News Massenentlassungen: Amazon feuert wegen AI-Entwicklungen 14.000 Angestellte

Spriti schrieb:
So ist der Fortschritt. Im Endeffekt arbeiten wir alle darauf hin, dass keiner mehr eine Arbeit hat (braucht).
Ich arbeite als Sacharbeiter (2nd-Level) in der Energiewirtschaft, und bei uns kommt KI auch an. 1st-Level Kundenbetreuung wird perspektivisch an Self-Service via Kundenportale und/oder eben KI ausgelagert. Mein Arbeitgeber bemüht sich auch schon nicht mehr, 1st-Level-Aufträge zu kriegen und bewirbt sich nur noch auf Spezialthemen, weil mit 1st-Level nichts mehr zu verdienen ist.

Dennoch habe ich keine Angst, dass mir KI meine Arbeit wegnehmen wird, denn Menschen haben etwas, das KI nie haben wird: Intution und Fingerspitzengefühl.

Das sehe ich schon bei 1st-Level-Aufgaben wie Zählerstandseingaben oder Abschlagsänderungen. Sobald die Kunden eine Eingabe machen, die 0,01 Prozent vom Soll abweicht, sagt der Algorithmus "Nööö!" und es muss doch wieder ein Mensch ran, um eine Entscheidung zu treffen (in der Regel wird die Kundeneingabe eben doch akzeptiert, weil wir uns natürlich mit den Kunden nicht darüber streiten, dass der Wunschabschlag 0,irgendwas Prozent zu niedrig ist, weil die Kunden hübsch gerundet haben).

Im 2nd-Level geht es dann oft darum, mit unzufriedenenen oder problematischen Kunden auf einen grünen Zweig zu kommen. Als Teil der Lösungsstrategien muss man dann schon mal den Kunden etwas über Gebühr vertrauen oder Fünfe gerade sein lassen. Und das kann KI nicht, weil sie keine Intution, keine Menschenkenntnis und kein Fingerspitzengefühl hat.

Wir nutzen KI im 2nd-Level, um unsere Antwortschreiben vorformulieren zu lassen, und das funktioniert auch sehr gut. Die meisten Schreiben sind sofort versandfertig, wir müssen aber dennoch regelmäßig eingreifen, um die Schreiben im Sinne der Lösungsfindung zu personalisieren. Auch das kann die KI nicht. Hier sind wir Supervisoren der KI, die uns zwar einige Fleißarbeit abnimmt, aber den individuellen Bezug zu kundenanliegen eben nicht herstellen kann.

Keine Frage, einige Unternehmen, auch in meiner Branche, werden versuchen, alles an KI auszulagern. Aber ich prophezeihe, dass sie damit auf die Schnauze fallen werden. Simple Ja/nein-Anliegen lassen sich gut automatisieren, aber sobald es kompliziert wird, Interessen und Risiken gegeneinander abgewägt werden müssen taugt KI nur noch, um dir schon mal die Vorformulierungen für Antwortschreiben bereitzulegen.
 
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In Zukunft werden heute schon wichtige Basics noch weit wichtiger werden, um mit den rasanten Veränderungen und nicht-linearen, schwer vorhersehbaren Entwicklungen halbwegs klarzukommen:
  • Stabiles, zuverlässiges und nährendes soziales Umfeld
  • Mentale Stabilität und Widerstandskraft
  • Lebenslanges Lernen
  • Neugier und Interesse an Neuem
  • Bereitschaft für größere Veränderungen in kürzerer Zeit
  • Eigenverantwortung und Mut
Passivität, unbegründetes Vertrauen in externe Faktoren, externalisierte Eigenverantwortung können die eigene Resilienz im dümmsten Fall bis hin zur Handlungsunfähigkeit schwächen.
 
