Lohnt sich ein NAS? (1-Bay, 2-Bay, oder weder noch?)

ambiguityfix

Cadet 4th Year
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Hallo,
ich überlege gerade (wieder) an einem Heimserver für mich.
Folgende Dinge würde ich gerne machen:
  • Eigene (Next-)Cloud
    • Hauptsächlich, um von GoogleDrive weg zu kommen
  • Backup (Eigene Dateien und Co)
  • Bilder u. Filme auf dem TV abspielen (DLNA)
  • ggfs mal einen eigenen (Tiny Tiny) RSS aufsetzen oder so
Darüber hinaus würde ich gerne einfach meinen Horizont erweitern.
Ich bin Ingenieur und werde bald verstärkt in der Administration unseres Onlineservices arbeiten. Ich habe Bock auf die Aufgabe und erhoffe mir auch auch einen kleinen Benefit, wenn ich mich zu Hause ein wenig damit beschäftige.

Lohnt es sich für mich in eine NAS zu investieren?

Ich hatte mal eine Synology DS218. Musste sie aber damals wieder abgeben. Aus der Zeit habe ich aber noch 2 WD Green über.

Vielen Dank für eure Tipps.

ps. gibt es eine Literarturempfehlung zum Thema Netzwerke (für meinen Job) ?
 
Ich glaube, bei einem Fertig-NAS wird man nicht viel dazu lernen. Dafür ist ein Fertig-NAS ja da. Hinstellen und funktioniert. Wenn du wirklich was dazu lernen willst, kommst du um den Selbstbau nicht herum.
 
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Backup und Filme abspielen sind damit kein Ding.

Interessant wird eher die Cloud. Kann die private Internetleitung denn die Performance stemmen, die du davon brauchst? Lädst du viel hoch von unterwegs bzw. lädst du viel runter?
 
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also meine rein subjektive Meinung (als E-Technik Ingenieur der seit ewigen Zeiten in der IT arbeitet) ist, dass ein NAS ala Synology eine sehr sinnvolle Anschaffung für "Unbedarfte" sein kann aber weniger "zum Lernen und Spielen" taugt.

Da würde ich lieber auf einen "Selbstbau" setzen. Es hängt halt extrem davon ab was du erreichen/lernen möchtest. Ich denke, dass in der heutigen Zeit zwei drei RasPi mit Docker im Swarm erst so richtig den Horizont erweitern. Klar kann man das auch mit einem HP Micro-Server erschlagen, das macht aber nicht ansatzweise so viel Spaß.
Du möchtest dich ja zwangsweise auch mit Dingen wie Reverse-Proxy, ACME usw. beschäftigen.
 
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DerDoJo schrieb:
Backup und Filme abspielen sind damit kein Ding.

Interessant wird eher die Cloud. Kann die private Internetleitung denn die Performance stemmen, die du davon brauchst? Lädst du viel hoch von unterwegs bzw. lädst du viel runter?
Ne, nicht viel.
Unterwegs eigentlich nur Dokumente, PDFs und so.
Ergänzung ()

Mickey Mouse schrieb:
also meine rein subjektive Meinung (als E-Technik Ingenieur der seit ewigen Zeiten in der IT arbeitet) ist, dass ein NAS ala Synology eine sehr sinnvolle Anschaffung für "Unbedarfte" sein kann aber weniger "zum Lernen und Spielen" taugt.

Da würde ich lieber auf einen "Selbstbau" setzen. Es hängt halt extrem davon ab was du erreichen/lernen möchtest. Ich denke, dass in der heutigen Zeit zwei drei RasPi mit Docker im Swarm erst so richtig den Horizont erweitern. Klar kann man das auch mit einem HP Micro-Server erschlagen, das macht aber nicht ansatzweise so viel Spaß.
Du möchtest dich ja zwangsweise auch mit Dingen wie Reverse-Proxy, ACME usw. beschäftigen.
Einen Raspi mit Pi-Hole habe ich aktuell laufen.
 
Kauf dir auf ebay einen HP Microserver N54L G7 oder den G8 - Wobei der G7 technisch mehr spaß macht. Darin kannst du bis zu 6 Festplatten verbauen und hast für alles was du vorhast mehr als genug Leistung.

ANsonsten kannst du dir einen mATX PC from scratch selbst bauen, wenn du so richtig in die Hardware einsteigen willst.

