Linux - Eine Alternative Native für ein älteres Notebook?

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Zentron

Gast
Guten Abend.

Nachdem sich mein Vater im Januar ein neues Notebook zugelegt hat und er nun abschließend sichergestellt hat, dass alle Daten überspielt sind und er mit Windows 7 klar kommt. Haben wir nun ein altes Notebook übrig. Ich habe Windows XP, welches damals dabei war, schon neu aufgesetzt aber mit Virenscanner und Firewall ist es einfach sehr langsam und träge. Daher meine Frage könnte eine Linux Distribution eine alternative darstellen?

Leider kenne ich mich mit Linux bis auf PartedMagic, welches ich sehr gelungen finde (als Laie), nicht aus.

Es handelt sich um folgende Hardware:

Toshiba Satellite Pro S50
Intel Centrino 1,6 Ghz
512 MByte RAM
Intel Grafikkarte
60 GByte Festplatte
Intel 10/100 MBit Netzwerkkarte
Intel Centrino WLAN-Chip (Kann b und g)

Was sollte das System können:

Also ich warte jetzt nicht, dass Linux dass allheilmittel ist aber folgendes möchten wir gerne noch mit dem System machen:

- Surfen (firefox ist vertraut)
- Office (wenn möglich mit office 2007; es soll über wine gehen!?)
- Musik und videos schauen (jetzt kein HD sondern normal Videos die bisher auch gingen; hier VLC ist vertraut)
- Dateiaustausch (5 Windows PCs; Win XP und Win 7)
- Drucken (HP Officejet 6500 AIO)

Das System soll also eigentlich Minimalanforderungen erfüllen, gleichzeitig aber auch sehr sicher sein und einfach zu handhaben. Könnt ihr mir diesbezüglich eventuell eine Linux-Distribution empfehlen?
 
Würde Debian mit XFCE oder LXDE Empfehlen. Dan hast du ein Leichtes aber dennoch Benutzerfreundliches OS.
Du solltest dir jedoch nicht zuviel erhoffen, was Performance angeht. Aber Ein versuch ist es Wert.
Erstell aber leibe so eine Recovery CD falls das mit Linux nicht Klappt.
Bei Lappys ist das Leider was Schwieriger mit neuem OS und Treiber als bei Normalen Pcs.
 
das problem dürfte erstmal das "einfach zu handhaben" sein. es gibt durchaus solche distris bzw. kann man es mit jeder distri haben, aber das deckt sich eher selten mit performance. mit wenig aufwand maximal performant wird es nur wenn du genau weißt was du brauchst und auch nur das installierst, wobei du dann aber wissen musst wie das geht.

ich persönlich installiere immer debian minimal, da hat man dann nicht viel außer der shell, und installiere nur das was ich brauche. genau da kann man aber von paketen abraten die sehr viele abhängigkeiten haben, vor allem dinge wie kde-full und gnome-full oder wie sie heißen. empfehlenswert ist wie schon erwähnt lxde.

wenn du dann noch lust hast kannst du natürlich an myriaden von stellschräubchen drehen um die optimale performance rauszuholen, aber das wiegt wirklich sehr selten den aufwand wieder auf ^^
 
Lubuntu könnte noch eine Möglichkeit sein. Ist ein Ubuntu derivat ebenfalls auf Debian basierend mit der lxde Oberfläche. Der Vorteil ist, dass Du es als fertiges System bekommst und nicht viel Vorahnung haben musst.

http://lubuntu.net/

Nur Office 2007 über Wine würde ich mir aus dem Kopf schlagen. Könnte mir vorstellen das es sehr träge reagiert. Zum Briefe schreiben würde sicherlich auch LibreOffice reichen:

http://de.libreoffice.org/
 
zum briefe schreiben reicht auch kwrite ^^

ubuntu ist nun aber leider nicht für minimalistische, aka performante installationen bekannt.

glaub von ms office 2007 läuft gar nicht alles, müsste man in der wine datenbank nachschlagen. 2010 läuft auf jeden fall in ermangelung eines .net 4 absolut nicht.
 
Hab ein Dell Latitude mit der gleichen Hardware, nur mit 1gb Ram.
Habe mal einen Riegel ausgebaut, um Ubuntu 11.04 damit zu testen.

Nach dem booten sind 168mb belegt, nach dem starten von LibreOffice 192mb(leeres Dokument).
Mit Firefox(sonst nix offen) sind 235mb belegt, wenn ich 4 Tabs benutze, davon ein Flashvideo(480p), 288mb.
Wenn ich dann dazu noch LibreOffice starten will dauerts schon ein wenig(flash video läuft).
Noch dazu wird sehr viel geswappt, obwohl nur 288mb mit allem zusammen belegt sind, 116mb im Swap.
Das Problem dürfte mit einer niedrigeren Swappiness lösbar sein.

Alles in allem kann man sicherlich damit arbeiten.
Drucker ist laut HP Seite kompatibel, Dateiaustausch über Samba, browsen, Musik, Video sowieso. ;)

Ansonsten kannst du ja, wie schon erwähnt, Lubuntu testen.
 
Ganz klare Empfehlung für Lubuntu.
Damit rennt jeder noch so alte PC.

MS Office über Wine würde ich auch vergessen. Bei Lubuntu standardmössig ist Abiword und Gnumeric installiert.

Lade es dir einfach runter auf CD brennen und probiere es aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lehne mich dann mal aus dem Fenster und wage es, Windows XP oder Windows 7 zu empfehlen. Vielleicht hast du ja auch noch ~10€ für einen größeren RAM-Riegel übrig?

Am meisten bremst sowieso die Festplatte, bevor ich meinen StandPC auf Sandy Bridge upgegraded habe, lief der mit ähnlichen Speccs wie dein Laptop - nur mit SSD. Auch das aktuelle System ist kaum schneller, außer natürlich in Spielen und bei Berechnungen, aber Programme etc. starteten auch beim "alten" System mehr oder weniger instant.

Ansonsten wurden eh schon einige Linux Distributionen genannt - ich sehe eben hier nur die Gefahr, dass dann jedes Problem das der alte Laptop dann eben verursacht oder hat auf Linux geschoben wird...
 
Sukrim schrieb:
Ich sehe eben hier nur die Gefahr, dass dann jedes Problem das der alte Laptop dann eben verursacht oder hat auf Linux geschoben wird...
Und wenn XP drauf ist, dann wird darauf geschoben und das system ist langsam.
Ich empfehle lubuntu und libreoffice anstatt ms office, ist gleich gut
 
Sukrim schrieb:
(...) ich sehe eben hier nur die Gefahr, dass dann jedes Problem das der alte Laptop dann eben verursacht oder hat auf Linux geschoben wird...

Das dürfte "Linux" relativ egal sein ;)

Versuchs mit Lubuntu (aber erstmal mit einer Live-Version, also ohne installation. Bedenke aber dass die Performance da erheblich schlechter ist als wenn du es installierst, also nur mal die Oberfläche anschauen ob die soweit passt.) aber überleg dir wirklich ob es den Aufwand wert ist sich in ein neues System einzuarbeiten, es unterscheidet sich doch erheblich von Windows. Windows XP oder sogar 7 zu verwenden und ein wenig RAM aufzurüsten ist hier vielleicht wirklich die bessere Lösung.
 
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