Linux fürs Gaming und Office auslegen

Mit Proton habe ich bei steam nichts zum laufen bekommen. Es fehlten angeblich immer Dateien...
 
JAIRBS schrieb:
Grundsätzlich ist zum Zocken ein Rolling Release, wie z.B. Manjaro am besten, weil man immer den neusten Kernel und Mesa automatisch bekommt. Für maximalen Support bei Problemen in Form von Foreneinträgen etc. ist Ubuntu zu empfehlen.

Ich rate Dir aus jahrelanger eigener Erfahrung: wenn Du ernsthaft sorgenfrei zocken willst, dann beiße in den sauren Apfel und benutze ein Dual Boot. Ich mag zwar Linux, aber Linux und Gaming ist und bleibt 'ne Wackelkonstruktion, egal wieviele Fortschritte Lutris, Steam Proton, etc. machen. Dass die Anti-Cheat Engines oft nicht funktionieren, z.B. EasyAnticheat, kommt nochmal erschwerend hinzu. Es ist den ganzen Stress einfach nicht wert.


Nenne mal ein paar Spiele, die Du unter Linux spielst, wenn es Dir nichts ausmacht bitte.
Witcher3, Counterstrike, Path of Exile, Rayman Legends, XCCOM2.. Kingdom Come Deliverance läuft etwas schleppend, liegt vermutlich an meiner etwas älteren CPU.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Natriumchlorid
Tommy64 schrieb:
Witcher3, Counterstrike, Path of Exile, Rayman Legends, XCCOM2.. Kingdom Come Deliverance
Siehst Du, das ist genau das Ding. Die Leute hier im Forum (Achtung, das soll keine Kritik sein!), die sagen, dass Zocken unter Linux mittlerweile like a charm funktioniert, spielen aber alle nur Offline-Singleplayer (z.B. Witcher 3), wenige Spiele mit offiziellem Support (z.B. CS:GO) oder (nicht von Dir genannt) irgendwelche Indie-Games, die gut mit Wine/Proton etc. zurechtkommen.

Jetzt versuche das Ganze mal mit einem Battlefield 5, The Division 2, Escape From Tarkov, Valorant, Call Of Duty: Warzone, etc.

Da fängt es nämlich genau daran an zu scheitern bei vielen Gamern und Linux, und das Traurige ist, dass Spiele wie Battlefield 5 z.B. problemlos laufen würden. Es ist eben nur das Anti-Cheat, das Probleme macht.

Was ich damit sagen will: ich würde mir vorher angucken welche Spiele ich so spiele und dann entscheiden ob eine Linux-Distribution reicht oder ein Dual Boot besser geeignet ist. Unter Linux ist ein Spiel eben nicht ein Spiel wie unter Windows, auch wenn's sehr schade ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: VoAlgdH und BachUhr
Also ich zocke unter Linux Starcraft 2, Diablo 3 und Magic The Gathering Arena. Funktioniert alles "like a charm".

Was nicht funktioniert ist Valorant wg. der Krebsgeschwür-Anti-Cheat-Spy Software die sich im Windows-Kernel einnistet (was sich durch die Compatability Layer wie Wine etc. eher schlecht emulieren lässt). Bald wird League Of Legends, welches derzeit was ich so höre auch sehr gut funktioniert, nicht mehr funktionieren, da es das gleiche Anti-Cheat System bekommen soll.

Also Fakt ist: mittlerweile funktioniert ziemlich viel ziemlich gut. Wie Windows wird es wahrscheinlich niemals werden. Aber das finde ich auch nicht schlimm.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: JustAnotherTux
JAIRBS schrieb:
Siehst Du, das ist genau das Ding. Die Leute hier im Forum (Achtung, das soll keine Kritik sein!), die sagen, dass Zocken unter Linux mittlerweile like a charm funktioniert, spielen aber alle nur Offline-Singleplayer (z.B. Witcher 3), wenige Spiele mit offiziellem Support (z.B. CS:GO) oder (nicht von Dir genannt) irgendwelche Indie-Games, die gut mit Wine/Proton etc. zurechtkommen.

