Linux Performance auf 144 Hz schlechter als bei Windows?

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-GL4x-

Gast
Ich wollte mal in die Runde fragen, wie ihr mit eurer Performance auf Debian basierenden Mint (Cinnamon) oder Ubuntu in Bezug auf 144 Hz WQHD Monitoren zufrieden seit. Ich benutze Dual Boot Linux Mint 19.1 mit Windows 10 und merke, das Windows 10, vor allem im Bereich Surfen bzw Scrollen im Browser aber auch insgesamt im Desktop Bereich die weitaus besser Performance bietet.

Liegts an meiner Konfig oder hängt Linux, vor allem in Bezug auf den Grafikktreiber, da hinterher?

Sys siehe Signatur. Empfohlener Treiber 390.11 ist installiert. 144 Hz per monitors.xml geändert und laut der MonitorInfo aktiv.

Monitor: BenQ X3203R
 
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Also ich hatte probeweise Ubuntu 18.04 installiert. Dort hatte ich das Nvidia Repo eingebunden und den 410er (aktuellster der angeboten wurde) installiert. keine Änderung an der Performance.
 
ich meine das 418.xx die derzeit aktuellsten Treiber sind. Die sollten auch in irgend einem Repo sein. Versuch den erst einmal zu installieren. Dann kann man sicher weiter schauen.
 
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Das Problem ist, dass zur Zeit die Kompositoren (z. B. Gnome Shell und KWin) ihre Ausgabe nicht mit dem vblank der Grafikausgabe synchronisieren, was zu Mikrorucklern, Stottern und Verzögerungen, gerade bei höheren Frequenzen als den standardmäßigen 60 Hz führt. Das mag von Konfiguration zu Konfiguration und von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich sein.

So langsam werden die zuständigen Entwickler darauf aufmerksam und beginnen mit Anpassungen - da die meisten aber über 60-Hz-Displays verfügen, würde ich an deiner Stelle nicht mit schnellen Lösungen rechnen. Da hilft nur abwarten und Tee rauchen und in der Zwischenzeit die Bildwiederholrate auf 60 Hz zu fixieren bis eine Lösung entwickelt ist.
 
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Performance ist der falsche Begriff, "experience" trifft es hier wohl eher. Wie weich und flüssig sich ein Desktop anfühlt hängt hautsächlich vom compositing ab. Apple und mobile Betriebssysteme legen viel wert auf die User Experience und investieren eine Menge (Entwicklungs-)Zeit in die flüssige Beschleunigung ihres Interface, dadurch fühlen sie sich "schneller an". Mit der Systemperformance hat das aber rein gar nichts zu tun.

Jede Desktopumgebung unter Linux kocht hier so sein eigenes süppchen, unter XFCE verwende ich immer compton als Compositor, das "fühlt" sich insgesamt besser an als das compositing von Win10. Und das sowohl mit den proprietären Nvidia-treiber als auch mit allen freien Treibern und der dazugehörigen Hardware.
 
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Ich merke auf meiner Steinzeithardware (i5 750, HD 7850, 8GB, 1080p) einen gewaltigen Unterschied bei der Browserperformance. Benutze Firefox auf Mint 18 und Windows 7 (Dualboot). Hardwarebeschleunigung ist natürlich aktiviert sowie die neuesten Grafiktreiber installiert. Unter Windows verhält sich der Browser wesentlich performanter und hat "gefühlt mehr FPS" wenn man das so beschreiben kann. Auch haben yt-Videos unter Linux teilweise Artefakte. Nervig..
 
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Also wenn die GrKa Treiber richtig installiert sind, kann es auch natürlich an den Maus-Treibern (scrollen) liegen. Linux hat nicht immer optimierte Treiber, da die Hersteller leider öfters (noch) nicht mitspielen.

780420
 
Naja @144Hz ist schon ne bessere "Experience" als @60Hz.

