Masseschleife im PC, Mikrofon brummt

Jona296

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Guten Abend,

ich habe mir nun schon vor einiger Zeit ein Audio Interface sowie ein Kondensatormikrofon zugelegt, um Gesang aufnehmen zu können. Allerdings musste ich feststellen, dass das Mikrofon auf der Aufnahme konstant elektronisch brummt (ca. -24dB).

Mit verschiedenen Tests konnte ich allerdings ausschließen, dass es sich um einen Fehler im Mikrofon, Interface oder Kabel handelt. Das Brummen tritt nur an diesem PC hier auf und dieser scheint auch die Problemquelle zu sein. Nun habe ich schon ein wenig von Masseschleifen/Brummschleifen gehört, weiß aber weder wirklich was das ist noch was man dagegen tun kann.

Ich muss zugeben, ich weiß an diesem Punkt einfach nicht mehr weiter. Ich kann schlecht meinen PC ersetzen, nur damit die Aufnahme nicht mehr brummt. Wie kann ich ein solches Problem beheben?

Setup:
Mikrofon: Behringer B-1 (Großmembran Kondensator, 48V Phantomspeisung nötig)
Interface: Focusrite Scarlett Solo 3rd Gen
Kabel: Roland XLR Black 1,5m
Kabel zwischen Interface und PC: Mehrfach gewechselt (zweimal USB-A auf USB-C und einmal USB-C auf USB-C ausprobiert)

Mit freundlichen Grüßen
Jona
 
Jona296 schrieb:
Ich kann schlecht meinen PC ersetzen, nur damit die Aufnahme nicht mehr brummt.
Du räumst einfach mal den Stromkreis auf. Alle Geräte die an den PC angeschlossen werden, und über eine eigene Stromversorgung verfügen, müssen an die gleiche Steckdosenleiste wie der PC.
Das wäre mal ein Anfang.

Willkommen im Forum. :)
 
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Alle diese Geräte sind schon an derselben Steckdosenleiste. Ich habe auch mal den Test gemacht, alle Geräte abzuziehen (bis auf die beiden Monitore, Interface, Maus und Tastatur) und das Brummen war immer noch da.
Bin aber auch ein ziemlicher Neuling, was solche Technik angeht.
Bedeutet das, es liegt am PC selbst?
 
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Das Audio-Interface galvanisch trennen, zum Beispiel mit ADUM3160 basierten Isolatoren. Die steckst du einfach zwischen PC und Interface, kostet 'n Fünfer bei AliE.
 
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Sobald Du per USB am PC bist, mußt Du gar nichts galvanisch trennen, das ist Unsinn. Wenn das Interface ordentlich arbeitet, sollte es das von selbst machen. Und Brummen (das kommt nur über den analogen Weg) wird dadurch üblicherweise auch nicht beseitigt, siehe
https://www.igorslab.de/trennen-und...h-trennen-und-signale-filtern-teil-2-von-2/6/
sondern nur hochfrequentes Zirpen bzw. Fiepen.

@Jona296
Da sollte nichts brummen, schon gar nicht, wenn Du symmetrisch vom Mikro an das Interface rangehst.
Ganz viele Fragen
  • Ist das XLR Kabel auch 100% in Ordnung? Durch die symmetische Übertragung sollte das Brummen gar nicht vorhanden sein (siehe oben https://www.igorslab.de/trennen-und...h-trennen-und-signale-filtern-teil-2-von-2/3/).
  • XLR Kabel rastet sauber am Interfaces und am Mikro ein?
  • Hast Du ein kurzes XLR Kabel zum Gegentesten?
  • Du gehst auch nur per XLR an das Mikro und dann per XLR in die Buchse des Focusrite?
  • Ebenso das USB-Kabel in Ordung, was Du beim Focusrite verwendest?
  • Phanomspeisung ist auch aktiviert im Interface?
  • Wo genau am PC steckst Du das USB-Kabel rein, was für ein Mainboard wird verwendet?
  • Interface auch 100% in Ordnung, was steckt da alles noch drin?
  • Kannst Du es an einem anderen PC oder Notebook mal testen?
  • Hast Du einen aktiven USB Hub mit eigener Stromversorgung, den Du mal zwischenschalten (PC - USB-HUB - Audiointerface) kannst, ist das Brummen dann immer noch da?
Meiner Meinung nach arbeitet eines von Deinen Komponenten nicht sauber. XLR-Kabel, Mikro, Interface. Und das mußt Du jetzt irgendwie einzeln testen und ausschließen können. Mal bei Freunden und Bekannten so nachhaken, ob Dir irgend jemand was leihen kann. Oder so nen Bekloppten wie mich suchen, der alles mehrfach im Heimstudio da hat.
 