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Spriti schrieb:
So ist der Fortschritt. Im Endeffekt arbeiten wir alle darauf hin, dass keiner mehr eine Arbeit hat (braucht).
Das wird aber ein Problem sein so lange sich die Gesellschaft ausschließlich über die Arbeit definiert. Die Frage was bist du zielt in der Regel auf einem Beruf ab. Antworte mal auf die Frage Glücklich zufrieden gesund dann wirst du wie ein Ufo angeguckt. Liebe Grüße.
Ergänzung ()

snickii schrieb:
Wo kam denn die News? Hab nur eine gesehen das die neue Konsole Windows bekommen soll aber man trotzdem normal wie eine Konsole nutzen kann. Wenn man möchte andere Launcher installieren kann wie Steam aber nicht muss, das ist doch was gutes?
Wahrscheinlich wird die XBox oder Konsolenexklusivität gemeint. Ich hoffe Sony und Nintendo lösen sich davon auch dann entscheiden Alleinstellungsmerkmale welche Konsole genutzt wird. Z.B. Nintendo wenn Mobiltiät wichtig ist Xbox mit mehreren Launchern Sony hat aktuell da meiner Meinung noch keines.
Liebe Grüße.
 
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Tja, wenn immer weniger Leute Geld zum konsumieren verdienen können - was mit zunehmender Automatisierung, Robotik mit und ohne KI der Fall sein wird - werden die großen Konzerne vielleicht auch merken, dass sie immer weniger verkaufen können.

Das Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" ist vielleicht noch Zukunftsmusik - nur wenn die Roboter mehr und mehr die Arbeit übernehmen - und die Menschen immer weniger Geld durch Arbeit verdienen können... wird so ein Thema auch immer weniger Utopie.

Ich vermute nur, dass dann für die Politik und Wirtschaft so überraschend kommt, wie Weihnachten und Ostern zusammen. 😖
 
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LikeHike schrieb:
Würde ich bei der Qualität der Paketboten bei Hermes und Amazon sehr begrüßen...

Gute Entwicklung. Als Unternehmen absolut nachvollziehbar. So einen Spark- und Effizienzkurs bräuchte Deutschland in Behörden und Unternehmen genauso. Aber erstmal müsste KI natürlich lernen ein FAX zu bedienen...
Aber wahrschlich aber nur für Großbriefe oder Pakete die per Briefpost geliefert werden oder?
Sicher kein Kühlschrank, Großgeräte? Liebe Grüße.
 
wagga schrieb:
Sicher kein Kühlschrank, Großgeräte?
Die werden ja auch so nicht von einem Lieferdienst gebracht sondern von einer Spedition. Da sehe ich aktuell auch noch höheren Aufwand, aber wenn Teslas Optimus fertig ist gibts da sicherlich auch Optionen.
 
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Vigilant schrieb:
Passivität, unbegründetes Vertrauen in externe Faktoren, externalisierte Eigenverantwortung können die eigene Resilienz im dümmsten Fall bis hin zur Handlungsunfähigkeit schwächen.
Menschen die psychische und körperliche Probleme haben, leiden genau darunter.
Die können sich meistens nicht mehr selbst helfen, mit Passivität und dem Rückzug beginnt dann der Teufelskreislauf und Resilienz gibt es keine mehr.
 
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Nero2019 schrieb:
Ich würde die 14k eher auf einen anderen Jobposition innerhalb der Firma geben, wenn dies möglich ist, statt entlassen. Sie könnten zum Bsp als Amazon-Lieferdienst arbeiten.

Ich lebe in einer 100k Einwohner Stadt und dort gibts gefühlt nur 5 Sanitäre und Elektriker. Jeder beschwert sich darüber.
In welchem Job arbeitest Du gerade und wärst Du gerne dazu bereit, etwas zu tun, was überhaupt nichts mit Deiner Ausbildung zu tun hatte ? Am Besten auch wesentlich schlechter bezahlt ?
Das soll fast ausnahmslos Verwaltungsangestellte treffen, die haben i.A. mehr Gehalt als die bekommen, die in der Logistik arbeiten.
Ich hasse es geradezu, wenn jemand einfach über andere bestimmen will, was die gefälligst jetzt tun sollen, auch wenn das ggfls. überhaupt nicht passt. In einer Diktatur wäre das natürlich erstmal möglich. Also bspw. in Nordkorea. Gott sei Dank gibt es (noch) nicht so viele Staaten wie Nordkorea.
 
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$t0Rm schrieb:
So schlimm ich diese Entwicklung sehe, begrüße ich es dennoch, wenn ich mir anschaue, wie manche Leute ihren Job ausüben. Da hab ich dann null Mitleid. Die Entwicklung hat auch teils dort ihren Urpsprung.
Die Motivation der Mitarbeiter skaliert immer sehr mit einem Faktor - nämlich der Bezahlung - und die ist bei Amazon wie ? Brauchen wir nicht drüber reden denk ich ...

