Lokaler Sprachassistent als Ersatz von Amazon Alexa?

Gohst

Commander
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Hallo zusammen

Derzeit verwende ich sehr intensiv die Amazon Echo Dot Lautsprecher um das Licht zu hause zu steuern oder für alles mögliche mal einen Timer oder eine Erinnerung zu stellen.

Allerdings nerve ich mich immer wie mehr, dass die KI von Amazon doch seeeehr bescheiden ist.
Einerseits versteht sie zu oft nicht genau welches Licht eingeschaltet werden soll, andererseits passt sie nicht mehr zur aktuellen technischen Entwicklung.

Ich bin mir sicher dass es bereits bessere lokale Lösungen geben muss.
Mir kommt der Name Clawdbot in den Sinn, habe da spontan bisschen was dazu gehört.

Hat jemand Erfahrung oder eine Idee, wie ein relativ primitiver, lokaler Sprach-Assistent verwendet werden könnte, um einfache Dinge wie Lichter ein/aus zu schalten oder Erinnerungen/Timer zu ermöglichen?

Wichtig:

  • Die Hardware Anforderungen sollen moderat sein
  • Es soll kostenlos, also Open Source (egal ob MIT, Apache GNU etc.) sein
  • Datenschutz wäre schön
  • Ideal wenn eigene Runbooks/Scripts vom Assistent ausgeführt werden können
 
Gohst schrieb:
Die Hardware Anforderungen sollen moderat sein
Das ist das Problem.

Home-Assistant kann eine lokale Sprachsteuerung mit OpenWakeWord, Whisper und Piper.
Allerdings brauchst du dafür potente Hardware, wenn der Befehl in annehmbarer Zeit auch ausgeführt werden soll.

Mit M5Stack Echo und meinem Nuc6 mit i5 hat es ca. 10 Sekunden gedauert bis das Licht an war. Das ist im Alltag nicht zu gebrauchen.

Evtl. gibt es mittlerweile darauf optimierte, kleine Sprachmodelle und Beschleuniger Chips, die das auch in <1 Sekunde ermöglichen. Sonderlich optimistisch bin ich da aber nicht.

https://www.home-assistant.io/voice_control/
 
Ich sehe schon, da wäre wohl mein "neues" NAS auch nicht hilfreich (8 Kern Coffee Lake CPU und 64GB Ram).
Scheint als ob es (wie die meisten LLM) hauptsächlich auf GPUs gut läuft.

Grundsätzlich habe ich potente Hardware untätig herumliegen, aber mich schreckt dann der hohe Stromverbrauch und der hohe Materialeinsatz schon ein wenig ab.

Weiss gerade jemand ob Whisper auf kleinen AI Beschleuniger wie dem Coral von Google laufen kann?
Ein bisschen Hoffnung macht dieser Artikel:

https://www.heise.de/news/Ganz-ohne...rd-zum-DIY-KI-Sprachassistenten-11150389.html
 
Gohst schrieb:
Einerseits versteht sie zu oft nicht genau welches Licht eingeschaltet werden soll

Das liegt definitiv an der Person welche Alexa kommandieren will.
Ich merke das bei uns, dass Alexa extrem gut meiner Frau "gehorcht" selbst wenn lange leise "gelabert" wird, bei mir aber eher auf kurze Anweisungen besser reagiert oder mich teilweise ignoriert. Dann muss ich lauter werden. 😉

Wenn Du verschiedene "Lichter" steuern willst, bring die Namen der Lichter namentlich weit auseinander das Alexa die nicht verwechseln kann selbst wenn der Mensch unterschiedlich spricht. Hat hier bei uns auch ein paar Tage gedauert zu der Erkenntnis.
 
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Also für Licht, Wecker etc. ist die normale Alexa bestens zu gebrauchen. Man sollte halt am besten eindeutige Namen wählen.
 