Jetzt versuche das Ganze mal mit einem Battlefield 5, The Division 2, Escape From Tarkov, Valorant, Call Of Duty: Warzone, etc.

Da fängt es nämlich genau daran an zu scheitern bei vielen Gamern und Linux, und das Traurige ist, dass Spiele wie Battlefield 5 z.B. problemlos laufen würden. Es ist eben nur das Anti-Cheat, das Probleme macht.

Was ich damit sagen will: ich würde mir vorher angucken welche Spiele ich so spiele und dann entscheiden ob eine Linux-Distribution reicht oder ein Dual Boot besser geeignet ist. Unter Linux ist ein Spiel eben nicht ein Spiel wie unter Windows, auch wenn's sehr schade ist.

Für solche Fälle hab ich ja noch Win7 drauf. Hab es aber wie gesagt, seit zwei Monaten nicht mehr starten brauchen. Win stürzt bei mir öfter mal ab, sobald ich YouTube Videos streame. Ich werde erstmal bei Linux bleiben. Sehe für mich keinen Grund mehr Windows zu nutzen, solange meine Spiele laufen. Das mit Battlefield tut mir natürlich leid, hab es aber noch nie gezockt. Lustig ist, das Rayman Legends auf Mint problemlos funktioniert, unter Windows jedoch schwere Grafikfehler bei mir hat.

Ich möchte Win10 nicht installieren, in meinem Bekanntenkreis haben einige Leute Probleme mit den Updates gehabt, so das auf einmal Drucker nicht mehr gingen oder irgendeine unerwünschte Software installiert worden ist.
 
Tommy64 schrieb:
Win stürzt bei mir öfter mal ab, sobald ich YouTube Videos streame.
Tommy64 schrieb:
Lustig ist, das Rayman Legends auf Mint problemlos funktioniert, unter Windows jedoch schwere Grafikfehler bei mir hat.
Da liest man aber perfekt raus, dass etwas mit Deiner Windows-Installation nicht stimmt. Aber das soll auch hier nicht das Thema sein. Je mehr Leute Windows den Rücken kehren, umso besser.
 
Ich war eigentlich bereit von Windows 10 auf Linux umzusteigen komplett aber wenn es noch nicht so ausgereift ist muss ich noch weiterhin auf den sauren apfel beißen.
 
Sekorhex schrieb:
wenn es noch nicht so ausgereift ist
??

Die Tatsache, dass systeminfiltrierende DRM-Maßnahmen von kundenunfreundlichen Unternehmen nicht in Linux implementiert werden halte ich für das genaue Gegenteil von unausgereift.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: BachUhr, sedot, Fried.Ice und eine weitere Person
Sekorhex schrieb:
Das mit dem Anti-Cheat habe ich mir schon gedacht.. Aber stellt sich Riot Games, Blizzard und co so quer? Denke da halt nur an EA und deren Spiele, dass sie zicken würden.

Insbesondere Riot Games will ab nächstem Jahr kernel based anti cheat einführen, dann wirst du lol nicht mehr spielen können. EA games funktionieren da diese wohl noch auf Server side anti cheat ausgelegt sind (ich spiele bf1 und bfV unter linux).
Ergänzung ()

JAIRBS schrieb:
Jetzt versuche das Ganze mal mit einem Battlefield 5, The Division 2, Escape From Tarkov, Valorant, Call Of Duty: Warzone, etc.

Da fängt es nämlich genau daran an zu scheitern bei vielen Gamern und Linux, und das Traurige ist, dass Spiele wie Battlefield 5 z.B. problemlos laufen würden. Es ist eben nur das Anti-Cheat, das Probleme macht.

Ich spiele sowohl bf1 als auch bfV unter Linux ohne Probleme, das Problem sind Spiele mit client side anti cheat e.g. easy anti Cheat (auch wenn valve angeblich daran arbeitet das hierfür eine Lösung gefunden wird).
Vor einiger Zeit wurde behauptet Linuxgamer wären wegen Linux von EA gebannt worden, soweit ich weiß wurde das aber nie bestätigt bzw. warum werden mein Kumpel und ich dann nicht gebannt? Vermutlich haben diese Leute Patches verwendet welche als Cheat interpretiert werden können oder haben einfach tatsächlich Cheats verwendet.