Willst du gute und motivierte Mitarbeiter musst du auch gutes Geld auf die Theke legen - das will Amazon aber nicht da Jeff ja noch nicht reich genug ist *Hüsterchen - also werden keine guten Mitarbeiter sondern einfach wahllos jeder der grad Geld braucht eingestellt - und wie motiviert die dann sind kannste dir erstens denken und zweitens auch sehr gut sehen. :smokin:
 
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anexX schrieb:
Die Motivation der Mitarbeiter skaliert immer sehr mit einem Faktor - nämlich der Bezahlung - und die ist bei Amazon wie ? Brauchen wir nicht drüber reden denk ich ...
Das stimmt, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad, denn auch beim Lohn/Gehalt gibt es eine Sättigungsmenge, die dann erreicht wird, wenn das Geld die Arbeitsbedingungen nicht mehr "glattbügeln" kann. Ich kenne selbst genügend Leute, z.B. aus der Pflege, die gehen mit sehr gutem Geld monatlich raus, aber sagen, statt noch mehr Geld hätten sie lieber so etwas wie verbesserte Arbeitszeiten, ein besseres Personalmanagement usw.
 
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NoNameNoHonor schrieb:
In welchem Job arbeitest Du gerade und wärst Du gerne dazu bereit, etwas zu tun, was überhaupt nichts mit Deiner Ausbildung zu tun hatte ? Am Besten auch wesentlich schlechter bezahlt ?
Das ist doch eine individuelle Frage, auf die nur jeder selbst eine Antwort hat (finden kann). Für alle anderen sieht es doch so aus, dass Amazon den MA nicht kündigt, sondern ihnen immerhin eine Alternative bietet. Und da stellt sich dann immer die Frage, die Kröte schlucken oder ab in die neue GS. Also entweder mit etwas weniger Geld chillig neue Arbeit suchen oder unter das Existenzminimum fallen und unter Zwang quasi jede noch schlimmere Stelle annehmen zu müssen? Ok, das erste Jahr nicht, da gibt es ja noch Arbeitslosengeld. Aktuell muss man dort seine Reserven noch nicht in Lebensunterhalt wandeln, soweit ich weiß. Oder wurde das zwecks mehr Druckausübung auch schon geregelt?
Ergänzung ()

anexX schrieb:
Die Motivation der Mitarbeiter skaliert immer sehr mit einem Faktor - nämlich der Bezahlung
Das sehe ich tatsächlich krass anders. Ja, viel Geld hilft am Anfang. Aber 45 Jahre einen Job ohne Spass machen, nur wegen Geld? Nein danke. Ich hatte schon Gelegenheiten, mein Gehalt massiv auszubessern. Für einen Job, andere Menschen mit mehr Arbeit zu versorgen (Vorgesetzter/Management). Aber brauche ich zwingend das mehr an Geld und macht der Job auch Spass? Nein und Nein. Nein, Geld hilft, schafft aber auf lang Zeit keine Motivation.
 
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BAR86 schrieb:
ja, nur wirds mehr so wie in Star Trek oder so wie in Matrix?
Ich bin da inzwischen voll de-illusioniert. Je aelter ich werde, desto mehr verstehe ich Cypher, wenn ich auch seine Handlungen nicht gutheissen kann.
 
anexX schrieb:
Die Motivation der Mitarbeiter skaliert immer sehr mit einem Faktor - nämlich der Bezahlung - und die ist bei Amazon wie ? Brauchen wir nicht drüber reden denk ich ...
Naja viele kommen aus Indien oder auch aus den angrenzenden EU-Ländern zu uns ins Land (EU Headquarters Luxembourg), und werden bei uns viel höher bezahlt als bei sich, und arbeiten trotzdem mies. Lieferanten klauen (auf Kamera aufgenommen) und die Mitarbeiter sind unfreundlich (persönliche Erfahrung). Es gibt andere Menschen, die für den Lohn viel motivierter arbeiten würden. Habe das ja auch bei uns in den Firmen gesehen, wo Leute Arbeit wie die Pest meiden, dann aber den Mindestlohn kassieren wollen. Es gibt immer Leute, die für so einen Mindestlohn töten würden. Viele Leute wohnen im Grenzgebiet und verdienen dadurch vergleichsweise sehr gut, selbst mit Mindestlohn. Deswegen kann man mehr Motivation erwarten.
 