Eindeutige Namen usw. haben wir alles durch. Mich versteht sie meist gut.

Entweder hört sie garnicht zu oder nervt halt dass nicht mehrere Lichter in einem Satz ausgeschaltet werden können.

Ich würde sagen nur rund 15% aller Befehle werden falsch verstanden.

Klar da könnte man Gruppen machen die z.B "Licht1 und Licht2" heisst.
Aber das würde leicht ausarten denke ich.
 
Das meint Trainieren und andere Standorte fuer die Alexa Geraete. @Gohst

Gohst schrieb:
halt dass nicht mehrere Lichter in einem Satz ausgeschaltet werden können.

Dazu brauchst Du halt die Gruppen.
Am Ende musst Du aber erst Alexa soweit haben das alle Einzelnen sicher geschaltet werden.
 
Gohst schrieb:
Ich würde sagen nur rund 15% aller Befehle werden falsch verstanden.
Gibt ein altbewährtes Konzept. Das nennt sich Schalter. Man geht hin und drückt drauf.
Wird in über 99% der Fälle auch korrekt vom Device verstanden. :-)

BFF schrieb:
Wenn Du verschiedene "Lichter" steuern willst, bring die Namen der Lichter namentlich weit auseinander das Alexa die nicht verwechseln kann selbst wenn der Mensch unterschiedlich spricht. Hat hier bei uns auch ein paar Tage gedauert zu der Erkenntnis.
Wenn ich mir jetzt schon tiefgründige Gedanken über Schalterbezeichnungen machen muss, weil sonst selbst zuvor triviale Sachen nicht mehr trivial funktionierten, dann frag ich mich wie "smart" so ein "Home" tatsächlich ist.

Mehr kommt das jedenfalls alles noch sehr vor wie Spielerei. Es mag paar Szenarien geben, wo das sinnvoll ist (zum Beispiel alles außer Kühlschrank ausschalten, wenn man das Haus verlässt oder dergleichen).
Das lässt sich ggf. aber einfacher (und damit zuverlässiger) lösen, als wenn man dann so ein Technologie-Batzen drauf wirft, das eher so nach Prinzip Hoffnung die Aufgabe löst.

Und Lampen sind ja noch vergleichsweise harmlos. Richtig "lustig" wirds ja, wenn es mehr wird. Wenn dann plötzlich die Waschmaschine ungewollt losläuft, bloß weil jemand im Radio "Alexander aus dem Waschsalon" u.ä. sagt.
 
Smart ist es m.E. erst richtig, wenn man gar nichts sagen muss, sondern das Haus von allein auf An-/Abwesenheit reagiert.

Dazu noch die Abhängigkeit vom Internet. Wäre ein No-Go für mich.

Daher ist der Ansatz einer lokalen Sprachsteuerung schon ganz gut.

andy_m4 schrieb:
Gibt ein altbewährtes Konzept. Das nennt sich Schalter. Man geht hin und drückt drauf.
Wird in über 99% der Fälle auch korrekt vom Device verstanden. :-)
Um vier verschiedene Lampen per Schalter zu dimmen benötigt es klassisch schon jede Menge Schalter + Kabel.
Gruppierte Smarte Leuchten lassen sich da mit einem Tipp auf die gewünschte Helligkeit regeln.
An genau dieser Stelle ist m.E. auch eine Sprachsteuerung hilfreich.

Will man etwas abweichend vom definierten Standard, greift man entweder zu einem Endgerät und ändert Helligkeit/Farbe oder man sagt "Oleg, Beleuchtung Wohnzimmer 10% heller!". Dazu muss der Befehl dann aber auch verzögerungsfrei und zuverlässig umgesetzt werden.
 
