Dwyane schrieb:
Ich fühle mich auch nicht angegriffen : )
👍
Dwyane schrieb:
Wenn Mitarbeiter Fortbildungen angeboten bekommen und diese ausschlagen weil sie keine Lust haben was Neues zu lernen und den Kopf nochmal anzustrengen, darf man sich auch nicht wundern wenn die eigenen Qualifikationen irgendwann nicht mehr reichen.
Kommt auf die Betriebe bzw. Jobs an, inwieweit es da überhaupt nennenswerte Möglichkeiten zur Weiter-/Fortbildung gibt. Aber ja, solche Fälle kennt wohl wahrscheinlich jeder... Glaubs mir.
Dwyane schrieb:
Die Jobs die durch KI verdrängt werden sind ja in aller Regel Routine Jobs.
Aber auch diese Routinejobs geben Leuten eine Aufgabe sowie ein Einkommen, dass ein gewissermaßen selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Und zwar auch den Leuten, die bpsw. aufgrund von Ausbildung, persönlichen Lebensumständen, Lernfähigkeit oder charakterlicher Eignung nicht für andere Jobs gemacht sind.
Es ist mMn. wiegesagt nicht so, dass Robotik und AI das Leben der Menschen einfacher macht. Sondern den Leistungsdruck enorm erhöht, Menschen noch ersetzbarer macht und diese in Abhängigkeiten treibt.
Dwyane schrieb:
Durch den demografischen Wandel kommen wir ohnehin nicht drum herum -> Azubimangel
Alles politisch-gesellschaftlich-hausgemachte Probleme. Das jetzt auszuführen würde viel zu weit gehen... Ums kurz zu fassen: Mal abgesehen davon dass es gerade wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht wirklich attraktiv ist Kinder zu bekommen hilfts sicherlich auch nicht, dass selbst für normale Ausbildungen oft mittlerweile das Abitur verlangt wird. Mit nem Abitur wird nämlich oft eher lieber studiert... Mit ein Grund für die Studentenschwemme und fehlende Azubis. Mal abgesehen davon, dass man eben aufgrund der Studentenschwemme selbst mit nem Studium zunehmend schlechtere Karrieremöglichkeiten hat.
Das frühere "System", wo weitesgehend galt: Hauptschule/eBBR -> einfachere Ausbildungen, Realschule/MSA -> fortgeschrittenere Ausbildungen und Abitur -> Studium mit Quasi-Garantie auf gute Einkommens- und Karrieremöglichkeiten (weil das Abi einem damals wahrlich nicht hinterhergetragen wurde und einem nur mit von Anfang an viel Fleiß offen stand)
... hat auf den Arbeitsmarkt bezogen einfach ausgewogener funktioniert.
Wenn sich dann künftig immer mehr Menschen um immer weniger Jobs bewerben, um nicht nur von einem Minimaleinkommen in staatlicher Abhängigkeit leben zu müssen, wird nicht nur wie oben erwähnt der Leistungsdruck enorm erhöht... Wie auf jedem anderen Markt gilt dann auch auf dem Arbeitsmarkt: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis - das Wissen und der Fleiß wird immer weniger wert sein, infolge dessen wird die Motivation für möglichst gute Bildung und damit die Innovation geschwächt, die Wertschätzung wird sinken und Arbeitnehmer werden zunehmend zu Bittstellern.
Die Entwicklung wird früher oder später für jeden nachteilig sein - außer für diejenigen mit sehr, sehr, sehr viel Geld.