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Das ist nichts anderes als eine DI Box, und die bringt für Mikro, was symmetisch verwendet wird, gar nichts.
coxon schrieb:
Damit gehst du unsymetrisch aus dem Interface -> in die HD400 -> Symetrisch auf die Speaker.
Das ist Quatsch, so macht man das nicht.
 
nutrix schrieb:
Sobald Du per USB am PC bist, mußt Du gar nichts galvanisch trennen, das ist Unsinn. Wenn das Interface ordentlich arbeitet, sollte es das von selbst machen.
Da muss ich dich enttäuschen. Es gibt alte Gebäude wie bei mir damals. Egal wie sauber mein Stromlkreis war, sobald der Kühlschrank lief, oder die Spülmaschine, wurde das Brummen schlimmer.
Ergänzung ()

nutrix schrieb:
Das ist nichts anderes als eine DI Box, und die bringt für Mikro, was symmetisch verwendet wird, gar nichts.
Aber er hat doch schon das Mikro als Fehlerquelle ausgeschlossen und die DI Box ist auch nicht fürs Mikro gedacht, die kommt zwischen interface und speaker ...
 
Hast Du das überlesen?
Jona296 schrieb:
Allerdings musste ich feststellen, dass das Mikrofon auf der Aufnahme konstant elektronisch brummt (ca. -24dB).
coxon schrieb:
Da muss ich dich enttäuschen. Es gibt alte Gebäude wie bei mir damals. Egal wie sauber mein Stromlkreis war, sobald der Kühlschrank lief, oder die Spülmaschine, wurde das Brummen schlimmer.
Ganz andere Baustelle, die nichts mit einem Audiointerfaces und dem Mikrobrummen zu tun haben.
Ja, das ist ein Problem über die Stromversorgung, wenn wir von analogen Wegen sprechen, bin ich bei Dir. Aber nicht über USB und ein Audiointerface als DAC, da sollte das Problem so nicht auftreten.
coxon schrieb:
die DI Box ist auch nicht fürs Mikro gedacht, die kommt zwischen interface und speaker ...
Wo steht hier was von Interface und Speaker?
 
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4nanai schrieb:
Was soll daran Unsinn sein.
Weil das Brummgeräusch nicht mit der Erfahrung zu vergleichen ist, was Du gemacht hattest.
4nanai schrieb:
Wenn das Interface keinen Optokoppler hat, dann können über die gemeinsame Masse Störeffekte auftreten.
Nicht so, und schon gar nicht mit einem symmetrischen Kabel. Aber ja, wenn das Interface keinen Optokoppler hat, ist es problematisch. Aber ich gehe davon mal aus, daß selbst ein so günstiges Interface das so haben sollte. Gut, meine Interfaces waren eine Ecke teurer, und hatten bisher nirgends diese Art von Problemen.
Update, es wird sogar in der Doku bei mir erwähnt, daß es einen Optokoppler hat. Bei Focusrite Fehlanzeige.
4nanai schrieb:
War auch in meinem Fall die Lösung gewesen:
Was nichts mit dem Problem hier zu tun hat. Da spricht ein Blinder von Farben (das ist jetzt nicht böse gemeint). Oder hast Du etwa entsprechende Sachen zu Hause?
 
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Wir brauchen erst mal mehr Infos vom TE.
 
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Das Brummen kann nur über den anlogen Weg kommen, nicht über das Interface selbst per USB.
Kann man sogar hier nachlesen:
https://www.igorslab.de/trennen-und...sch-trennen-und-signale-filtern-teil-2-von-2/
Wenn USB das Problem wäre, hätten wir Zirpen und Fiepen wie Rauschen, aber kein Brummen.