Ich denke wenn alle Desktop Umgebungen ihr eigenen Süppchen kochen, werd ich einfach mal KDE oder Unity probieren.

ich bin gerade dabei den aktuellen 430 per Treiberverwaltung zu installieren. EDIT: Keine Änderung.
 
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Hi,

Zu den Treibern gehört auch das Programm nvidia-settings, in den Menüs auch gerne Configure NVIDIA X Server Settings oder ähnlich genannt. Da kannst du dann mal unter X Server Display Configuration > Advanced... gehen und die Optionen Force Composition Pipeline und Force Full Composition Pipeline nacheinander testen.

mfg
aki
 
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Danke. Also im Desktop Bereich meine ich würde das nochmal etwas weicheres Fenster Verhalten bringen. Im Browser beim scrollen kein Unterschied.

Allerdings hab ich so entdeckt, das auch unter Linux Gsync bei einem Freesync aktivierbar ist :D
 
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Also ich konnte dem Ganzen im Browser etwas entgegen wirken, indem ich Smooth Scrolling abgestellt habe.
So fällt wenigstens das leichte Ghosting bzw die Unschärfe schonmal flach.
 
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habe ich jetzt auch deaktiviert, ist in der Tat besser. Auf meinem Zweitrechner ohne dedizierte Grafik (2500k) habe ich ebenfalls Artefakte, sehr gut sichtbar wenn smooth-scrolling aktiviert ist sowie in yt-Videos. Auch dort unter Win7 (ebefalls Dualboot) nichts von den Artefakten/Rucklern zu sehen.
 
ghecko schrieb:
Performance ist der falsche Begriff, "experience" trifft es hier wohl eher. Wie weich und flüssig sich ein Desktop anfühlt hängt hautsächlich vom compositing ab. Apple und mobile Betriebssysteme legen viel wert auf die User Experience und investieren eine Menge (Entwicklungs-)Zeit in die flüssige Beschleunigung ihres Interface, dadurch fühlen sie sich "schneller an". Mit der Systemperformance hat das aber rein gar nichts zu tun.
Danke für die Erklärung. Habe ich vorher tatsächlich auch falsch verstanden.
 
https://news.softpedia.com/news/Fir...-for-Vsync-for-Smooth-Animations-360245.shtml

Also was ich nun getan habe ist, die Option im Friefox "layout.frame_rate" auf 144 zu setzen und muss sagen das man definitiv einen Unterschied bemerkt ggü dem Standard -1 oder 60. Allerdings hab ich dann wieder die Tearing Probleme und der Framerate Test des Fox zeigt weiterhin max 60 Frames an.

EDIT:_ Die Tearing lassen sich wieder um durch aktivieren von Gsync im Treiber weitestgehend abstellen.
 
Meine Erfahrung ist damit sehr schlecht.
Ich habe Linux Mint 19.1 Cinnamon ebenfalls als Dualboot installiert, da ich es ab und zu mal testen möchte.
Bis heute konnte ich keine 144 Hz wählen und 240 Hz schon gar nicht. 60 Hz ist das Maximum, auf allen Monitoren.

Aber auch mit 60 Hz fühlt sich Linux nicht so sanft und flüssig an.
Der größer Unterschied beim Browser ist das Scrollen mit dem Edge unter Windows 10 verglichen mit dem hakeligen Scrollen mit Firefox oder Chromium unter Linux.
Aber selbst unter Windows 10 selbst, ist das Scrollen mit dem Edge deutlich sanfter und angenehmer als mit Firefox, Chrome oder Opera (was ja auch Chrome ist). Hier scheint Microsoft einen sehr guten Browser gemacht zu haben. Leider ist die Auswahl an Erweiterungen nicht so groß und der grundsätzliche Hass dagegen bis heute vor allem bei Laien präsent.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass Mint sich angenehm bedienen lässt. Anders und nicht so sanft wie Windows 10, aber trotzdem noch angenehm.
Mein größtes Problem ist, dass mein Linux, warum auch immer, nach ca. 2 Wochen sich ingesamt träger und langsamer anfühlt als am Anfang. Sobald ich es vollständig neuinstalliere, fühle ich wieder wie schnell Linux ist und nach 2 Wochen fühlt es sich wieder so an, als würde es 20-30% an Performance verlieren, allerdings mit unveränderten Startzeiten von Programmen. Nur die Bedienung fühlt sich 20-30% langsamer an.