Als Betriebssysteme kannst du dir gut Openmediavault und FreeNAS ansehen
 
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ambiguityfix schrieb:
Administration unseres Onlineservices
Da musst du gucken, was das sein soll. Manchmal bedeutet das CRM, CMS, wozu man weder NAS- noch anderes Server-Wissen benötigt.

PS: "Hatte eine DS218"? Das kann keine zwei Jahre her sein und du solltest dich noch daran erinnern können. 😉
 
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Wilhelm14 schrieb:
Da musst du gucken, was das sein soll. Manchmal bedeutet das CRM, CMS, wozu man weder NAS- noch anderes Server-Wissen benötigt.

PS: "Hatte eine DS218"? Das kann keine zwei Jahre her sein und du solltest dich noch daran erinnern können. 😉
Ne, hat mit CMS und CRM nichts zu tun. Ich wollte das nur nicht näher ausführen. Es ist ein Satellite Positioning Services. Wird dann viel auf die Bereich Serverbetrieb, Firewall, SQL aber auch Webserver (IIS und Apache), PHP etc hinauslaufen. Ging mir dabei mehr so ganz allgemein um das Verständnis für Netzwerke...
 
Da musst du zum rumspielen kein Geld ausgeben. PC, Raspberry und noch nen rumfliegenden Laptop nehmen und dann spielen. Dafür kann man wunderbar VM's oder Docker nehmen.
 
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douggy schrieb:
Da musst du zum rumspielen kein Geld ausgeben. PC, Raspberry und noch nen rumfliegenden Laptop nehmen und dann spielen. Dafür kann man wunderbar VM's oder Docker nehmen.
Danke euch allen.
Habe mich entschieden jetzt erstmal ein bisschen mit dem Raspberry Pi (4) zu spielen.
Nextcloud, TTRSS und vielleicht noch openvpn einrichten.
Dann bin ich auch schon recht na, in meinem zukünftigen Arbeitsgebereich.
Und im Zweifel kann ich mit dem Pi auch noch was anderes machen.

Danke nochmals!
Ergänzung ()

commandobot schrieb:
Das müsstest du schon etwas genauer spezifizieren ;)
Mit Themen aus welchen OSI-Layern möchtest du dich befassen?
de.wikipedia.org/wiki/OSI-Modell#Die_sieben_Schichten
Puh, ok. Soweit bin ich offenbar noch nicht, dass ich das beantworten kann...
Wird dann viel auf die Bereich Serverbetrieb, Firewall, SQL aber auch Webserver (IIS und Apache), PHP etc hinauslaufen.
 
Server ohne rudimentäre Netzwerkgrundlagen wird nicht lange gut gehen solange ihr dafür nicht eigene Leute habt^^
Das eine Buch gibt es da nicht sondern je nach Themenschwerpunkt. Ich persönlich mag die Bücher vom Rheinwerk Verlag oder wenn du ein reines Nachschlagewerk für die grundlegenden Sachen willst: http://openbook.rheinwerk-verlag.de/it_handbuch/index.html
Ist so mehr oder weniger die Fachinformatiker Ausbildung in Buchform, also zumindest den schulischen bzw. IHK Teil. Achtung: Das verlinkte "IT-Handbuch" geht nur auf die vorhandenen zwei Fachinformatiker Ausbildungen ein und nicht auf die jetzt inzwischen vier aber sollte in deinem Fall vernachlässigbar sein. Die Grundlagen stehen drin und haben sich seitdem nur in kleinen Teilen geändert bzw. weiter entwickelt.
 
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ambiguityfix schrieb:
Es ist ein Satellite Positioning Services. Wird dann viel auf die Bereich Serverbetrieb, Firewall, SQL aber auch Webserver (IIS und Apache), PHP etc hinauslaufen.
Das wirst du aber hoffentlich nicht alleine machen müssen. Nicht, dass das so ein Fall wird, wo der Chef sagt, du kennst dich mit PCs aus, bau uns mal ein autonomes Fahrzeug. Und vorher hast du den Elektroeinkauf für die Werkshallenbeleuchtung gemacht. Oder anders, was du da beschreibst, machen eigentlich mehrere Leute.
 
Wilhelm14 schrieb:
Das wirst du aber hoffentlich nicht alleine machen müssen. Nicht, dass das so ein Fall wird, wo der Chef sagt, du kennst dich mit PCs aus, bau uns mal ein autonomes Fahrzeug. Und vorher hast du den Elektroeinkauf für die Werkshallenbeleuchtung gemacht. Oder anders, was du da beschreibst, machen eigentlich mehrere Leute.
Nein, mache ich nicht alleine.
Das ganze läuft bei uns seit über 10 Jahren. Die Kollegen haben es selbst aufgebaut und der Zeit angepasst. Kollegen gehen jetzt nach und nach in Rente und ich und zwei andere übernehmen.
 