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Samurai76 schrieb:
Das sehe ich tatsächlich krass anders. Ja, viel Geld hilft am Anfang. Aber 45 Jahre einen Job ohne Spass machen, nur wegen Geld? Nein danke. Ich hatte schon Gelegenheiten, mein Gehalt massiv auszubessern. Für einen Job, andere Menschen mit mehr Arbeit zu versorgen (Vorgesetzter/Management). Aber brauche ich zwingend das mehr an Geld und macht der Job auch Spass? Nein und Nein. Nein, Geld hilft, schafft aber auf lang Zeit keine Motivation.
Natürlich, aber ein Amazon Kurierdienstfahrerjob ist ja auch keine Jobsparte in der man alt werden will - glaub mir, die einzigste Motivation dort ist Geld, Geld und nochmal Geld - niemand fährt bei Amazon aus weil er den tollen Arbeitgeber und die tollen Arbeitsbedingungen so sehr zu schätzen weiss - da gehts nur um Geld.

Was andere Berufszeige angeht - natürlich, eine höhere Position kann auch mehr Stress bedeuten - ein Bekannter von mir arbeitet bei Fiege Logistics als Vorarbeiter - ihm wurde vor ein paar Monaten eine Position als Teamleiter angeboten die er nach kurzer Überlegung Dankend abgelehnt hat - Er meinte - ich zitiere: "Für die 250€ mehr das Dreifache an Stress plus noch längere Arbeitszeiten ? Auf gar keinen Fall." Von daher kann ich dich da sehr gut verstehen ...
 
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Nero2019 schrieb:
Ich lebe in einer 100k Einwohner Stadt und dort gibts gefühlt nur 5 Sanitäre und Elektriker. Jeder beschwert sich darüber.
Kaum jemand will sich für ~ 2,3k netto kaputt schuften, aber gleichzeitig will auch keine 100€ + Stundenlohn zahlen, wenn mal was gemacht werden muss.

Ich selbst war einige Jahre aufm Bau.. und nun in einer neuen Position deutlich besser bezahlt und bei weitem nicht so anspruchsvoll.
 
anexX schrieb:
Willst du gute und motivierte Mitarbeiter musst du auch gutes Geld auf die Theke legen
Das mag ein Faktor sein, aber sicher nicht der einzige. Wie ein Mensch generell gestrickt ist, hat da auch großen Einfluss. Du nimmst dich und das was du tust ernst und hast einen gewissen Anspruch an dich als Mensch, in der Gesellschaft die dich umgibt. Oder eben nicht.

Du möchtest nicht, dass in deinen Burger gespuckt wird. Du willst nicht an der Supermarktkasse abgezogen werden. Die Putzkraft soll den Dreck auch nicht einfach nur unter deine Türmatte schieben. Und die möchten nicht, dass du die Pakete einfach irgendwo hinwirfst oder klaust.
 
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Janami25 schrieb:
Das sehe ich komplett anders. Die grossen Unternehmen zahlen so gut wie keine Steuern. Wir subventionieren diese sozusagen und sorgen dafür, daß diese sich dumm und dämlich verdienen. Die haben die soziale Verpflichtung und Verantwortung Arbeitsplätze zu schaffen und zu halten. Wenn sie sich dahingehend auch noch aus der Verantwortung stehlen wollen aus reiner Geld und Gewinngier, haben diese reichen Schmarotzer nichts in diesem Land verlorenen und sollten sich eine andere Spielweise suchen.
In der Theorie sehe ich es wie du, in der Praxis ist es aber so dass Unternehmen einen feuchten geben. Und sofern etwas nicht zwingend Gesetz ist (wobei für Unternehmen Gesetze oftmals sowieso nur Handlungsempfehlungen bzw. Aufforderungen zum Duell wer die grösste Gurke...eh Geldreserven hat sind), werden Unternehmen einen Teufel tun, etwas zu machen. Daher verstehe ich auch nicht die ganzen Leute, die sich Verstanden fühlen und es feiern, wenn Unternehmen XY bei der Pride Month und co mitmachen. Die machen das sicherlich nicht, weil denen LGBTQ oder die Umwelt zu herzen liegt, sondern weil so was die Gewinne ankurbelt.