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Am Ende zählt nur wie gut geplant ist und wie gut man seine Planung für sich umsetzt. @andy_m4

Natürlich könnte ich hier Waschmaschine oder Kühlschränke steuern. Sogar meinen Ofen. Nur kommen die mir nicht an das Netz obwohl sie könnten. Ich beschränke mich auf Beleuchtung, Klimatisierung und Überwachung. Wobei das meiste über situationsbedingte Regeln abläuft und nur im Speziellen per Sprache zusätzlich eingegriffen wird z.B. zu faul aufzustehen um Licht zu dimmen oder im Flur auszumachen.
 
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BFF schrieb:
Am Ende zählt nur wie gut geplant ist und wie gut man seine Planung für sich umsetzt.
Ja. Mag alles sein.
Das Grundproblem ist aber, das man sich zusätzlich IT-Technik reinzieht. Und wenn wir eines in den letzten Jahrzehnten zu IT-Technik gelernt haben, dann das die gerne mal unzuverlässig ist, man Sicherheitsprobleme hat, Pflegeaufwand (Updates; fehlgeschlagene Updates; etc.) und Kompatiblitätsprobleme.

Allein letzteres ist doch schon nervig. Theoretisch ists standardisiert aber wenn Du dann Gerät von Hersteller A und ein anderes von Hersteller B nimmst gibts dann doch wieder Probleme.

Außerdem braucht man ne App, um das ganze sinnvoll einstellen zu können.

Kurzum:

Man zieht sich einen riesen Rattenschwanz rein, nur weil man (ich sags mit Absicht überspitzt) ein Lichtschalter smart machen wollte.

Es ist nicht so, das ich nicht den Sinn anerkenne oder so. Ich sehe nur das Verhältnis zwischen Einsatz/Risiko und Ergebnis zumindest als diskussionswürdig an.
 
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andy_m4 schrieb:
Es ist nicht so, das ich nicht den Sinn anerkenne oder so. Ich sehe nur das Verhältnis zwischen Einsatz/Risiko und Ergebnis zumindest als diskussionswürdig an.
Natürlich dient es in erster Linie der Bequemlichkeit.

Mittlerweile ist es aber kinderleicht sich eine lokale Smart-Home Zentrale einzurichten oder fertig out-of-the-box zu bestellen und kann damit Geräte verschiedener Hersteller unter einem Dach vereinen.

Dadurch, dass das ganze (bei Bedarf) ausschließlich lokal läuft, ist das Thema Sicherheit dann auch nicht mehr sonderlich kritisch.

Setzt man auf bewährte Konzepte und Technologien ist auch die Zuverlässigkeit gegeben.

Vor 10 Jahren war das alles noch mit viel Frickelei und Pionierarbeit verbunden. Heute greift man zu Homematic, Bosch oder Home-Assistant und bekommt fertige Ökosysteme oder universell einsetzbare Lösungen, die sehr leicht zu bedienen sind.
 
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Und nun labern wir und hoeren nix vom 👻 @Gohst
 
Ich bin halt seit vielen Jahren gewohnt, das Licht mit Alexa zu steuern und hasse es Lichtschalter zu betätigen.

Daher ist eine Rückkehr zum Lichtschalter kein Thema.

Die Lösung mit Home Assistant klingt ganz interessant.
 
Wenn Alexa seit Jahren Dein Szenario ist finde raus warum es nicht mehr klappt.

Das da oben

Gohst schrieb:
Allerdings nerve ich mich immer wie mehr, dass die KI von Amazon doch seeeehr bescheiden ist.
Einerseits versteht sie zu oft nicht genau welches Licht eingeschaltet werden soll, andererseits passt sie nicht mehr zur aktuellen technischen Entwicklung.

zeigt fuer mich das Du von uns einen Grund brauchst um Amazon-Dienste mit irgendwas zu ersetzen. Völlig legitim und ok. 👍

Das Alexa Dich adhoc nicht mehr versteht? 😉
 
Naja Whisper könnte ich ja mal ausprobieren.
Hätte auch ein nettes SBC mit NPU rumliegen.

Schadet ja nicht,.
 
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