PS:
Ich empfehle ebenfalls Manjaro (KDE Version) als Einstiegsdistro zum zocken,
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: BachUhr, Natriumchlorid und JAIRBS
Rassnahr schrieb:
Ich spiele sowohl bf1 als auch bfV unter Linux ohne Probleme
BFV läuft super unter Linux, aber die Tatsache, dass angeblich Linux-User gebannt werden, weil das Anti-Cheat auf die "Emulation" anspringt und diese fehlinterpretiert oder so, war der Grund für mich es besser nicht ausprobieren zu wollen. Da das Statement aber von EA selbst kam denke ich schon, dass das nicht alles nur richtige Cheater waren.
 
JAIRBS schrieb:
Siehst Du, das ist genau das Ding. Die Leute hier im Forum [...], die sagen, dass Zocken unter Linux mittlerweile like a charm funktioniert, spielen aber alle nur Offline-Singleplayer
Als funktionierende Multiplayer-Beispiele kann ich unter anderem noch ergänzen:
GTA V Online, Titanfall 2, Final Fantasy XIV Online, CS:GO und Monster Hunter World.

Es ist (meiner Meinung nach) gar kein Gefrickel, wie es immer behauptet wird. Wenn man sich ein wenig Zeit nimmt und in die Thematik einliest, ist es gar nicht so schwer. Früher musste man unter Windows doch auch noch ein DirectX oder den jeweiligen Grafiktreiber installieren, bevor man spielen konnte. :D

Verwendet man noch zudem Distributionen wie Manjaro, so hat man auch Patches im Kernel drin, welche die Performance enorm erhöhen können (wie etwa FSync). Beim Zocken fällts dann gar nicht mehr auf, ob man unter Windows oder Linux ist.

Natürlich kommt es immer noch auf die Spiele an, welche man spielen möchte. Spiele mit gewissen Anti-Cheat-Mechanismen werden (bislang) unter Linux einfach nicht unterstützt. Da würde ich auch noch ein Dualboot empfehlen. Kommt immer ganz auf einen selbst an, ob man sich Windows noch antun möchte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BachUhr und JustAnotherTux
Ich würde mir Windows auch gern nicht mehr antun, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass es abseits von Steam dann schon etwas schwieriger wird Games zum Laufen zu bekommen. Lutris geht in eine gute Richtung, aber z.B. LoL, Valorant oder vieles aus dem Epic oder EA Store gehen weiterhin nicht, meistens wegen der Anti Cheat Software. Das ist halt schade.

Das Zocken in eine VM auszulagern, wäre imho die eleganteste Lösung, aber viele Anti Cheat Engines erkennen eine VM ebenso als Betrugsversuch, was einem Ban nach sich ziehen kann.

Am Ende bleibt meistens nur Dual Boot, was ich meist nervig finde, ist aber imho meistens tatsächlich das beste. Zocken Windows und der Rest Linux, so schade das auch ist.
 
Natriumchlorid schrieb:
...
Spiele mit gewissen Anti-Cheat-Mechanismen werden (bislang) unter Linux einfach nicht unterstützt.

...

Wobei man mit dieser Aussage vorsichtig sein muß, denn man sollte schon zwischen Nativen Linux Games und Windows only Games via Wine unterscheiden.

Den für die Nativen Linux Games gibt es sehr wohl Easy Anti Cheat und BattlEye. Der Denuvo Anti Cheat ist nur für Windows erhältlich. Alle Windows Anti Cheats laufen nicht unter Wine. Bei Easy Anti Cheat ist man bei, aber nicht so wie es vom Entwickler geplant war, sondern das Wine Team. Und die konnten den EAC auch schon zum laufen bringen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Natriumchlorid
Opensuse Tumbleweed. Habe die selbe Hardware wie du und keinerlei Probleme von der Hardwarekompatibilität her.

Ich verstehe auch nicht so recht wieso einem Laien hier Archlinux empfohlen wird. Manjaro macht da sicher noch am ehesten Sinn.

