Lüfteranschluss durch LED-Beleuchtung zerstört? (Asus Z170 Pro Gaming)

beatschubser

Cadet 3rd Year
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Morgen zusammen,

ich wollte gestern etwas Licht in mein Gehäuse bringen und habe dazu zwei LED-Leiste vom Typ Nanoxia Rigid LED 30cm besorgt und per Y-Adapter an einen der Chassis Fan-Anschlüsse des Mainboards angeschlossen (CHA2).

Das hat auch anfangs wunderbar funktioniert, doch während ich im BIOS mit den Lüfterprofilen rumspielte, um die Helligkeit anzupassen, gab es plötzlich einen Reboot mit anschließender "Power Surge"-Warnung. Hatte ich vorher noch nie gesehen. Die LED-Leiste hat zu dem Zeitpunkt glaube ich das Gehäuse berührt, aber das sollte doch kein Problem sein, denn sie ist ja für den Einbau vorgesehen.

Der Rechner scheint seitdem normal zu laufen, allerdings funktioniert die Lüftersteuerung an CHA2 überhaupt nicht mehr. Es ist Spannung auf dem Anschluss, d.h. die LEDs leuchten und auch testweise angeschlossene Lüfter drehen, aber eine Regelung ist nicht mehr möglich.

Kann es sein, dass eine Spannungsspitze da was weggebrutzelt hat, oder hat das BIOS eingegriffen und die Sache lässt sich irgendwie beheben?

Grüße
Dan
 
Wenn Ich mich nicht Irre erlaubt der Lüfteranschluss nur 1A.
Da du den etwas überlastest hast, kann daher die Power Surge Warnung kommen.
Hast du im BIOS auch auf 3-pin Lüfter eingestellt.
 
LED-Strips haben in aller Regel eine gemeinsame Anode. Wenn du Pech hast, hat genau der offene Anoden-Kontakt eine Verbindung mit dem Gehäuse hergestellt, was daraufhin dann einen Kurzschluss verursachen kann, schließlich ist das MB ja bei 0V mit dem Gehäuse verbunden. Kann also auch daran liegen, ich denke nämlich nicht, dass ein Überstrom von 0,06A das Board direkt zum Ausrasten bringt, da müssten normalerweise deutlich mehr Sicherheitsreserven da sein.
 
Hias1000 schrieb:
Hast du im BIOS auch auf 3-pin Lüfter eingestellt.

Wenn du den DC-Modus meinst, der ist aktiviert. PWM funktioniert ja nur mit 4 Pin-Lüftern.

xXTHMXx schrieb:
LED-Strips haben in aller Regel eine gemeinsame Anode. Wenn du Pech hast, hat genau der offene Anoden-Kontakt eine Verbindung mit dem Gehäuse hergestellt, was daraufhin dann einen Kurzschluss verursachen kann, schließlich ist das MB ja bei 0V mit dem Gehäuse verbunden. Kann also auch daran liegen, ich denke nämlich nicht, dass ein Überstrom von 0,06A das Board direkt zum Ausrasten bringt, da müssten normalerweise deutlich mehr Sicherheitsreserven da sein.

Woran erkenne ich die Anode? Bevor ich mir einen weiteren Anschluss kille, würde ich die entsprechende Stelle tapen oder mit Heißkleber versiegeln.

Und kann ein Kurzschluss wirklich dafür sorgen, dass der Anschluss noch Strom hat aber nicht mehr regelbar ist? Und sorgt die Surge Protection dafür, dass andere Bauteile des MB verschont bleiben? Ich mache mir etwas Sorgen um andere Schäden, die (noch) nicht sichtbar sind.
 
Naja, am LED Strip ist das entweder an der Kennzeichnung "+12V" erkennbar, oder halt durch messen. Ein Kurzschluss kann allerlei komische Phänomene hervorrufen, es kommt halt drauf an was im Endeffekt auf dem Motherboard dabei durchgebrannt ist. Wenn es der PWM Controller nicht überlebt hat, tjoa, dann klappt die PWM Steuerung halt nicht mehr. Das heißt daher nicht zwingend, dass die Spannungsversorgung auch hinüber ist, die kann noch funktionieren.
Ich muss allerdings sagen, dass, wenn die Anode wirklich das Gehäuse berühren kann, es ein mieses Design ist oder da bei der Befestigung was richtig schief gegangen sein muss.
 
Kleiner Tipp: Ich hab mir bei Conrad einen Transparenten Schrumpfschlauch besorgt und die gesammte Leisten hineingeschoben.
 
Hias1000 schrieb:
Kleiner Tipp: Ich hab mir bei Conrad einen Transparenten Schrumpfschlauch besorgt und die gesammte Leisten hineingeschoben.

Und das funktioniert gut mit Befestigung und gleichmäßiger Ausleuchtung? Ich sehe bei Conrad zwei Varianten auf Lager mit 9.5mm und 6,4mm.
 
Bei der Ausleuchtung konnte Ich keine sichtbare Verschlechterung feststellen.
Bezüglich Durchmesser kann Ich dir nicht sagen welchen Ich damals gekauft habe. (habe den Mitarbeiter die Leiste gegeben und nach einen Passenden Schrumpfschlauch verlangt).
Du hast die Leiste schon zuhause, einfach nachmessen.

Für die Befestigung habe Ich an beiden Enden der Leiste einen Tropfen Heißkleber angebracht.
 
Ich habe die Enden der Leisten nun mit Heißkleber isoliert, die haben nämliche blanke Kontakte, von denen ich vermute, dass sie beim ersten Testen ans Gehäuse gelangt sind. Befestigt habe ich die Leisten mit den beigelegten Klebepads, auf die ich kleine Magnete geklebt habe. So sitzen sie fest am Platz und lassen sich bei Bedarf verschieben.
 
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