Janami25 schrieb:
Wir reden hier nicht von Mittelstand, der gerade so über die Runden kommt, sondern Gross Unternehmen, die eben wegen solchem unsozialem Vorgehen Riesengewinne einfahren.
Ich weiss....
Janami25 schrieb:
Hier geht es um persönliche Existenzen, also um Menschen die gerade so ihre Familie ernähren können.
... aber ich sehe das realistisch.

flakes schrieb:
Nur sind die Jobs die hier gestrichen werden vor allem in der Verwaltung zu finden aber laut Amazon können sich die betroffenen Mitarbeiter intern als picker o.ä. neu bewerben.
Können die doch, oder bei anderen Firmen. Ich sehe da jetzt kein Problem? Amazon ist jetzt nicht der einzige Arbeitgeber auf der Welt.


Blumentopf1989 schrieb:
Weil ja diverse hier ihre Kapitalismuskritik ablassen, alles schön und gut und gewiss gibt es Probleme nur schaut euch die Länder an in denen es diesen nicht gab oder gibt und wie es der Bevölkerung dort ging oder geht.
Genau das. Dann habe ich (so hart es jetzt klingt), lieber dass es einigen schlechter geht und anderen/mir besser geht, als wenn es wie im Kommunismus jedem gleich beschissen gibt. Hier hast du wenigstens die Chance, dass es dir besser geht/gehen könnte. Das System, bei dem es jedem gleich gut (gut - nicht beschissen) geht, muss noch erfunden werden. - Sofern es das überhaupt gibt. Ich sehe es pragmatisch:
Geld (de facto) und Ressourcen sind endlich. Wenn auf einer Insel 10 Bananen a 5€ gibt und jeder der 10 Bewohner 3€ hat, ist niemandem geholfen. Dann lieber dass einige 6-10€ haben und andre 1-2€. Man muss halt versuchen auf der Sonnenseite zu stehen, irgendwie.
 
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Tici schrieb:
Roboter werden nicht krank, Roboter streiken nicht, Roboter flennen nicht rum etc. pp.
Würde ich Inhaber eines Lagers sein, würde ich bei standardisiertem und (geistig) anspruchslosem Zeug doch auf Automatisierung setzen. Warum auch nicht?
Jeder der hier Unmut heuchelt sollte sich mal überlegen ob er das an Amazon's Stelle anders machen würde. Amazon ist kein Wohlfahrtsverein der Leuten Arbeitsplätze geben muss.

Roboter kaufen keine Waren
 
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shysdrag schrieb:
Ich hoff euch allen gehts gut, ich kann und will solche Unternehmen einfach nicht mehr unterstützen.
Und warum? Ein Unternehmen ist ja dafür da Gewinn zu erwirtschaften.
Warum sollte man Mitarbeiter beschäftigen, die keine Arbeit haben. Sollen sie den Sauerstoff im Büro verbrauchen oder wie?

Ich hoffe doch, dass das Unternehmen in dem ich arbeite immer unnötige Stellen streicht, damit man langfristig am Markt bleiben kann.

Ich habe dazu ein Beispiel aus meiner Firma. In der Verwaltung waren wir 37 Mitarbeiter. Durch zwei Renteneintritte und eine Kündigung, waren es noch 34. Diese stellen wurden nicht neu besetzt und das ist niemanden aufgefallen und Überstunden sind dadurch nicht gestiegen und das ist über 3 Jahre her.
Ich bin mir sicher, dass wir hier auch noch 1-2 Stellen einsparen könnten, wenn wir einfach Prozesse digitalisieren würden und das wird auch kommen.
Wir drucken jede Eingangsrechnung aus und malen darauf rum um nur am ende die Rechnung wieder ins System zu scannen.
Eine Mitarbeiterin macht quasi nichts anderes als die ausgedruckten Rechnungen zu verteilen, die abgezeichneten Rechnungen wieder einzusammeln, diese in die Buchhaltung zum bezahlen geben und am Ende wieder einsammeln und einscannen, damit es im DMS landet.
Das ist ein Prozess den man sich nicht ausdenken kann und mit der E-Rechnungspflicht wird das hier komplett wegfallen.
Ergänzung ()

eSVau schrieb:
Roboter kaufen keine Waren
Müssen die ja auch nicht.
Man muss den Menschen halt anderweitig Geld für den Konsum bereitstellen.
 
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