Ich habe das Gefühl, dass Linux entweder sich mit Schrottdateien oder schlechten Updates "überlädt" und dadurch einen höheren Lag oder höhere Reaktionszeiten bekommt. Ich kann es nur schlecht beschreiben, da ich von Linux keine Ahnung habe. Anhand von Videos ist es ebenfalls nahezu unmöglich zu sehen, aber wenn man direkt vor dem System sitzt, merkt man es.
Um mich selbst davon zu überzeugen, dass es keine Einbildung ist, habe ich es zwei Freunden die noch weniger Ahnung haben als ich vorgeführt und die konnten es bestätigen. (mit dem Kommentar "Linux ist doch sowieso scheiße", was mir aber nicht hilft)

Linux Mint Cinnamon gefällt mir trotzdem. Da ich es aber als unreif empfinde, kann ich es nicht produktiv nutzen. Es fühlt sich einfach wie eine Beta an... zwar eine schöne Beta, aber trotzdem eine Beta.
 
Kann deine Probleme mit Fedora und Firefox (Radeon- und Intel-GPUs) nicht nachvollziehen. Du könntest das "sanfte Scrollen" im Firefox ausschalten, ich empfinde das als unangenehm.

Linuxe müllen, im Gegensatz zu Windows (konnte ich mir nicht verkneifen), ihre Massenspeicher nicht mit sinnlosem Datenmüll zu.

Bei dir könnte das Problem mit der "gefühlten Langsamkeit" in der Kombination Nvidia-GPU und Cinnamon-Desktop liegen. Hast du die proprietären Treiber über den Einstellungsdialog "zusätzliche Treiber" (oder ähnlich) nachinstalliert? Anderenfalls rendert nämlich deine CPU den Desktop (kann langsam sein).
 
Vllt dauerts bei ihm 2 Wochen, bis die ganzen Sicherheitsupdates für die Hardwarelöcher installiert sind? :freak:

Xubuntu 18.04.1 hier, XFCE mit Compton als Compositor auf mehreren Workstations. Desktop und Browser (FF) fühlt sich butterweich an. Besser als die Win10 Maschinen mit Edge im Büro. Und das unter Intel, AMD und Nvidia.
 
Mit compton und XFCE oder Mate habe ich auch gute Erfahrungen gemacht - allerdings nur bei 60 Hz und mit einer deutlich angepassten Konfigurationsdatei. Ob man das, gerade bei der Fülle an Optionen, die compton bietet, einem Einsteiger empfehlen kann, wage ich zu bezweifeln.
 
Mir ist bei einer Laufzeitanalyse im Firefox aufgefallen, das unter Linux teilweise die Frames manchmal einbrechen beim surfen und scrollen. Anders unter Win10. Da bleiben sie stetig stabil bei 60 Frames.

Alles in allem muss ich sagen, das ich jetzt durch viel rumprobieren einigermaßen zufrieden bin mit der Darstellung. Ich hab im Nvidia Treiber mal Compositing Pipeline aktiviert und Gsync On, inkl dem aktuellen Nvidia Treiber. Im Firefox hab ich Soft Scrolling wieder aktiviert und zusätzlich das Addon Smooth Scroll installiert. Ich mein das hätte etwas geholfen.

Ich will aber testweise unbedingt auch mal den Compton Composite Manager probieren.

@DerPessimist

Du musst du Änderung der Hz, warum auch immer, manuell vornehmen mit dem Befehl "xrandr --output DP-4 --mode 2560x1440 --rate 144.00" <<< Auflösung,Hz und Ausgang natürlich anpassen und ab in den Autostart. Oder benutz die montitors.xml dazu, wenn vorhanden.
 
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