Aus meiner "Studio" Praxis heraus kann ich sagen, daß schon unsauberes Einrasten oder nicht feste Steckverbindung per XLR solche Probleme machen, ebenso, wenn das XLR Kabel fehlerhaft oder beschädigt ist (das geht schneller an den Steckern und Buchsen kaputt, als man denkt), oder die XLR Buchse am Interface eine Macke und nicht richtig entstört ist, oder das Mikro (was über die Phantomspeisung versorgt wird).

Ich sag nur mal schräg oder falsch Einstecken Klinke Gitarre in Amp oder Interface, und dann die Speaker voll aufgedreht. 😵‍💫 Kenner wissen wovon ich rede.

Und nur mal so, ein USB-Isolator kann sich gerade beim Audiointerface negativ auswirken, so daß es nicht mehr richtig arbeitet.
 
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Okay, danke für die vielen Antworten :)
Ich bin jetzt nur eigentlich noch mehr verwirrt als zuvor.

Um mal auf die Fragen einzugehen:
  • Ich habe das XLR-Kabel ausgetauscht, weil ich anfangs dachte, dass es daran liegt. Das neue ist ein kurzes (1,5m) Roland-Kabel. Also denke schon zumindest etwas hochwertig.
  • Ich habe das Interface natürlich auch schon mit diversen USB-Kabeln getestet (und auch an verschiedenen Ports am PC angeschlossen). Das verwendete Mainboard ist ein Aorus Z390 Ultra.
  • Ich habe das Interface auch schon an einem anderen PC getestet. Egal, was wir versucht haben (selbes Kabel, voll aufdrehen, etc.) - es war kein Brummen zu hören. Gar nichts. Nur sobald es wieder an meinen PC angeschlossen ist, brummt es wieder.
  • Alle Geräte sind an derselben Steckdosenleiste. Ich habe aber sowieso mal den Test gemacht, alle Geräte abzuziehen, das Brummen war immer noch da.
  • Selbst wenn ich die Lautsprecher/Kopfhörer (benutze beides) abziehe, ist das Brummen auf dem Pegelmeter in der DAW noch sichtbar (also auch nicht verschwunden).
  • Einen USB-Hub besitze ich nicht.

Ich hoffe, ich bin halbwegs auf alles eingegangen, was so gefragt wurde.

Was von den vorgeschlagenen Sachen nun wirklich Sinn macht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Nur, bevor ich etwas kaufe, wäre es natürlich gut zu wissen, ob es denn auch wirklich was bringt bei dem Problem.

Mit freundlichen Grüßen
Jona
 
Eine Sache fehlt mir nach wie vor: Detalierte Angaben zu deinem System. CPU, Board und Netzteil würde mich sehr interessieren, denn so wie du das beschreibst, könnte es auf ein Problem mit deinem Netzteil hindeuten.
 
CPU: Intel i7-8700
Mainboard: Aorus Z390 Ultra
Netzteil: Enermax NAXN 500W (ENP500AGT)
GPU: NVidia GTX 1070
OS: Win11
RAM: 16GB
Festplatten: Hauptplatte HDD, Nebenplatte SSD

Falls ich irgendwas wichtiges vergessen habe, einfach fragen
 
Ich muss schon zugeben, dass ich bisher aus den Antworten jetzt nichts Eindeutiges ziehen kann (gerade als Anfänger) und würde mich über ein wenig Klarheit und Lösungsvorschläge freuen :)
 
Also meine Gedanken, ohne viel Audioerfahrung zu besitzen. Das Mikro mit dem Interface arbeiten mit anderen PCs ohne brummen?
Wenn ja, dann muss m.M.n. das Brummen zwangsläufig im Rechner entstehen. Ich vermute, der Audiopart erhält die USB Daten noch digital? Dann kann das Brummen ja nur von der Soundkarte im Rechner aufmoduliert werden. Und da wäre mein erster Fehlerkandidat dann das Netzteil.
 
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