Bzgl. Anti-Cheat, also ich habe keine Probleme mit Blizzardgames gehabt bisher. Und über Proton is Steam mittlerweile auch sehr gut abgedeckt. Wer son Schund wie Valorant spielen will und dies aufgrund der wundervollen Anti-Cheat software nicht möglich ist, fängt vielleicht an umzudenken wie notwendig es ist solch ein Unternehmen zu unterstützen.

Games die ich gezockt habe auf Opensuse:
  • Monster Hunter World Iceborne
  • Street Fighter 4-5
  • Tekken 7
  • Insurgency
  • World of Warcraft
  • Heroes of the Storm
  • Dota 2
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: sedot, Speedreini93 und FastFireGames
Ich zocke ebenfalls 90% meiner Spiele unter Linux (Fedora).

So Sachen wie Hunt und Vermintide 2 leider nicht, da hier EAC Rotze mit an Bord ist.

Ansonsten aber folgende Spiele ohne Probleme:
  • Anno 1800
  • Alien Isolation
  • Witcher 3
  • Space Engineers
  • M&B2 Bannerlord
  • Crusader Kings 2
  • Ghost of a Tale
  • Resident Evil 2 Remake
  • Battlefield 5
  • Stalker
  • Project Zomboid
  • Age of Empires 2 HD
  • Civ 6

Ich kann auch Fedora empfehlen, man bekommt Kernelupdates und neueste Mesa, Vulkan und Wine Packete.

Inzwischen starte ich Windows nur noch, wegen Hunt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FastFireGames
Bin ebenfalls vor kurzem auf Linux umgestiegen. Zunächst testweise auf eine eigens dafür besorgte SSD, um im Notfall wieder zu Windows zurück zu können. Mit Ubuntu als Einsteiger-Distro konnte ich nahezu den gesamten Windows-Workflow abbilden. Auf ein paar Games (bislang nur unter uplay) wollte ich ebenso nicht verzichten. Die Kombination Lutris/uplay lief auf Anhieb ganz ordentlich. Die Performance scheint marginal geringer als auf dem Windows-System zu sein und ein paar Grafikglitches hatte ich in Farcry 5 (Schwarze Bereiche bei kurzer Distanz an z.B. Hauswänden) und AC Odyssey (Balken oben und unten) gesehen.

Eine Problemstelle habe nun mit dem versuchten Update des proprietären nvidia-Treibers (450), derzeit (440) in Verwendung. Der neue Treiber drittelt nahezu die Performance in Spielen und es ruckelt selbst in Spiel-Menüs, jedoch sind die Grafikbugs damit passé. Auch ein paar Spiel-Abstürze hatte ich. Einige Hinweise in Foren empfahlen den Kernel zu aktualisieren (5.7 soll das beheben). Mit Ubuntu LTS (Kernel 5.4) ist das jedoch nicht ganz so einfach, scheint mir. Daher bin ich nun am überlegen, ob ein Rolling Release (Manjaro) nicht besser wäre für User, die des Öfteren die Hardware upgraden und neue Treiber bevorzugen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FastFireGames
@Qubit Gerade für das Spielen mit aktueller Hardware ist eine Distro mit regelmäßigen Kernel-Updates passender.

Da du eine Nvidia hast, würde ich ebenfalls zu Manjaro raten, Fedora ist da eher lästiger, weil sie mehr wert auf OpenSource setzen (was den NV-Treiber etwas umständlicher zum Aktualisieren macht).

Mit Manjaro würde ich aber beim Updaten von Paketen trotzdem aufpassen, ist zwar nicht ganz so oft selbstzerstörerisch wie Arch selbst, aber ein kurzer Blick auf die Manjaro/Arch Homepage erspart dir zur Not Ärger nach einer fehlerhaften Aktualisierung.

Auch muss man sich bewusst sein, dass es mit dem AUR zwar alles an Software gibt, darin allerdings auch jeder Software zur Verfügung stellen kann (kann unter Umständen ein Sicherheitsproblem sein/werden).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: FastFireGames und el osito
Zurück
Oben