finde ich das Gefühl toll wenn man seine Lösung gefunden hat einmal gespeichert und man muss sich nicht alles merken. Config bei GitHub und man kann jeder Zeit bequem nachgucken bzw. Bei einer Neuinstallation wird einem viel Arbeit abgenommen. Wegen AMD habe ich keine Probleme auch meine Nvidia läuft problemlos. Habe NixOS auf ein Laptop Hybrid System..
 
Wine 11.10 installiert oder ältere Version? Sind unser den 20k packages Kernel flavors dabei und ML Treiber Frameworks?
 
@Tsatsh77 Dort kannst du nach Paketen suchen https://search.nixos.org/packages

Gibt es sogar als Android App.

Generell ist nixos aktuell aber vereinzelt allerdings älter als Arch.. man sollte unstable nutzen und wer es noch aktueller mag mit mehr Risiko selbst compilen zu müssen kann auch unstable-small nutzen.
 
Ich bin bei nixOS mit Desktop, Chromebook und Server. Build Nummer 325 auf dem Desktop, heißt ich habe bisher so oft Änderungen mit anschließendem erfolgreichen rebuild gemacht und ich kann in jede dieser 325 verschiedenen builds reinbooten. Man kann natürlich welche löschen um Platz zu sparen und man kann die builds auch benennen z. B. "42 | VScodium installiert". Man kann auch im build selbst Software installieren, die ist dann einfach wieder weg beim nächsten Boot und das ist super zum testen.

Für die Leute die das mal nutzen wollen kann ich nur empfehlen den CLI installer zu nutzen. Dann kommt es drauf an, ob man Nvidia hat oder nicht.
Treiber kann man super bequem im CLI herunterladen (die URL kann man sich ja am Handy anschauen und abtippen), AMD geht von Haus aus. Beide gehen mit Signatur, sodass man Secure Boot dann wieder aktivieren kann, wer auch immer das möchte. Will man MIT Nvidia mit den (ehrlicherweise veralteten nixos) GUI installer nixos installieren, kann man im startparameter "-nomodeset" suffixen, dann hat man ein nixos mit gefühlt 16bit Farben@720p und kann dort den Treiber installieren.

Wer nicht weiss, welche Oberfläche gewünscht ist, kann einfach alle installieren.

Software z. B. mehrfach mit jeweiliger Version installieren? --> nix flakes anschauen.

Nixos ist für mich unfassbar angenehm zu nutzen. Ich war vorher bei tumbleweed und hatte schon mal Arch , artix, ubuntu, fedora, mint. Ich mache oft mal was "kaputt" und das auch mal 3 mal die Woche, was mich dann zu diesen letzten distros mit rollback feature gezwungen hat. Nixos hat da offensichtlich mit grossen Abstand die Goldmedaille.
 
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ich bin nun schon länger mit kubuntu unterwegs und habe aber auch so manches vorher probiert und genutzt. Ich muss sagen, es klingt verdammt interessant - weil ja, im Laufe der Monate schleichen sich Fehler ein wie @sightseeer es schreibt. Und auch bei manchem nicht gleich offensichtlich - und oft wird daraus auch ein Flickwerk und irgendwann heisst es wieder neu deswegen.

Das Konzept begeistert mich jetzt - SO sollte ein System ausschauen - toll - also wenn das nächste mal ein Wechsel bzw Neu aufsetzen anfallen wird, werd ich mich dem intensiv widmen - den Namen kannte ich, aber hätte ich früher über die Funktion erfahren, hätte ich es längst auf der Platte und das eine oder andere davor ausgelassen :-)
 
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Ich finde die Idee von NixOS sehr spannend. Ich werde es definitiv irgendwann mal für eine längere Zeit nutzen - einfach um zu schauen, wie das so ist.

Nur eines habe ich bisher nicht verstanden:
In der Config deklariert man ja die Software und falls nötig ihre Konfiguration. Die Datei kopiert man dann und lässt das alles auf einem anderen Computer 1:1 "nachbauen". Aber das muss doch nicht in einem identischen System enden, oder? Die ganzen Pakete bekommen doch hin und wieder Updates, also kann hinterher doch etwas rauskommen, was eben nicht so problemlos funktioniert wie auf dem Ursprungs-PC.
Habe ich da einen Gedankenfehler?

Und wie funktioniert das generell mit Updates? Soweit ich das gesehen habe, kann man in der Konfiguration gezielt bestimmte Versionen definieren. Das macht man aber nur sehr selten oder wenn man ganz gezielt eine bestimmte Konfiguration erstellen will.
Wenn in der Konfiguration keine Version definiert ist, dann wird der Paketmanager immer versuchen, die jeweils aktuellste Version zu installieren? Ist das so korrekt?
 

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