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ambiguityfix schrieb:
Lohnt es sich für mich in eine NAS zu investieren?

Definitiv, allerdings würde ich niemals ein 1-Bay NAS kaufen. Immer wenigstens 2-Bay, wenn nicht sogar 4-Bay, jenachdem wofür man es nutzen will.
 
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Ich würde immer wieder 1-Bay NAS kaufen, da ein RAID kein Backup ist und man es eh auf z.B. USB machen muss. 🙂

Zum Basteln, oben wurden VM erwähnt. Das ginge auch mit Hyper-V auf jedem Rechner ab Windows 10 Pro.
Bei NAS müsste es für VM eins mit x86 CPU sein, als die eher "teueren" wie 218+, 220+ und aufwärts. Psychologischer Vorteil: Meist haben NAS keinen Monitor und werden übers Netzwerk bedient. Man vergibt also IPs und Ports um die VM bereitzustellen, greift über WinSCP zu usw. also übt vielleicht etwas Netzwerk nebenbei.

Das ist alles sehr vage. Du musst natürlich gucken, was die alten Kollegen dir so zeigen und was du davon kannst und nicht. Viel Spaß dabei!
 
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Wilhelm14 schrieb:
Ich würde immer wieder 1-Bay NAS kaufen, da ein RAID kein Backup ist und man es eh auf z.B. USB machen muss. 🙂
Es geht bei der Anzahl der Schächte um mehrere Dinge:
  • Verteilung der Gesamtkapazität (Kosten)
  • Höhe der gesamten Kapazität unabhängig von einzener HDD (höhere Maximalkapazität)
  • Möglichkeit von höherer Performance (Leistung)
  • Möglichkeit zu Ausfallsicherheit einzelner HDDs (wartungsarm)
Daher würde ich eher zu 4Bay als 2Bay raten.
Die müssen ja nicht genutzt werden, erhöhen aber die Flexibilität.
 
@commandobot: Und Smileys haben haben auch eine Funktion. 🙂
Meine Grundaussage war doch, dass RAID kein Backup ersetzt. Dass mehr als ein Schacht auch andere Vorteile als RAID bringt, schließe ich ja nicht aus. Ich habe z.B. beim NAS das System auf einer SSD in einem Schacht, die Daten auf HDD im anderen Schacht.
Und zum Thema, er will ja irgendwie was mit Servern üben. Da ist das Thema Schächtezahl, Backup,... eh untergeordnet. Bzw. stellt sich die Frage, ob da überhaupt ein NAS für geeignet ist.

Edit@douggy: Guter Hinweis. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Mehrkosten vom Hersteller ausgedacht sind. Bei Geräten wie 720+ vs. 920+ würde ich fast vermuten, dass das Board innen mehr oder weniger identisch ist und vom Laufwerkscontroller einmal nur 2 statt 4 Anschlüsse benutzt werden. Aber ja, das lässt sich der Hersteller bezahlen.
 
Wilhelm14 schrieb:
Ich würde immer wieder 1-Bay NAS kaufen, da ein RAID kein Backup ist und man es eh auf z.B. USB machen muss.
Beim Raid stimme ich dir zu (ist eine Verfügbarkeitslösung - deshalb würde ich als Arbeits-NAS keine 1-Bay nehmen), aber das mit dem USB muss man nicht zwingend.

Bei einem RAID1 im Arbeits-NAS kann ich mir Probleme einer HDD melden lassen, weiterarbeiten, noch Backups aktualisieren - bei 1 Platte ist abrupt Schluss u. meist DIE Datei eben noch nicht gesichert. Ein reines Backu-NAS kann ein 1-Bay der schwächsten Sorte sein, muss ja im Grunde nichts können/leisten.

Ein Fertig-NAS nutzt man eher aus Bequemlichkeit - wer was lernen will, ist mit Synology, QNAP,... völlig falsch dran - sowas kann man sich auch aus einem alten Rechner u. z.B. OMV günstiger u. leistungsfähiger selber bauen.

Wer was zum "Spielen" braucht, sollte sich passende HW besorgen u. System u. Dienste manuell installieren/konfigurieren - so versteht er, was die bunte Oberfläche im Grunde da macht.
 
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